Ausbau des Mercedes-Benz Werks Berlin zum Hightech-Standort

Berlin – Daimler setzt weiter auf den Standort Berlin: Das Unternehmen investiert insgesamt rund 500 Millionen Euro in das Mercedes-Benz Werk Berlin, das zum Hightech-Standort für die Komponentenfertigung ausgebaut wird. Dies ist Teil des zwischen Unternehmen und Betriebsrat gemeinsam vereinbarten Zukunftsbildes, das die Beschäftigung am Standort langfristig absichert. Das älteste produzierende Werk ist auch heute schon ein wichtiger Bestandteil im Produktionsverbund Powertrain bei Mercedes-Benz Cars. Künftig wird Berlin zum weltweiten Kompetenzzentrum für die Produktion der innovativen Motorsteuerung CAMTRONIC und hat damit ein Alleinstellungsmerkmal im Produktionsverbund.

  • Unternehmen und Betriebsrat beschließen Zukunftsbild für den Berliner Standort in Marienfelde und sichern damit langfristig Beschäftigung

Markus Schäfer, Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars Produktion und Supply Chain Management:

Wir haben bei Mercedes-Benz Cars Operations einen weiteren wichtigen Meilenstein zur Steigerung unserer Flexibilität und Effizienz erreicht: Mit dem vereinbarten Zukunftsbild bauen wir das Mercedes-Benz Werk Berlin zum Hightech-Standort für die Komponentenfertigung mit Technologien zur Verminderung von CO2-Emissionen aus. Damit schaffen wir eine glänzende Zukunftsperspektive für das älteste produzierende Werk des Daimler-Konzerns.

Das 1902 gegründete Mercedes-Benz Werk Berlin entwickelt und produziert mit seinen über 2.500 Mitarbeitern hochmoderne und mit umweltfreundlichen Fertigungstechnologien hergestellte Komponenten und Teile. Diese leisten einen maßgeblichen Beitrag zur CO2-Reduktion am Fahrzeug. Weiterhin wird der V6-Zylinder-Dieselmotor in Berlin gefertigt. Mit dem jetzt beschlossenen Zukunftsbild treibt das Werk seinen Ausbau zu einem Hightech-Standort für die Komponentenfertigung kontinuierlich voran und konzentriert sich dabei auf die Kapazitätserweiterung hochmoderner und wettbewerbsdifferenzierender Produkte. Dazu gehört neben hochpräzisen Getriebeteilen, Nockenwellenverstellern und Kraftstoffsystemen auch die Ventilhubumschaltung CAMTRONIC, für deren nächsten Generationen ein Großteil der vereinbarten Investitionen fließen wird.

Wir investieren weiter in die Zukunftsfähigkeit des Standortes Berlin – insgesamt rund 500 Millionen Euro, davon in diesem Jahr rund 150 Millionen Euro,

so Dr. Hansgeorg Niefer, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Berlin.

Ute Hass, Vorsitzende des Betriebsrates Mercedes-Benz Werk Berlin:

Für die Belegschaft ist die Vereinbarung ein klares, gutes Signal: Das Werk nimmt damit am derzeitigen Wachstum und den Zukunftschancen der Branche teil. Die Beschäftigung ist damit auf lange Sicht hin gesichert. Die Erhöhung der Ausbildungsplätze und 15 weitere Einstellungen sind ein Zeichen, dass das Unternehmen auch künftig auf den Standort Berlin und seine hochqualifizierten Beschäftigten setzt.

Ein weiterer Bestandteil des Zukunftsbildes für das Mercedes-Benz Werk Berlin ist die Vereinbarung zur Nachwuchssicherung in den nächsten drei Jahren: Ab 2016 werden die Ausbildungsplätze am Standort auf jährlich 24 Stellen erhöht. Das entspricht einer Aufstockung der technischen Berufsausbildung um 20 Prozent. In Berlin werden Mechatroniker/-innen und Zerspanungsmechaniker/ -innen ausgebildet.

Die nun getroffenen Vereinbarungen im Rahmen des Zukunftsbildes stellt die gesamte Produktion des Mercedes-Benz Werks Berlin auf ein modernes und wettbewerbsfähiges Fundament – und sie sind ein klares Bekenntnis zum Standort in der Hauptstadt,

so Peter Schabert, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim.

Über die Ventilhubumschaltung CAMTRONIC von Mercedes-Benz

Die CAMTRONIC ist eine innovative Motorensteuerung, die den CO2-Ausstoß im Motor senkt. Sie optimiert den Kraftstoffverbrauch im häufig vorkommenden Teillastbereich des Motors durch die Reduzierung von Ladungswechselverlusten. Mercedes-Benz stattet unter anderem die 1,6-Liter Variante des Vierzylinder-Benzinmotors M270 mit der einlassseitigen Ventilhubverstellung aus. Das System funktioniert mechanisch, wird aber von einem elektronisch gesteuerten Aktuator bedient. Die Einlassnockenwelle besteht aus mehreren Bauteilen: Auf die Trägerwelle sind zwei hohl gebohrte, gleich große Teilwellen montiert. Teilwelle 1 steuert die Einlassventile der Zylinder 1 und 2, Welle 2 die Einlassventile der Zylinder 3 und 4. Die Nocken selbst verfügen in Form eines Doppelnocken über zwei Hubkurven. Die Fläche, mit der die Ventile über Rollenkipphebel betätigt werden, ist nur noch halb so breit wie bei einem herkömmlichen Nocken. Der Platzbedarf ist daher identisch. Ist die steilere Nockenhälfte aktiviert, wird der Ventilhub vergrößert, und die Ventile bleiben länger geöffnet. Wird auf die flachere Nockenhälfte umgeschaltet, wird der Ventilhub verkürzt, und die Ventile schließen eher.

Über das Powertrain-Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars
Das Powertrain-Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars besteht aus mehreren deutschen und internationalen Standorten. Ein wichtiger Bestandteil ist das Mercedes-Benz Werk Berlin, das heute älteste produzierende Werk des Konzerns. Der Schwerpunkt am Standort liegt in der Entwicklung und Produktion von hochmodernen und mit umweltfreundlichen Fertigungstechnologien hergestellten Komponenten und Teilen. Weiterhin wird hier der V6-Zylinder-Dieselmotor gefertigt.

Am Standort sind über 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim produziert in insgesamt sechs Werkteilen das Herzstück des Automobils: Motor, Getriebe, Achsen und zugehörige Komponenten. Im weltweiten Pkw-Produktionsverbund Powertrain fungiert das Stammwerk als Kompetenzzentrum. Das Mercedes-Benz Werk Hamburg entwickelt und produziert Achsen und Achskomponenten, Lenksäulen sowie Komponenten der Abgastechnologie und Leichtbaustrukturteile. Die Motorenfabrik MDC Power im thüringischen Kölleda ist eine 100%ige Tochter der Daimler AG und produziert Vierzylindermotoren für Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Mercedes-AMG.

International stehen weitere Kapazitäten für die Aggregateproduktion zur Verfügung. Dazu gehören die rumänische Daimler-Tochter Star Transmission für die Montage von Getrieben und die Fertigung von Komponenten und Teilen, sowie Motorenwerke in Peking/China im Rahmen eines Joint Ventures und im Infiniti-Werk Decherd, Tennessee/USA, als Teil der strategischen Kooperation zwischen Daimler und der Renault/Nissan Allianz.

Über Mercedes-Benz Cars Operations

Mercedes-Benz Cars Operations verantwortet die Pkw Produktion an weltweit 26 Standorten innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks mit rund 70.000 Beschäftigten. Dazu gehören die zentralen Funktionen Planung, Technologiefabrik, Logistik und Qualität. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz Cars mehr als 1.754.000 Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart produziert und damit den vierten Rekord in Folge eingefahren. Das Netzwerk orientiert sich an den Produktarchitekturen Frontantrieb (Kompaktwagen) und Heckantrieb (zum Beispiel S-, E- und C-Klasse) sowie den SUV- und Sportwagenarchitekturen. Dazu kommt ein Produktionsverbund für den Powertrain (Motoren, Getriebe, Achsen, Komponenten). Im Mittelpunkt eines jeden Architektur-Produktionsverbunds steht ein Leadwerk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung dient. In der täglichen Arbeit liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung sowie der Weiterentwicklung von modernen Fertigungsverfahren, die eine effiziente, flexible und umweltfreundliche Produktion künftiger High-Tech-Fahrzeuge in typischer Mercedes-Benz Qualität ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine gezielte ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie durch eine intelligente Automatisierung unterstützt wird. Neben eigenen Produktionswerken setzt Mercedes-Benz im Rahmen des Wachstumskurses verstärkt auf Kooperationen und nutzt Kapazitäten von Auftragsfertigern.

 

© Daimler / Ausbau des Mercedes-Benz Werks Berlin zum Hightech-Standort für Komponenten zur CO2-Reduktion

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