BMW Group erweitert US- Werk in South Carolina

München/Spartanburg. Die BMW Group baut die Kapazitäten in ihrem US-Werk in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina weiter aus. „Wir werden angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach BMW X Modellen bis 2016 eine Milliarde US-Dollar in unser Werk in Spartanburg investieren. Damit wird die Produktionskapazität von derzeit jährlich 300.000 Fahrzeugen um 50% auf 450.000 Fahrzeuge steigen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Norbert Reithofer, am Freitag in Spartanburg anlässlich eines Festakts zum 20-jährigen Produktionsjubiläum des Unternehmens in den USA.

An der Veranstaltung auf dem Werksgelände nahmen unter anderem auch die US-Handelsministerin, Penny Pritzker, die Gouverneurin des Bundesstaats South Carolina, Nikki Haley, BMW Produktionsvorstand Harald Krüger sowie der Leiter des Werks Spartanburg, Manfred Erlacher, teil.

BMW X7 wird zukünftig in Spartanburg produziert

Bislang werden in Spartanburg als Kompetenzzentrum für X-Fahrzeuge die Modelle BMW X3, X5, X5 M, X6 und X6 M gefertigt. Darüber hinaus wurde am Freitag auch der Produktionsstart des BMW X4 gefeiert. Die BMW Group wird ihre X-Familie zukünftig weiter ausbauen: „Mit dem BMW X7 werden wir ein weiteres, größeres X Modell entwickeln, das wir in unserem US-Werk für unsere Weltmärkte produzieren werden. Damit unterstreichen wir einmal mehr unser Bekenntnis zu den USA“, erklärte Reithofer weiter.

BMW Produktionsvorstand Harald Krüger erläuterte im Rahmen des Festakts die wichtige Rolle der USA für die Gesamtproduktionsstrategie von BMW: „Ziel der BMW Group ist ein ausgewogenes Wachstum in allen Märkten und Kontinenten. Das Werk Spartanburg ist ein wichtiger Baustein in unserem internationalen Produktionsnetzwerk mit derzeit insgesamt 28 Produktions- und Montagestätten in 13 Ländern. Es trägt wesentlich zu einem profitablen und weltweit ausbalancierten Wachstum bei.“

Krüger fügte hinzu: „Das BMW Werk Spartanburg ist das beste Beispiel unserer erfolgreichen Strategie, wonach die Produktion dem Markt folgt. Der Bundesstaat South Carolina hat uns während unseres 20-jährigen Engagements vor Ort stets als verlässlicher und wertvoller Partner unterstützt und einen entscheidenden Bestandteil daran, dass die USA unser zweites Zuhause geworden sind.“

Zahl der Mitarbeiter steigt in Spartanburg auf 8.800

Im Rahmen der Werkserweiterung wird die Zahl der Beschäftigten an dem US-Standort deutlich steigen. „Durch den Ausbau des Standortes werden wir 800 neue Stellen schaffen. Damit wird sich die Gesamtzahl der Mitarbeiter in Spartanburg auf 8.800 Mitarbeiter erhöhen“, erklärte Reithofer weiter. „Durch die Erweiterung wird Spartanburg zum größten Werk hinsichtlich Produktions­kapazität unseres weltweiten Produktionsnetzwerks“, fügte er hinzu.

Das jährliche Exportvolumen des BMW Werks Spartanburg liegt nach einer Studie des US-Handelsministeriums bei 7,5 Milliarden US-Dollar. Damit ist das US-amerikanische Werk der BMW Group der größte Automobilexporteur in den USA, gemessen am Gesamtexportwert ohne NAFTA-Märkte. Ungefähr 70% der in Spartanburg produzierten Fahrzeuge wird exportiert.

In einer kürzlich veröffentlichten Analyse der Moore School of Business an der University of South Carolina tragen die Aktivitäten der BMW Group in South Carolina insgesamt rund 16,6 Mrd. USD zur dortigen Wirtschaftsleistung bei. Durch die Präsenz der BMW Group in South Carolina werden zudem insgesamt 30.000 Arbeitsplätze unterstützt. In der Studie wird die bedeutende Rolle der BMW Group für den Wirtschaftsstandort South Carolina hinsichtlich der techno­logischen und produzierenden Wettbewerbsfähigkeit der Region sowie das hohe Ausbildungsniveau aufgezeigt.

Seit dem Produktionsstart im Jahr 1994 liefen in Spartanburg bislang mehr als 2,6 Mio. Fahrzeuge für BMW Kunden auf der ganzen Welt vom Band. Die Pro­duktpalette des Werks umfasst die Modelle BMW X3, X5, X5 M, X6 und X6 M. Darüber hinaus soll in naher Zukunft am Standort auch eine Hybridversion des BMW X5 gefertigt werden. Die Jahresproduktion lag im Jahr 2013 bei 297.326 Fahrzeugen, mit derzeit rund 1.100 Fahrzeuge produzierten Fahrzeugen täglich. Insgesamt waren am Standort Spartanburg zuletzt rund 8.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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