2026 zeichnet sich ab wie der Moment, in dem man im letzten Gang noch einmal tief durchatmet. Fernando Alonso und Aston Martin haben sich nichts Kleines vorgenommen: ganz oben ankommen. Frech? Vielleicht. Unvernünftig? Keineswegs. In Silverstone spürt man dieses stille Selbstvertrauen, das nicht laut werden muss, um ernst genommen zu werden. Ein Ziel wie ein klarer Horizont.
Vor wenigen Tagen hat Alonso noch mit seinem eigenen morgen gespielt, ein Schatten hier, ein Lächeln dort. Jetzt legt er die Karten auf den Tisch: Er sieht sich in einer außergewöhnlichen Truppe, die 2026 nicht bloß mitspielen, sondern das große Ding anvisieren will. Das neue Regelwerk kommt wie ein Wetterumschwung nach einem drückenden Sommertag — und wenn die Luft umschlägt, riecht man Möglichkeiten. Genau darauf baut Aston Martin. „2026 ist unsere Chance“, lässt Alonso durchblicken; nicht als Spruch, eher als trockene Feststellung nach einer schnellen Outlap. Kein Pathos, nur Blick nach vorn.
Alonso und sein Lob für die Truppe von Aston Martin
So persönlich hat man ihn selten gehört. Er spricht von Mechanikerinnen und Mechanikern, die nicht nur Hand anlegen, sondern Herz. Von einem Team, das im Boxengassenlärm zusammenrückt wie Freundinnen und Freunde an einem Wirtshaustisch nach der Spätschicht. Gute Leute, sagt er, gescheite Infrastruktur, und diese spürbare Glut im Garage-Alltag, wenn Ingenieurinnen, Ingenieure und Fahrerinnen, Fahrer am selben Seil ziehen. Keine große Show, eher ein konzentriertes Nicken. Jetzt sind wir am Zug — und es klingt nicht nach Mutprobe, sondern nach sauberer Vorbereitung. „Gehen wir’s an“, meint der zweifache Weltmeister, 44, mit dieser Mischung aus Ruhe und Sturheit, die man nur bekommt, wenn man die lange Gerade und die fiese Schikane beide schon unzählige Male gesehen hat.
Die neuen Regeln? Für viele ein Fragezeichen. Für Aston Martin womöglich ein Fenster, das kurz aufgeht. Wenn die Kräfteverhältnisse durchgeschüttelt werden, zählt weniger die Vergangenheit, mehr der Charakter: wer zupackt, wer loslässt, wer den Grip findet, wenn er kurz verschwindet. Alonso hört man an, dass er der Meinung ist: Das Auto kann, das Team will — und 2026 ist kein ferner Traum, sondern ein Termin.
Kurz zusammengefasst
Für Fernando Alonso hat Aston Martin 2026 echte Titelchancen. Die britische Mannschaft will die von der FIA angekündigten Reformen nutzen, um sich strategisch neu zu positionieren — und im besten Moment zuzuschlagen.

