Variable Vorstandsvergütung wird deutlich reduziert

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft haben sich vor dem Hintergrund der aktuellen Gesamtsituation des Volkswagen Konzerns auf eine Reduzierung der variablen Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2015 verständigt.

In einem intensiven Entscheidungsprozess ist in den letzten Wochen eine Abwägung zwischen den berechtigten öffentlichen Erwartungen und den vertraglichen Rahmenbedingungen vorgenommen worden.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder bei Volkswagen beruhte auf dem großen wirtschaftlichen Erfolg dieses Unternehmens über eine Reihe von Jahren hinweg. Das Vergütungssystem bei Volkswagen ist auf eine längerfristige Betrachtung ausgelegt. Die finanzielle Entwicklung des Jahres 2015 fällt aus dieser Reihe heraus und führt zu einer automatischen Reduzierung des Auszahlungsbetrages.

Aufgrund der verschlechterten aktuellen Erfolgskennzahlen reduzieren sich zum einen die mehrjährige Sondervergütung sowie die individuelle Leistungskomponente. Gleiches gilt für die vierjährige Long-Term-Incentive-Komponente, die gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent geringer ausfällt.

Dieser Effekt wird auch in den kommenden Jahren noch spürbar sein.

Neben dieser rechnerischen Reduzierung der variablen Bestandteile der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat dem Angebot des Vorstands gefolgt, die vertraglichen Vergütungsansprüche auf freiwilliger Basis weiter abzusenken.

Weiterhin wurde auf Vorschlag des Vorstands entschieden, die variable Vergütung der aktiven Vorstände nicht vollständig auszuzahlen, sondern 30 Prozent für drei Jahre aufzuschieben. Dieser Betrag wird in virtuelle Vorzugsaktien umgewandelt und nur dann in voller Höhe ausgezahlt, wenn der Anfangsreferenzkurs der Vorzugsaktie am Ende der dreijährigen Sperrfrist um mindestens 25 Prozent gestiegen ist.

Darin liegt sowohl ein Risiko als auch ein Anreiz für den Vorstand, da hierdurch weitere Teile der Vergütung an den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg des Volkswagen Konzerns gekoppelt werden.

In Summe sinkt die variable Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitgliedes um 39 Prozent (von 5,3 Millionen Euro in 2014 auf 3,2 Millionen Euro in 2015). Der tatsächliche Auszahlungsbetrag dieser variablen Vergütung für 2015 liegt nochmal um rund eine Million Euro niedriger (2,2 Millionen Euro) und damit 57 Prozent unter dem Vorjahr.

Dieser Vergütungsvorschlag berücksichtigt die aktuelle Krise und setzt auf eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft des Konzerns.

Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Aktiengesellschaft, Matthias Müller, betonte: „Der Vorstand unternimmt große Anstrengungen, das Vertrauen der Kunden zu festigen, die Belegschaft zu motivieren und Beschäftigung an allen Standorten zu sichern. Das Angebot des Vorstands für die Vergütungsregelung ist deshalb einstimmig erfolgt. Die Regelung ist Ausdruck für die Verbundenheit des Vorstands mit dem Unternehmen, seinen Mitarbeitern und seinen Kunden.“

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Hans Dieter Pötsch, erklärte darüber hinaus, auf einen Teil seiner variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 2,3 Millionen Euro auf eigenen Wunsch nachträglich zu verzichten.

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