Der neue e-Golf

Volkswagen präsentiert im Rahmen der e-Mobilitätswochen (8. bis 21. März) unter dem Motto „electrified!“ in Berlin-Tempelhof den neuen e-Golf – ein 140 km/h schnelles Elektroauto mit einer Reichweite von bis zu 190 Kilometern, optimalen Allround-Eigenschaften und einer Hightech-Ausstattung. Während der e-Mobilitätswochen (mit einer interaktiven Ausstellung zum Thema Elektromobilität) werden im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof die internationale Fahrvorstellung (Presse) und eine Händlerpräsentation stattfinden. Ebenfalls integriert in die e-Mobilitätswochen ist die Jahrespressekonferenz der Volkswagen AG. Darüber hinaus wird die Ausstellung zur e-Mobilität am Wochenende des 14. bis 16. März für alle interessierten Besucher ihre Tore öffnen. Parallel treten an elf Abenden mehr als 30 internationale DJs und Top-Acts der elektronischen Musikszene in Tempelhof für alle Berliner und Nicht-Berliner auf (Kartenvorverkauf überwww.emobility.volkswagen.de). Volkswagen möchte die Öffentlichkeitdurch die e-Mobilitätswochen übergegenwärtige und künftige e-Technologien und e-Fahrzeuge informieren. Im Mittelpunkt steht dabei der neue e-Golf – die erste rein elektrisch betriebene Version des erfolgreichsten europäischen Autos aller Zeiten.

Neuer e-Golf transferiert Elektroantrieb in die Großserie

  • LED-Scheinwerfer und Hightech-Infotainmentsystem serienmäßig
  • 190 Kilometer Reichweite machen den automobilen Alltag emissionsfrei

Zehn wichtige Fakten zum neuen e-Golf

  1. Volle Alltagstauglichkeit wie jeder andere Golf.
  2. LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten serienmäßig.
  3. Hightech-Infotainmentsystem Discover Pro serienmäßig.
  4. Via Smartphone Klimatisierung und Batterieladen aktivieren.
  5. 190 Kilometer Reichweite mit einer Batterieladung.
  6. 12,7 kWh/100 km Verbrauch kosten nur 0,025 Euro pro Kilometer (Stand: Februar 2014).
  7. Beschleunigung in nur 4,2 Sekunden auf 60 km/h.
  8. Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h (abgeregelt).
  9. Sportliches Handling durch besonders tiefen Schwerpunkt.
  10. Ab 35.590,– Euro*)

Serienmäßig mit Topausstattung. Der Vorverkauf des e-Golf ist in Österreich bereits angelaufen. Die offizielle Markteinführung startet im Sommer. Bis Ende des Jahres folgen die Märkte in Asien und Nordamerika. Als progressiver Schrittmacher für eine emissionsfreie Mobilität kennzeichnet den e-Golf eine umfangreiche und individualisierte Serienausstattung. So ist der elektrisch angetriebene Golf das einzige Modell der Baureihe, das serienmäßig mit dem Highend-Navigationssystem Discover „Pro“ ausgeliefert wird. Auf der Funktionsseite ist zudem die App „Car-Net-e-Remote“ immer dabei, um alternativ via Smartphone das Laden der Batterien zu starten, die serienmäßige Standheizung, respektive Kühlung (während des Ladens) zu aktivieren oder Fahrzeugdaten abzufragen. Darüber hinaus gehören zum Ausstattungsumfang Features wie die CCS-Ladedose (Combined-Charging-System) für Gleich- und Wechselstrom, die Fahrprofilauswahl („Normal“,„Eco“,„Eco+“), eine beheizbare Frontscheibe und eine Klimaanlage „Climatronic“. Im Exterieurbereich sind es unter anderem LED-Scheinwerfer und – als optisches Merkmal aller Volkswagen mit Elektro-oder Plug-In-Hybridantrieb – das c-förmige Tagfahrlicht, die den e-Golf auszeichnen. Alle Golf mit Elektromotor an Bord tragen darüber hinaus eine blaue Querspange im Kühlergrill und in den Scheinwerfergehäusen („e-Design-Linie“). Ebenso ohne Aufpreis: LED-Rückleuchten und aerodynamische 16-Zoll-Leichtmetallräder.

Auf Pendler zugeschnittene Reichweiten. Der e-Golf kommt mit einer Batterieladung (Nennkapazität 24,2 kWh) bei einem durchschnittlichen Energieverbrauch von 12,7 kWh auf eine Reichweite von bis zu 190 Kilometern. Drei intuitiv nutzbare Fahrmodi („Normal“, „Eco“,„Eco+“) und vier ebenso einfach aktivierbare Rekuperationsstufen („D1“,„D2“,„D3“ und „B“) unterstützen den Fahrer / die Fahrerin dabei, die maximale Reichweite herauszufahren. Interessant: Untersuchungen des deutschen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ergaben, dass rund 80 Prozent aller Autofahrer in Deutschland täglich weniger als 50 Kilometer fahren und so mit dem Reichweitenpotenzial des neuen e-Golf gut zurecht kommen würden.

Lautlose Dynamik. Der e-Golf zeigt trotz aller umweltentlastenden Aspekte eine geradezu sportliche Performance. Zum einen hat der Golf generell ein souveränes Fahrwerk. Durch den tiefen Schwerpunkt der platzsparend im Fahrzeugboden integrierten Lithium-Ionen-Batterie wird das Fahrverhalten noch knackiger. Darüber hinaus profitiert der Newcomer von einer dynamischen Eigenart der Elektroautos: Aus dem Stand heraus liefert der nahezu lautlos arbeitende Elektromotor ein Anfahrdrehmoment, wie es sonst nur deutlich PS-stärkere Autos zeigen. Im Detail: Für Vortrieb sorgt im e-Golf ein 85 kW / 115 PS starker Motor, der – ebenso wie das 1-Gang-Getriebe und die Batterie – eine unternehmenseigene Entwicklung ist. Der Elektromotor dreht bis zu 12.000 U/min hoch und stellt schon beim Start das maximale Anfahrdrehmoment von 270 Nm zur Verfügung. Dynamische Folge: in 4,2 Sekunden ist der frontgetriebene e-Golf 60 km/h schnell (0-100 km/h: 10,4 Sekunden). Auf der Autobahn wird der fünfsitzige Volkswagen bei 140 km/h elektronisch abgeregelt.

Die automobile Revolution heißt MQB. Mit dem neuen e-Golf und dem Anfang März auf dem Genfer Automobilsalon präsentierten Golf GTE (Plug-In-Hybrid) schließt Volkswagen als erster Automobilhersteller der Welt einen Kreis, der – innerhalb einer Baureihe – alle heute relevanten Antriebssysteme beinhaltet. Volkswagen geht diesen Weg, um das Potenzial aller Antriebsarten zu nutzen und damit – je nach individuellem Anforderungsprofil – einen ideal auf jeden Kunden zugeschnittenen Golf anbieten zu können. Möglich wird diese ungewöhnliche Antriebsvielfalt – Golf mit Benzinmotor (TSI inklusive GTI), Golf mit Dieselmotor (TDI inklusive GTD), Golf mit Erdgasmotor (TGI), Golf mit Plug-In-Hybrid-Antrieb (GTE) und e-Golf als Version mit reinem Elektroantrieb – durch den modularen Querbaukasten, kurz MQB genannt. Dieser 2012 erstmals mit dem Golf eingeführte Technologiebaukasten steht für eine automobile Revolution. Denn die Ingenieure von Volkswagen haben mit diesem System die Voraussetzungen geschaffen, dass ein Volumenmodell wie der Golf technisch generell alle Antriebsarten aufnehmen kann.

Der e-Golf

 Volkswagen elektrisiert Europas erfolgreichstes Auto

  •  Kompletter Antrieb ist – wie immer – eine Volkswagen Entwicklung
  •  Emissionsfreier e-Golf gleitet für nur 0,025 Euro pro Kilometer (Stand: Februar 2014) durch den Alltag
  •  Golf ist auch als Elektroauto mit Hightech-Assistenzsystemen lieferbar
Volkswagen elektrisiert das erfolgreichste europäische Auto aller Zeiten: den Golf. Der mehr als 30 Millionen Mal verkaufte Bestseller avanciert so zum e-Golf mit Zero-Emission-Antrieb. Das ebenso agile wie effiziente Elektroauto überzeugt in seiner Klasse auf Anhieb mit einem wegweisend niedrigen Verbrauchswert von 12,7 kWh/100km. Dank eines besonders innovativen Technologie-Gesamtsystems, einer verbesserten Aerodynamik (cw = 0,281) und eines perfektionierten Rollwiderstandes ist der Volkswagen damit 10 Prozent sparsamer als der beste direkte Wettbewerber in Stahlbauweise. Parallel zum alles entscheidenden Umweltaspekt gleitet der nahezu lautlose e-Golf extrem günstig durch den mobilen Alltag. Energiekosten: nur 0,025 Euro pro Kilometer (Stand: Februar 2014). Die Tatsache, dass nahezu alle Fahrerassistenzsysteme der Baureihe – Innovationen wie etwa die automatische Distanzregelung ACC oder die City-Notbremsfunktion – auch für den e-Golf erhältlich sind, unterstreicht, dass dieser Volkswagen ein sehr sicheres und komfortables Elektroauto ist.

e-Motor / 1-Gang-Getriebe

85 kW und 270 Nm. Angetrieben wird der e-Golf von einem 85 kW / 115 PS starken Elektromotor. Die Synchronmaschine mit der internen Bezeichnung EEM 85 entwickelt aus dem Stand heraus ein maximales Drehmoment von beachtlichen 270 Nm. Souveräne Fahrleistungen sind die Folge: Binnen 4,2 Sekunden erreicht der Volkswagen eine Geschwindigkeit von 60 km/h; nach nur 10,4 Sekunden ist der e-Golf 100 km/h schnell. Faszinierend ist dabei die absolut verzögerungsfreie und extrem komfortable Anfahrperformance. Auf der Autobahn pendelt sich Höchstgeschwindigkeit elektronisch begrenzt auf 140 km/h ein.

Made in Germany. Der bis zu 12.000 U/min hochdrehende Motor und das ebenfalls von Volkswagen neu entwickelte 1-Gang-Getriebe (EQ 270) mit integriertem Differenzial und mechanischer Parksperre bilden ein kompaktes Modul. Die Motor-Getriebeeinheit wird im deutschen Volkswagen Komponentenwerk Kassel gefertigt.

Bis zu 190 km mit einer Batterieladung. Die Reichweite liegt je nach Streckenprofil, Fahrweise und Zuladung zwischen 130 und 190 Kilometern; bei sehr tiefen Außentemperaturen kann die Reichweite unter diesem Spektrum liegen. Für eine auch im Winter gute Reichweite wird dabei eine neu entwickelte, optionale Wärmepumpe sorgen. Die als Zusatzmodul für die elektrische Heizung (Hochvoltheizer) und den ebenfalls elektrischen Klimakompressor angebotene Pumpe nutzt sowohl die Wärme aus der Umgebungsluft als auch die Abwärme der Antriebskomponenten. Somit wird die elektrische Leistungsaufnahme des Hochvoltheizers deutlich reduziert. Sobald die Wärmepumpe zum Einsatz kommt, erhöht sich die Reichweite des e-Golf bei winterlichen Witterungsbedingungen im Vergleich zu einem konventionellen Heizungssystem um mehr als 30 Prozent.

Lithium-Ionen-Batterie

MQB ebnete im Vorfeld den Weg. Die siebte Generation des Golf wurde – auf der technischen Basis des modularen Querbaukastens (MQB) – von Beginn an auch als Version mit Elektroantrieb entwickelt. Aufgrund der innovativen Variabilität des MQB, konnte Volkswagen die Lithium-Ionen-Batterie platzsparend in einem stabilisierenden Rahmen im Fahrzeugboden (unter den Vorder- und Rück-sitzen sowie im Bereich des Mitteltunnels) integrieren. Wie das Antriebssystem, ist auch die Batterie eine unternehmenseigene Entwicklung.

264 Zellen liefern 24,2 kWh. Der e-Golf hat ein DIN-Leergewicht von 1.510 kg (Fahrzeugleergewicht mit Fahrer 68 kg, 7 kg Gepäck, ermittelt nach der RL 92/21/EWG: 1.585 kg); 318 kg entfallen davon auf die zwischen der Vorder- und Hinterachse positionierte Lithium-Ionen-Batterie. Sie besteht aus insgesamt 264 Einzelzellen, die in 27 Module (mit sechs und zwölf Zellen) integriert sind. Die Zellen addieren sich zu einer Nennspannung von 323 V. Als Gesamtkapazität der Batterie stehen brutto 24,2 kWh bereit, von denen ein Rest als technische Reserve vorgehalten wird, um zum Beispiel Schäden durch eine Tiefentladung der Batterie auszuschließen. Konstruktiv ist die Batterie im vorderen Bereich mit einem sogenannten Batterie-Management-Controller (BMC) ausgestattet, der Sicherheits-, Diagnose- und Monitoring-Funktionen übernimmt und zudem den Temperaturhaushalt im Batterie-Junction-Controller (Schnittstelle zur Energieversorgung des Motors) reguliert. Im Ruhezustand oder bei einem Crash wird die Batterie automatisch spannungsfrei geschaltet.

Leistungselektronik

Gleichstrom zu Wechselstrom. Ein zentraler Bestandteil des Antriebssystems ist die Leistungselektronik. Das Modul steuert als Bindeglied den Hochvoltenergiefluss zwischen dem e-Motor und der Lithium-Ionen-Batterie (je nach Batteriespannung zwischen 250 bis 430 V). Dabei wandelt die Leistungselektronik den in der Batterie gespeicherten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC). Als Schnittstellen besitzt die Leistungselektronik dementsprechend im Wesentlichen den Traktionsnetzanschluss an die Batterie, den 3-Phasen-Anschluss an die e-Maschine, den Stecker vom DC/DC-Wandler zum 12-V-Netz und einen Anschluss für den Hochvolt-Netzverteiler.

Ladekonzept und Ladeequipment

Steckdose, Wallbox oder Ladestation. Wie beim kleineren e-up!, so gibt es auch im Fall des neuen e-Golf verschiedene Möglichkeiten, die Batterie zu laden. Als konventionelle Lösung wird das serienmäßige Ladekabel in eine 230-Volt-Steckdose gesteckt. Die e-Golf-Batterien sind dann – wären sie komplett leer – mit einer Ladeleistung von 2,3 kW Wechselstrom (AC) aus dem Netz in ca. 13 Stunden geladen (100 Prozent Batterielade-zustand). Optional bietet Volkswagen für die Garage oder das Carport eine Wallbox an, die mit 3,6 kW lädt; die Batterie wäre so nach rund 8 Stunden wieder gänzlich geladen. Wie über die Wallbox, gibt es auch öffentliche Ladestationen, die mit 3,6 kW „auftanken“. Darüber hinaus verfügt der e-Golf in Österreich serienmäßig über eine CCS-Ladedose (Combined Charging System), über die auch Gleichstrom (DC) über spezielle CCS-Ladestationen mit bis zu 40 kW geladen werden kann; der Akku ist dabei bereits nach rund 30 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt. Im e-Golf kann der Beginn des Ladens – sofort oder versetzt per Zeitprogrammierung – direkt an der Ladedose in der „Tankklappe“ per Knopfdruck aktiviert werden.

Energienutzung

Fahrprofile und Rekuperation. Zwei elementar wichtige Technologien zur optimalen Nutzung der Bordenergie sind die zwei ökonomisch ausgelegten Fahrprofile „Eco“ und „Eco+“ sowie die vier verschiedenen Rekuperationsstufen („D1“, „D2“, „D3“ und „B“).

Fahrprofile „Eco“ und „Eco+“. Der e-Golf ist serienmäßig mit drei Fahrprofilen ausgestattet: „Normal“, „Eco“ und „Eco+“. Gestartet wird der Volkswagen automatisch im Modus „Normal“. Soll die Reichweite verlängert werden, bietet sich zuerst der Modus „Eco“ an. In diesem Fall wird unter anderem die maximale Leistung der e-Maschine auf 70 kW und das Anfahrdrehmoment auf 220 Nm zu-rückgenommen. Parallel reduziert die Elektronik die Leistung der Klimaautomatik und ändert die Fahrpedalkennlinie. Der e-Golf ist jetzt bis zu 115 km/h („Normal“: 140 km/h) schnell und beschleunigt in 13,1 Sekunden auf 100 km/h („Normal“: 10,4 Sekunden). Im Modus „Eco+“ begrenzt die Elektronik die Leistung auf 55 kW und das Anfahrdrehmoment auf 175 Nm. Gleichzeitig wird die Fahrpedalkennlinie noch flacher und die Klimaanlage deaktiviert. Der e-Golf erreicht jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und beschleunigt entsprechend langsamer. Gleichwohl lassen sich via Kickdown – in „Eco“ wie „Eco+“ – die volle Leistung, das maximale Drehmoment und die Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h abrufen.

Rekuperation in „D1“, „D2“, „D3“ und „B“. Über die Funktion der Fahrmodi hinaus kann die Reichweite mit der Rekuperationsfunktion beeinflusst werden. Hier stehen fünf Stufen zur Verfügung – „D“ (ohne Rekuperation), „D1“, „D2“, „D3“ und „B“. Und so funktioniert es: In der Schalthebelstufe „D“ tippt der Fahrer den Schaltknauf einfach nach links, um in „D1“ (1 x), „D2“ (2 x) oder „D3“ (3 x) zu wechseln. Über das Tippen nach rechts reduziert er die D-Stufen; wird der Schalthebel länger nach rechts gedrückt, wechselt die Elektronik in einem Sprung zurück in „D“. Wird der Schalthebel nach hinten gezogen, aktiviert der Fahrer die Rekuperationsstufe „B“. Die Vielfalt dieser Stufen führt an Bord eines Elektroautos zu einer neuen Fahrweise. Denn mittels Rekuperation kann der e-Golf auch bewusst verzögert werden. Die Stufe „D1“ rekuperiert und verzögert dabei am wenigsten, die Stufe „B“ am stärksten. Die Verzögerung via Rekuperation ist in den Stufen „D2“, „D3“ und „B“ so intensiv, dass in diesem Fall automatisch die Bremslichter aktiviert werden. Ist die Batterie vollständig geladen, erfolgt allerdings keine Rekuperation; in diesem Fall reduziert sich – für den Fahrer intuitiv spürbar – auch die Verzögerungsleistung.

Elektromechanischer Bremskraftverstärker

Bremsanlage und Motorbremse verschmelzen. Für die Volkswagen Elektroautos wurde eigens ein elektromechanischer Bremskraftverstärker (e-BKV) entwickelt. Der e-BKV optimiert die Bremskraft des Fahrers, wie man es auch von Bremskraftverstärkern in konventionellen Autos kennt. Im Fall des e-BKV geschieht das aber durch das sogenannte „Brake-Blending“ – ein Prozess, bei dem niedrige Verzögerungen allein durch ein Bremsmoment der e-Maschine er-zeugt werden. Stärkere Verzögerungen werden indes durch ein gemeinsames Bremsmoment der e-Maschine und der hydraulischen Bremsanlage realisiert.

Aerodynamik und Rollwiderstand

Luftwiderstand um 10 Prozent verbessert. Durch die Entwicklung ganz spezifischer Maßnahmen wie die Reduzierung des Kühlluftanteils (über eine Kühlerjalousie und ein zum Teil geschlossenes Kühlerschutzgitter), eine neue Unterbodenverkleidung, die Änderung der Heckpartie mit einem Heckspoiler und C-Säulen-Luftleitflächen sowie die Entwicklung einer neuen Aerodynamikfelge (weitestgehend außenbündiges Schließen der Felgenöffnungen) konnte der Luftwiderstand des Serien-Golf (1.6 TDI mit 77 kW: 0,686 m²) auf 0,615 m² gesenkt und somit um 10 Prozent verbessert werden; analog veränderte sich der cw-Wert auf 0,281.

Rollwiderstand um 10 Prozent verbessert. Ein weiterer positiver Effekt auf Verbrauch und Reichweite konnte durch die Optimierung der Reifen (205/55 R16 91 Q) erreicht werden. Aus der Verringerung des Rollwiderstandsbeiwerts von 7,2 Promille (Golf BlueMotion) auf 6,5 Promille beim e-Golf (ebenfalls eine Verbesserung um 10 Prozent) resultiert ebenfalls ein Reichweitenvorteil.

 Akustik-Perfektion

So leise, dass man eine Stecknadel fallen hört. Elektrische Antriebe stellen eine Herausforderung für die Akustikentwicklung dar. Hintergrund: Durch den Wegfall des Verbrennungsmotors treten ganz andere Geräuschquellen in den Vordergrund. Darüber hinaus gesellt sich zur kaum wahrnehmbaren doch ganz spezifischen Geräuschkulisse des Antriebssystems das Geräusch- und Schwingungsverhalten der elektrisch betriebenen Zusatzaggregate. Last but not least sind Wind- und Rollgeräusche bei Elektrofahrzeugen – ganz ähnlich wie in der Oberklasse – ohne Perfektion im Detail signifikanter wahrnehmbar.

Leise wie die Oberklasse. Vor diesem Hintergrund setzte Volkswagen für den e-Golf ein elektrospezifisches Akustikkonzept um, das den Zero-Emission-Wagen zum nahezu lautlosen Cruiser macht. Einige Bespiele: Die Aggregatlagerung wurde auf eine Pendellagerung mit neu abgestimmten Lagerkennungen umgestellt, die trotz des hohen Drehmomentaufbaus des e-Motors beim Beschleunigen die Akustik perfektioniert. Zudem konnte über die Auslegung des Motorgehäuses eine extrem niedrige Schallabstrahlung realisiert wer-den. Darüber hinaus erzeugen stark schallabsorbierende und doch sehr leichte Werkstoffe im Innenraum einen derart guten Akustikkomfort, dass sich im ohnehin hochwertigen e-Golf ein Fahrgefühl wie bei einem Auto der Oberklasse einstellt.

Exterieur-Ausstattung

Serienmäßige Volkswagen LED-Scheinwerfer. Optisch ist der ei-genständige und stets viertürige e-Golf am schwarz lackierten und geschlossenen Kühlergrill sowie seinen serienmäßigen und besonders effizienten LED-Scheinwerfern zu erkennen. In den Kühlergrill und die Scheinwerfer integriert ist ein blauer Streifen („e-Design-Linie“) – ein weiteres Kennzeichen des neuen Golf mit Elektro- oder Plug-In-Hybridantrieb. Gegenüber Xenon-Scheinwerfern bietet das LED-System trotz eines niedrigeren Energieverbrauchs ein Plus an Lichtausbeute. Ebenfalls ein generelles Erkennungszeichen der Volkswagen Elektroautos ist die markante, c-förmige Designsignatur des LED-Tagfahrlichtes im analog neu gestalteten Frontstoßfänger. Die Kontur des Tagfahrlichtes geht unterhalb des großen Lufteinlasses und oberhalb des Frontspoilers in einen ebenso schmalen Chromstreifen über. Darüber hinaus weisen den Volkswagen natürlich entsprechende Modellschriftzüge („e-Golf“) auf den vorderen Seitenteilen, am Kühlergrill und am Heck sowie das blau hinterlegte VW Logo als emissionsfreies Auto aus.

LED-Rückleuchten und Aerodynamikfelgen. Hinten geben den e-Golf unter anderem die fehlenden Abgasanlagen-Endrohre als Zero-Emission-Auto zu erkennen. Im Exterieur Serie: ein Dachkantenspoiler in Wagenfarbe, dunkelrote LED-Rückleuchten und die aerodynamisch perfekt ausbalancierten 16-Zoll-Leichtmetallfelgen des Typs „Astana“ mit rollwiderstandsoptimierten 205er Reifen.

Interieur-Ausstattung

Exklusive Serienausstattung. Im Interieur des e-Golf fallen neben dem spezifischen Stoff-Dessin (Sitze in „Merlin e-grey“; optional Leder „Vienna“ in den Farbtönen „Marrakesch“, „Shetland“ oder „Titanschwarz“) sowie der extrem guten Serienausstattung (u.a. Highend-Navigationssystem Discover „Pro“, Klimaanlage „Climatronic“, beheizbare Frontscheibe, Lederlenkrad) auf. Dekoreinlagen in „Iridium Matrix“ kennzeichnen die Instrumententafel auf der Fahrerseite und die Türverkleidungen, Dekoreinlagen in „Dark Magnesium“ veredeln indes die Mittelkonsole und das Armaturenbrett auf der Beifahrerseite. Analog zum Exterieur, kennzeichnen zudem auch das Interieur blaue Features; hierzu gehören unter anderem die Ziernähte des Lederlenkrades und Schaltknaufs sowie die Einfassungen der Sitze und Fußmatten. Optional schlägt das sogenannte Ambientepaket eine weitere optische Brücke in die Welt der Volkswagen Elektromobilität: Es beinhaltet eine stets bläuliche indirekte Beleuchtung, LED-Leseleuchten, eine blaue Fußraumbeleuchtung, eine blaue Ambientebeleuchtung im Bereich der Dekore und ebenfalls blau beleuchtete Einstiegsleisten.

Instrumente und Sonderfunktionen

Fahrleistungsanzeige ersetzt Drehzahlmesser. Auf der linken Seite der Instrumente ersetzen die Fahrleistungsanzeige (zeigt an, ob der Motor fahrbereit ist, die Hochvoltbatterie via Rekuperation geladen oder Energie abgerufen wird) und die Anzeige der Leistungsverfügbarkeit den Drehzahlmesser. Rechts gibt es als analoges Instrument immer noch den in diesem Fall bis 160 km/h reichenden Tacho; die Geschwindigkeitsanzeige wurde im unteren Bereich um die Ladestatusanzeige der Hochvoltbatterie ergänzt. In dem zwischen Fahrleistungsanzeige und Tacho angeordneten Farbdisplay (Multifunktionsanzeige „Premium“) gibt es nun unter anderem eine permanente Anzeige der Reichweite, der aktiven Rekuperationsstufe sowie den Hinweis auf die verbleibende Ladezeit und den angeschlossenen Ladestecker. Im unteren Segment der Multifunktionsanzeige erscheint in einem separaten LED-Feld – nach dem Starten des Motors – zudem der Hinweis „READY“ für die Fahrbereitschaft.

Touchscreen. Jeder Golf ist mit einem Touchscreen ausgestattet. Im Fall des e-Golf ist es serienmäßig das hochwertigste Display der Baureihe – der 8,0 Zoll große Touchscreen des Top-Navigationssystems Discover „Pro“. Das System zeigt im e-Golf nun zahlreiche neue Funktionen:

Beispiel Reichweitenmonitor: Er illustriert die aktuelle Reichweite des Fahrzeugs grafisch; zusätzlich wird das Reichweitenpotenzial etwaiger Nebenverbraucher angezeigt. Denn der Fahrer kann durch Abschalten der angezeigten aktiven Nebenverbraucher zusätzliche Reichweite gewinnen.

Beispiel Energieflussanzeige: Sie stellt mittels einer animierten Grafik den Leistungsfluss beim Beschleunigen (blaue Pfeile) sowie Bremsen respektive Rekuperieren (grüne Pfeile) dar. Eine Rekuperationsstatistik informiert indes über die Menge der seit Fahrtbeginn zurückgewonnenen Energie.

Beispiel e-Manager: Hier können bis zu drei Abfahrts- und Ladezeiten programmiert werden; zur definierten Zeit stellt das Fahrzeug die eingestellte Klimatisierung und den Ladestand der Batterie sicher. Parallel kann das Heizen oder Kühlen des Innenraumes via serienmäßiger Standklimatisierung während des Ladens aktiviert werden. Die Klimatisierung erfolgt damit nicht zu Lasten der Batterieladung. Und das verlängert die Reichweite.

Beispiel 360°-Reichweite: Der aktuelle Radius des e-Golf wird durch die sogenannte 360°-Reichweite in der Umgebungslandkarte dargestellt. Die innere Fläche beschreibt den Aktionsbereich für eine Hin- und Rückfahrt. Die äußere Fläche beschreibt hingegen die Reichweite bei einfacher Fahrstrecke. Ladestationen können angezeigt und als Zwischenziel in die Route aufgenommen werden.

Volkswagen Car-Net e-Remote. Über die App „Car-Net e-Remote“ (Lizenz für 12 Monate inklusive) können viele Einstellungen und Abfragen auch via Smartphone oder das Car-Net-Portal im Internet vorgenommen werden. Im Detail beinhaltet die App folgende Funktionen:

  • Programmierung der Abfahrtszeit – Funktionen wie die Standklimatisierung werden in Abhängigkeit von der Außentemperatur zeitlich so gestartet, dass zur programmierten Abfahrtszeit die gewünschte Innenraumtemperatur anliegt;
  •  Klimatisierung – Start und Stopp der Standklimatisierung sowie Anzeige der Außentemperatur und Zieltemperatur für den Innenraum;
  •  Batterieladen – Start und Stopp des Ladens, Anzeige Ladestecker, Ladezustand, Ladevorgang, Ladelevel, Ladezeit und Restreichweite;
  •  Abfrage von Fahrzeugdaten – Anzeige zu einzelnen Fahrten (einzelne Trips oder Langzeit) wie gefahrene Kilometer, Fahrtzeit, Verbrauch Elektromotor und Komponenten wie Klimaanlage und Radio, Nutzung der Rekuperation;
  • Abfrage des Fahrzeugstatus – Verriegelung von Türen und Kofferraum, Licht (an / aus), Ladestecker gesteckt, letzte Parkposition des e-Golf (GPS-Position auf Karte).

  Sonderausstattungen

Die Tatsache, dass der e-Golf mit nahezu allen Sonderausstattungen und Assistenzsystemen der anderen Modelle dieser Baureihe geordert werden kann unterstreicht, dass das Elektroauto ein vollwertiger Allrounder ohne Abstriche an die Alltagstauglichkeit ist. Das Spektrum der wichtigsten Sonderausstattungen im Überblick (Auszug):

  • Ambientebeleuchtung in den Türdekoren plus bläuliche indirekte Beleuchtung, LED-Leseleuchten, LED-Leuchten im Fußraum, beleuchtete Türöffner und Türarmlehnen.
  •  Automatische Distanzregelung ACC, Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ inkl. City-Notbremsfunktion.
  •  Car-Net Laufzeitverlängerung (12 oder 24 Monate)
  •  Diebstahlwarnanlage Plus.
  •  Fernlichtregulierung Light Assist.
  •  Frontscheibe drahtlos beheizbar und infrarot reflektierend.
  •  Komfortpaket (Parkpilot und Winterpaket)
  •  Lederausstattung „Vienna“ in drei Farbtönen.
  •  Licht-und-Sicht-Paket mit automatischer Fahrlichtschaltung, Innenspiegel automatisch abblendend und Regensensor.
  •  Mobiltelefon-Schnittstellen „Premium“
  •  Multifunktions-Lederlenkrad.
  •  ParkPilot.
  •  Parklenkassistent Park Assist inkl. ParkPilot.
  •  Rückfahrkamera Rear Assist.
  •  Schlüsselloses Schließ- und Startsystem Keyless Access.
  •  Seitenairbags und Gurtstraffer hinten.
  •  Seitenscheiben hinten und Heckscheibe abgedunkelt.
  •  Soundsystem „DYNAUDIO Excite“.
  •  Spiegelpaket.
  •  Spurhalteassistent „Lane Assist“
  •  Textilfußmatten vorn und hinten mit blauer Ziernaht.
  •  USB-Schnittstelle auch für iPhone/iPod inkl. Multimediabuchse AUX-IN.
  •  Wärmepumpe.

*) Unverbindlicher, nicht kartellierter Richtpreis inkl. NoVA, 20 % MWSt., Frachtkosten und unter Berücksichtigung des NoVA-Zu- bzw. Abschlags lt. § 6 NoVAG.

© VW / Der neue e-Golf

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