BMW Group mit erfolgreichem 1. Quartal 2016

München – Die BMW Group hat ihren Erfolgskurs im ersten Quartal 2016 fortgesetzt und ist mit neuen Bestwerten bei Auslieferungen und Ergebnis in das Jahr der Jubiläumsfeierlichkeiten zu ihrem 100-jährigen Bestehen gestartet.

  • Bestwerte bei Auslieferungen und Ergebnis im ersten Quartal
  • Konzernergebnis vor Steuern steigt um 4,4% auf 2,37 Mrd. €
  • EBIT-Marge im Segment Automobile liegt bei 9,4%
  • Konzernüberschuss legt um 8,2% auf 1,64 Mrd. € zu
  • BMW Group bestätigt Ausblick für Geschäftsjahr 2016

Mit dem ersten Quartal haben wir erneut unter Beweis gestellt, wie wir unser Kerngeschäft auch in einem volatilen Umfeld zu guten Ergebnissen führen können,

sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Harald Krüger, am Dienstag.

Entscheidend ist für uns nicht der kurzfristige Erfolg, sondern nachhaltiges und profitables Wachstum. Das ist die starke Basis, von der aus wir in den kommenden Jahren die Transformation der Mobilitätswelt gestalten und entscheidend prägen werden.

Die BMW Group hat im März ihre Strategie Number ONE > NEXT vorgestellt und sich damit den Rahmen gesetzt, um den Wandel hin zur Mobilität der Zukunft voranzutreiben.

Im Automobilsegment der BMW Group kletterten die Auslieferungen in den ersten drei Monaten des Jahres um 5,9% auf insgesamt 557.605 (Vj.: 526.669) Automobile und markierten damit einen neuen Höchstwert für diesen Zeitraum.

Der Konzernumsatz lag zwischen Januar und März mit 20.853 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (Vj.: 20.917 Mio. € / -0,3%). Dabei wirkten Wechselkurseffekte etwa beim britischen Pfund und dem chinesischen Renminbi dem Anstieg beim Absatz entgegen. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) belief sich auf 2.457 Mio. € (Vj.: 2.521 / -2,5%). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) legte um 4,4% auf den neuen Höchstwert von 2.368 (Vj.: 2.269) Mio. € zu. Der Konzernüberschuss stieg um 8,2% auf 1.641 (Vj.: 1.516) Mio. € und erreichte damit ebenfalls einen neuen Bestwert für ein erstes Quartal.

Segment Automobile: EBIT -Marge im oberen Bereich des Zielkorridors

Im Segment Automobile lag der Umsatz im ersten Quartal mit 18.814 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (Vj.: 18.893 Mio. € / -0,4%). Das EBIT betrug 1.763 Mio. € und erreichte damit fast den Vorjahreswert (Vj.: 1.794 Mio. € / -1,7%). Die EBIT Marge belief sich im Segment Automobile auf 9,4 (Vj.: 9,5)% und befand sich damit erneut im oberen Bereich des angestrebten Renditekorridors von 8% bis 10%. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 1.734 Mio. € um 6,1% über dem Vorjahreswert von 1.634 Mio. €.

Die Marke BMW verzeichnete im Berichtszeitraum bei den Auslieferungen mit 478.743 (Vj.: 451.576 / +6,0%) Automobilen einen Höchstwert. Für Rückenwind sorgten dabei unter anderem das Flaggschiff-Modell des Unternehmens, der BMW 7er, und die BMW X Modelle. Vom BMW 7er wurden in den ersten drei Monaten 20,3 Prozent mehr Exemplare an Kunden ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. In diesem Jahr kommen zudem noch der BMW 7er als Plug-in-Hybrid und der BMW M760Li xDrive als Topmodell auf den Markt. Die Auslieferungen des BMW X1 stiegen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 67,6% auf 51.002 Fahrzeuge. Der BMW X3 erreichte 26,9% Absatzplus auf 38.719 Einheiten, und beim BMW X6 betrug die Zunahme 15,2% (11.043 Einheiten). In den ersten drei Monaten wurden weltweit 5.128 BMW i Fahrzeuge mit Elektroantrieb an Kunden ausgeliefert. Seit dem Marktstart Ende 2013 sind es bereits mehr als 50.000 Exemplare. Eine zusätzliche Version des BMW i3 mit bis zu 300 Kilometern elektrischer Reichweite im Normzyklus (NEFZ) dürfte vom Sommer an für eine weitere Belebung der Nachfrage sorgen. Selbst im Alltagseinsatz sind auch bei widrigen Wetterbedingungen und Nutzung der Klimaanlage oder Heizung mit einer Batterieladung bis zu 200 Kilometer Reichweite möglich.

Auch MINI hat im Auftaktquartal eine neue Bestmarke bei den Auslieferungen erzielt. Weltweit wurden 78.311 (Vj.: 74.312) Automobile verkauft, was einem Plus von 5,4% entspricht. Ein wichtiger Treiber ist dabei der neue MINI Clubman, von dem in den ersten drei Monaten bereits mehr als 12.000 Exemplare an Kunden ausgeliefert wurden.

Die Absatzsituation bei Rolls-Royce Motor Cars war im ersten Quartal 2016 unter anderem durch politische und ökonomische Unsicherheiten vor allem im Nahen Osten geprägt. Darüber hinaus wirkten sich die Vorbereitungen zur Einführung des Dawn aus. Im Berichtszeitraum setzte das Unternehmen 551 Automobile ab (Vj.: 781 / -29,4%). Seit Ende März ist der neue Rolls-Royce Dawn für Kunden erhältlich. Der Auftragseingang ist gut und wird für eine Nachfragebelebung sorgen.

In Europa setzte sich der positive Absatztrend der BMW Group fort. In den ersten drei Monaten wurden 257.120 Einheiten abgesetzt, 9,5% mehr als im ersten Quartal des Vorjahres. Viele Märkte in der Region verzeichneten Absatzwachstum. In einigen Ländern fielen die Zuwächse zweistellig aus, darunter Großbritannien (+10,5% / 59.169), Frankreich (+10,7% / 20.816) und Italien (+11,5% / 19.951).

In Asien legten die Auslieferungen der BMW Group im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 9,9% auf 183.204 Einheiten zu. Auf dem chinesischen Festland stieg der Absatz um 10,5% auf 127.167 Automobile und in Japan kletterte die Zahl der Auslieferungen um 8,8% auf 18.703 Einheiten.

In Amerika ging die Zahl der Auslieferungen seit Jahresbeginn um 8,7% auf 100.245 Einheiten zurück. In den USA belief sich der Absatz in diesem Zeitraum auf 81.601 Fahrzeuge (-10,8%).

Segment Motorräder erzielt neue Bestmarke bei Auslieferungen

Auf Erfolgskurs ist weiterhin das Segment Motorräder. Weltweit stiegen die Auslieferungen seit Jahresbeginn um 7,7% auf 33.788 BMW Motorräder und Maxi-Scooter. Spitzenreiter der BMW Motorrad Verkaufsrangliste bleiben die Reiseenduro BMW R 1200 GS und ihr Schwestermodell BMW R 1200 GS Adventure. Bereits 11.391 Boxer-GS Fahrzeuge wurden in den ersten drei Monaten weltweit an Kunden ausgeliefert. Der Segmentumsatz erhöhte sich im ersten Quartal aufgrund der positiven Absatzentwicklung um 2,6% auf 582 (Vj.: 567) Mio. €. Das EBIT lag bei 94 Mio. € (Vj.: 115 Mio. € / -18,3%) und das Ergebnis vor Steuern belief sich ebenfalls auf 94 Mio. € (Vj.: 114 Mio. € /
-17,5%).

Segment Finanzdienstleistungen weiter auf Erfolgskurs

Das Segment Finanzdienstleistungen konnte im Zeitraum Januar bis März seine positive Geschäftsentwicklung fortsetzen und neue Höchstwerte erreichen. Im Auftaktquartal wurden insgesamt 413.372 (Vj.: 384.565) Neuverträge im Finanzierungs- und Leasinggeschäft abgeschlossen, was einem Plus von 7,5% entspricht. Die Anzahl an betreuten Leasing- und Finanzierungsverträgen stieg zum 31. März 2016 um +8,3% auf insgesamt 4.786.441 (Vj.: 4.419.817).

Der Segmentumsatz lag mit 6.032 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (Vj.: 6.058 Mio. € / -0,4%). Das Ergebnis vor Steuern stieg angesichts der guten Geschäftsentwicklung im Segment um 2,0% auf 570 (Vj.: 559) Mio. €.

Zahl der Mitarbeiter gestiegen

Die Zahl der Mitarbeiter ist zum Ende des ersten Quartals im Jahresvergleich um 4,4% gestiegen. Insgesamt waren weltweit 122.692 (Vj.: 117.554) Mitarbeiter bei der BMW Group beschäftigt. Das Unternehmen stellt weiterhin gezielt Ingenieure und Fachkräfte ein, um die wachsende Fahrzeugnachfrage bedienen und Innovationen und Zukunftstechnologien vorantreiben zu können.

BMW Group bestätigt Ziele für Gesamtjahr 2016

Die BMW Group blickt angesichts ihrer starken Marken, des attraktiven Produktportfolios und der erwarteten grundsätzlich positiven Entwicklung auf den internationalen Automobilmärkten zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Dem stehen hohe Vorleistungen für Zukunftstechnologien, eine anhaltend hohe Wettbewerbsintensität und steigende Personalkosten gegenüber. Das Unternehmen geht weiterhin von einem politisch und wirtschaftlich volatilen globalen Umfeld aus.

Die BMW Group bestätigt ihre Ziele für das Gesamtjahr. „Wir streben 2016 bei den Auslieferungen im Segment Automobile und dem Konzernergebnis vor Steuern leichte Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken an“, erklärte Krüger. Die BMW Group geht zugleich davon aus, auch 2016 der weltweit führende Hersteller von Premiumfahrzeugen zu bleiben.

Der Umsatz im Segment Automobile dürfte im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der positiven Absatzentwicklung ebenfalls leicht steigen. Die BMW Group rechnet im Automobilgeschäft 2016 zudem unverändert mit einer EBIT-Marge im Zielkorridor von 8% bis 10%.

Im Segment Motorräder dürfte sich nach Einschätzung der BMW Group die positive Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr ebenfalls fortsetzen. Die während der Herbstmessen 2015 vorgestellten neuen Modelle R NineT Scrambler und G 310 R erweitern das Produktportfolio und sprechen neue Kundengruppen an. Für das Gesamtjahr wird bei den Auslieferungen von BMW Motorrädern mit einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

Auch im Segment Finanzdienstleistungen dürfte sich der erfolgreiche Geschäftsverlauf fortsetzen. Trotz der weltweit steigenden Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung rechnet die BMW Group im Finanzdienstleistungsgeschäft für das Geschäftsjahr 2016 mit einer Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) auf dem Niveau des Vorjahres (2015: 20,2%). Damit würde der Zielwert von mindestens 18% erneut übertroffen werden.

Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr setzen voraus, dass sich die weltweiten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändern werden.

Die BMW Group im Überblick 1. Quartal
2016
1. Quartal 2015 Veränderung in %
Fahrzeug-Auslieferungen
Automobile Einheiten 557.605 526.669 5,9
Davon: BMW Einheiten 478.743 451.576 6,0
MINI Einheiten 78.311 74.312 5,4
Rolls-Royce Einheiten 551 781 -29,4
Motorräder Einheiten 33.788 31.370 7,7
         
Mitarbeiter1 122.692 117.554 4,4
         
EBIT-Marge
Segment Automobile
Prozent 9,4 9,5 -0,1 %Punkte
         
Umsatz Mio. € 20.853 20.917 -0,3
Davon:   Automobile Mio. € 18.814 18.893 -0,4
Motorräder Mio. € 582 567 2,6
Finanzdienstleistungen Mio. € 6.032 6.058 -0,4
Sonstige Gesellschaften Mio. € 1 2 -50,0
Konsolidierungen Mio. € -4.576 -4.603 0,6
         
Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) Mio. € 2.457 2.521 -2,5
Davon:   Automobile Mio. € 1.763 1.794 -1,7
Motorräder Mio. € 94 115 -18,3
Finanzdienstleistungen Mio. € 591 555 6,5
Sonstige Gesellschaften Mio. € 11 40 -72,5
Konsolidierungen Mio. € -2 17
         
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 2.368 2.269 4,4
Davon:   Automobile Mio. € 1.734 1.634 6,1
Motorräder Mio. € 94 114 -17,5
Finanzdienstleistungen Mio. € 570 559 2,0
Sonstige Gesellschaften Mio. € -2 -23 91,3
Konsolidierungen Mio. € -28 -15 -86,7
         
Steuern auf das Ergebnis Mio. € -727 -753 3,5
Überschuss Mio. € 1.641 1.516 8,2
Ergebnis je Aktie2 2,48/2,48 2,30/2,30 7,8/7,8

1 Ohne ruhende Arbeitsverhältnisse, ohne Mitarbeiter in Altersteilzeit und Freizeitphase, ohne Geringverdiener

2 Ergebnis je Aktie für Stamm-/Vorzugsaktien

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