Ursprünglich waren die Elektroversionen der Modelle Stelvio und Giulia für 2025 und 2026 vorgesehen, doch nun müssen wir uns mit einer Verzögerung anfreunden. Um die Lücke zu füllen, verlängert Alfa Romeo die Produktionslaufzeit der aktuellen Modelle bis ins Jahr 2027.
Letzten Frühling informierte uns Santo Ficili, der neue Kopf von Alfa Romeo, über eine grundlegende Schwenkung in der Strategie für die zukünftigen Versionen von Stelvio und Giulia. Anstelle der anfänglichen Pläne, die beiden Fahrzeuge rein elektrisch anzubieten, sollen sie nun mit elektrifizierten Verbrennungsmotoren ausgestattet werden, die auf der vielseitigen Plattform von Stellantis basieren. Doch solche Veränderungen bringen technische Anpassungen mit sich, was die ursprünglich geplante Markteinführung um einige Monate zurückwirft.
Um diese Verzögerung von bis zu zwei Jahren auszugleichen, hat Ficili kürzlich bestätigt, dass die bestehenden Modelle der Limousine und des SUV nun länger produzierbar sind. Während der Präsentation des überarbeiteten Tonale erklärte er: „Für die Zukunft der Stelvio und Giulia legen wir den Fokus auf vollelektrischen Antrieb. Indem wir unsere Antriebe überdenken, benötigen wir etwas mehr Zeit, um den Erwartungen unserer Kunden gerecht zu werden.“ Somit erhalten die aktuellen Modelle die Möglichkeit, bis mindestens 2027 weitergeführt zu werden, um den bevorstehenden Wandel reibungslos zu gestalten.
Eine beruhigende Überbrückung
Diese Entscheidung erfolgt in einer Zeit, in der die zukünftige Rolle des Cassino-Werks in Italien von Ungewissheit geprägt ist. Dieser Produktionsstandort ist für die kommenden Generationen beider Modelle vorgesehen, doch die Verzögerung bereitet den Mitarbeitern gewisse Sorgen. Die Verlängerung der aktuellen Modellreihe bietet den vielen Beschäftigten von Alfa Romeo zumindest etwas Erleichterung. Ob die gegenwärtig geringe Nachfrage nach diesen Fahrzeugen ausreicht, um ein anhaltendes Aktivitätsniveau zu gewährleisten, bleibt abzuwarten.

Besonders gravierend ist die Situation für Alfa Romeo, da in spezifischen Märkten lediglich der 2.2 Diesel mit 160 oder 210 PS angeboten wird, was heutzutage eher fragwürdig ist. Da die Marke ihren 2.0 Benziner bisher nicht elektrifiziert hat, könnte dies in naher Zukunft nicht mehr den geforderten Umweltstandards entsprechen. Abgesehen von einer rapide erfolgenden Überholung der Benzintriebwerke, was wiederum kostenträchtig und damit kontraproduktiv zur bestehenden Strategie wäre, scheint es an Alternativen zu mangeln.
Fotos: Motornews
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