Es riecht nach warmem Carbon im Halbdunkel der Box, die Bildschirme flimmern, und irgendwo räuspert ein V6 im Leerlauf. In diesem bauchigen Summen liegt eine Nachricht, die weiter trägt als ein kurzer Funkruf: Aston Martin hat für 2026 seinen dritten Fahrer gefunden — und der heißt Jak Crawford. Jung, schnell, hungrig. Das klingt nach Aufbruch. Und nach Verantwortung.
Aston Martin macht Jak Crawford zum dritten Fahrer
Der englische Rennstall zieht den 20-Jährigen aus seinem eigenen Nachwuchsprogramm hoch und gibt ihm den Schlüssel zum Reserveposten für die komplette Formel‑1‑Saison 2026. Kein dekorativer Titel, sondern ein echter Job: jederzeit bereit, einzuspringen, wenn die Startaufstellung wackelt. Crawford hat sich diesen Platz nicht erschrieben, sondern erarbeitet — mit Tempo, mit Ruhe, mit vier Siegen heuer in seiner zweiten Formel‑2‑Saison. In der Gesamtwertung liegt er aktuell auf Platz zwei, direkt hinter Leonardo Fornaroli. Ein Name, den man sich merken sollte? Ja. Vor allem, wenn er so konstant liefert.
Vom Young Driver zum verlässlichen Backup
Im Dezember des Vorjahres holte Aston Martin den Amerikaner ins Juniorprogramm. Kein langes Warmreden: Schon beim Saisonabschluss in Abu Dhabi 2024 durfte er F1‑Luft schnuppern, sauber, konzentriert, über viele Stints. Letztes Wochenende dann das erste freie Training in Mexiko — diese eine Session, in der das Auto mehr flüstert als schreit und der Fahrer jedes Zucken der Hinterachse in die Finger schreibt. Über 2.000 Kilometer hat Crawford inzwischen in einem aktuellen Formel‑1‑Auto abgespult. Das ist nicht nur eine Zahl. Das ist Muskelgedächtnis.
Die Rolle, die zählt, wenn’s drauf ankommt
Aston Martin betont: 2026 wird Crawford als Ersatzfahrer zu allen Rennen mitreisen, Helm dabei, Daten im Kopf, Blick aufs Timing. Der „Third Driver“ ist der leise Fixpunkt hinter den Scheinwerfern — der, der den Simulator nachts zum Singen bringt und am Freitag die Richtung mitbestimmt. Wer das schon einmal live gesehen hat, weiß: Hier werden Zehntel gewonnen, bevor der Motor überhaupt startet.
„Stolz“ klingt gut. Entschlossen klingt besser.
Crawford selbst klingt nicht wie jemand, der sich ablichten lässt und dann heimfährt. Er spricht von einem großen Schritt in seiner Zusammenarbeit mit Aston Martin Aramco, von Motivation, weiter zu lernen, mitzudenken, mitzuschieben. Kein Pathos, eher dieses nüchterne Funk‑„Verstanden“ nach einer sauberen Runde. Man glaubt ihm das. Vielleicht, weil die Linie stimmt: wenig Gerede, viel Grip.
Aston Martin bestätigt: Jak Crawford wird 2026 als Third Driver geführt und übernimmt die Rolle des Ersatzfahrers bei sämtlichen Grands Prix. Bekanntgegeben am 28. Oktober 2025.
Kurz zusammengefasst
Aston Martin zieht nach: Der 20‑jährige Jak Crawford steigt 2026 zum dritten Fahrer auf und übernimmt als Ersatzpilot alle Renneinsätze im Hintergrund. Der Nachwuchsmann aus dem hauseigenen Programm reist mit F2‑Erfolgen (vier Saisonsiege, aktuell Gesamtplatz zwei hinter Leonardo Fornaroli) und mehr als 2.000 F1‑Testkilometern an — geerdet in Abu Dhabi 2024, geschärft im FP1 von Mexiko. Ein stiller, aber gewichtiger Schritt. Genau die Sorte Beförderung, die ein Team schneller macht.

