Die EU schreibt Autoherstellern einen CO2-Grenzwert für die Neuwagenflotte vor. Für jedes verkaufte Elektroauto darf ein Autohersteller derzeit dreieinhalb andere Pkw mit hohen CO2-Emissionen verkaufen - ohne dass dadurch die CO2-Vorgaben für den Flottendurchschnitt des Herstellers belastet werden. "Mit dieser Regelung wird das Ziel einer emissionsärmeren Pkw-Flotte ad absurdum geführt. Der Einsatz für nachhaltige Ziele und Regelungen - und zwar ohne neue Schlupflöcher für die Autoindustrie - ist jetzt entscheidend", so VCÖ-Expertin Rasmussen. Zudem fehlen derzeit Vorgaben, aus welcher Quelle der Strom für Elektroautos kommen soll, macht der VCÖ aufmerksam. Kommt der Strom für Elektroautos etwa aus einem Kohlekraftwerk, ist die CO2-Bilanz ähnlich schlecht wie die von Pkw, die mit Benzin oder Diesel fahren. Nur wenn sichergestellt wird, dass der Strom für Elektrofahrzeuge aus erneuerbaren Energien kommt, sind Elektrofahrzeuge emissionsfrei und tragen zum Klimaschutz bei, betont der VCÖ. Der VCÖ fordert strengere CO2-Grenzwerte für Pkw auf EU-Ebene, die Aufhebung des Bonus für Elektroautos und spricht sich für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energie in Österreich aus. |