Audi auf der CES Asia 2015

Das Auto von morgen ist integraler Bestandteil der vernetzten Welt. Audi zeigt bei der CES Asia, wie digitale Features konsequent ins Automobil integriert werden und dabei die besonderen Marktanforderungen in Asien berücksichtigt werden können. Im Fokus stehen immer wichtiger werdende Technikfelder der Automobilelektronik: Lichttechnologien, Infotainment und Connectivity, Bedien- und Anzeigekonzepte sowie Fahrerassistenzsysteme und pilotiertes Fahren.

Beim pilotierten Fahren leistet Audi Pionierarbeit. Bereits in zwei Jahren wird die Marke Technologien in Serie bringen, die das Fahren in bestimmten Situationen auf Wunsch übernehmen. Die Technikstudie Audi R8 e-tron piloted driving ist eines der Highlights der CES Asia und fügt faszinierende Zukunftstechnologien zusammen – radikale Ideen beim Leichtbau, einen elektrischen High-Performance-Antrieb mit 340 kW Leistung und seriennahe Lösungen für das pilotierte Fahren.

Für viele, gerade junge Kunden ist das Auto ein Mobile device, das seinem Benutzer erlaubt, auch unterwegs „always on“ zu sein. Audi hat auf dem Feld der Connectivity seit langem eine führende Position inne und wird sie in den kommenden Jahren konsequent ausbauen – auch mit neuen Partnern in China.

Im Rahmen einer Kooperation mit dem Online-Konzern Baidu kommt zukünftig Baidu CarLife ins Auto – eine weitere Smartphone-Integration, die Audi neben den Systemen Apple CarPlay und Android Auto in China anbieten wird. Sie stellt eine ebenso komfortable wie sichere Bedienung der Smartphone-Funktionen und vieler Baidu Apps im Fahrzeug sicher. Darüber hinaus ist Audi der erste Automobilhersteller, der in China eine voll integrierte LTE-Lösung einsetzen wird. Hierzu kooperiert die Marke mit der Huawei Technologies Co.

Mit intuitiven Bediensystemen macht Audi die Nutzung der Audi connect- und Infotainment Dienste komfortabel und sicher. Neu ist die Sprachbedienung mit natürlicher Sprechweise, deutlich weiterentwickelt präsentiert sich das MMI touch und MMI all-in-touch mit der Erkennung chinesischer Schriftzeichen. Das volldigitale Audi virtual cockpit zeigt die Informationen in brillanter 3D-Grafik. Auch das Licht dient künftig der Kommunikation: Die Matrix-Laser-Technologie von Audi kann Fußgängern graphische Hinweise auf die Straße vor dem Auto projizieren.  Ein weiteres Highlight ist die neuartige Gestensteuerung für das Audi tablet – sie erlaubt zukünftig bequemes Sitzen während der Bedienung.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Audi – Pionier in China

In der Fahrzeugelektronik treibt Audi als Pionier den Fortschritt entscheidend voran. Auf vielen Gebieten hat die Marke mit den Vier Ringen in den vergangenen Jahren Meilensteine gesetzt.

Auf allen Straßen: das pilotierte Fahren
Beim pilotierten Fahren, einem der wichtigsten Felder der Automobiltechnik, ist Audi führend. Seit 2009 illustriert die Marke ihren Fortschritt mit spektakulären Auftritten – pilotierte Autos von Audi sind auf Freeways und Salzseen unterwegs, sie bewältigen kurvige Bergfahrten und schnelle Rennstrecken. Bei der CES Asia erleben Journalisten das pilotierte Fahren erstmals im Verkehr von Shanghai.

Der Vorsprung, den Audi auf diesem Technologiefeld besitzt, manifestiert sich unter anderem im zentralen Fahrerassistenzsteuergerät (zFAS) – einem kompakten Rechner, auf dem alle Sensordaten zusammenlaufen. Das zFAS wird zusammen mit den ersten Systemen für das pilotierte Fahren in Serie gehen.

Weitsicht: die Licht-Innovationen von Audi
Auf dem Licht-Sektor setzte sich Audi Anfang des neuen Jahrtausends mit Technologien wie den LED-Scheinwerfern im Hochleistungssportwagen R8 an die Spitze des Wettbewerbs. Seitdem hat die Marke diesen Vorsprung zur unumstrittenen Führungsrolle ausgebaut. Technologien wie die Matrix LED-Scheinwerfer, das dynamische Blinklicht und der Laser-Spot für das Fernlicht stellen ihn augenfällig unter Beweis.

Vielseitig und intuitiv bedienbar: das MMI
Seit 2002 gibt es das Multi Media Interface (MMI). Das System mit einem zentralen Dreh/Drück-Steller und umliegenden Tasten band zunächst den Audio-Tuner, das Soundsystem, die Navigation und das Telefon ein. Es etablierte sich auf Anhieb als neue weltweite Benchmark-Lösung.

Von diesem Pionier-System, das damals im neuen Audi A8 zum Einsatz kam, verläuft eine direkte Entwicklungslinie zum MMI im neuen Q7. Hinter den aktuellen Top-Systemen steht der skalierbar konzipierte Modulare Infotainmentbaukasten von Audi, der seit 2012 in Serie ist.

Die Welt im Auto: Audi connect
Auch bei der mobilen Vernetzung ist Audi seit Jahren treibende Kraft. Schon 2005 startete die Marke eine intensive Zusammenarbeit mit führenden Partnern im Soft- und Hardwarebereich. Vier Jahre später kamen die Audi connect Internet-Dienste in die Serie.

2010 führte Audi als erster Automobilhersteller durchgängig den Breitband-Internetzugang über ein integriertes UMTS-Modul (UMTS = Universal Mobile Telecommunications System) ein. Drei Jahre später folgte das vollintegrierte LTE-Modul (LTE = Long Term Evolution), das extrem schnelle Datentransfers möglich macht. Auch hier war Audi als Erster am Markt.

Die Mobilität der Zukunft: e-tron-Modelle
Schon im Jahr 1997 hatte Audi, damals als erster europäischer Hersteller, ein Plug-in-Hybridmodell im Angebot: Der Audi duo auf Basis des Audi 80 Avant kombinierte einen 1.9 TDI mit 66 kW (90 PS) Leistung mit einer 21 kW starken E-Maschine. Seine Bleibatterie hielt 10 kWh Energie bereit und ließ sich an der Steckdose laden.

Heute treibt Audi die Elektrifizierung des Antriebsstrangs unter dem Namen e-tron voran. Die Antriebsmatrix der Marke hält zahlreiche Konzepte für die Mobilität der Zukunft bereit, um jedem Kunden eine maßgeschneiderte Lösung anzubieten. Die Ansätze reichen vom 48-Volt-Teilbordnetz über den Plug-in-Hybridantrieb bis zum reinen Elektroauto.

Mit dem Verkaufsstart des A3 Sportback e-tron ist Audi 2014 erfolgreich in die Plug-in-Hybridtechnologie eingestiegen. Auf dem chinesischen Markt folgt in Kürze der Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro, dann kommt im Schnitt jedes Jahr ein neues e-tron-Modell auf den Markt. Gleichzeitig arbeitet die Marke an rein elektrisch angetriebenen Autos mit leistungsfähigen Batterie- und Antriebssystemen, die keine Kompromisse bei Reichweite und Nutzwert erfordern. Der Technologieträger R8 e-tron zeigt auf diesem Technikfeld, wohin die Reise geht.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Eine Erfolgsgeschichte – Audi in China

Audi ist der mit Abstand erfolgreichste Premium-Automobilhersteller auf dem chinesischen Markt. 2014 hat Audi einen neuen Rekord aufgestellt und erstmals mehr als eine halbe Million Autos in China und Hongkong (578.932) ausgeliefert – ein Plus von 17,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch in den ersten Monaten des Jahres 2015 hat Audi wieder Bestwerte erzielt. Das Land ist der größte Audi-Absatzmarkt weltweit – deutlich vor Deutschland.  Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG, nennt China die „zweite Heimat“ von Audi.

Der anhaltende Erfolg basiert auf einer klaren Strategie, mit der Audi seine Führungsrolle in China auch in Zukunft behaupten will. Dazu gehören neue Modelle, neue Technologien, exzellente Qualität, hohe Investitionen in Marke und Vertrieb sowie ausgezeichneten Kundenservice. Der größte Automobilmarkt der Welt ist für Audi ein Eckpfeiler in der globalen Wachstumsstrategie und ein Motor der Innovation.

Audi ist in China mit einem Joint-Venture und einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft vertreten. Mit den Joint-Venture-Partnern Volkswagen und dem chinesischen Unternehmen First Automotive Works (FAW) produziert Audi in Changchun die Modelle Audi A4 L, Audi A6 L, Audi Q3 und Audi Q5. Audi A6 L und Audi A4 L hat das Unternehmen als Modelle mit verlängertem Radstand speziell für China entwickelt. Im Südchinesischen Foshan fahren seit 2014 der Audi A3 Sportback und die Audi A3 Limousine vom Band. 2009 hat die AUDI AG ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Audi China in Peking gegründet. Diese hat rund 600 Mitarbeiter und koordiniert die Geschäftskooperation zwischen der AUDI AG, der FAW Group und dem Joint-Venture FAW-Volkswagen. Geschäftsführer von Audi China ist Dr. Dietmar Voggenreiter. Zu den Geschäftsbereichen von Audi China zählen unter anderem Audi R&D Beijing, Audi China Sourcing sowie Qualitätssicherung und Technische Dienstleistungen.

Der Erfolg im Markt
Die in Changchun und Foshan produzierten Modellreihen erzielten 2014 495.900 Auslieferungen. Das bedeutet einen neuen Höchstwert und entspricht einem Plus von 21,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Audi ist bietet als einziger Hersteller in China drei lokal produzierte Modelle im stark zulegenden Segment der Premium-Kompaktwagen an.

A3 Sportback und A3 Limousine aus Foshan sind 2014 erfolgreich angelaufen. Vom Q3 verkaufte das Unternehmen 2014 doppelt so viele Automobile (+103%) wie noch ein Jahr zuvor. Bei allen SUV-Modellen von Audi steigen die verkaufszahlen. Der lokal produzierte Audi Q5 verbuchte mit 109.751 Auslieferungen (inkl. Hongkong) einen Zuwachs von 5 Prozent. Auch die Verkäufe in der Oberklasse zogen weiter an. Der Audi A6 L erreichte einen neuen Rekord: 162.538 Kunden (plus 6,1%) entschieden sich für die meistverkaufte Businesslimousine Chinas. Das Absatzvolumen der importierten Audi‑Automobile lag mit 79.177 auf Vorjahresniveau. Mehr als ein Drittel der heute verkauften Autos mit den Vier Ringen in China sind SUVs, Coupés und Sportwagen. Insgesamt macht das Privatkundengeschäft bereits mehr als 80 Prozent des Absatzes von Audi in der Volksrepublik aus. Für die A6 Limousine, den Audi A8, Audi Q5, Audi Q7 und Audi TT ist China der größte Einzelmarkt weltweit.

Das Premium-Vertriebsnetz
Um neue Regionen zu erschließen und das geplante Wachstum zu sichern , baut Audi sein Händlernetz in China bis Ende 2017 von aktuell  mehr als 400 auf 500 Niederlassungen weiter aus. Oberstes Ziel dabei ist eine hohe Servicequalität. Diese ist nur mit einem Fokus auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu erreichen. Platz 1 für Audi im Sales Satisfaction Index (SSI) von J.D. Power belegt die Wirksamkeit der Strategie.

Zum Bereich Brand Marketing gehört Audi City Beijing. Der erste digitale Audi-Showroom Asiens eröffnete im Januar 2013 im Zentrum der nordchinesischen Metropole. Hier erleben Besucher die in China verfügbare Modellpalette – einschließlich Farben und Ausstattungsoptionen virtuell. Dank moderner Medientechnik können sie ein Automobil aus mehreren Millionen möglichen Konfigurationen digital individualisieren und auf nahezu raumfüllenden Leinwänden im Maßstab 1:1 betrachten. Auf einer Fläche von 2.100 Quadratmetern bietet der zweistöckige Cyberstore darüber hinaus Platz für 14 Automobile sowie Flächen für Kulturevents und Ausstellungen.

Der Kundensport
Audi Sport customer racing Asia unterstützt das Kundensportprogramm von Audi in Asien und betreibt mit dem Audi R8 LMS Cup den ersten Markenpokal der AUDI AG weltweit. Die asienweite GT3-Rennserie geht 2015 in ihre vierte Saison mit Stationen in China, Südkorea, Japan und Malaysia. Insgesamt sind sechs Rennwochenenden mit jeweils zwei Sprintrennen angesetzt, darunter die Premiere des Markenpokals in Taiwan.

Produktion bei FAW-Volkswagen
Die Automobilproduktion im Joint-Venture in Changchun umfasst die vier wesentlichen Bereiche der Pkw-Fertigung: Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage. Die jährliche Audi-Produktionskapazität bei FAW-Volkswagen in Changchun liegt bei 450.000 Automobilen. Aktuell produziert das Werk die Modelle Audi A4 L, Audi A6 L, Audi Q3 und Audi Q5. Die flexible Werkstruktur erlaubt – je nach Bedarf – den weiteren schrittweisen Ausbau der Kapazitäten.

Die Fertigung im Joint-Venture erfüllt die Standards der AUDI AG für alle globalen Werke des Unternehmens. Bereits Ende der 1990er Jahre hat Audi modernste Automobil- und Fertigungstechnologie – wie Laserschweißen und Wachsfluten – nach China gebracht. 2012 hat die Marke mit den Vier Ringen mit dem neuen Audi A6 L als erster Hersteller Leichtbaukomponenten in die lokale Fertigung in China integriert.

Das Ende 2013 fertig gestellte FAW-Volkswagen-Werk im südchinesischen Foshan umfasst ebenfalls eine vollständige Produktion. Dort werden seit 2014 der Audi A3 Sportback und die Audi A3 Limousine hergestellt. Die Audi-Fertigung in Foshan kann auf eine Kapazität von 150.000 bis 200.000 Automobilen hochgefahren werden. Angepasst an die Nachfrage plant Audi seine Gesamtkapazität in China (Changchun und Foshan) von 500.000 Einheiten (2014) bis 2017 auf jährlich bis zu 700.000 Automobile auszubauen.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Das Audi R&D Beijing

Das Audi R&D in Peking wurde 2013 gegründet und steht für die Globalisierung der Technologie- und Produktentwicklung von Audi. Als Bestandteil des weltweiten Entwicklungsnetzwerks arbeitet das Entwicklungszentrum eng mit allen Bereichen der Technischen Entwicklung in Ingolstadt zusammen. Zugleich befindet es sich durch seinen Standort inmitten der Hauptstadt Chinas nah an den Kunden im wichtigsten Markt der Marke. Zudem entwickelt Audi im Elektrik/Elektronik Kompetenzcenter in Peking für Japan, Korea, Taiwan und weitere asiatische Märkte regionsspezifische Anpassungen.

Das R&D Beijing ist Teil von Audi China, die Ingenieurbüros sowie Teile der Werkstätten und Labors sind im neuen Gebäude untergebracht. Dessen Lage im weltweit bekannten Künstlerviertel 798 Art District schafft eine kreative Atmosphäre. Das ist sehr hilfreich für die Mitarbeiter des R&D Beijing, denn zu ihrem Arbeitsprogramm gehören das Definieren technischer Ansprüche für neue Produkte, Trendscouting und Design-Input.

Auch mit den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Volkswagen Gruppe China, des Joint-Ventures FAW-Volkswagen , weiterer Beteiligungsgesellschaften sowie den chinesischen Ministerien und Universitäten steht das R&D Beijing in engem Kontakt. Daneben arbeitet es mit chinesischen Kooperationspartnern an der Integration von neuen Informations- und Entertainmentangeboten in das Fahrzeug. Mit Mitarbeitern aus 15 Nationen ist das R&D Beijing ein lebendiges Beispiel für die Internationalisierung von Audi.

Große Bandbreite: von der Konzeptdefinition bis zu harten Tests
Das R&D Beijing in Peking deckt alle wesentlichen Aufgabengebiete der Technischen Entwicklung bei Audi ab – von der  Konzeptdefinition und dem Design über die Bereiche Antriebsaggregate und Fahrwerk bis zur Erprobung in den fernsten Teilen des Landes. So können Fahrzeug- und Bauteilkonzepte in der frühen Entwicklungsphase auf die Bedürfnisse der asiatischen Kunden zugeschnitten werden. Die harten Testtouren führen regelmäßig vom kalten Norden Chinas über die Wüsten im Westen bis zu einigen der höchstgelegenen Straßen der Welt, die sich auf nahezu 5.000 Meter über dem Meeresspiegel befinden.

Bereits seit 2012 arbeiten Fahrwerksingenieure von Audi in Peking. Ihr Fokus liegt auf der landesspezifischen Adaption von Fahrerassistenzsystemen und der Abstimmung der Fahrwerke auf die spezifischen Bedürfnisse der chinesischen Kunden. Im März 2015 ging im R&D Beijing ein Fahrerassistenzsystem-Prüfstand in Betrieb. Er ermöglicht das Kalibrieren bestehender Systeme, dient aber auch für künftige Entwicklungen beim pilotierten Fahren.

Auch der Ausbau und die Qualifizierung des lokalen Lieferantenportfolios ist eine zentrale Aufgabe aller Abteilungen des Audi R&D Beijing.

Neu: Test Lab für die Elektromobilität
Ein weiteres wichtiges Thema im R&D Beijing ist das Entwickeln neuer Technik auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität. Im März 2015 hat Audi zusammen mit Volkswagen und den Joint-Ventures FAW-Volkswagen und Shanghai-Volkswagen im Audi China Building ein Test Lab für Hochvoltbatterien eröffnet. Gemeinsam mit den Partnern entwickelt Audi hier Antriebsbatterien für die Elektromobilität. Im Test Lab finden etwa Belastungstests der Batterien unter Temperaturbedingungen von -40 bis +120 Grad und bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent statt.

Schwerpunktthema: Infotainment und Vernetzung für Asien
Am stärksten ausgebaut ist im R&D Beijing derzeit das Themenfeld Elektrik und Elektronik. Das hat Historie, denn bereits ab 2008 arbeiteten Ingenieure aus China und aller Welt in Peking an spezifischen Infotainment-Systemen für die Kunden in China, Japan und Korea. Zudem adaptieren die Entwickler in Peking Audi Technologien an asienspezifische Standards, zum Beispiel in den Bereichen Mobilfunk, Verkehrsinformation und TV-Übertragung.

2013 gliederte Audi diese Entwickler in das neue Audi R&D Beijing ein, heute sind rund 150 Mitarbeiter im Kompetenzcenter Elektrik / Elektronik Asien tätig. Sie knüpfen an die Arbeit ihrer Kollegen von der AUDI AG an und entwickeln aus Grundmodulen in den Bereichen Infotainment, Navigation oder Fahrerassistenzsysteme maßgeschneiderte Anwendungen für die asiatischen Märkte. Hinzu kommen strategische Kooperationen mit chinesischen Anbietern in den Bereichen Telematik oder Connectivity, um für jeden Kunden die beste Lösung bereitzustellen.

Damit arbeitet das R&D Beijing auch an künftigen Mobilitätskonzepten im urbanen Umfeld der chinesischen Metropolen. Die chinesische Regierung fördert die Entwicklung intelligenter Verkehrssysteme für die Megacities.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Das pilotierte Fahren

Beim pilotierten Fahren steht Audi an der Spitze des Fortschritts in der Automobilindustrie – in den nächsten Jahren wird die Marke ihre neuen Technologien Schritt für Schritt in die Serie einführen. Auf der CES Asia demonstriert das Unternehmen seinen hohen Reifegrad mit einem Prototyp, einem pilotiert fahrenden Audi A7 Sportback. Journalisten können mit ihm eine rund 15 Kilometer lange Strecke durch Shanghai zurücklegen, die nahe dem Messegelände beginnt und endet.

Der Erprobungsträger nutzt unterschiedliche Serien- beziehungsweise seriennahe Sensoren. Die Long-Range-Radarsensoren des Systems adaptive cruise control (ACC) überwachen die Bereiche vor dem Auto. Im Singleframe-Grill ist ein seriennaher Laserscanner montiert. Die Sensoren liefern redundante Informationen zur Erkennung stehender und bewegter Objekte während der pilotierten Fahrt. Eine hochauflösende Videokamera des Partners Mobileye, ein Prototyp der künftigen Geräte-Generation, blickt in einem weiten Winkel nach vorne.

Pilotiertes Fahren im Stau
Die Funktion für pilotiertes Fahren im Stau, die Audi aktuell entwickelt, baut auf der Radar-gestützten adaptive cruise control (ACC) inklusive Stauassistent auf, die im neuen Q7 auf den Markt kommt. Das System entlastet den Fahrer im zäh fließenden Verkehr auf Schnellstraßen, indem es ihm zwischen 0 und 60 km/h das Lenken abnimmt und zudem selbstständig beschleunigt und verzögert. Wenn es seine Grenzen erreicht – etwa, wenn sich der Stau auflöst oder am Ende der autobahnähnlichen Straße – fordert es den Fahrer auf, die Fahraufgabe wieder zu übernehmen. Falls er dies nicht tut, bringt es das Auto zum Stillstand.

Beim künftigen System für das pilotierte Fahren bleiben die Radarsensoren eine wichtige Komponente der Sensorik. Wie heute erfassen sie das Vorfeld des Autos. Eine Videokamera mit breitem Öffnungswinkel erkennt die Fahrbahn­markierungen ebenso wie Fußgänger und Objekte, beispielsweise andere Fahrzeuge und Leitplanken. Bis zu zwölf Ultraschall-Sensoren überwachen den Bereich rund um das Auto.

Neu im Portfolio der Sensoren ist der Laserscanner – er liefert hochpräzise Daten zu Objekten in einer Entfernung bis zu 80 Meter. Seine Laserdiode sendet pro Sekunde fast 100.000 Infrarot-Lichtimpulse aus, die für das menschliche Auge unsichtbar sind.

Aus den Lichtreflexionen errechnet das Steuergerät ein Profil der Umgebung. Der Laserscanner deckt auf vier Ebenen einen Bereich von 145 Grad ab. Aufgrund seines weiten Öffnungswinkels erkennt er vor dem eigenen Auto einscherende Fahrzeuge sehr früh. Zudem arbeitet er auch im Dunklen ohne Einschränkung. Er kann beliebige Objekte erkennen – auch solche, die wie Zäune ein gleichmäßiges Muster aufweisen oder die wie weiße Wände keine sichtbare Struktur haben.

Pilotiertes Fahren rund ums Parken
Parkvorgänge in beengten Situationen sind unkomfortabel – in vielen Querparklücken oder engen Garagen kann der Fahrer oft nur mühsam ein- und aussteigen. Mit dem pilotierten Parken von Audi parkt er künftig das Auto bequem von außen mit dem Funkschlüssel oder Smartphone ein- und aus. Zur Umfelderfassung nutzt das System zwölf Ultraschallsensoren, vier Top View-Kameras und einen Laserscanner. Damit ist der Parkvorgang mehrfach abgesichert.

Sobald die Umfeldsensorik eine geeignete Parklücke oder Garage erkennt, bietet das System dem Fahrer die pilotierte Parkfunktion an. Wenn er jetzt aussteigt, muss er nur die entsprechende Taste auf dem Funkschlüssel oder dem Smartphone gedrückt halten, um den Vorgang zu starten. Dabei behält er die Verantwortung für den gesamten Parkvorgang bis zum sicheren Stillstand. Das System verlangt, dass sich der Schlüssel in der unmittelbaren Umgebung des Autos befindet, damit der Fahrer die Situation jederzeit beurteilen kann.

Sollte die Onboard-Sensorik während des pilotierten Parkens Hindernisse im Fahrkorridor erkennen, stoppt der Parkvorgang. Während des gesamten pilotierten Parkvorgangs ist die Zentralverriegelung geschlossen. Ist die Parkposition erreicht, wird der Motor abgestellt und das Auto gegen Wegrollen gesichert. Der Fahrer erhält eine Bestätigungsmeldung. Das Ausparken aus der Garage oder der Parklücke erfolgt ebenso einfach.

2013 hat Audi zum ersten Mal das pilotierte Parken in voller Funktion demonstriert. Dafür wurde das Auto am Eingang eines Parkhauses abgestellt und per Smartphone der Parkvorgang aktiviert. Über eine App konnte der Fahrer es später wieder anfordern oder für eine bestimmte Uhrzeit zum Ausgang beordern.

Technisches Herzstück: das zentrale Fahrerassistenzsteuergerät (zFAS)
Das Herzstück künftiger Systeme für das pilotierte Fahren, die Audi entwickelt, ist das zentrale Fahrerassistenzsteuergerät, kurz zFAS genannt.

Audi hat diese Schaltzentrale, die in absehbarer Zeit sukzessive in die Modellpalette einziehen wird, zusammen mit international führenden Technologiepartnern konzipiert, darunter TTTech, Mobileye, Nvidia und Delphi. Als zukünftiger Systemlieferant wird Delphi fungieren.

Bisher erfolgt das Management der Fahrerassistenzsysteme meist in räumlich voneinander getrennten Steuergeräten. Als erster Automobilhersteller hat Audi das Funktionsportfolio, die erforderliche Sensorik, die Elektronikhardware und die Software-Architektur in einer zentralen Domänenarchitektur zusammengeführt. Bei ihrer Entwicklung galt vor allem dem Sicherheitskonzept höchste Aufmerksamkeit. Im zFAS läuft eine Vielzahl unterschiedlicher Sensorinformationen zusammen. Aus ihnen errechnet das System blitzschnell ein vollständiges Modell der Fahrzeugumgebung, es stellt die Informationen allen Assistenzsystemen zur Verfügung.

Eine hohe Rechenleistung bei kompakter Bauweise setzt leistungsfähige Elektronikbausteine voraus. Das zFAS nutzt sowohl den Mobilprozessor EyeQ3 von Mobileye als auch den neuen Tegra K1 von Nvidia. Die Rechenleistung, die es damit erzielt, entspricht der kompletten Elektronikarchitektur eines gut ausgestatteten Mittelklasseautos. Durch den hohen Integrationsgrad hat die Audi-Schaltzentrale lediglich die Größe eines Tablet‑PC, dank ihres modularen Konzepts ist sie flexibel skalierbar und dadurch in jeder Hinsicht zukunftsfähig.

Auch bei den Sensoren und Stellelementen, wie beispielsweise Brems- und Lenksystemen, arbeitet Audi mit führenden Lieferanten wie Bosch, Continental, Valeo oder Delphi zusammen. Ziel ist es, gemeinsame Standards zu entwickeln und den Kunden auf dem Weg zum vollautomatisierten Fahren moderne Fahrerassistenzsysteme für mehr Sicherheit und Komfort anzubieten.

Pilotiertes Fahren: die Erfolgsstory
Beim pilotierten Fahren leistet Audi seit vielen Jahren Pionierarbeit. Die Marke hat den technischen Fortschritt mit vielen spektakulären Auftritten demonstriert.

2009: Bonneville Salt Flats – Vier Ringe auf einem Salzsee
Im Herbst 2009 nahm ein fahrerloser TTS die Bonneville Salt Flats im US-Bundesstaat Utah unter die Räder – in exakter Kurvenfahrt zeichnete das Coupé die Vier Ringe der Marke auf den Salzsee. Mit 130 mph (zirka 210 km/h) stellte es zudem einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für pilotiert fahrende Autos auf. Als Hommage an die frühere Audi-Rallyefahrerin Michèle Mouton nannte Audi den Versuchsträger „Shelley“.

Seine spezifische Datentechnik war eine Gemeinschaftsentwicklung von Audi und dem Volkswagen Automotive Innovation Laboratory (VAIL) an der kalifornischen Stanford University.

2010: pilotiert auf den Berg – der Pikes Peak Climb
2010 bezwang die pilotiert fahrende „Shelley“ die legendäre Bergrennstrecke am Pikes Peak im US-amerikanischen Colorado. Für den 20 Kilometer langen Kurs mit seinen 156 Kurven benötigte der Versuchsträger etwa 27 Minuten. Die Navigation erfolgte per Differenzial-GPS, das eine Genauigkeit im Bereich von wenigen Zentimetern bietet.

2012: pilotierte Fahrdynamik auf dem Thunderhill Race Track
2012 sammelte Audi mit dem TTS zum ersten Mal Erfahrungen auf einer Rennstrecke – dem Thunderhill Race Track nördlich von Sacramento/Kalifornien. Die Rundenzeit auf dem etwa drei Meilen (knapp fünf Kilometer) langen Kurs lag unter 2:30 Minuten. Im Mittelpunkt des Tests stand die Frage, wie sich ein pilotiert fahrendes Auto unter hohen Belastungen und extremen Bedingungen verhält.

2013: pilotiertes Fahren in Nevada
Als erster Automobilhersteller überhaupt bekam Audi 2012 von den Behörden im US-Bundesstaat Nevada die Genehmigung, pilotiert fahrende Autos im öffentlichen Verkehr zu bewegen. Im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentierte die Marke im Januar 2013 und 2014 ihre jeweils neuen Systeme zum pilotierten Fahren im Stau und zum pilotierten Parken.

2014: pilotiertes Fahren in Florida und Kalifornien
In Florida erhielt die Marke mit den Vier Ringen abermals als erster Fahrzeughersteller eine Testlizenz für pilotiertes Fahren. Im Sommer 2014 unternahm Audi – erneut als Erster – mit Regierungsvertretern und Journalisten einen öffentlichen Test auf einem Expressway bei Tampa. Im Herbst folgte die erste Testlizenz im Rahmen neuer Regelungen auch im US-Bundesstaat Kalifornien.

2014: Hockenheimring
Das pilotierte Fahren kann höchst dynamisch und emotional sein, wie Audi im Herbst 2014 mit einer Demonstrationsfahrt auf dem Hockenheimring bewiesen hat. Beim Saisonfinale des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) absolvierte der Audi RS 7 piloted driving concept eine Runde im Renntempo. Seine Entwickler nannten ihn „Bobby“ – ein Dankeschön an Robert William „Bobby“ Unser, der 1986 das Bergrennen am Pikes Peak in einem Audi Sport quattro gewann.

Der Audi RS 7 piloted driving concept, 412 kW (560 PS) stark, entsprach bei der Demonstrationsfahrt weitgehend dem Serienstand. Zur Orientierung auf der 4,6 Kilometer langen Runde mit 17 Kurven dienten Differenzial-GPS-Signale, die per WLAN und Hochfrequenz-Funk übertragen wurden. Parallel dazu glich eine schnelle Bildverarbeitungssoftware aktuelle 3D-Kamerabilder mit onboard hinterlegten Bildinformationen ab.

Das sportlichste pilotiert fahrende Auto der Welt absolvierte die Runde auf einer hochpräzisen Rennlinie – mit Vollgas auf den Geraden, punktgenauen Bremsvorgängen vor den Kurven, exaktem Einlenken und perfekt dosiertem Gaseinsatz am Kurvenausgang. Beim Verzögern lagen die Kräfte über 1,3 g, in den Kurven erreichte die Querbeschleunigung bis zu 1,1 g. Der Topspeed lag bei 240 km/h, die Rundenzeit knapp über zwei Minuten – auf dem Niveau eines Rennfahrers.

2015: Silicon Valley – Las Vegas
Im Umfeld der CES 2015 stellte Audi den hohen Reifegrad seiner künftigen Technologien zum pilotierten Fahren erneut unter Beweis: Eine Langstrecken-Testfahrt mit dem Audi A7 piloted driving concept – „Jack“ genannt – führte vom Silicon Valley nach Las Vegas. Journalisten erlebten live auf dem Fahrersitz, wie sich der Prototyp über 560 Meilen (knapp 900 Kilometer) unter Alltagsbedingungen auf dem Highway bewährt. Der A7 piloted driving concept führte Spurwechsel und Überholvorgänge selbständig durch und er beschleunigte und bremste selbsttätig.

Pilotiertes Fahren in China: die Audi Strategie
Der bisherige Entwicklungs-Fokus für das pilotierte Fahren lag für Audi in den USA und in Europa. Der chinesische Straßenverkehr stellt eigene Herausforderungen für automatisierte Fahrfunktionen dar. Das liegt an dem unterschiedlichen Verhalten der Verkehrsteilnehmer, aber auch an der Struktur des Straßennetzes, bei dem häufig Stadtautobahnen und reguläre Straßen über lange Strecken direkt übereinander geführt werden.

Um auch für chinesische Fahrer attraktive Fahrerassistenzfunktionen anzubieten, hat Audi in seinem R&D Center in Beijing in Zusammenarbeit mit der Tongji University in Shanghai ein Projekt gestartet, in dem sie Lösungen für spezifisch chinesische Fahrsituationen direkt vor Ort in China entwickeln. Das Projekt ist Teil einer Strategie, ortsspezifische Herausforderungen für den Straßenverkehr direkt vor Ort zu lösen und zu testen. Diese Strategie verfolgt Audi in den USA bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich. Der Markenauftritt auf der CES Asia stellt das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit für China dar.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Das Human Machine Interface

Audi geht bei Bedienungs- und Anzeigefunktionen in seinen Automobilen neue Wege. Die jüngsten Highlights sind das Audi virtual cockpit und das neue MMI-Bedienkonzept. Die beiden Highend-Bausteine sind im Audi TT und TT Roadster sowie im neuen R8 und Q7 erhältlich.

Das Audi virtual cockpit
Das Audi virtual cockpit ist ein TFT-Bildschirm mit 12,3 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 1.440 x 540 Pixeln. Er zeigt gestochen scharfe und sehr detailreiche Grafiken. Die Nadel des Drehzahlmessers zum Beispiel wird pro Sekunde 60 Mal neu berechnet, so dass sie absolut flüssig läuft. Scrollvorgänge bei Listen folgen einem physikalischen Modell, das Faktoren wie Massenträgheit, Elastizität oder Dämpfung berücksichtigt. Im Hintergrund des Audi virtual cockpit arbeitet ein hochleistungsfähiger Tegra 30-Chip des Audi-Kooperationspartners Nvidia.

Mit einer Taste am Lenkrad kann der Fahrer zwischen zwei Oberflächen wechseln. Im Infotainment-Modus dominiert ein zentrales Fenster die Ansicht – es bietet der Navigationskarte oder Listen aus den Bereichen Telefon, Radio und Medien eine große Bühne. Der Drehzahlmesser und der Tachometer sind links und rechts als kleine Rundinstrumente zu sehen. In einer zweiten, klassischen Ansicht wiederum erscheinen sie etwa so groß wie Analoganzeigen.

Das Audi virtual cockpit präsentiert alle Informationen umfassend und vielseitig – von den Navigationspfeilen über die dynamischen Animationen bis zu den Grafiken der Assistenzsysteme. Je nach Grundmenü ändert das Display Audi-MMI-typisch sein Farbdesign – im Medienmenü etwa ist es orange, im Telefonmenü grün. An seinem unteren Rand liegen feste Anzeigen für Außentemperatur, Uhrzeit und Kilometerstände sowie Warn- und Hinweissymbole.

Der Fahrer bedient das Audi virtual cockpit im neuen Audi Q7 über das Multifunktionslenkrad. Mit den Schaltern auf der linken Lenkradspeiche bewegt sich der Fahrer durch die Menüs des Bordcomputers, der Audioanlage sowie – je nach Ausstattung – von Telefon und Navigation. Auf der rechten Lenkradseite liegen Lautstärkewalze, Sprachdialog-Taste, Telefon-Expressbedienung und Skip-Funktion für den schnellen Wechsel des Radiosenders oder Musiktitels.

Texteingaben lassen sich im Audi TT und Audi R8 bequem per Handschrift ergonomisch günstig über das MMI touch Bedienteil in der Mittelkonsole durchführen.

Das neue MMI-Bedienkonzept
Mit der jüngsten Generation des MMI-Bedienkonzepts lassen sich die umfangreichen Funktionen im neuen Audi TT, im R8 und im neuen Q7 besonders einfach steuern. Die Bedienung folgt einer flachen Hierarchie, die sich an den Bedürfnissen des Fahrers orientiert. Im großen SUV erscheinen die MMI-Anzeigen ergänzend zum Audi virtual cockpit auf dem zentralen Mitteldisplay, das beim Systemstart elektrisch aus der Instrumententafel ausfährt.

Beim Audi Q7 bildet das neu entwickelte MMI all-in-touch Terminal auf der Konsole des Mitteltunnels das Zentrum der Bedienung. Auf dem großen Touchpad kann der Fahrer Zeichen eingeben oder Mehrfinger-Gesten ausführen, etwa um in der Karte zu zoomen. Nach jeder Eingabe erfolgt eine akustische und haptische Bestätigung – ein Klick, der auch am Finger zu spüren ist. Der Fahrer kann den Blick weiterhin auf der Straße lassen.

Auf dem asiatischen Markt erkennt das System auch die hochkomplexen Zeichen der Landessprachen – es verarbeitet über 29.000 chinesische Schriftzeichen (Hanzi), rund 7.300 koreanische sowie 6.700 japanische Zeichen. Daneben kennt das MMI die in den Ländern verbreiteten lautsprachlichen Vereinfachungen in lateinischen Buchstaben. Alphabete dieser Art sind das chinesische Pinyin, Hangul in Korea sowie Hiragana, Kanji oder Katakana in Japan.

Die Hauptfunktionen des MMI-Systems lassen sich im Audi Q7 mit einem hochwertig ausgeführten Dreh-/Drück-Steller und zwei Kippschaltern aufrufen. Auf acht frei programmierbaren Tasten kann der Fahrer zudem persönliche Favoriten ablegen, beispielsweise Navigationsziele, Telefonnummern oder Radiosender.

Die innovative MMI-Suche als zentraler Startpunkt im neuen Bedienkonzept erleichtert das Auffinden bestimmter Musiktitel ebenso wie die Eingabe von Telefonkontakten oder Navigationszielen, wobei sie dank intelligenter Vorschläge die Bedienschritte stark reduziert. Fahrer oder Beifahrer müssen nur wenige Buchstaben auf das Touchpad schreiben, um die ersten Ergebnisse angezeigt zu bekommen, wobei das System auch den aktuellen Standort des Autos sowie die letzten Aktivitäten wie Anrufe oder Ziele berücksichtigt. Bei der Restaurantsuche beispielsweise genügt es, den Namen des Lokals und die ersten Buchstaben der Stadt einzugeben – schon erscheinen die Treffer in der Ergebnisliste. Hier setzt Audi erneut einen Benchmark.

Über zwei ergänzende Menüs können wesentliche Funktionen jeder Hauptgruppe bzw. im Optionsmenü intelligent im jeweiligen Kontext intelligent verknüpfte Funktionen und Optionen angewählt werden. Im Radiomodus zum Beispiel kann der Fahrer das Frequenzband durch Auswahl des Funktionsmenüs auswählen, im Kartenmenü Verkehrsinformationen aufrufen. Über die ebenfalls kontextabhängigen Optionen und Einstellungen kann er sich zu einem eingegebenen Ziel leiten und Parkplätze in der Nähe anzeigen lassen oder das Ziel in die Favoriten-Liste speichern.

Die Steuerung mit natürlicher Sprache
Ein weiteres Highlight ist die neu entwickelte, benutzerfreundliche Sprachsteuerung. Der Fahrer muss sich nicht mehr an fest vorgefertigte Kommandos halten – das System versteht auch auf Chinesisch Formulierungen aus dem täglichen Sprachgebrauch, so dass pro Funktion hunderte von Kommandovariationen möglich sind. Im Telefon-Menü kann man zum Beispiel einen Kontakt mit den Worten „Ich will mit <Vorname Nachname> telefonieren“ oder „Verbinde mich mit <Vorname Nachname>“ anrufen.

Bei der Navigation genügen einfache Befehle wie „Wo kann ich tanken?“, „Ich bin hungrig“ oder „Fahre mich nach <Stadt, Straße, Hausnummer>“. Auch in den Menüpunkten Radio und Media ist diese benutzerfreundliche Sprachsteuerung integriert – hier könnte ein Kommando zum Beispiel „Ich möchte iPod hören“ lauten. Einen Ausblick zu diesem Thema bietet die online-basierte Sprachsteuerung mit natürlicher Sprache – sie bezieht neben der Onboard-Datenbank auch die Dienste von Audi connect ein. Mit ihr kann der Kunde beispielsweise bequem das Wetter am Zielort abfragen oder nach einer preiswerten Tankstelle in der Nähe suchen.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Das Infotainment

Die Neuerungen in der Consumer-Elektronik treiben die Technologieentwicklung insgesamt rasant voran – vor allem bei der Kommunikation sowie beim mobilen und beim Home- Entertainment. Audi hat deshalb viele neue Features in seine Automobile integriert.

Komfortabel: die Audi phone box
Auf Wunsch liefert die Marke mit den Vier Ringen in den neuesten Modellen die Audi phone box, die das Mobiltelefon komfortabel mit dem Auto verbindet. Ihr Herzstück ist eine universell nutzbare Planar-Antenne, die in die Ablageschale der Mittelarmlehne integriert ist. Sie stellt eine Verbindung zwischen Sende- und Empfangsantenne des Mobiltelefons und leitet die Signale über einen Verstärker zur Autoantenne.

Ein neues Feature der Audi phone box ist das drahtlose Laden nach dem so genannten Qi-Standard, möglich bereits im neuen Q7. Per Induktion fließt der Strom von einer Spule im Boden der Audi phone box zur Empfängerspule im Smartphone – sie kann im Mobiltelefon, in einer nachrüstbaren Folie oder im Handy-Cover integriert sein. Das Telefon bleibt während des Ladevorgangs voll nutzbar.

Extrem flexibel: das Audi tablet
Im neuen Audi Q7 wird kurz nach dem Marktstart ein hochmodernes, flexibles Rear-Seat-Entertainment- und In-Car-Entertainment-System erhältlich sein. Für den chinesischen Markt ist im Softwarepaket der Kooperationspartner Baidu mit seinem Webbrowser und einem App-Store vertreten. Schon heute arbeitet Audi an der nächsten Generation, die sich zusätzlich via Gestensteuerung bedienen lassen wird.

Das Audi tablet mit hochauflösenden 10,1 Zoll-Bildschirm (1.920 x 1.200 Pixel) vernetzt sich per WLAN mit der MMI Navigation plus und erhält dadurch Zugriff auf die Menüs Radio, Medien, Navigation und Car-Funktionen. Die Fondpassagiere können dadurch beispielsweise eine geplante Route an den Fahrer schicken, der Fahrer wiederum kann für sie von der MMI Navigation plus aus ein Radio- oder Medienprogramm starten. Die Klangausgabe erfolgt über das Soundsystem des Autos oder über Kopfhörer. Das Audi tablet kann Bordcomputer- und Servicedaten speichern, so dass sie sich auch außerhalb des Autos lesen lassen.

Schnell und leistungsfähig: der Tegra 40-Prozessor
Das Audi tablet, das mit dem Betriebssystem Android läuft, nutzt einen extrem leistungsfähigen Tegra 40-Prozessor von Nvidia. Der 32 GB große interne Speicher lässt sich mit einer Micro-SD-Karte erweitern. Das Gerät unterstützt die NFC-Technologie (NFC = Near Field Communication) für die Übertragung von Smartphone-Daten per Annäherung.

Durch einen Klick auf den Button „Apps“ im Startmenü öffnet sich der Zugang zum Internet. Die integrierte Full-HD-Kamera lässt sich für ein Videogespräch nutzen. Nach der Fahrt kann der Benutzer das Audi tablet aus dem Auto mitnehmen und offline oder an einem WLAN-Netz weiter nutzen – so kann er beispielsweise einen Film weiter ansehen, den er im Auto gestartet hat.

Durch seinen Akku ist das Audi tablet für den Einsatz im Auto ausgelegt. Es verkraftet auch hohe oder sehr niedrige Temperaturen und unterschiedliche Luftfeuchtigkeit problemlos. Die schwenkbare Halterung an der Lehne des Vordersitzes ist crashsicher. Der aus dem Vollen gefräste Aluminiumrahmen visualisiert den hochwertigen Charakter des Audi tablet, das einzeln oder als Zweier-Set erhältlich ist.

Ein weiteres Highlight ist die neue Gestensteuerung für das Audi tablet – sie erlaubt bequemes Sitzen während der Bedienung. In ihrem Konzept steht der Joy of Use im Vordergrund.

Spezifisch: die Navigation in China
Die Navigationssysteme, die Audi in Kooperation mit seinem Partner Aisin in China anbietet, sind speziell an die oft komplexen Straßenführungen in den chinesischen Städten angepasst. Ein zentrales Thema ist die dritte Dimension der auf mehreren Stockwerken übereinanderliegenden Straßen. Von oben betrachtet sieht man nur eine Linienführung, in Wirklichkeit handelt es sich aber um getrennte Strecken. Mehrstöckige Auffahrten steigern die Problematik weiter.

Allein mit dem klassischen GPS-Signal sind solche Situationen kaum zu bewältigen. Daher setzt Audi auf extrem sensible Sensoren, die bereits eine Höhendifferenz von drei Zentimetern erkennen und daraus die entsprechende Korrektur errechnen. Auch in Tunnels oder anderen Bereichen mit schlechtem oder fehlendem GPS-Signal rechnet das Auto seine Position aus Radbewegung, Einschlagwinkel und Drehrichtung präzise weiter. Eine andere Herausforderung sind die oft sehr eng nebeneinander liegenden, aber zu verschiedenen Strecken gehörenden Fahrspuren.

Die präzise Zieleingabe bei der Navigation ist in China besonders komplex, denn klassische Adressen sind in den engen Vierteln großer Städte kompliziert und mitunter nicht besonders genau. Deshalb sind im MMI-System für den chinesischen Markt die sogenannten Points of Interest (POI) sehr viel umfangreicher erfasst als im Westen. Neben öffentlichen Einrichtungen oder Tankstellen zählen dazu Shopping-Möglichkeiten jeglicher Art, aufgefächert bis etwa zu Kosmetik- oder Juwelierangeboten.

Ähnlich differenziert ist das Restaurantangebot: Neben Western und Fast Food empfiehlt die Audi-Navigation 13 verschiedene Richtungen der chinesischen Küche, von Guangdong über Dongbei bis zu Hot Pot. Mehr als zehn Millionen solcher Points of Interest kennt die Audi Navigationskarte für China. Neben den im System gespeicherten und regelmäßig aktualisierten Points of Interest können POI auch online abgefragt werden.

Sound mit Zusatzdimension: der 3D-Klang
Eine besonders attraktive Innovation im neuen Q7 ist der 3D-Klang – realisiert beim Bose Sound System und beim B&O Advanced Sound System. Beide Anlagen spielen Musik in einem neuartigen Format ab: Zusätzliche Lautsprecher in den A‑Säulen liefern die räumliche Dimension der Höhe. Mit dieser neuen Technologie, die zurzeit Einzug in Kinos und Wohnzimmer hält, realisiert Audi ein ganz neues Klangerlebnis im Auto.

Ein aufwendiger Algorithmus errechnet aus herkömmlichen Stereo- oder 5.1 Aufnahmen die Informationen für die dritte Dimension und bereitet sie für die Höhenlautsprecher auf. Während im Bose Sound System die hauseigenen Algorithmen zum Einsatz kommen, nutzt das B&O Advanced Sound System Technologien des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS). Das System der dänischen HiFi-Spezialisten spielt die Musik mit 1.920 Watt Verstärkerleistung über 23 Lautsprecher inklusive des Subwoofers ab, es macht den Auto-Innenraum zu einer großen akustischen Bühne.

Neue Kooperation: Baidu Car Life
Audi hat mit dem Online-Konzern Baidu eine neue Kooperation vereinbart und bringt zukünftig Baidu CarLife in seine Automobile. Dabei handelt es sich um eine Smartphone-Integration, die neben den Plattformen Apple CarPlay und Android Auto speziell in China verfügbar sein wird. Wenn der Kunde ein dafür geeignetes Smartphone an den USB-Port anschließt, öffnet sich auf dem Display im Audi smartphone interface die entsprechende Umgebung. Sie ermöglicht eine ebenso komfortable wie sichere Bedienung der Smartphone-Funktionen und zahlreicher Baidu-Apps.

Audi ist die erste Premium-Automarke, die mit Baidu CarLife Inhalte und Anwendungen vom Smartphone mit einer einfachen und sicheren Bedienphilosophie ins Auto integriert. Darüber hinaus haben beide Seiten die Zusammenarbeit bei einer Reihe weiterer Themen beschlossen. Dazu zählen die spezifischen Navigationsdienste von Baidu in China oder die Nutzung von Send-to-Car-Funktionen – hier lassen sich Zieldaten von der Baidu Map App ins Automobil übernehmen. Zudem wollen die Partner gemeinsam an hochpräzisen Kartendaten und Positionierungsalgorithmen als Basis für das pilotierte Fahren arbeiten.

Der Modulare Infotainmentbaukasten
2011 hat Audi den Modularen Infotainmentbaukasten (MIB) in die Serie eingeführt, im Jahr 2014 folgte seine zweite Generation – noch leistungsfähiger, noch vielseitiger und attraktiver. In der neuen TT-Familie, im neuen Q7 und R8 sowie in den rundum erneuerten Modellreihen A6 und A7 Sportback arbeitet bereits die zweite Generation des MIB als treibende Kraft des Top-Infotainmentsystems MMI Navigation plus.

Der MIB-Zentralrechner fasst zwei Haupteinheiten zusammen: die Radio Car Control Unit und das MMX-Board (MMX= Multi-Media eXtension). Es integriert neben dem Arbeits- und Flash-Speicher einen Tegra 30-Prozessor vom Audi-Partner Nvidia – dieser Prozessor verarbeitet alle Online-, Media-, Sprachsteuerungs-, Navigations- und Telefonfunktionen. Der Quadcore-Chip aus der Tegra 3-Serie kann mit mehr als einem GHz Taktfrequenz und einer schnellen Grafikkarte zwei Displays ansteuern und pro Sekunde acht Milliarden Rechenoperationen ausführen. Er kooperiert mit einem 3D-Grafikprogramm vom Spezialisten Rightware, das aufwändig animierte Darstellungen generiert.

Das MMX-Board ist als Steckmodul konzipiert – Audi kann so die neuesten Lösungen aus der Consumer-Elektronik schon kurz nach ihrem Erscheinen ins Automobil integrieren. Dabei arbeitet die Marke mit den Vier Ringen eng mit führenden Unternehmen zusammen. Neben Nvidia zählt auch Qualcomm zu ihnen – der Spezialist liefert das LTE-Modul für die schnelle Online-Verbindung für Europa und die USA.

Neue LTE-Kooperation mit Huawei und China Mobile
Auf dem asiatischen Markt stellt sich Audi den marktspezifischen Anforderungen: Hier wird die Huawei Technologies Co. künftig das LTE-Modul zuliefern, es ist auf die beiden in China, Japan und Korea existierenden Standards FDD-LTE (FDD = Frequency Division Duplexing) und TDD-LTE (Time Division Duplexing) ausgelegt. Huawei bringt seine Erfahrung als führender Telekommunikationsausstatter und seine Marktkenntnisse in die Kooperation ein. Das Modul unterstützt auch den im Jahr 2013 neu definierten LTE-Funkstandard von China Mobile. Damit kann Audi als erste Premium-Automobilmarke in China eine vollintegrierte LTE-Lösung anbieten.

Das LTE-Modul erlaubt eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s und eine Upload-Geschwindigkeit von maximal 50 MBit/s – die Antwortzeiten sind somit sehr kurz. Die Nutzer haben die Möglichkeit, über ihre mobilen Endgeräte mehrere Anwendungen gleichzeitig auszuführen. Ein Mitfahrer kann beispielsweise an einer Videokonferenz teilnehmen, während sich ein anderer einen Film anschaut. Auch der Fahrer profitiert stark von der LTE‑Technik – die Dienste von Audi connect streamen auch dann rasch ins Auto, wenn sie große Datenmengen enthalten.

Die Vollintegration von LTE erlaubt den weiteren Ausbau des Audi connect-Angebots in China. Mittelfristig macht es auch neue Car-to-X-Services wie das drahtlose Bezahlen an der Parkhausschranke oder den Informationsaustausch mit Ampelanlagen möglich.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Die Lichttechnologien

Die aktuellen und künftigen Lichtsysteme von Audi sind pures Hightech und zugleich prägende Faktoren für das emotionale Design der Marke. Ihr Design macht den Vorsprung durch Technik erlebbar und unterstreicht die Markenkernwerte Progressivität, Hochwertigkeit und Sportlichkeit.

Fortschritt von der Spitze aus: die Licht-Innovationen von Audi
Audi treibt den Fortschritt in der automobilen Beleuchtungstechnologie immer wieder entscheidend voran. Die wichtigsten weltweiten Serien-Innovationen in Stichworten:

  • 1994: Xenonscheinwerfer der zweiten Generation im Audi A8,
  • 2003: adaptive light im Audi A8,
  • 2004: LED-Tagfahrlicht im Audi A8 W12,
  • 2008: Voll-LED-Scheinwerfer im Audi R8, quecksilberfreie Xenon plus-Scheinwerfer ab Audi A4
  • 2010: Vernetzung der Scheinwerfer mit den Navigationsdaten im Audi A8,
  • 2011: optisch homogene LED-Heckleuchten im Audi A6,
  • 2012: dynamisches Blinklicht im Audi R8,
  • 2013: Voll-LED-Scheinwerfer im Audi A3 für die Kompaktklasse,
  • 2013: Matrix LED-Scheinwerfer im Audi A8,
  • 2014: Fernlicht mit Laser-Spot im Audi R8 LMX*,
  • 2014: Präsentation Matrix-Laser Technologie im Showcar Audi prologue.

Millionen Lichtverteilungen: die Matrix LED-Technologie
Die Matrix LED-Scheinwerfer, lieferbar für den neuen Q7 und einige andere Baureihen, untermauern das wegweisende Know-how von Audi in der automobilen Lichttechnologie. Sie leuchten die Straße in jeder Situation exzellent aus, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Das Fernlicht ist in kleine Leuchtdioden – 30 pro Scheinwerfer beispielsweise beim Audi Q7, 25 beim Audi A8 – aufgeteilt, die zu Gruppen zusammengefasst durch Linsen beziehungsweise beim A8 durch Reflektoren leuchten.

Wenn der Lichtschalter auf „Automatik“ steht und das Fernlicht eingeschaltet ist, wird das System mit Hilfe von Navigationsdaten außerorts bereits ab 30 km/h Geschwindigkeit aktiv. Sobald die Kamera, mit der es zusammenarbeitet, andere Fahrzeuge erfasst, schaltet das Steuergerät einzelne LEDs blitzschnell ab oder dimmt sie in 64 Stufen – damit sind mehrere Millionen Lichtverteilungen möglich.

Entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge werden ausgespart, alle Bereiche zwischen und neben ihnen jedoch weiterhin voll ausgeleuchtet. Sobald der Gegenverkehr passiert hat, leuchtet das Fernlicht wieder homogen und in voller Stärke auf.

Die Leuchtdioden der Matrix LED-Scheinwerfer übernehmen auch die Funktion des Kurvenlichts, indem sie den Fokuspunkt des Lichts durch gezieltes Auf- beziehungsweise Abdimmen in die Richtung des Kurvenverlaufs verschieben. Anhand der prädiktiven Streckendaten, die die MMI Navigation plus bereitstellt, tun sie dies bereits kurz vor dem Lenkeinschlag. Audi ist es als erstem Hersteller gelungen, die Mechanik des Kurvenlichts vollständig durch Software zu ersetzen.

Stark und hocheffizient: die LED-Scheinwerfer
Die LED-Scheinwerfer von Audi, lieferbar für sämtliche Modellreihen, generieren ein Licht, das mit 5.500 Kelvin Farbtemperatur dem Tageslicht ähnelt. Die Leuchtdioden sind wartungsfrei und auf die Lebensdauer des Autos ausgelegt. Das Abblendlicht beansprucht pro Einheit nur rund 40 Watt. Die LED-Schein-
werfer besitzen spezielle Funktionen für Stadt, Kreuzungen und Landstraßen sowie Autobahn, Linksverkehr und schlechtes Wetter.

LEDs werden nicht allzu heiß: Rote Leuchtdioden erreichen etwa 120, weiße 150 Grad Celsius – viel weniger als Halogenscheinwerfer, die bis zu 400 Grad Temperatur erzeugen. Lüfter befördern die Wärme der LEDs gezielt an die Scheibe der Scheinwerfer, um diese im Winter möglichst frei von Beschlag und Schnee zu halten.

LED-Scheinwerfer sind pures High-Tech: In der A3-Reihe beispielsweise strahlt das Fernlicht mit acht Hochleistungs-LEDs durch eine Aluminium-Zierblende, neun Hochleistungs-LED-Chips in zwei Freiformreflektoren erzeugen das Abblendlicht. Abbiege- und Allwetterlicht sind in einem eigenen Modul untergebracht. Tagfahr-, Stand- und Blinklicht, das über einen Lichtleiter erzeugt wird, laufen oben und innen als schmaler Streifen um den Scheinwerfer.

In einigen Modellen bringen LED-Scheinwerfer im Zusammenspiel mit dem optionalen Nachtsichtassistenten eine zusätzliche Sicherheitsfunktion mit. Wenn der Nachtsichtassistent eine Person im kritischen Bereich vor dem Auto erkennt, blinken einzelne LEDs sie dreimal kurz an – damit heben sie die Person aus ihrem Umfeld heraus und alarmieren sowohl sie als auch den Fahrer.

Klare Signale: das dynamische Blinklicht
Das dynamische Blinklicht, das Audi für viele Modelle anbietet, sendet eindeutige, unmissverständliche Signale über die Abbiegerichtung an die Umgebung. Andere Verkehrsteilnehmer können sie auch bei schlechter Sicht oder im Augenwinkel schnell erfassen – ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit.

Das Blinklicht ist – je nach Modell – in einzelne LEDs beziehungsweise LED-Blöcke aufgeteilt. Wenn der Fahrer den Blinker aktiviert, leuchten sie nacheinander von innen nach außen auf. Nach 150 Millisekunden sind alle Segmente hell, für weitere 250 Millisekunden strahlen sie mit voller Intensität. Danach werden sie dunkel, und der Vorgang beginnt von neuem.

Mehrere hundert Meter Reichweite: der Laser-Spot
2014 hat der Laser-Spot für das Fernlicht im Hochleistungssport-wagen Audi R8 LMX sein Seriendebüt gegeben. Kurz zuvor kam er schon im Rennwagen Audi R18 e-tron quattro beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zum Einsatz.

Beim neuen Laser-Fernlichtspot, der auch im neuen R8 erhältlich sein wird, generiert jeweils ein Laser-Modul pro Scheinwerfer einen Lichtkegel, der mehrere hundert Meter weit leuchtet. Dadurch wird die Reichweite im Vergleich zu konventionellem LED-Fernlicht verdoppelt. Pro Modul sind vier leistungsstarke Laserdioden im Einsatz, die jeweils nur drei Zehntelmillimeter Durchmesser aufweisen. Sie erzeugen einen monochromatischen und kohärenten blauen Laserstrahl mit 450 Nanometer Wellenlänge. Ein Phosphorkonverter wandelt ihn in verkehrstaugliches weißes Licht mit einer Farbtemperatur von 5.500 Kelvin um.

Der Laser-Spot, der ab 60 km/h aktiv wird, bringt dem Fahrer ein großes Plus an Sicht und Sicherheit. Eine intelligente Kamerasensorik erkennt entgegenkommende Verkehrsteilnehmer und blendet automatisch ab.

Der nächste Schritt: die Matrix-Laser-Technologie
Mit den Matrix Laser-Scheinwerfern vollzieht Audi den nächsten Entwicklungs-schritt in der automobilen Lichttechnologie. In kleine Pixel zerlegt, kann der Lichtstrahl die Straße hochauflösend und fein geregelt ausleuchten.

Die Technologie, auf die Audi bei den Matrix Laser-Scheinwerfern setzt, trägt das Kürzel „DMD“ (Digital Micromirror Device), sie ist auch in vielen Video-Beamern im Einsatz. Ihr Herzstück ist eine Matrix von Hunderttausenden Mikrospiegeln, deren Kantenlänge nur einige Hundertstelmillimeter beträgt.

Mithilfe elektrostatischer Felder lässt sich jeder von ihnen pro Sekunde bis zu 5.000 Mal kippen. Je nach Stellung der einzelnen Spiegel wird das Licht auf die Straße projiziert.

Mit der DMD-Technologie kann das Auto für jede Fahrsituation das ideale Licht generieren – die technischen Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Gezieltes Licht hilft dem Fahrer beispielsweise in Baustellen beim Halten der Spur, in Abbiege- und Kreuzungssituationen weist es ihm den richtigen Weg – wenn gewünscht, mit Pfeilen oder ähnlichen Grafiken, die auf der Straße erscheinen. Das hochauflösende Licht kann wichtige Verkehrszeichen hervorheben oder die Blendung anderer Verkehrsteilnehmer mit höchster Präzision vermeiden.

Für den Fahrer und alle anderen in seiner Nähe bedeuten die Matrix Laser-Scheinwerfer ein immenses Plus an Sicherheit – auch für das pilotierte Fahren der Zukunft. Im Stadtverkehr beispielsweise können sie ein Raster aus hellen und dunklen Zonen direkt vor das Auto legen. Es zeigt dem Fußgänger an, dass er die Straße sicher überqueren kann.

Wie auf Schienen: das Baustellenlicht
Beim Baustellenlicht handelt es sich um eine künftige neue Funktion der Matrix LED- oder der Matrix Laser-Technologie. Es legt zwei Lichtstreifen von etwa 15 Metern Länge auf die Straße, die die Breite des Autos markieren. Bei der Durchfahrt von Baustellen oder ähnlichen Engstellen erleichtert die neue Lichtfunktion dem Fahrer zu erkennen, wie viel Platz ihm links und rechts zur Verfügung steht.

Vielseitig: das adaptive light
Beim adaptive light regelt ein Steuergerät schwenkbare Xenon plus-Module so, dass sie für Stadt, Landstraße und Autobahn immer die ideale Ausleuchtung liefern. Der Fahrer kann die Charakteristik des Systems über Audi drive select einstellen.

Ein besonders attraktiver Baustein für das adaptive light ist die gleitende Leuchtweitenregulierung. Eine Videokamera erkennt vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge an ihrer Beleuchtung. Das Steuergerät passt das eigene Licht in der Reichweite entsprechend an – durch einen weichen Übergang, der immer so viel Ausleuchtung wie möglich liefert.

Durch die Vernetzung mit der MMI Navigation plus wird das adaptive light noch leistungsfähiger. Das Navigationssystem leitet Streckendaten an das Scheinwerfersteuergerät weiter – so wird etwa das Autobahnlicht schon auf der Auffahrt zur Schnellstraße aktiv. Vor Kreuzungen schaltet das System selbsttätig die Abbiegeleuchten ein, und in Ländern wie England oder Japan stellt es die Scheinwerfer von Rechts- auf Linksverkehr um.

Das Lichtdesign von Audi: Ästhetik, Dynamik und optimale Funktionalität
Design ist für Audi mehr als Gestaltung, es ist der ästhetische Ausdruck der Markenwerte. Die Außenbeleuchtung – vom LED-Tagfahrlicht bis zu den LED-Heckleuchten – hat sich zum wichtigen Bestandteil des Exterieurdesigns entwickelt. Als starke, eindeutige Signatur macht sie einen Audi schon aus großer Entfernung als solchen erkennbar.

Zur Ästhetik des Audi-Lichts kommt die Dynamik. Das Licht wird lebendig, es bewegt sich und gewinnt neue Ausdrucks- und Differenzierungsformen. Auch am Heck oder an den Flanken ermöglichen organische Leuchtdioden (Organic Light Emitting Diodes, OLED) künftig neuartige Funktionen. Beim Bremsen beispielsweise fließt ihr Licht rasch nach vorn.

Das Modell „the swarm“ präsentiert völlig neue Potenziale der OLED-Technologie. Die Audi Entwickler haben hier ein Autoheck in eine große, durchgängige Lichtfläche verwandelt. Auf ihr fluktuieren zahllose kleine Lichtpunkte wie Fische in einem Schwarm. Die Manöver der roten Punkte orientieren sich an der Bewegung des Autos. Wenn es nach rechts abbiegt, fließen sie nach rechts, beim Bremsen strömen sie dynamischer und diffuser; je schneller das Auto fährt, desto rascher bewegen sie sich. Der Hintermann kann dadurch jederzeit auf den ersten Blick erkennen, was der Fahrer vor ihm unternimmt.

Das Audi-Licht der Zukunft wird mit anderen Verkehrsteilnehmern und mit dem Fahrer interagieren. Ein neuartiges Laser-Schlusslicht, das im Regen oder Nebel die Gestalt eines Warndreiecks annimmt, könnte künftig Hinterherfahrende wirkungsvoll auf Abstand halten. Im Innenraum künftiger Audi-Modelle könnten die Dekorelemente Lichtfunktionen integrieren, die den Fahrer vor Gefahren warnen oder ihm wichtige Signale beim pilotierten Fahren vermitteln – das kann beispielsweise ein rot oder grün aufleuchtender Lenkradkranz sein.

Die Vernetzung mit anderen Autos und der Umwelt wird die Sicherheit weiter steigern und auch den Kraftstoffverbrauch senken. Künftig können sich Autos beispielsweise die Beleuchtung einer Straße teilen, so dass jedes weniger Energie aufwenden muss. Nach dem Prinzip des Machine Learnings können die Scheinwerfer-Steuergeräte selbst gesammelte Daten nutzen und die Lichtverteilung immer weiter verbessern.

Neue Materialien: spritzgegossene Schaltungsträger
Innovative Materialien sind eine Voraussetzung für innovative Lichttechnologien. Eines dieser neuen Materialien trägt die Bezeichnung MID (Moulded Inter-connected Devices, spritzgegossene Schaltungsträger). Mit ihm lassen sich Leuchtmittel in jeder beliebigen Form entwickeln – ein gewaltiger Fortschritt gegenüber den zweidimensionalen Platinen von heute. Ein erstes Ergebnis zur Visualisierung der gestalterischen Möglichkeiten bei Audi ist eine Leuchtkugel von etwa 15 Zentimeter Durchmesser. Aus zwei vielfach durchbrochenen Halbschalen zusammengesetzt, integriert sie 52 LEDs.

Als Basis der MID-Technologie dient ein Kunststoff, der eine metallorganische Komplexverbindung einschließt. Im ersten Schritt wird er per Spritzguss in die gewünschte Form gebracht. Im zweiten Schritt schreibt ein Laser das Schaltungsbild auf das Werkstück. Dabei verdampft die oberste Polymerschicht – die Metallisierungskeime, die für Metalle haftend sind, werden freigelegt. Bei der Galvanisierung, dem dritten Schritt, entstehen die Leiterbahnen, die die LEDs bestromen.

Audi macht seine neuen Lichttechnologien auf Messen und Ausstellungen für das Publikum sinnlich erlebbar – mit einem Tool, das direkt aus den Entwicklungslabors kommt. Auf dem Virtual Engineering Terminal bewegt der Betrachter verschiedene Fahrzeugmodelle mit der Hand. Je nach der Situation, die sich daraus ergibt, ändern sich die Lichtverteilungen, sie sind in der Draufsicht und auf einem Monitor zu sehen. Das Virtual Engineering Terminal kann die Funktionsweise des Baustellenlichts, des Kurvenlichts, des Markierungslichts, des dynamischen Blinklichts, der Matrix LED- und der Matrix Laser-Scheinwerfer exakt und leicht verständlich abbilden.

Stimmung und Sicherheit: das Innenlicht
Neben dem Fahrlicht ist die Innenbeleuchtung das zweite große Arbeitsfeld der Licht-Entwickler und -Designer von Audi. Sie wirkt unmittelbar auf den Fahrer und die Passagiere ein, sie beeinflusst ihre Stimmung und vermittelt ihnen wichtige Signale. In der Regel nutzt Audi kühles, technisch wirkendes Licht, das dem progressiven Charakter der Marke entspricht.

Im neuen Audi Q7 kann der Besitzer die Lichtfarbe nach Belieben einstellen, wenn die optionale Ambientebeleuchtung an Bord ist. Bei den so genannten Marker Lights – extrem schmalen Lichtleitern, die den Konturen an der Instrumententafel, in den Türen und an der Mitteltunnelkonsole folgen – stehen je 30 Farben zur Wahl. Die Marker Lights arbeiten mit dem Assistenzsystem Ausstiegswarnung zusammen. Wenn der Fahrer oder ein Beifahrer eine Tür öffnen wollen, obwohl sich von hinten ein Fahrzeug nähert, flammt der Lichtleiter in Signalrot auf und pulsiert in kurzen Intervallen.

Benchmark: das neue Audi Lichtassistenzzentrum
In der Entwicklungsarbeit zieht Audi alle Register – im März ist am Standort Ingolstadt ein neuer, befahrbarer Lichtkanal mit 120 Metern Länge in Betrieb gegangen. Das so genannte Lichtassistenzzentrum (LAZ), das größte befahrbare seiner Art in Europa, bietet exzellente Voraussetzungen für die Entwicklung innovativer Lösungen für das Fernlicht und für künftige kamerabasierte Lichtassistenzsysteme. Viele Nachtfahrten werden überflüssig, neue Ideen und Entwicklungen kommen noch schneller auf die Straße.

Innovation: Impulse aus dem Motorsport
Von der Rennstrecke auf die Straße und umgekehrt – bei Audi pflegen die Entwickler von Renn- und Serienautos eine extrem enge Zusammenarbeit. Die LMP1-Prototypen der Marke nutzen seit Jahren LED-Scheinwerfer. In einigen Fällen sind sie von den Straßen-Autos abgeleitet, in anderen Fällen vermitteln sie der Serienentwicklung wichtige Impulse, etwa bei der Kühlung und den Leichtbaumaterialien.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Elektronikarchitektur und Kooperationen

Nahezu 90 Prozent aller Innovationen im Auto hängen direkt oder indirekt von Elektronik und somit von der Halbleitertechnologie ab. In den meisten Audi-Modellen sind heute schon zwischen 6.000 und 8.000 Chips installiert. Die Tendenz ist weiter steigend.

Die Technologiezyklen der Halbleiterindustrie beeinflussen die Innovationen der Automobilindustrie in hohem Maße. Während zwischen zwei Automobilgenerationen in der Regel sieben Jahre liegen, erneuert sich der Produktzyklus in der Halbleiterindustrie nach 15 bis 18 Monaten. Audi kann die Potenziale neuer Chip-Generationen rasch zum Nutzen seiner Kunden ausschöpfen – dank flexibler Lösungen wie dem Modularen Infotainmentbaukasten (MIB) und der engen Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen der Consumer-Elektronik.

Schlüssel für Innovationen:
das Progressive SemiConductor Program (PSCP)

Audi stellt über einen großen Temperaturbereich höchste Anforderungen an die Robustheit, Langzeitqualität und Funktionsfähigkeit der Halbleiter. Vor diesem Hintergrund betreibt die Marke seit 2010 das Progressive SemiConductor Program (PSCP) – es ist ein Schlüssel zu künftigen Innovationen.

Der Zulieferer von Systemkomponenten bleibt im PSCP ein wichtiger Ansprechpartner; zusätzlich tauschen sich die Audi-Ingenieure direkt mit den Herstellern der Halbleiter aus. Dies führt zu hoher Effizienz und Effektivität und macht Innovationen in Zeitabständen möglich, die dem hohen Tempo in der Consumer-Elektronik nahekommen.

Hohe Softwarekompetenz
Auch bei der Software treibt Audi die Entwicklung eigener Lösungen mit Hochdruck voran. Bereits 2009 wurde die e.solutions GmbH gegründet – ein Joint-Venture der Audi Electronics Venture GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der AUDI AG, mit der Elektrobit Automotive GmbH. Die e.solutions GmbH kauft auf dem Weltmarkt Funktionssoftware, etwa für Navigation oder Telefonie, und integriert sie in eine von ihr entwickelte, modular aufgebaute Software-Suite. Diese läuft auf den Tegra-Chips von Nvidia. Erst durch diese Software-Suite wird die schnelle Umsetzung neuer Funktion möglich, wie zum Beispiel das Online-Update für Navigationskarten.

Darüber hinaus betreibt Audi erfolgreiche Kooperationen mit führenden Unternehmen aus der Consumer-Elektronik. Zu den Partnern zählen im Hardwarebereich Nvidia, Qualcomm und künftig auch Huawei – Audi kooperiert mit dem chinesischen Telekommunikationsausstatter bei der Entwicklung für das asienspezifische LTE-Modul.

Softwareseitig kooperiert Audi unter anderem mit Google, Apple und Baidu. In Modellen wie dem neuen Audi Q7 bringt das Audi smartphone interface heute schon die Umgebungen Apple CarPlay, Android Auto auf den MMI-Bildschirm, wenn der Kunde ein entsprechendes Smartphone anschließt. In China kommt zukünftig Baidu CarLife hinzu. Alle drei Anwendungen sind speziell für die Nutzung im Auto konzipiert. Auf dem Audi tablet, lieferbar für den neuen Q7, ist der chinesische Kooperationspartner Baidu mit seinem Webbrowser und einem App-Store vertreten.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Die Technikstudie Audi R8 e-tron piloted driving

340 kW Leistung, 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden und 450 Kilometer Reichweite – Audi hat seinen rein elektrisch angetriebenen Hochleistungssportwagen R8 e-tron tiefgreifend weiterentwickelt. Die Technikstudie ist eines der Highlights der CES Asia und bringt Zukunftstechnologien zusammen – Leichtbau, High-Performance-Antrieb und Funktionen des pilotierten Fahrens.

Der Audi R8 e-tron piloted driving basiert auf dem Multimaterial-Space Frame des neuen Serien-R8. Ein Hinterwagenmodul aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) integriert den Gepäckraum und erweitert so die Struktur. Die Wände der Gepäckraumwanne sind wellenförmig, dadurch können sie im Falle eines Heckaufpralls bei geringem Gewichtseinsatz extrem viel Energie aufnehmen. Dank gezielter Modifikationen an der Außenhaut und den Rädern erzielt der Audi R8 piloted driving e-tron einen cw-Wert von 0,28. Seine Front und die Sideblades tragen e-tron-spezifische Lichtlösungen.

Die T-förmige Batterie ist strukturintegriert im Mitteltunnel und hinter der Fahrgastzelle untergebracht – der tiefe Schwerpunkt steigert die ohnehin hohe Dynamik des R8 e-tron piloted driving weiter. Die Hochvolt-Batterie basiert auf einer neuen Lithium-Ionen-Technologie, die erstmals speziell für einen rein elektrischen Fahrzeugantrieb ausgelegt wurde. Im Vergleich zum ersten Technikträger stieg ihre Kapazität von etwa 49 kWh auf rund 92 kWh. Eine optimierte Raumnutzung und eine verbesserte Technik der Zellen ermöglichten diesen Fortschritt, ohne das Package zu verändern. Audi fertigt die Hochvoltbatterie selbst.

Durch die Energiedichte, die von 84 Wh/kg auf 154 Wh/kg gesteigert wurde, und einigen weiteren Modifikationen erzielt der R8 e-tron piloted driving eine elektrische Reichweite von 450 Kilometer anstelle der bisherigen 215 Kilometer. Der Hochleistungssportwagen hat das Combined Charging System (CCS) an Bord, das für das Laden mit Gleich- und Wechselstrom ausgelegt ist. Mit diesem System kann der Kunde die große Batterie in deutlich weniger als zwei Stunden aufladen.

Die beiden E-Maschinen an der Hinterachse geben zweimal 170 kW und zweimal 460 Nm Drehmoment ab. Der R8 e-tron piloted driving katapultiert sich nahezu lautlos in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis zum Topspeed von elektronisch begrenzten 210 beziehungsweise 250 km/h (je nach Bereifung). Ein intelligentes Energiemanagement und ein elektromechanisches Bremssystem ermöglichen hohe Rekuperationsraten.

Ein gezieltes Torque Vectoring – die bedarfsgerechte Aufteilung der Antriebskräfte zwischen den Hinterrädern – sorgt für maximale Stabilität und Dynamik.

Die Technikstudie R8 e-tron piloted driving ist mit allen Funktionen des pilotierten Fahrens ausgestattet. Bei der Datenerfassung spielen ein neuartiger Laserscanner, mehrere Videokameras, Ultraschallsensoren und Radarsensoren an Front und Heck zusammen. Aus den Signalen errechnet das zentrale Steuergerät (zFAS), ein kompakter Zentralrechner, ein vollständiges Bild der Fahrzeugumgebung.

In Manufakturqualität fertigt Audi den R8 e-tron auf Kundenwunsch. In erster Linie nutzt das Unternehmen seinen elektrischen Hochleistungssportwagen als mobiles Hightech-Labor.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Der Audi Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro

270 kW (367 PS) Systemleistung und 700 Nm Systemdrehmoment – der Audi Q7 e‑tron 2.0 TFSI quattro setzt mit Plug‑in‑Hybridtechnologie und quattro‑Antrieb neue Maßstäbe. Audi hat den großen SUV speziell für die asiatischen Märkte China, Singapur und Japan konzipiert.

Der Audi Q7 e‑tron 2.0 TFSI quattro ist das erste Plug‑in‑Hybridauto der Welt, das einen TFSI-Motor mit einem quattro‑Antrieb kombiniert. Mit 270 kW (367 PS) Systemleistung und 700 Nm Systemdrehmoment beschleunigt er wie ein Sportwagen in nur 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis 220 km/h Spitze. Nach der chinesischen Norm für Plug‑in‑Hybridfahrzeuge verbraucht der große SUV im NEFZ‑Zyklus nur 2,5 Liter Kraftstoff (weniger als 60 Gramm CO2 pro Kilometer). Auch mit diesem Wert setzt sich Audi an die Spitze.

Wie alle Hybridmodelle von Audi ist auch der Q7 e‑tron 2.0 TFSI quattro als Parallelhybrid konzipiert. Sein 2.0 TFSI, ein hocheffizienter Vierzylinder der neuesten Generation, leistet 185 kW (252 PS) und stemmt 370 Nm Drehmoment. Aktive Motorlager eliminieren unerwünschte Schwingungen weitgehend durch gezielte Gegenimpulse.

Die scheibenförmige E-Maschine kommt auf 94 kW und 350 Nm Drehmoment. Zusammen mit einer Trennkupplung ist sie in die Achtstufen-tiptronic integriert. Das Automatikgetriebe besticht durch hohen Wirkungsgrad und geringes Gewicht. Der permanente Allradantrieb quattro leitet die Kräfte auf alle vier Räder. Bei schneller Kurvenfahrt arbeitet sein Mittendifferenzial eng mit der radselektiven Momentensteuerung, einer intelligenten Software, zusammen.

53 Kilometer elektrische Reichweite: Bestwert im Segment
Die Lithium-Ionen-Batterie setzt sich aus 168 hochleistungsfähigen Batteriezellen zusammen und ist flüssigkeitsgekühlt. Mit 17,3 kWh Kapazität ermöglicht sie 53 Kilometer lokal emissionsfreie Reichweite im elektrischen Betrieb (nach der in China vorgeschriebenen Messmethode für Plug-in-Hybridfahrzeuge) – eine weitere Bestmarke im Segment. Die Gesamtreichweite einschließlich des TFSI-Motors beträgt 1.020 Kilometer.

Ein weiteres Effizienzmerkmal ist das speziell für den Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro entwickelte serienmäßige Thermomanagement. Es integriert eine Wärmepumpe, welche die Abwärme der elektrischen Antriebskomponenten nutzt.

Bei niedrigen Temperaturen heizt sie den Innenraum schneller und effizienter auf als eine konventionelle Lösung. Sie steigert die elektrische Reichweite bis zu 20 Prozent. Audi bringt diese Technologie als weltweit erster Hersteller in einem Plug-in-Hybridmodell in Serie.

Die neue Zweiphasen-Ladetechnologie im Audi Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro erlaubt das Laden mit bis zu 7,2 kW Leistung. An einer entsprechend leistungsfähigen Steckdose dauert das vollständige Laden rund zweieinhalb Stunden.

Maximale Effizienz: das Hybridmanagement
Das Hybridmanagement steuert die Betriebszustände des Audi Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro intelligent, flexibel und hocheffizient. Der Fahrer kann zwischen vier Modi wählen. Der Modus EV priorisiert das elektrische Fahren, im Modus hybrid entscheidet das Hybridmanagement weitgehend frei über die Art des Antriebs. Im Modus battery hold spart es die vorhandene elektrische Energie auf, im Modus battery charge lädt es den Akku.

Der große SUV startet in aller Regel elektrisch. Um den TFSI zu aktivieren, muss der Fahrer das aktive Fahrpedal – eine weitere Innovation von Audi – über einen gewissen Widerstand hinaus durchtreten. Der Punkt, an dem der Widerstand auftritt, richtet sich nach den Anforderungen des Hybridmanagements. Auch für das Boosten, bei dem beide Motoren zusammenarbeiten, ist ein Druckpunkt zu überwinden.

Wenn der Hybridmodus aktiv ist und sich die Achtstufen-tiptronic in der Stellung D befindet, wechselt der Audi Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro ins Segeln, sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Der TFSI und die E‑Maschine werden dann deaktiviert. Beim Fahren in der Stellung S und dem Modus battery charge beginnt die Energierückgewinnung gleich beim Gaswegnehmen. Der Fahrer kann den Grad der Rekuperation über die Schaltwippen am Lenkrad stufenweise beeinflussen. Die Mehrheit aller Bremsvorgänge im Alltag läuft ebenfalls über die E-Maschine, erst ab mittlerer Verzögerung kommen die hydraulischen Radbremsen zum Einsatz.

Die serienmäßige MMI Navigation plus ist beim Audi Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro eng ins Hybridmanagement eingebunden. Im Modus hybrid wählt das System anhand der Navigationsdaten die verbrauchsgünstigste Antriebsstrategie bis zum gewählten Ziel, auch auf lange Distanz.

Die Ausstattung: typisch Topmodell
Der Audi Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro bringt die Serienausstattung eines Topmodells mit. Zu seinen speziellen Features gehören das Audi virtual cockpit, die MMI Navigation plus mit Online-Updates für die Karte, das MMI touch, die 19-Zoll-Räder und die Klimaautomatik mit Wärmepumpe. Zu den Optionen für den großen SUV zählen ein Head-up-Display, eine dunkle Privacy-Verglasung und das Panorama-Glasdach. Fahrer und Beifahrer nehmen auf Wunsch auf klimatisierten Individualkontursitzen mit Massagefunktion Platz.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Neueste Technologien im Audi Q7

Anzeige und Bedienung
Auch beim Bedien- und Anzeigenkonzept schlägt der neue Audi Q7 ein neues Kapitel auf. Im Blickfeld des Fahrers liegt serienmäßig ein Instrumenteneinsatz mit analogen Rundinstrumenten für Drehzahl und Geschwindigkeit. Zwischen ihnen befindet sich das sieben-Zoll-Farbdisplay des Fahrerinformationssystems (FIS), das attraktive, hochaufgelöste Grafiken zeigt. Zum Spektrum gehören – je nach Ausstattung –beispielsweise Radiosender, Musiklisten, Navigationskarten oder die Schwarzweiß-Bilder des Nachtsichtassistenten.

Faszinierende Grafiken: Das Audi virtual cockpit
Zusammen mit der optionalen MMI Navigation plus mit MMI all-in-touch kommt im Audi Q7 auf Wunsch das Audi virtual cockpit an Bord – ein TFT-Bildschirm mit 12,3 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 1.440 x 540 Pixeln, der gestochen scharfe, faszinierend detailreiche Darstellungen zeigt. Die Nadel des Drehzahlmessers etwa wird pro Sekunde 60-mal neu berechnet, um absolut flüssig zu laufen.

Der Fahrer kann zwischen zwei Oberflächen wechseln. Im „Infotainment“-Modus dominiert ein zentrales Fenster die Ansicht – es bietet Themen wie der Navigationskarte oder den Listen aus den Bereichen Telefon, Radio und Audio eine große Bühne. Der Drehzahlmesser und der Tachometer sind links und rechts als kleine Rundinstrumente zu sehen. In der klassischen Ansicht ist das Mittelfenster kleiner, die Instrumente erscheinen etwa so groß wie Analoganzeigen.

Der Fahrer bedient das Audi virtual cockpit – ebenso wie das FIS-Display im analogen Instrument – über das serienmäßige Multifunktionslenkrad. Mit den Schaltern auf der linken Speiche bewegt er sich durch die Menüs des Bordcomputers, der Audioanlage sowie – je nach Ausstattung – von Telefon und Navigation. Auf der rechten Lenkradseite liegen die Lautstärkewalze, die Sprachdialog-Taste, die Telefon-Expressbedienung und die Skip-Funktion für den schnellen Wechsel des Radiosenders oder Musiktitels.

Schwebendes Bild: Das Head-up-Display
Auf Wunsch stattet Audi den neuen Q7 mit einem Head-up-Display aus – es projiziert wichtige Informationen als Symbole und Ziffern in einem Feld von 200 x 80 Millimeter Fläche auf die Windschutzscheibe. Ein TFT-Bildschirm, von einer weißen LED hinterleuchtet, generiert das farbige Bild, zwei asphärische Spiegel vergrößern es und lenken es um. Dabei gleichen sie Verzerrungen aus, die von der Geometrie der Scheibe herrühren. Das ganze System ist optisch unauffällig in die Instrumententafel integriert.

Die Informationen scheinen in einem Fenster etwa 2,1 Meter vor dem Fahrer zu schweben. Das Auge erfasst sie extrem schnell – an Fernsicht gewöhnt, muss es sich nicht umstellen. Über das MMI kann der Fahrer festlegen, welche Informationen das Display zeigen soll. Zudem kann er die Höhe und Helligkeit der Anzeige justieren. Um Doppelbilder zu vermeiden, hat die Scheibe eine spezielle Form.

Mit haptischer Rückmeldung: Das MMI all-in-touch
In der Mitte der Instrumententafel sitzt der MMI-Monitor für Fahrer und Beifahrer, der beim Start der Anlage elektrisch ausfährt. Er hat 8,3 Zoll Diagonale und zeigt die aufwendigen Grafikdarstellungen von Audi in hoher Auflösung.

Zur Steuerung dient das MMI-Terminal auf der Konsole des Mitteltunnels. In der Top-Ausbaustufe mit der MMI Navigation plus trägt es die Bezeichnung MMI all‑in‑touch, hier integriert es einen Dreh-/Drück-Steller und zwei Wippschalter für die Grundmenüs.

Die wichtigste Benutzerschnittstelle ist jedoch das Touchpad. Seine anthrazit-farbene Echtglas-Oberfläche ist extrem kratzfest und bietet exzellente Gleiteigen-schaften. Auf der Fläche kann der Fahrer Zeichen eingeben oder Mehrfinger-Gesten ausführen, um etwa in der Karte zu zoomen oder in Listen zu scrollen. Sein Handgelenk ruht dabei komfortabel auf dem tiptronic-Wählhebel. Nach jeder Eingabe erfolgt eine akustische und haptische Bestätigung – ein Klick, der auch am Finger zu spüren ist. Ausgelöst wird er durch ein Gewicht, das sich mit hoher Geschwindigkeit elektrisch unter dem Touchpad bewegt.

Wie beim Smartphone: Die Bedienlogik
Im MMI-System des neuen Audi Q7 lassen sich fast alle Eingaben mit wenigen Schritten erledigen. Die Bedienung folgt einer flachen Hierarchie, die sich an der Logik moderner Smartphones orientiert. Die MMI-Suche beispielsweise läuft wie bei einer Internet-Suchmaschine über freie Texteingabe. Sie beantwortet Anfragen in der Regel schon nach wenigen Buchstaben und berücksichtigt dabei den Standort des Autos. Bei der Restaurantsuche etwa muss der Fahrer nur den Namen eines Lokals und die ersten Buchstaben der Stadt eingeben, schon erscheinen die Treffer samt Adresse in einer Ergebnisliste – dies funktioniert europaweit. Die Suche nach Musiktiteln, Alben und Radiosendern funktioniert ganz ähnlich.

Am linken und rechten Rand des Touchpads liegt der Zugang zu den Funktions- und Optionsmenüs, die viele Bereiche der Bedienung intelligent ergänzen. Im Radiomenü beispielsweise kann der Fahrer hier das Band auswählen, im Kartenmenü die Verkehrsinformationen aufrufen. Mit den Funktionen und Optionen kann er sich zu einem eingegebenen Ziel leiten und Parkplätze in der Nähe anzeigen lassen oder das Ziel in die Favoriten-Liste speichern. Der obere Rand der Touch-Fläche birgt acht frei programmierbare Favoritentasten, etwa für die bevorzugten Sender, Kontaktdaten und Medientitel.

Auch die Sprachbedienung der MMI Navigation plus ist auf dem aktuellen Stand der Technik, sie versteht zahllose Formulierungen aus dem täglichen Sprachgebrauch. Im Telefon-Menü kann der Fahrer zum Beispiel einen Kontakt mit den Worten „Ich will mit Peter Müller telefonieren“ anrufen. Bei der Navigation helfen Befehle wie „Wo kann ich tanken?“ oder „Wo ist das nächste italienische Restaurant?“. Diese natürliche Sprachsteuerung, die auch das Diktieren von SMS erlaubt, steht in den Menüs Radio und Media ebenfalls zur Verfügung.

Rechenzentrale: Der Modulare Infotainmentbaukasten
Hinter der MMI Navigation plus mit MMI all-in-touch im neuen Audi Q7 steckt die Rechenpower des Modularen Infotainmentbaukastens (MIB) von Audi. Sein Zentralrechner fasst zwei Haupteinheiten auf engem Raum zusammen – die Radio Car Control Unit und das MMX-Board (MMX= Multi-Media eXtension).

Das MMX-Board integriert neben dem Arbeits- und Flash-Speicher einen schnellen Tegra-Prozessor vom Audi-Partner Nvidia, der alle Online-, Media-, Sprachsteuerungs-, Navigations- und Telefonfunktionen verarbeitet. Das Board ist als Steckmodul konzipiert – Audi kann es im Entwicklungsprozess immer auf dem Stand der Technik halten und so die Trends der Consumer-Elektronik frühzeitig ins Auto holen.

Der MIB der zweiten Generation, der im neuen Audi Q7 arbeitet, nutzt einen Nvidia Tegra 30-Prozessor, einen Quadcore-Chip aus der Tegra 3-Serie. Er kann mit mehr als einem GHz Taktfrequenz und einer schnellen Grafikkarte zwei Displays ansteuern und pro Sekunde acht Milliarden Rechenoperationen ausführen. Der Tegra 30-Prozessor kooperiert mit einem 3D-Grafikprogramm vom Spezialisten Rightware, das die dreidimensionalen Darstellungen realisiert. Das Audi virtual cockpit nutzt einen eigenen Tegra 30-Prozessor, der eng mit seinem Pendant im MIB zusammenarbeitet.

Das Infotainment und Audi connect
Die optionale MMI Navigation plus mit MMI all-in-touch bringt eine reichhaltige Ausstattung mit. Sie bietet ein DVD-Laufwerk, zwei Kartenleser, einen Flashspeicher, das Audi sound system, das Audi music interface mit zwei USB-Anschlüssen, eine Bluetooth-Schnittstelle und den hochauflösenden 8,3-Zoll-Monitor. Die MMI Navigation plus mit MMI touch ermöglicht den Zugriff auf die Smartphone-Sprachsteuerung, sie zeigt E-Mails vom Handy an und liest diese vor, und sie gewährt fünf kostenlose Online-Updates für die Navigationskarte im Abstand von sechs Monaten. Sie kooperiert eng mit vielen Assistenz- und Sicherheitssystemen im neuen Audi Q7.

Per LTE ins Internet: Audi connect
Ein weiterer Baustein des Top-Systems ist das Hardware-Modul Audi connect. Ein LTE-/UMTS-Modul stellt eine superschnelle Verbindung ins Internet mit bis zu 100 MBit/s im Download her, ein integrierter WLAN-Hotspot erlaubt den Passagieren freies Surfen und Mailen mit mobilen Endgeräten. Für den Fahrer kommen die Online-Dienste von Audi connect an Bord. Sie sind für die ersten drei Monate gratis freigeschaltet, danach können die Q7-Kunden dreijährige Abonnements gegen Gebühr abschließen.

Das Serviceangebot von Audi connect ist vielseitig: Es reicht von der Navigation mit Google Earth und Google Street View über die Verkehrsinformationen online und die Parkplatzsuche bis zu den Sozialen Medien Twitter und Facebook, die für die Nutzung im Auto aufbereitet sind. Im Online Media Streaming eröffnet die vielseitige App Audi MMI connect den Zugang zu den Diensten Aupeo! und Napster. Dabei gelangen die Musikdaten per WLAN vom Smartphone auf die MMI Navigation plus und von dort auf die Soundanlage.

Mit dem Marktstart des Q7 präsentiert Audi ein neues Angebot im connect-Portfolio: Das neue Audi smartphone interface holt Apple Car Play und Android Auto an Bord. Wenn der Fahrer ein iOS- oder Android-Handy am USB-Port ankoppelt (iOS ab 7.1, Android ab 5.0 Lollipop), öffnet sich im Audi smartphone interface die entsprechende Umgebung. Den Kern des Angebots bildet die Online-Musik, hier gibt es Zugriff auf das riesige Angebot von Google Play Music und von iTunes. Darüber hinaus bieten beide Plattformen Navigationsfunktionen, Benachrichtigungs- und Terminerinnerungen.

Sowohl Apple Car Play als auch Android Auto sind in die Bedienphilosophie von Audi integriert – die Anwendungen lassen sich per Sprache, mit dem Dreh-Drück-Steller und über das Multifunktionslenkrad steuern. Durch so genannte 3rd-Party-Apps wie Pandora, Spotify und WhatsApp wird das Angebot weiter wachsen. Über die kostenlose Smartphone-App MMI connect kommen weitere Services in den neuen Audi Q7. Ziele von Google Maps, Sonderziele (POI, points of interest) und die Termine aus dem Dienst City Events lassen sich vom Handy ins Auto übertragen.

Kurz nach dem Marktstart erhält der Audi Q7 weitere neue Dienste mit der Bezeichnung „Audi connect Notruf & Service“. Darunter finden sich Funktionen wie Notruf, Online Pannenruf und Audi Servicetermin online. Beim zuletzt genannten sendet das Auto auf Kundenwunsch servicerelevante Daten über einen Audi-Server an die vom Kunden präferierte Werkstatt. Diese Dienste sind für zehn Jahre kostenfrei nutzbar.

Komfortabel und informativ sind die Funktionen der Audi connect Fahrzeugsteuerung (für drei Jahre kostenfrei). Darunter sind ein Fahrzeugstatusreport, eine Fernsteuerung für Ver- und Entriegeln, Informationen über die Parkposition sowie die Fernsteuerung der optionalen Standheizung. Die einfache Bedienung erfolgt über die MMI connect App.

Multimedia: Die Infotainment-Bausteine
Ein ganzes System an Bausteinen rundet das Multimedia-Portfolio im neuen Q7 ab. Das serienmäßige MMI Radio plus bringt das Audi sound system, eine Sprachbedienung, das Audi music interface mit zwei USB-Anschlüssen und eine Bluetooth-Schnittstelle mit. Der elektrisch ausfahrbare MMI-Monitor bietet eine sieben-Zoll-Diagonale. Der große Dreh-/Drücksteller bildet den Mittelpunkt des MMI-Terminal. Acht frei programmierbare Favoritentasten runden die Einheit ab.

Auf Wunsch liefert Audi einen DVD-Wechsler sowie zwei Tuner für digitales Radio und digitales Fernsehen. Die Audi phone box, eine weitere Option, bindet das Mobiltelefon per Nahfeld-Kopplung kabellos an die Autoantenne an und ermöglicht das Laden per USB-Anschluss. Kurz nach dem Marktstart folgt das drahtlose Laden nach dem Qi-Standard – hier fließt der Strom induktiv von einer Spule im Boden der Box zur Empfängerspule im Smartphone. Die Audi phone box ist in die Mittelarmlehne integriert.

Neues Hörerlebnis: Audioanlagen mit 3D-Klang
Für anspruchsvolle HiFi-Fans stehen im neuen Audi Q7 zwei optionale Anlagen von Bose und von Bang & Olufsen zur Wahl. Beide bieten den neuen 3D-Klang. Zwei (bei Bose) beziehungsweise vier (bei Bang & Olufsen) zusätzliche Lautsprecher in den A-Säulen liefern die räumliche Dimension der Höhe, die Musik erklingt luftig und offen auf einer großen virtuellen Bühne.

Die 3D-Technologie, die zurzeit Einzug in Kinos und Wohnzimmer hält, generiert im Auto ein bislang unbekanntes Klangerlebnis. Ein intelligentes Programm errechnet aus herkömmlichen Stereo- oder 5.1-Aufnahmen die Informationen für die dritte Dimension und bereitet sie für die Lautsprecher in den A-Säulen auf. Während Bose dafür seine eigenen Algorithmen (Bose Advanced Staging Technology) nutzt, greift das System von Bang & Olufsen auf ein Verfahren zurück, das Audi gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen entwickelt hat.

Das Herzstück des Bose Soundsystems mit 3D-Klang ist ein 558 Watt starker 15‑Kanal-Verstärker. Der innovative Bose-Algorithmus analysiert die Komponenten eines Musikstücks und positioniert sie perfekt auf der virtuellen Klangbühne. Dazu steuert er 19 Lautsprecher an, von denen einige in ihren Blenden LED-Lichtleiter tragen. Das Bang & Olufsen Advanced Sound System mit 3D-Klang integriert 23 Lautsprecher, ihre Aluminium-Abdeckungen sind in einem neuen Design gehalten und ebenfalls im Bereich der Türen illuminiert.

Ein Subwoofer mit 25 Zentimeter Durchmesser generiert kraftvolle Bässe, zwei akustische Linsen aus massivem Aluminium strahlen die Höhen ab. Sie fahren beim Start der Anlage aus der Instrumententafel aus. Der hocheffiziente Verstärker leistet 1.920 Watt.

Cleveres Rear Seat Entertainment: Das Audi tablet
Beim Audi tablet mit seinem hochauflösenden 10,1-Zoll-Bildschirm (1.920 x 1.200 Pixel) handelt es sich um ein flexibles Infotainment-System neuen Zuschnitts. Es vernetzt sich per WLAN mit der MMI Navigation plus und erhält dadurch Zugriff auf die Menüs Radio, Medien, Navigation und Car-Funktionen. Der Datentransfer läuft in beide Richtungen – die Fondpassagiere können beispielsweise eine geplante Route an den Fahrer schicken, umgekehrt kann der Fahrer für sie von der MMI Navigation plus aus ein Radio- oder Medienprogramm starten. Die Klangausgabe erfolgt über das bordeigene Soundsystem oder über Kopfhörer.

Das Audi tablet, welches das Betriebssystem Android nutzt, unterstützt die NFC‑Technologie (NFC = Near Field Communication), mit der sich Daten vom Smartphone per Annäherung übertragen lassen. Es verfügt über 32 Gigabyte internen Speicher und kann mittels microSD-Karte noch um zusätzlichen Speicher erweitert werden. Als technisches Herzstück fungiert der neue, superschnelle Tegra 40-Prozessor von Nvidia.

Ein Klick auf den Button „Apps“ im Startmenü öffnet den Zugang zum Internet – zu etwa einer Million Apps und Spiele, zu Filmen und Musik, Hörbüchern, eBooks und Office-Anwendungen. Die integrierte Full HD-Kamera lässt sich für ein Videogespräch via Skype nutzen. Nach der Fahrt kann der Benutzer das Audi tablet aus dem Auto mitnehmen und offline oder an einem externen WLAN‑Netz weiter betreiben.

Das Audi tablet gibt seinen hochwertigen Charakter durch ein aus dem Vollen gefrästen Chassis aus eloxiertem Aluminium zu erkennen. Mitsamt seinem Akku ist es konsequent für den Einsatz im Auto ausgelegt. Es verkraftet auch hohe oder sehr niedrige Temperaturen problemlos, die neigungsverstellbare Halterung an der Lehne des Vordersitzes ist crashsicher und bei Bedarf entnehmbar. Das Audi tablet ist einzeln oder als Zweier-Set erhältlich.

Die Fahrerassistenzsysteme
Kein anderes Modell im Segment bietet derzeit so viele Fahrerassistenzsysteme wie der neue Audi Q7. Einige von ihnen gehören zur Serienausstattung, die optionalen Lösungen sind entweder einzeln oder in den Paketen Stadt, Parken und Tour erhältlich, wobei das Paket Tour an die MMI Navigation plus mit MMI touch gekoppelt ist. Gegenüber dem Q7-Vorgängermodell sind nahezu alle Systeme völlig neu oder grundlegend weiterentwickelt.

Mehr Sicherheit: Die serienmäßigen Systeme
Bereits das serienmäßige Fahrerinformationssystem bringt die Pausenempfehlung mit – sie analysiert das Fahrverhalten und warnt den Fahrer bei Anhaltspunkten, die auf beginnende Unaufmerksamkeit schließen lassen. Weitere Serien-Features sind der Anfahrassistent, die Geschwindigkeitsregelanlage, der einstellbare Geschwindigkeitsbegrenzer, die Einparkhilfe hinten sowie die Sicherheitssysteme Audi pre sense basic und Audi pre sense city.

Das System Audi pre sense basic vernetzt unterschiedliche Fahrzeugsysteme. Sobald es einen instabilen Fahrzustand erkennt leitet es präventive Schutzmaßnahmen für die Insassen ein. Die vorderen Gurte werden elektrisch gestrafft, und die Fenster sowie das Schiebedach werden geschlossen. Zusätzlich wird die Warnblinkanlage, zur Warnung des nachfolgenden Verkehrs, aktiviert.

Audi pre sense city beobachtet im Geschwindigkeitsbereich bis 85 km/h die Straße hinsichtlich anderer Verkehrsteilnehmer (z. B. Fahrzeuge und Fuß­gänger). Dafür nutzt es die serienmäßige Frontkamera an der Windschutz­scheibe, die das Geschehen bis zu einer Entfernung von gut 100 Metern erfassen kann. Droht eine Kollision, warnt es den Fahrer in einem abgestuften Konzept (Warnung, Warnruck und automatische Notbremsung), bei Bedarf leitet es eine Vollverzögerung ein. Bei Geschwindigkeiten bis 40 km/h können Unfälle innerhalb der Systemgrenzen vollständig vermieden werden. Bei höheren Geschwindigkeiten (bis 85 km/h) kann durch Warn- und Bremseingriff die Aufprallgeschwindigkeit reduziert werden

Wenn der Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden ist, unterstützt der Brems-assistent Folgekollision den Fahrer durch gezielte Bremsmanöver während des Unfalls. Das kann helfen, ein Schleudern und somit weitere Kollisionen zu vermeiden. Falls nötig, leitet Audi pre sense city die gleichen Schutzmaßnahmen wie Audi pre sense basic ein.

Im Assistenzpaket Tour: Die adaptive cruise control
Im Assistenzpaket Tour spielt die adaptive cruise control (ACC) die Hauptrolle. Sie hält den neuen Audi Q7 auf Abstand zum Vordermann, der Fahrer kann die Distanz und die Dynamik der Regelung in mehreren Stufen einstellen.

Das System, das in erster Linie die beiden Front-Radarsensoren nutzt, deckt den vollen Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 250 km/h ab. Seine Stop&Go-Funktion bremst den neuen Q7 bis zum Stillstand und lässt ihn auf Fahrerwunsch automatisiert wieder anfahren. Wenn die ACC deaktiviert ist, zeigt sie ab 60 km/h Tempo die Distanz zum Vorausfahrenden an und warnt vor zu dichtem Auffahren. Dabei kann der Fahrer seinen gewünschten Abstand einstellen.

Im Assistenzpaket Tour: Der Stauassistent
Im Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 65 km/h kann der Stauassistent, eine weitere Funktion der ACC, auf gut ausgebauten Straßen auch die Lenkarbeit übernehmen, solange der Verkehr zähflüssig ist. Das System nutzt die Radsensoren und die Videokamera. Es führt das Auto durch sanfte Lenkeingriffe und folgt der vorausfahrenden Kolonne innerhalb der Systemgrenzen. Dabei orientiert sich der Stauassistent an den Fahrbahnmarkierungen und an den anderen Fahrzeugen auf der Straße.

Wenn der Stauassistent seine Systemgrenzen erreicht – etwa, wenn sich der Stau auflöst oder eine enge Kurve vor ihm liegt, muss der Mensch am Steuer die Fahraufgabe wieder selbst übernehmen. Unterstützend warnt ihn das System in mehreren Stufen. Als letzte Maßnahme bringt es den großen SUV selbsttätig zum sicheren Stillstand.

Zusammen mit der ACC ist das Sicherheitssystem Audi pre sense front an Bord. Es hilft, Auffahrunfälle zu vermeiden und ihre Folgen zu mindern. In einer gefährlichen Situation fordert das System den Fahrer mit einem differenzierten Warnkonzept – mit optischen und akustischen Signalen sowie einem Bremsruck – zum Bremsen auf. Reagiert der Fahrer nicht, erfolgen erst eine autonome Teilverzögerung und danach eine Vollverzögerung – vorausgesetzt, dass sich das vordere Fahrzeug bewegt. Auch hier strafft das System die Gurte und leitet die Maßnahmen des pre sense basic ein. Audi pre sense front ist auch bei ausgeschalteter ACC funktionsfähig.

Im Assistenzpaket Tour: Der Prädiktive Effizienzassistent
Die adaptive cruise control arbeitet in enger Abstimmung mit der MMI Navigation plus, der (auch außerhalb des Pakets bestellbaren) kamerabasierten Verkehrszeichenerkennung und dem Prädiktiven Effizienzassistent, einem weiteren wegweisenden System aus dem Assistenzpaket Tour. Er passt die vorgewählte Geschwindigkeit selbstständig an die Gegebenheiten an – an die Strecken-Topographie, die Tempolimits und die vorausfahrenden Verkehrsteilnehmer.

Der Prädiktive Effizienzassistent nutzt – auch bei inaktiver Zielführung – die Streckendaten, um den Fahrer auf Situationen hinzuweisen, in denen er sinnvollerweise das Tempo verlangsamen sollte. Er erkennt Kurven, Kreisverkehre und Kreuzungen, Gefälleabschnitte, Ortschaften oder Tempolimit-Schilder – in vielen Fällen lange bevor der Fahrer sie sieht. Im Kombiinstrument beziehungsweise im Audi virtual cockpit erscheint dann ein entsprechender Hinweis. Falls dort der Assistenz-Screen aktiv ist, sind differenzierte Grafiken zu sehen.

Wenn der Fahrer es wünscht, regelt das System den Freilauf der Achtstufen-tiptronic unter bestimmten Randbedingungen (bezüglich Geschwindigkeit und Fahrpedalgradient) selbst, der neue Audi Q7 rollt dann im Leerlauf auf die Langsamfahrstelle zu. Der Segelbetrieb wird nur dann aktiviert, wenn er mehrere Sekunden dauern kann. Sobald er endet, beschleunigt der SUV selbsttätig wieder auf die gewählte Wunschgeschwindigkeit, sofern die ACC aktiviert ist. Mit dieser hochvernetzten Intelligenz hat der Prädiktive Effizienzassistent das Potenzial, auf Landstraßen den Kraftstoffverbrauch um bis zu zehn Prozent zu senken.

Im Assistenzpaket Tour: Weitere Systeme
Ab 65 km/h Geschwindigkeit unterstützt der Audi active lane assist, ein weiteres System aus dem Assistenzpaket Tour, den Fahrer beim Halten der Spur. Er beobachtet die Linien auf der Straße mit einer Videokamera und nutzt darüber hinaus weitere Daten. Wenn sich der neue Audi Q7 einer Markierung nähert ohne zu blinken, hilft das System dem Fahrer über einen sanften Eingriff in die elektromechanische Servolenkung, in der Spur zu bleiben.

Der Fahrer kann dabei wählen, ob er kontinuierlich oder erst kurz vor Überfahren der Spurmarkierung unterstützt werden möchte. Wenn er sich für den frühen Eingriff entscheidet, führt ihn das System in der Mitte der Spur. Zusätzlich ist eine Lenkradvibration einstellbar. Der Audi active lane assist ist auch als Einzeloption erhältlich.

Der Ausweichassistent und der Abbiegeassistent ergänzen das Assistenzpaket Tour. Der Ausweichassistent unterstützt den Fahrer, wenn der neue Q7 ein Hindernis umfahren muss, um einen Unfall zu vermeiden. Mit den Daten von Videokamera und Radarsensoren berechnet er blitzschnell eine geeignete Spur, wobei er Abstand, Breite und Versatz des vorausfahrenden Fahrzeugs einbezieht. Seine erste Aktion ist ein Warnruck, der den Fahrer auf die Gefahr aufmerksam macht. Sobald er jetzt lenkt, hilft ihm das System mit Momenten-Eingriffen in die Servolenkung, um das Hindernis herum zu steuern.

Der Abbiegeassistent überwacht beim Linksabbiegen mit niedrigem Tempo den Gegenverkehr. In einer gefährlichen Situation bremst er den Q7 zum Stillstand. Dieser Eingriff bewirkt, dass der Audi Q7 in der eigenen Fahrspur gehalten wird. Das System wird im Geschwindigkeitsbereich zwischen zwei und zehn km/h aktiv, sobald der Fahrer den Blinker zum Linksabbiegen setzt.

Das Assistenzpaket Stadt
Der Spurwechselassistent Audi side assist (auch einzeln erhältlich) ist ein System aus dem Assistenzpaket Stadt. Er unterstützt den Fahrer ab 15 km/h Geschwindigkeit beim Wechseln der Spur, dafür nutzt er zwei Heck-Radarsensoren, die etwa 70 Meter weit messen. Wenn sich ein anderes Fahrzeug im toten Winkel bewegt oder rasch annähert, leuchtet eine Warn-LED im Gehäuse des betreffenden Außenspiegels auf. Falls der Fahrer trotzdem den Blinker setzt, blinkt die LED mehrmals kurz hintereinander hell auf.

Der Audi side assist ist mit dem System Audi pre sense rear gekoppelt, das vor einem drohenden Heckaufprall präventive Schutzmaßnahmen einleitet. Es ist auch bei ausgeschaltetem Audi side assist im Hintergrund aktiv, mit Ausnahme des Anhängerbetriebs.

Auch der Querverkehrassistent hinten nutzt die Heckradar-Sensoren. Mit ihnen warnt er bei aktivierter Einparkhilfe den Fahrer beim langsamen Rückwärtsfahren, etwa beim Heraussetzen aus einer Querparklücke vor anderen als kritisch erkannten Fahrzeugen. Der Hinweis erfolgt abgestuft – optisch auf dem MMI-Monitor, akustisch sowie gegebenenfalls per Warnruck.

Die Ausstiegswarnung kommt ins Spiel, sobald der große SUV angehalten hat. Falls sich jetzt Fahrzeuge und Fahrräder von hinten nähern, warnt sie den Fahrer und alle Beifahrer beim Öffnen der Tür.

Das System nutzt die LED-Lichtleiter des Lichtpakets in den Türen – in einer als gefährlich erkannten Situation flackern und leuchten spezielle Hochleistungs-LEDs rot auf. Nach dem Ausschalten der Zündung bleibt die Ausstiegswarnung noch etwa drei Minuten lang in Bereitschaft.

Im Assistenzpaket Stadt: Der Anhängerassistent
Wenn der neue Audi Q7 als Zugfahrzeug dient, kann der Fahrer beim Rückwärts-Rangieren den Anhängerassistent aktivieren. Er muss dann nur noch die Fahrstufe R einlegen und behutsam Gas geben, Mit dem Dreh-/Drück-Steller im MMI stellt er dabei kontinuierlich den Winkel ein, in dem er zurücksetzen möchte. Falls er geradeaus fahren möchte, tippt er einmal auf den Steller. Das Bild der Rückfahrkamera auf dem MMI-Monitor zeigt ihm Hilfslinien als Orientierung. Der Anhängerassistent schlägt das Lenkrad ein und dirigiert den Anhänger stabil auf den gewählten Kurs, somit lenkt der Fahrer das gesamte Gespann mit dem Dreh-/Drück-Steller des MMI.

Als technische Basis des Anhängerassistenten fungiert ein drehbarer Sensor in der Anhängerkupplung – er erfasst den Knickwinkel zwischen Zugfahrzeug und Hänger. Vor Benutzung sollte der Fahrer das System kurz mit dem Hänger bekannt machen, indem er einige Meter mit ihm fährt. Der Anhängerassistent erlaubt bis zu zehn km/h Fahrgeschwindigkeit. Falls der Knickwinkel zu groß wird, veranlasst das System eine Warnung, im Notfall bremst es.

Zwei weitere Systeme runden das Assistenzpaket Stadt ab – die akustische und optische Einparkhilfe plus sowie die Rückfahrkamera. Beide sind auch einzeln erhältlich.

Das Assistenzpaket Parken
Die ideale Ergänzung zum Assistenzpaket Stadt bildet das Assistenzpaket Parken. Es umfasst den Parkassistenten (auch einzeln erhältlich), der den neuen Audi Q7 mithilfe von zwölf Ultraschallsensoren nahezu selbsttätig in Längs- und Querparklücken lenkt und aus Längsparklücken auch wieder ausparkt. Außerdem gehören die Umgebungskameras zum Paket. Sie zeigen auf dem MMI-Monitor unterschiedliche Ansichten vom direkten Umfeld des Autos, darunter eine virtuelle Draufsicht und 180 Grad-Bilder von Front und Heck. In unübersichtlichen Ausfahrten oder auch im Zusammenspiel mit dem Querverkehrassistenten hinten sind sie sehr hilfreich.

Der Nachtsichtassistent
Der separat erhältliche Nachtsichtassistent nutzt eine Ferninfrarot-Kamera, sie reagiert auf die Wärme, die von Objekten ausgeht. In Schwarzweiß-Bilder umgewandelt, sind ihre Informationen im Instrumenteneinsatz beziehungsweise im Audi virtual cockpit zu sehen. Die kühlere Umgebung erscheint dunkel, während Menschen und Tiere auffällig hell dargestellt werden. Das System, das bis zu 300 Meter weit sieht, erkennt Personen und auch größere Wildtiere bis zirka 100 Meter Entfernung und hebt sie durch gelbe Markierungen hervor.

Wird eine gefährliche Situation erkannt, ertönt ein Warnsignal. In den Instrumenten sowie im optionalen Head-up-Display erscheint ein Warnsymbol. Wenn der neue Audi Q7 den Fernlichtassistent oder die Matrix LED-Scheinwerfer an Bord hat, leuchtet er die Person außerorts mit drei kurzen Lichtimpulsen an.

Die angegebenen Ausstattungen, Daten und Preise beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Verbrauchsangaben der genannten Modelle

Audi A3 Sportback e-tron:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 1,7 – 1,5**;
Stromverbrauch kombiniet in kWh/100 km: 12,4 – 11,4**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 39 – 35**

Audi Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro:
Das Fahrzeug wird noch nicht zum Kauf angeboten. Es besitzt noch keine Gesamtbetriebserlaubnis und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG.

Audi R8 LMX:
Das Fahrzeug wird noch nicht zum Kauf angeboten. Es besitzt noch keine Gesamtbetriebserlaubnis und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG.

Audi R8 e-tron:
Das Fahrzeug wird noch nicht zum Kauf angeboten. Es besitzt noch keine Gesamtbetriebserlaubnis und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG.

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emmissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.

 

© Audi / Audi auf der CES Asia 2015

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