HomeElektroauto4 Millionen Tesla bald veraltet: Hersteller steht vor größtem technischen Fehler

4 Millionen Tesla bald veraltet: Hersteller steht vor größtem technischen Fehler

Der amerikanische Automobilhersteller Tesla steht vor einer beispiellosen technischen und finanziellen Herausforderung. Elon Musk hat kürzlich admitted, dass der im Fahrzeug verbaute Computer HW3, der in fast 4 Millionen Fahrzeugen verkauft wurde, nicht leistungsfähig genug ist, um das seit Jahren versprochene autonome Fahren zu ermöglichen. Diese späte Enthüllung könnte der Marke Milliarden kosten und das Vertrauen der Fahrzeugbesitzer erschüttern.

Die nicht eingelöste Versprechung des 100% autonomen Fahrens

Seit 2016 hat Tesla unmissverständlich erklärt, dass alle Fahrzeuge, die vom Band rollen, „alle notwendigen Hardware-Voraussetzungen für vollständiges autonomes Fahren“ haben. Diese gewagte Behauptung ließ vermuten, dass ein einfacher Software-Update eines Tages Ihre Tesla in ein „Robotaxi“ verwandeln könnte, das ohne menschliches Eingreifen fahren kann.

Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Im Januar 2025 gab Elon Musk endlich zu, dass der HW3-Computer, der in etwa 4 Millionen Tesla zwischen April 2019 und Ende 2023 verbaut wurde, nicht über die erforderliche Rechenleistung verfügt, um diese technologische Meisterleistung zu realisieren.

Auch interessant:  Alfa Romeo zieht sich von der Elektromobilität zurück: Die neuen Giulia und Stelvio erhalten weiterhin Verbrennungsmotoren

Diese Eingeständnis kommt nach mehreren Jahren, in denen Tesla bereits mit dem Scheitern seines vorherigen Computers (HW2.5) konfrontiert war, der durch HW3 ersetzt werden musste. Die Geschichte scheint sich somit zu wiederholen, jedoch in einem weitaus größeren Maßstab.


Eine umfangreiche Ersatzpflicht oder massive Entschädigungen

Für Fahrzeugbesitzer, die bis zu 10.000 Dollar für die Option „Vollautonomes Fahren“ (FSD) ausgegeben haben, hat Musk versprochen, den HW3-Rechner durch das neue Modell HW4 zu ersetzen. Schätzungen zufolge würde dies mindestens 500.000 Fahrzeuge weltweit betreffen.

  • Die materiellen Kosten für diese Operation würden leicht 500 Millionen Dollar überschreiten.
  • Die Kapazitäten der Tesla-Servicezentren würden stark auf die Probe gestellt.
Das könnte Sie auch interessieren:  Tesla Apple CarPlay: heimliche Tests in seinen Autos

Doch die Situation ist noch komplizierter. Tesla hat nicht nur Verpflichtungen gegenüber den Käufern der FSD-Option übernommen. Die Marke hat allen Käufern seit 2016 versichert, dass ihre Fahrzeuge die notwendige Hardware für autonomes Fahren haben. Ein Versprechen, das sich heute für Millionen von Besitzern als falsch herausstellt.

Ein besorgniserregender rechtlicher Bereich für Tesla

Im Jahr 2022 wurde Tesla bereits gerichtlich verpflichtet, den Computer eines Kunden kostenlos zu modernisieren, damit er Zugang zum FSD-Programm ohne zusätzliche Kosten hat. Dieses Urteil schafft einen gefährlichen Präzedenzfall für die Marke.

Die Situation ist klar: Tesla hat Fahrzeuge verkauft, mit der Aussage, sie hätten „alle notwendigen Hardware-Komponenten für autonomes Fahren“, während dies offensichtlich nicht zutrifft. Wenn ein Besitzer auf diese Funktionen zugreifen möchte, wird ein Upgrade für die Hardware verlangt. Diese Gleichung ist nicht stimmig.

Auch interessant:  Renault 4 Elektro: eine sehr gute Nachricht für den Geldbeutel!
Hardware-Version Produktionszeitraum Betroffene Fahrzeuge (Schätzung)
HW3 April 2019 – Ende 2023 ~4 Millionen
HW4 Januar 2023 – heute ~2,5-3 Millionen

Milliarden in Gefahr für Tesla

Physisch die Computer in 4 Millionen Fahrzeugen zu ersetzen, erscheint logistisch unmöglich. Die Kosten und die Arbeitslast wären astronomisch. Aber die Alternativen könnten für Tesla ebenso schmerzhaft sein.

Die Logik würde vorschreiben, dass Tesla alle Besitzer von Fahrzeugen mit HW3 entschädigen sollte. Mit insgesamt ca. 4 Millionen betroffenen Fahrzeugen könnte dieser Entschädigungsbetrag mehrere Milliarden Euro erreichen und somit die Kosten eines herkömmlichen Rückrufs weit übersteigen.

Anstelle eines Computerersatzes könnte Tesla versuchen, die Kunden zu ermutigen, auf neue Fahrzeuge umzusteigen, wie es die Marke bereits mit ihren „FSD-Transferfenstern“ getan hat. Es könnten bevorzugte Rückkaufangebote gemacht werden, um die geschädigten Besitzer zu entschädigen.

Das könnte Sie auch interessieren:  Zukunft der Volkswagen Golf: Plattform SSP für optimale Leistung und Flexibilität

Eine Welle von Klagen im Voraus

Bereits mehrere Klagen wurden gegen Tesla wegen irreführender Aussagen über das autonome Fahren eingereicht. Das jüngste Eingeständnis von Musk über die Einschränkungen des HW3 wird wahrscheinlich eine neue Welle von Klagen auslösen.

Für Besitzer, die die FSD-Option nicht erworben haben, scheint Tesla nicht geneigt zu sein, Entschädigungen anzubieten, judging by Musks Äußerungen. Diese Kunden werden voraussichtlich durch die Gerichte ziehen müssen, um eine Entschädigung zu erhalten.

Auch interessant:  Tesla wird automatische Kamerareinigung bei seinen Modellen hinzufügen

Im Jahr 2019 sagte Elon Musk, dass „Tesla-Fahrzeuge jetzt Vermögenswerte sind, die an Wert gewinnen“ aufgrund ihrer zukünftigen Fähigkeiten im autonomen Fahren. Diese Aussage hat sich als völlig falsch erwiesen. Heute stehen die Besitzer vor Fahrzeugen, die nie das versprochene Maß an Autonomie erreichen werden, selbst mit einem Upgrade des Computers.

Diese Vertrauenskrise könnte langfristige Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Marke und ihr Geschäftsmodell haben, das teilweise auf dem Versprechen einer revolutionären Technologie basiert. Für Sie, die Tesla-Besitzer, bleibt die Frage, wie und wann die Marke diese technologische Schuld an Millionen von Kunden weltweit abrechnen wird.

antoine Bouquet
antoine Bouquet
Antoine Bouquet ist Redakteur bei MotorNews, wo er seine Leidenschaft für Autos mit seinen soliden journalistischen Fähigkeiten verbindet, die er sich im Laufe seiner akademischen Laufbahn angeeignet hat. Er hat an der Universität Paris-Sorbonne einen Master in Journalismus und Kommunikation absolviert und sich an der Journalistenschule in Lille auf Automobiljournalismus spezialisiert, wodurch er in seinen Texten journalistische Genauigkeit und technisches Fachwissen vereinen kann. Mit seiner mehrjährigen Erfahrung in der Fachpresse ist Antoine für seine Fähigkeit bekannt, die neuesten Innovationen in der Automobilbranche gründlich zu analysieren und diese Informationen gleichzeitig für ein breites Publikum zugänglich und interessant zu machen. Seine Arbeit deckt ein breites Themenspektrum ab, das von Fahrzeugtests über neue Technologien bis hin zu Marktentwicklungen und Umweltfragen der Branche reicht. Für weitere Fragen oder eine Zusammenarbeit können Sie ihn per E-Mail kontaktieren : antoine.bouquet@motornews.fr
RELATED ARTICLES

LAAT EEN REACTIE ACHTER

Vul alstublieft uw commentaar in!
Vul hier uw naam in

Am beliebtesten