Discovery: ein neues Zeitalter – Land Rover Discovery Vision Concept

New York / Gaydon UK / Salzburg – Vor 25 Jahren brachte Land Rover den Discovery auf den Markt. In diesem Vierteljahrhundert hat sich die Modellreihe rund um den Globus einen unvergleichlichen Ruf erarbeitet. Vielseitig und leistungsfähig wie kaum ein Zweiter, können den Discovery weder Wüsten noch Dschungel oder höchste Berge aufhalten. Seine ausgefeilte Technik lässt ihn mit härtesten Bedingungen zurechtkommen – sein markantes Design und seine enorme Flexibilität sorgen dafür, dass er in Städten und auf Landstraßen eine ebenso gute Figur abgibt wie in anspruchsvollem Gelände. Gerade dieses breit gefächerte Leistungsprofil ist dafür verantwortlich, dass der Discovery seit 25 Jahren auf dem Erfolgsweg fährt: mit unzähligen Auszeichnungen und nicht zuletzt mit Verkaufszahlen von gesamt mehr als einer Million Einheiten.

  • Vision für ein neues Discovery-Zeitalter: Smarter, attraktiver und leistungsfähiger
  • Von 2015 an steht der Name Discovery für eine Modell-Familie – ein weiteres Modell bereichert die Palette
  • Die Concept-Studie zeigt Designsprache der künftigen Discovery-Modellfamilie

Der Discovery begründete einst das Freizeit-SUV-Segment – jetzt ist eine Zeit des Wandels angebrochen: Das Gesicht der kommenden Generation wird sich verändern.

Dies beginnt bereits mit Grundlegendem: Von 2015 an steht der Name Discovery nicht mehr für ein einzelnes Modell, sondern für eine ganze Modellfamilie. Dieses Portfolio wird das Wesen des Lifestyle-orientierten Premium-SUV repräsentieren, modern und attraktiv, vielseitig und praktisch – und bestückt mit der einzigartigen Land Rover-DNA.

Ebenso wie der Range Rover das Segment der luxuriösen SUV prägt, so definiert der Discovery den Freizeit-4×4-Markt neu. Land Rover gibt den Modellen unverwechselbares Design, eine konsequente Premium-Anmutung und höchste Flexibilität mit auf den Weg: Die Discovery-Familie liefert die richtigen Werkzeuge, um in aller Welt das Abenteuer Leben zu meistern.

Discovery Vision Concept: So sieht die Zukunft aus

Das Discovery Vision Concept öffnet ein Fenster in die Zukunft: Man erhält einen Blick auf die künftige Familie von Freizeit-SUV aus dem Haus Land Rover. Heran rollt eine kühne Vision eines hochwertigen und konsequent modernen Modells. Das Concept Car präsentiert sich als aufsehenerregende Neuinterpretation einer Modellikone – betont modern, durch und durch praxistauglich und verlockend attraktiv gezeichnet. Dadurch kommuniziert das Modell sehr emotional mit seinem Betrachter, ohne die Werte und das traditionelle Erbe des Discovery zu vernachlässigen.

Die Studie zeigt optimierte Proportionen, eine dynamische Silhouette und Modernität in jedem Detail: eine radikale Neuerfindung des Discovery. Dessen DNA ist dabei dennoch nicht zu übersehen – an der Stufe in der Dachlinie, der großzügigen „Alpine“-Verglasung im Fond oder der souverän erhöhten Sitzposition.

Das Discovery Vision Concept ist ohne Frage ein SUV der Full-Size-Klasse. Dennoch wirkt die Studie kompakt. Dazu tragen die schmalen, um die Fahrzeugkanten herumgezogenen Leuchteneinheiten an Front und Heck ebenso ihren Teil bei wie die kurzen Überhänge. Die von LED-Tagfahrlicht flankierten Scheinwerfer sind mit moderner Lasertechnologie bestückt, die für extrem helle und weit reichende Lichtkegel sorgen. Die schmalen Nebelscheinwerfer beiderseits des markanten Unterfahrschutzes beherbergen sowohl Infrarotlaser als auch Farblaser, mit denen etwa das System „Laser Terrain Scanning“ arbeitet.

Keinen Zweifel am Stammbaum lässt der große, bündig in die Motorhaube eingepasste Modellname. Die geschmeidig glatten Flächen der Haube führen bis zum Bereich der Scheibenwischer – die im Normalfall nicht zu sehen sind. Bei Inaktivität der Wischer fährt eine Abdeckung aus und verbirgt sie. So geht die Gestaltungslinie ungestört weiter von der Haube über die Windschutzscheibe bis zum Panoramadach.

In der Seitenansicht lässt die vergleichsweise hohe Gürtellinie erahnen, welches enorme Platzangebot im Innenraum des Discovery Vision Concept besteht. Dorthin gelangt man über vier Türen im klassischen Kutschenstil: Dank hinten angeschlagener Fondtüren verwöhnt das Modell mit einem bequemen Zugang durch breite Öffnungen. Betätigt werden die Türen mithilfe von Gestensteuerung.

In den aerodynamisch schlank gehaltenen Außenspiegeln sind Kameras untergebracht. Sie vergrößern vor allem beim Einparken, Rangieren und Zurücksetzen beträchtlich das Sichtfeld des Fahrers. Unterhalb der Türen klappen bei Bedarf automatisch Trittstufen aus, die den Ein- und Ausstieg vereinfachen, unterstützt von einer LED-Umfeldbeleuchtung.

An mehreren Stellen präsentiert das Concept Car Bezüge zur Design-Tradition des Discovery, zum Beispiel an der in Wagenfarbe lackierten C-Säule, an der charakteristischen Stufe im Dach oder der asymmetrischen Linie an der Heckklappe.

Die per Gesten gesteuerte und elektrisch betätigte Heckklappe des Discovery Vision Concept dient als Überdachung für die „Event Platform“ des Modells, die sich elektrisch aus dem hinteren Stoßfänger herausfahren lässt. Abgerundet wird die Rückansicht mit schmalen horizontalen Lichtbändern, vertikalen Nebelschlussleuchten und Scheibenwischern, die ebenso wie an der Fahrzeugfront geschickt verborgen untergebracht sind, hier unter dem Heckspoiler.

Passend zu seinem Hightech-Charakter ist das Concept Car in „Gunmetal Grey“ lackiert. Mächtige 23-Zoll-Leichtmetallräder mit fünf Doppelspeichen im „Aero Viper“-Design erhalten durch eine silberglänzende Oberfläche zusätzliche optische Präsenz.

Innenraum: Innovation, gepaart mit Flexibilität

Das Innenleben des Discovery Vision Concept wird bestimmt von einer dynamischen Mischung aus Formen, Farben und Materialien – eindrucksvoll zusammengefügt in einem Stil klarer, moderner Einfachheit. Die sorgfältige Gestaltung stellt dabei ein großzügiges Raumangebot ebenso sicher wie eine offene, luftige Atmosphäre. Zugleich verströmt das Interieur das Gefühl, den Passagieren einen komfortablen, behaglichen und selbstverständlich sicheren Ort anzubieten.

Im Lastenheft für das Land Rover-Designteam war der Auftrag klar formuliert: Sie sollten das ultimative Freizeitfahrzeug schaffen. Daher entschieden sich die Designer für ein warmes, einladendes Ambiente. Sie verwenden hochwertige „Nimbus“- und „Navy“-Lederqualitäten, offenporige Holzdekore sowie polierte und gebürstete Aluminiumeinlagen. Große Glasflächen und das Panoramadach lassen jede Menge Licht ins Fahrzeug, während die Passagiere zugleich ungehindert ihren Blick nach draußen schweifen lassen können. Die hohe Gürtellinie der Karosserie vermittelt daneben ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit.

Das Discovery Vision Concept verfügt über sieben vollwertige Sitzplätze, angeordnet in drei Reihen im 2+3+2-Layout. Jeden der Mitfahrer erwartet an seinem Platz der gleich hohe Komfort – mit üppig bemessener Kopf- und Beinfreiheit, mit Ablagen, Infotainment und weiteren Komfortdetails.

Auch im Discovery Vision Concept führt Land Rover das bewährte „Command Driving“- Konzept fort. Der Pilot genießt aus erhöhter Position und in einem aufgeräumten Cockpit eine hervorragende Rundumsicht. Hinzu kommen sanft fließende Linien und angenehm strukturierte Materialien, die reizvoll mit den Schnittstellen der Zukunftstechnologien kontrastieren. In das Lenkrad sind dabei zwei kleine Touchscreens mit OLED-Technologie (Organic Light Emitting Diode) integriert, über die sich das Infotainment-System bedienen lässt. Da Blinker und Scheinwerfer mithilfe von Gesten gesteuert werden, entfallen hier die Blinker- und Lichthebel, mit dem Resultat von mehr optischer Großzügigkeit und weniger visuellen Störfaktoren. Auch der Blick auf die Anzeigen wird einfacher. Instrumente mit einer hohen Auflösung von drei Millionen Pixeln garantieren enorm klare und plastische Bilder.

Die Oberseite des Armaturenbretts ist ebenso minimalistisch wie technisch gehalten: mit einer lederbezogenen Abdeckung, deren Form an eine Flugzeug-Tragfläche erinnert. Diesen Schwung nimmt die Mittelkonsole auf, in der sich gleich zwei hochauflösende Touchscreens zur Bedienung der Fahrzeugmenüs befinden. Der untere Bildschirm lässt sich hochklappen – dahinter verbirgt sich ein Ablagefach mit einer Induktionsfläche zur komfortablen Aufladung eines Smartphones ohne Kabelverbindung. Weiter unten in der Konsole ist der Drehschalter des Getriebes untergebracht. Er fährt aus, sobald sich die Hand des Fahrers nähert. Ein zweiter Wählhebel dient zur Bedienung des Terrain-Response-Systems und des Anhängerassistenten. Dieser Knopf kann abgenommen werden: Außerhalb des Wagens fungiert er als Bedieneinheit der Fahrzeug-Fernsteuerung.

Die Sitze des Concept Cars weisen eine körpergerechte und umhüllende Form auf. Die knapp gehaltenen Lederpolsterungen sind um die Sitzrahmen herumgezogen: eine minimalistische, aber sehr robust wirkende Gestaltungslösung. Während die beiden vorderen Reihen mit „Nimbus“-Leder bespannt sind, besitzt die dritte Reihe eine eigenständige Farbgebung mit „Navy“-Lederbezug. Allen sieben Sitzen gemeinsam sind die schicken Kontrastnähte in „Sky Blue“.

Das Discovery Vision Concept wurde vorrangig für die Bedürfnisse aktiver Familien konzipiert. Daraus erwuchs beispielsweise eine außergewöhnliche Behandlung der Lederoberflächen. Für das Interieur kommt „Foglizzo H20w“ zum Einsatz, ein innovatives Premium-Leder mit besonders behandelter Oberfläche, die es komplett abwaschbar macht.

Die Nubuk-Einsätze der Sitze in der ersten und zweiten Reihe bestehen darüber hinaus aus „Foglizzo H203“ – eine spezielle Behandlung macht die Flächen öl- und wasserabweisend und damit unempfindlich gegen Flecken. Das gesamte Foglizzo-Leder präsentiert sich dabei nicht nur stark beanspruchbar, sondern auch besonders weich und formschön. Eben das richtige Material für anspruchsvolle aktive Nutzer.

Gekrönt wird das Interieur mit einer „SkyLight“-Innenraumbeleuchtung an der Traverse, die das Panoramadach überspannt. Sie produziert ein warmes, gleichmäßiges Licht und lässt sich ebenfalls mit Gesten ein- und ausschalten oder dimmen. Sanft orange leuchtende Einheiten in den Türen und am Fahrzeugboden untermalen das Ambiente zusätzlich.

Vielseitigkeit ohne Kompromisse

Äußerst vielseitig, alltagstauglich und flexibel ist der Discovery seit dem ersten Tag. Dieses Profil nimmt das Discovery Vision Concept in jeder einzelnen Facette auf und befördert es mit durchdachten Innovationen in ein neues Zeitalter.

Ein gelungenes Beispiel dieser Philosophie ist das vielfach konfigurierbare Sitzsystem des Concept Cars. Die Sitze der zweiten und dritten Reihe können komplett nach vorn oder hinten gleiten – sowohl einzeln als auch als Bank gemeinsam mit den benachbarten Plätzen.

Dabei lassen sich die Sitze entweder im „Theater-Modus“ anordnen, bei dem sie mit den davor oder dahinter liegenden eine flächige Einheit bilden. Oder die Sitze werden umgeklappt und ihre Rückenlehne dient dann im „Tisch-Modus“ als Ablagefläche. Auf diese Weise eröffnet sich eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten für den Innenraum, wobei die Auswahl und Betätigung der Sitze über ein Menü im Touchscreen der Mittelkonsole erfolgt.

Mögliche Sitzkonfigurationen:

  • 7-Sitzer: Die Standardlösung für sieben Erwachsene in drei Reihen
  • 6-Sitzer: Der Mittelsitz der zweiten Reihe ist zum Tisch umgeklappt, was den Komfort für die Passagiere auf den beiden äußeren Plätzen optimiert
  • 5-Sitzer: Die zwei Außenplätze in Reihe 2 sind umgelegt – maximaler Komfort für den Passagier in der Mitte. Oder alternativ befinden sich die beiden Sitze der dritten Reihe im „Theater-Modus“, was das Gepäckabteil enorm vergrößert
  • 4-Sitzer oder Limousinen-Anordnung: Die beiden äußeren Sitze der zweiten Reihe befinden sich im „Theater-Modus“ mit den vorderen Plätzen, der Mittelsitz ist zum Tisch umgeklappt. In dieser Anordnung genießen die Mitfahrer in der dritten Reihe ein Höchstmaß an Beinfreiheit

Nochmals gesteigert wird das Komfortniveau mit weiteren Ausstattungsdetails – zum Beispiel die mit Gesten bedienbaren Infotainment-Bildschirme in den Rückenlehnen, außerdem ausstellbare Kleiderbügel, ausklappbare Tische und Docking-Anschlüsse für Tablets.

Die erste Discovery-Generation besaß ein interessantes Detail: Inspiriert vom englischen Designer Sir Terence Conran, verfügte die erste Generation über eine Tragetasche, die sich in der Mittelkonsole fixieren ließ. Das Discovery Vision Concept knüpft an dieses originelle Merkmal an: mit herausnehmbarem Reisegepäck in den Türverkleidungen. Die hochwertigen Hartschalenkoffer lassen sich entfernen und fungieren außerhalb des Fahrzeugs als normale Trolleys – mit Rollen und ausziehbarem Griff. Der Freizeit- und Komfortcharakter des Modells wird zudem mit Ausstattungsdetails wie Picknick- und Wolldecken oder Kissen deutlich unterstrichen. Diese Teile werden von Mitarbeitern der Firma Sula handgefertigt – unter anderem mit edlem „Harris Tweed“, was die britische Anmutung und hohe Handwerkskunst der Stücke untermalt.

Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für Vielseitigkeit liefern die Land Rover-Designer mit „Social Seating“ und einer „Event Platform“ am Heck. Hier verfügt das Discovery Vision Concept über eine „Social Seat“-Sitzbank, verborgen unter dem Kofferraumboden. In der ersten Stufe lässt sich die Sitzbank einfach herausziehen und als Plattform für verschiedene Aktivitäten nutzen. Nochmals ausgeklappt, steht dann eine bequeme Sitzbank zur Verfügung.

Unterstützung erhält die Bank zum einen von der einteiligen Heckklappe, die weit aufschwingt und den gesamten Bereich überdacht. Zum anderen kann eine weitere „Event Platform“ herausgezogen werden: eine robuste Aussichtsplattform, auf der Erwachsene stehen können. Das gesamte Konzept am Heck der Studie unterstützt die Nutzer in ihren Aktivitäten, bei Freizeit, Sport oder Hobbys. So ist hier genug Platz für ein Picknick oder für einen Beobachtungsposten beim Polospiel. Auch für den Wechsel schmutziger Sportbekleidung steht hier alles bereit. Schließlich können zusätzliche Halterungen an der Trittstufe im Schweller einen Ski- oder Fahrradträger  aufnehmen.

Bahnbrechende Technologien

Das Discovery Vision Concept ist vollgepackt mit hochmodernen Technologien aus den Entwicklungsabteilungen von Jaguar Land Rover: intelligente und leistungsstarke Lösungen, die das Fahren sicherer, smarter, vernetzter und komfortabler machen.

Laser-Scheinwerfer

Für einen strahlenden Auftritt des Discovery Vision Concept sorgen hochmoderne Scheinwerfer, ausgerüstet mit Laserdioden und LED-Tagfahrlicht. Mit dem Laserlicht präsentiert Land Rover hier den jüngsten  Entwicklungsfortschritt in der Autobeleuchtung. Die Scheinwerfer erzeugen mithilfe laseraktivierter Phosphorprojektion einen besonders hellen und gleichmäßigen Kegel reinweißen Lichts. Das Laserlicht ist derart leistungsstark, dass sich die Reichweite der Scheinwerfer gleich um 300 Meter vergrößert. Auf der anderen Seite erreicht die Lichtqualität nahezu das Niveau von Tageslicht – rein und weich, ohne störende Flecken, Lücken oder Sprenkel. Auf der Straße wie im Gelände stehen die neuen Scheinwerfer für einen erheblichen Gewinn an Sicherheit.

Das Concept Car hat darüber hinaus eine von Jaguar Land Rover entwickelte Abblend- und Objekterkennungs-Technologie an Bord. Kameras entdecken entgegen-kommende Verkehrsteilnehmer und sorgen dafür, dass der entsprechende Bereich des Lichtkegels abgeblendet wird, um eine Blendung zu vermeiden. Der übrige, nicht störende Teil des Kegels bleibt währenddessen erhalten und leuchtet die Fahrbahn weiter optimal aus.

Das innovative Beleuchtungskonzept bringt eine Menge Vorteile mit sich: hoher Komfort, geringere Ermüdungsgefahr, weniger Blendung des Gegenverkehrs – und die Hände können am Lenkrad bleiben. Neben diesen Sicherheitsgewinnen geben die Laser-Scheinwerfer auch noch größere gestalterische Freiheit. Sie beanspruchen nur ein Zehntel des Platzes von LED-Scheinwerfern – Designern und Ingenieuren eröffnen sich somit neue Möglichkeiten.

„Smart Glass“ und Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI)

Mit dem Discovery Vision Concept präsentiert Land Rover eine wahrhaft futuristische Technologie, die das Fahrerlebnis für die Passagiere revolutioniert: „Smart Glass“. Dahinter verbirgt sich eine hochmoderne Entwicklung, mit deren Hilfe Bilder auf die Autoscheiben projiziert werden können – wie bei einem Computerbildschirm. „Smart Glass“ kommt an allen verglasten Stellen des Discovery Vision Concept zum Einsatz, an den Seitenscheiben ebenso wie am Panoramadach und an der Windschutzscheibe, die zudem mit einem Head-Up-Display bestückt ist. Damit öffnet die Land Rover-Studie das Tor zu einer Welt faszinierender neuer Auto-Erlebnisse.

Dahinter steckt das Konzept der „erweiterten Realität“ (augmented reality). Der Blick nach draußen wird durch Echtzeit-Informationen ergänzt, die in die Scheiben eingeblendet werden. „Smart Glass“ arbeitet dafür unter anderem mit „eye-tracking“, einem System der Blickerfassung der Passagiere. Im Zusammenspiel mit der Satellitennavigation des Modells erkennt die Steuerung beispielsweise, welches Objekt in der Landschaft ein Mitfahrer gerade betrachtet. Sofort erhält er dazu die entsprechenden Informationen eingeblendet, wie Navigationshinweise oder touristische Tipps. Durch das von Smartphones oder Tablets bekannte „Wischen“ können diese Informationen dann zu einem der Infotainment-Bildschirme in den Rückenlehnen weitergeleitet werden – oder auch auf ein angeschlossenes Tablet oder Smartphone.

„Smart Glass“ kann jedoch noch mehr: zum Beispiel das Sichtfeld vergrößern. So lassen sich beim Einparken oder Zurücksetzen um Kurven die Bilder verschiedener Kameras in die Scheiben projizieren, was dem Fahrer das Manövrieren bedeutend vereinfacht.

Auch der Privatsphäre kommt die innovative Verglasung zugute. Die Scheiben lassen sich stufenlos abdunkeln oder sogar mit einem Fingerwisch komplett verdunkeln. Für ein reizvolles Ambiente sorgen zudem „Mood Screens“ im Panoramadach. Ähnlich wie ein Bildschirmschoner am PC erscheinen hier stimmungsvolle Bilder, etwa ein Sternenhimmel bei Nacht oder ein strahlend blauer Sommerhimmel.

Das Discovery Vision Concept hält seine Mitfahrer stets auf dem Laufenden – mit dem „Smart Glass“, erst recht aber mit den Infotainment-Bildschirmen in den Rückenlehnen. Fünf dieser hochauflösenden 10-Zoll-Displays hat die Studie an Bord. Vier in den Sitzen und ein fünfter in der Mittelkonsole, auf den der vordere Beifahrer und der Passagier auf dem Mittelplatz der zweiten Reihe blicken. Alle Bildschirme sind für Videowiedergabe ebenso geeignet wie für Internetzugang über das gesicherte WiFi-Netz des Fahrzeugs. Hinzu kommt die Möglichkeit, die auf dem „Smart Glass“ erscheinenden Daten zu übertragen. Damit nicht genug: Oberhalb der Bildschirme befindet sich jeweils eine kleine Kamera. Sie kann für interne Videokonferenzen genutzt werden: Alle Passagiere der drei Sitzreihen reden von Angesicht zu Angesicht miteinander, ohne sich umdrehen zu müssen. In allen Modi lassen sich die Bildschirme durch Gesten steuern. Ein Wischen zur Seite ändert die Betriebsart, das Kreisen eines Fingers verändert die Lautstärke. Gleichfalls in die Sitzlehnen integriert sind Klapptische mit Docking-Stationen für Smartphones oder Tablets, die die mobilen Endgeräte mit den Fahrzeugsystemen koppeln.

Gestensteuerung

Neben den Infotainment-Bildschirmen können zahlreiche weitere Funktionen des Discovery Vision Concept mithilfe von Gesten gesteuert werden: die nächste Entwicklungsstufe der Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI –  Jaguar Land Rover ist dabei die Entwicklung spezieller Bewegungssensoren gelungen. Sie registrieren und analysieren die entsprechenden Bewegungen von Händen oder Fingern und verhindern dabei ungewollte Befehle. Neben dem Infotainment-System lässt sich auch die Funktion von Türen und Heckklappe mit Gesten steuern, außerdem die Scheinwerfer und Blinker, das Ausfahren des Schaltknopfs und die Helligkeit der Innenbeleuchtung.

Bereit für jedes Terrain

Es gibt wohl nur wenige Straßen und Pisten auf der Welt, auf denen noch kein Discovery gefahren ist – in den vergangenen 25 Jahren ist das Modell weit herumgekommen, gern dabei auch unter härtesten Bedingungen. Was der Discovery kann, hat er immer wieder bewiesen. Zum Beispiel in spektakulären Expeditionen wie der „Journey of Discovery“, als der einmillionste „Disco“ im Jahr 2012 am Stück fast 13.000 Kilometer zwischen der Heimat Birmingham und der chinesischen Hauptstadt Peking zurücklegte.

Das Discovery Vision Concept steht treu zu dieser Tradition: mit seinem Design, seiner Konstruktion und seinen Technologien. Die Studie ist ein echter Land Rover – nicht mehr und nicht weniger als der leistungsfähigste Land Rover aller Zeiten. Das Discovery Vision Concept veranschaulicht, was moderne Offroad-Technik der Zukunft made by Land Rover zu leisten vermag: höchste Funktionalität und Leistung auf jedem Terrain, auf der Autobahn ebenso wie auf dem steilen Bergpfad.

Manövrieren mit Fernsteuerung

Manchmal hat man von draußen den besseren Blick: Das Discovery Vision Concept besitzt die Möglichkeit, das Fahrzeug mit langsamer Geschwindigkeit per Fernsteuerung zu bewegen. Als Bedieneinheiten agieren dabei  entweder der aus der Mittelkonsole herausnehmbare Getriebe-Wählknopf oder ein Smartphone. Denkbare

Einsatzmöglichkeiten dieses Systems umfassen zum Beispiel:

• extreme Offroad-Passagen, bei denen es sicherer ist, das Fahrzeug aus externem Blickwinkel über Hindernisse zu hieven

• Ankoppeln eines Anhängers

• Durchfahren von Schranken und Sperren, bei denen der Pilot mehrfach ein und aussteigen muss. Jetzt öffnet er einfach die Schranke, steuert den Wagen mit der Fernbedienung hindurch und setzt sich nach Schließen der Barriere wieder hinter das Steuer.

Die Fernsteuerung besitzt eine leicht verständliche, bedienungsfreundliche Schnittstelle – dank verschlüsseltem Zugang und Bedienung ausschließlich über das fahrzeugeigene WiFi ist neben hohem Komfort auch absolute Sicherheit gewährleistet.

Laser Terrain Scanning

Eine weitere technische Innovation im Discovery Vision Concept ist „Laser Terrain Scanning“: Von den Nebelscheinwerfern werden Infrarot-Laserstrahlen ausgesandt, die den Untergrund abtasten. Daraus errechnet das System eine Kartenansicht, die auf dem hochauflösenden Bildschirm der Mittelkonsole erscheint. Vor allem in schwerem Gelände eröffnet sich dem Fahrer so ein zusätzliches Sichtfeld – er kann die Beschaffenheit des Untergrunds genau erkennen und das Fahrzeug sicher manövrieren.

„Laser-Referenzierung“

Das Discovery Vision Concept verwendet Lasertechnologie außerdem für die sogenannte „Laser-Referenzierung“. Dabei werden Laserstrahlen im sichtbaren Spektrum eingefärbt und dazu genutzt, um Bilder auf die Umgebung zu projizieren. Dazu gehören beispielsweise optische „Warndreiecke“ zur Warnung folgender Fahrer beim scharfen Bremsen oder Abstellen des Wagens. Auch kann das System Referenzpunkte auf den Boden oder auf Wände projizieren, die das Durchqueren besonders enger Passagen oder auch das Manövrieren in engen Städten erleichtern.

Head-Up-Display mit „Transparent Bonnet“

Das Discovery Vision Concept hat überall „Augen“. Ein besonders interessantes Beispiel dafür ist das von Land Rover entwickelte „Transparent Bonnet“-System. Nach unten gerichtete Kameras am Kühlergrill übertragen ihr Bild zu einem Head-Up-Display in der Windschutzscheibe. Für den Fahrer sieht das dann so aus, als ob die Motorhaube transparent wäre – er kann den Untergrund beurteilen und auch die genaue Stellung der Vorderräder erkennen. Gerade abseits der Straßen ergibt sich hieraus ein weiterer Sicherheitsgewinn.

Terrain Response weiter entwickelt

Im Discovery Vision Concept präsentiert Land Rover die nächste Entwicklungsstufe seines vielfach ausgezeichneten Terrain-Response-Systems. Es koppelt und vernetzt hier sämtliche innovativen Assistenzsysteme und Steuerungen des Concept Cars mit Systemen wie der Bergabfahrhilfe Hill Descent Control, der „Wet Grass“-Traktionskontrolle, der Getriebeuntersetzung, der Lenkunterstützung bei geringer Geschwindigkeit und dem Wasserstandsmesser „Wade Aid“.

Terrain Response analysiert dabei nicht nur die aktuellen Bedingungen, etwa Schnee, Eis, Schlamm, Gras, Wasser, Felsen, Spurrillen, Asphalt, Schotter, Sand sowie Steigungen und Gefälle. Mithilfe von „Laser Terrain Scanning“ und der Frontkameras berechnet das System außerdem, welche Herausforderungen Fahrzeug und Pilot unmittelbar bevorstehen. Entsprechend der jeweiligen Situation aktiviert Terrain Response dann die passende Unterstützung.

Dazu gehört auch die mit Laser arbeitende nächste Entwicklungsstufe des Wasser-Tiefenmessers „Wade Aid“. Sie ermittelt die Tiefe bereits, bevor der Wagen Kontakt zur Wasserfläche hat – der Fahrer wird informiert, ob die Durchquerung gefahrlos möglich ist. Beim Grad der Unterstützung hält das Discovery Vision Concept mehrere Abstufungen bereit:

• „All Terrain Progress Control“: Die Geschwindigkeitsregelung für langsames Tempo regelt die Drehmomentabgabe, um ein semi-autonomes Offroad-Fahren mit konstanter Geschwindigkeit zu ermöglichen

• „All Terrain Coach“: Bei dieser Lösung mit erweiterten Eingriffsmöglichkeiten kann der Pilot aus einem Menü die aktuellen Terrainbedingungen auswählen. Er erhält dann Vorschläge, welches Offroad-System sinnvollerweise aktiviert werden sollte

• „Enhanced All Terrain Coach“: Auf der mithilfe von „Laser Terrain Scanning“ erzeugten Karte wird eine Route markiert – das System empfiehlt dem Fahrer Schritt für Schritt die für die Geländedurchquerung besten Assistenzsysteme

Der Grad der Autonomie ist im Discovery Vision Concept frei wählbar. Dem Pilot bleibt die Wahl, sich für eine umfassende Unterstützung zu entscheiden oder nur auf einzelne Elemente des Assistenzangebots zurückzugreifen – wie er es wünscht oder braucht.

Mehr sehen, bessere Entscheidungen treffen: Alle Systeme haben das Ziel, den Fahrer zur richtigen Zeit mit den für ihn wichtigen Informationen zu versorgen. Er wird so in die Lage versetzt, selbst scheinbar unpassierbares Terrain zu meistern: sicher, komfortabel und mit Fahrspaß.

© Land Rover / Land Rover Discovery Vision Concept

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