Volkswagen Konzern startet Zukunftsprogramm „Future Tracks“

Wolfsburg/Genf – Der Volkswagen Konzern will im Rahmen eines neuen Zukunftsprogramms Antworten auf die großen Herausforderungen geben, vor denen die Automobilbranche steht. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Aktiengesellschaft, Prof. Dr. Martin Winterkorn, unmittelbar vor Eröffnung des Genfer Automobilsalons an:

Mit der ‚Future Tracks‘-Initiative werden wir neue Wege gehen und unser Denken und Handeln neu justieren. Dafür werden die besten Entwickler, Produktionsexperten und Strategen zusammenarbeiten.

Unternehmen will „Denken und Handeln“ auf neue Herausforderungen einstellen

Zusammenschluss „bester Entwickler, Produktionsexperten und Strategen“ geplant

Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Winterkorn: „Automobilindustrie darf nicht die Augen verschließen“

 

Winterkorn sagte:

Unsere Branche steht in den nächsten Jahren vor einem der größten Umbrüche seit Bestehen des Automobils. Die Erwartungen der Menschen an die Mobilität wandeln sich fundamental. Die Wünsche an das eigene Automobil verändern sich immer schneller. Die Lebensstile und Bedürfnisse unterscheiden sich grundlegend von Region zu Region. Und die Digitalisierung definiert die Art und Weise wie wir leben und arbeiten völlig neu. Vor diesen Herausforderungen darf die Automobilindustrie die Augen nicht verschließen, sondern muss sich die Entwicklungen zu eigen machen und in den langfristigen Strategien berücksichtigen.

Neue Kundenwünsche stellen Modellzyklen in Frage

Winterkorn erklärte weiter:

Eine der größten Herausforderungen ist, dass sich unsere Industrie noch schneller auf die sich rasant verändernden Kundenbedürfnisse einstellen muss. Die Kunden werden uns abverlangen, dass wir schneller und flexibler agieren, um genau das richtige Auto mit der richtigen Technologie zum richtigen Zeitpunkt zu bieten. Das zwingt uns dazu, darüber nachzudenken, ob die üblichen Modellzyklen von sieben bis acht Jahren nicht deutlich kürzer werden müssen“, betonte Winterkorn. Dass das Auto mehr und mehr zum mobilen Computer wird, habe „revolutionäre Folgen für die zukünftige Bedienung.

Einen Vorgeschmack darauf gebe beispielsweise der neue Audi TT mit seinem virtuellen Cockpit.

Digitalisierung schafft Mehrwert

Die fortschreitende Digitalisierung werde herkömmliche Modellstrategien in Frage stellen:

Vielleicht besorgt der Kunde einen Teil des Facelifts von morgen ja sogar selbst, per Softwareupdate in der heimischen Garage. Diese Entwicklung könnte uns schon bald in die Lage versetzen, zusätzlichen Kunden-Mehrwert zu schaffen – unabhängig von bisherigen Modellzyklen.

Vor dem Hintergrund der immer schneller wechselnden und immer vielfältigeren Kundenwünsche gelte es auch, zu hinterfragen, „ob jedes bestehende Modell immer automatisch einen Nachfolger erhält.“ Winterkorn sagte:

Wahrscheinlicher ist es doch, dass die Menschen vermehrt ganz neue Konzepte und Karosserievarianten von uns erwarten, die wir heute vielleicht noch gar nicht kennen. Das alles sind Fragen, die die Zukunft unserer Branche im Kern berühren. Fragen, die uns intensiv beschäftigen.

Baukästen sind Schlüssel zur Lösung von Zukunftsaufgaben

Winterkorn zeigte sich zuversichtlich, dass der Volkswagen Konzern und seine Marken die anstehenden Herausforderungen bewältigen werden:

Mit unseren Modularen Baukästen halten wir den Schlüssel dafür bereits jetzt in Händen. Sie versetzen uns in die Lage, unsere Autos viel schneller, flexibler und wirtschaftlicher zu entwickeln und zu bauen als bisher. Wir können mit ihnen noch mehr Vielfalt bieten – und auch Nischenmodelle profitabel realisieren. Und sie ermöglichen uns, alle Innovationen und alle Antriebsarten in kürzester Zeit in alle Segmente und Marken zu bringen.

© Volkswagen AG

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