BMW Group fährt 2014 erneut Rekordjahr ein

München – Die BMW Group hat 2014 das fünfte Rekordjahr in Folge verzeichnet und ihre Position als weltweit führender Hersteller von Premiumfahrzeugen behauptet.

  • Bestmarken bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis
  • Konzernumsatz legte um 5,7% auf 80,40 Mrd. € zu
  • Ergebnis vor Finanzergebnis stieg auf rund 9,12 Mrd. €
  • Konzernergebnis vor Steuern legte auf rund 8,7 Mrd. € zu
  • EBIT-Marge Segment Automobile erhöhte sich auf 9,6%
  • Konzernüberschuss stieg 2014 auf rund 5,82 Mrd. €
  • Rekorddividende von 2,90 € je Stammaktie vorgeschlagen

Wir haben unseren Erfolgskurs im abgelaufenen Geschäftsjahr mit neuen Bestmarken bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis in einem volatilen Umfeld fortgesetzt,

sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Norbert Reithofer, am Donnerstag in München.

Unsere Fahrzeuge sind bei den Kunden in aller Welt begehrt und sorgen für Rückenwind. Wir profitieren weiterhin von unserer erfolgreichen Strategie Number ONE, die sich bestens bewährt hat und immer wieder nachjustiert wird,

erklärte Reithofer weiter.

Der Konzernumsatz stieg 2014 um 5,7% auf 80.401 (Vj.: 76.059) Mio. €. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) erhöhte sich angesichts des Absatzzuwachses und eines hochwertigen Modellmixes um 14,3% auf 9.118 (Vj.: 7.978) Mio. €. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) legte um 10,3% auf die neue Bestmarke von 8.707 (Vj.: 7.893) Mio. € zu. Der Konzernüberschuss stieg um 9,2% auf den neuen Höchstwert von 5.817 (Vj.: 5.329) Mio. €.

Die Auslieferungen der BMW Group kletterten im vergangenen Jahr erstmals in der Unternehmensgeschichte über die Marke von zwei Mio. Fahrzeugen. Der weltweite Absatz erhöhte sich um 7,9% auf insgesamt 2.117.965 (Vj.: 1.963.798) Automobile.

Dividende von 2,90 € je Stammaktie vorgeschlagen

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 vor, die Dividende auf den neuen Höchstwert von 2,90 (Vj.: 2,60) € je Stammaktie und 2,92 (Vj.: 2,62) € je Vorzugsaktie anzuheben. Die Ausschüttungsquote beläuft sich auf 32,7% (Vj.: 32,0%).

Wir wollen unsere Aktionäre mit einer Rekorddividende an der erfolgreichen Geschäftsentwicklung des Unternehmens beteiligen. Die Ausschüttungsquote liegt mit rund 33% im Zielkorridor des Unternehmens von 30 bis 40 Prozent,

erklärte Finanzvorstand Friedrich Eichiner.

Profitabilität im Segment Automobile gestiegen

Im Segment Automobile stiegen die Umsatzerlöse im vergangenen Jahr dank der erfreulichen Absatzentwicklung und neuer Modelle um 6,4% auf 75.173 (Vj.: 70.630) Mio. €. Das EBIT erhöhte sich um 8,9% auf 7.244 (Vj.: 6.649) Mio. €. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 9,6 (Vj.: 9,4)% und liegt damit am oberen Rand des angestrebten Renditekorridors von 8% bis 10% im Automobilgeschäft. Das Segmentergebnis vor Steuern legte um 5,0% auf 6.886 (Vj.: 6.561) Mio. € zu.

Die Marke BMW behauptete 2014 mit einer neuen Bestmarke bei den Auslieferungen ihren Spitzenplatz im Premiumsegment. Die Verkäufe legten um 9,5% auf 1.811.719 (Vj.: 1.655.138) Automobile zu. Wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Absatzentwicklung hatten unter anderem die Erfolgsmodelle BMW 3er, 4er und 5er sowie der BMW X5, die in ihren jeweiligen Segmenten Marktführer waren.

Von der BMW 2er Reihe wurden 2014 insgesamt 41.038 Einheiten ausgeliefert. Der Absatz der BMW 3er Reihe lag 2014 mit 480.214 (Vj.: 500.332) Einheiten weiterhin auf hohem Niveau. Da die Varianten Cabrio und Coupé seit Ende 2013 in der BMW 4er Modellreihe enthalten sind, wurde der hohe Level des Vorjahres nicht ganz erreicht. Die BMW 4er Reihe liegt mit 119.580 (Vj.: 14.763) verkauften Fahrzeugen auf Erfolgskurs. Dies gilt auch unverändert für die BMW 5er Reihe, die auf 373.053 (Vj.: 366.992/+1,7%) Fahrzeuge zulegen konnte. Sehr beliebt ist auch weiterhin der BMW X5, der mit einem Plus von 37,4% auf 147.381 (Vj.: 107.231) Automobile einen deutlichen Zuwachs verzeichnete.

Auf Erfolgskurs sind auch die BMW i Fahrzeuge. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 17.793 BMW i Automobile verkauft. Die weltweiten Absatzzahlen des BMW i3 belaufen sich auf 16.052 Einheiten. Ein Großteil davon entfiel mit der Einführung in mehreren großen Märkten wie den USA auf die zweite Jahreshälfte. Vom BMW i8 wurden seit dem Marktstart im Sommer 2014 insgesamt 1.741 Automobile ausgeliefert.

MINI hat 2014 trotz des Modellwechsels bei der dritten Generation des Kernmodells mit 302.183 Einheiten das hohe Absatzniveau des Vorjahres (305.030/-0,9%) gehalten. Der MINI Hatch legte um 9,0% auf 140.051 (Vj.: 128.498) Einheiten zu. Die Auslieferungen des MINI Countryman lagen mit 106.995 (Vj.: 101.897) Fahrzeugen um 5,0% über dem Niveau des Vorjahres.

Rolls-Royce Motor Cars konnte 2014 die Position als Marktführer im absoluten Luxussegment behaupten und erstmals die Marke von 4.000 Einheiten übertreffen. Insgesamt stieg der Absatz um 11,9% auf 4.063 (Vj.: 3.630) Automobile. Von dem im Herbst 2013 gestarteten Wraith wurden dabei 1.906 (Vj.: 492) Fahrzeuge abgesetzt.

Im Rahmen ihrer Strategie einer ausgewogenen weltweiten Absatzverteilung verzeichnete die BMW Group in allen großen Vertriebsregionen Zuwächse bei den Auslieferungen. Die vier größten Absatzmärkte des Unternehmens waren im vergangenen Jahr China, die USA, Deutschland und Großbritannien.

In Europa stiegen die Auslieferungen der BMW Group 2014 in einem etwas stabileren Marktumfeld um 6,4% auf insgesamt 914.587 (Vj.: 859.546) Fahrzeuge. In Deutschland erhöhte sich der Absatz um 5,1% auf 272.345 (Vj. 259.219) Einheiten. In Großbritannien legte der Absatz um 8,4% auf 205.071 (Vj.: 189.121) Fahrzeuge zu.

In Asien entwickelten sich die Märkte im vergangenen Jahr erneut dynamisch. Die BMW Group lieferte dort insgesamt 658.384 (Vj.: 578.678) Fahrzeuge aus, was einem Plus von 13,8% entspricht. Auf dem chinesischen Festland stieg der Absatz um 16,6% auf 456.732 (Vj.: 391.713) Einheiten.

In Amerika konnte die BMW Group ihren Absatz ebenfalls steigern. Insgesamt erhöhte sich dort die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 4,0% auf 482.257 (Vj.: 463.822) Automobile. In den USA legten die Fahrzeugauslieferungen um 5,4% zu und summierten sich damit auf 396.961 (Vj.: 376.636) Einheiten.

Segment Motorrad erzielt deutlichen Ergebniszuwachs

Im Segment Motorräder stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 11,6% auf 1.679 (Vj.: 1.504) Mio. €. Das EBIT legte deutlich um 41,8% auf 112 (Vj.: 79) Mio. € und das Ergebnis vor Steuern um 40,8% auf 107 (Vj.: 76) Mio. € zu. Die Auslieferungen stiegen um 7,2% auf 123.495 (Vj.: 115.215) Einheiten und entwickelten sich damit besser als der Gesamtmarkt. Die fünf größten Märkte von BMW Motorrad waren Deutschland, USA, Frankreich, Italien und Brasilien.

Segment Finanzdienstleistungen weiter auf Wachstumskurs

Das Segment Finanzdienstleistungen konnte seine positive Geschäftsentwicklung 2014 fortsetzen. Der Segmentumsatz legte um 3,6% auf 20.599 (Vj.: 19.874) Mio. € zu. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 6,4% auf 1.723 (Vj.: 1.619) Mio. €.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 1.509.113 (Vj.: 1.471.385) Neuverträge im Finanzierungs- und Leasinggeschäft abgeschlossen, was einem Zuwachs von 2,6% entspricht. Der Bestand an betreuten Leasing- und Finanzierungsverträgen mit Händlern und Endkunden erhöhte sich um 5,6% auf insgesamt 4.359.572 (Vj.: 4.130.002) Verträge.

Zahl der Mitarbeiter und Auszubildenden gestiegen

Die Zahl der Mitarbeiter ist 2014 um 5,4% gestiegen. Insgesamt waren weltweit 116.324 (Vj.: 110.351) Mitarbeiter bei der BMW Group beschäftigt. Der Anstieg ist auf den erhöhten Bedarf des Unternehmens an Ingenieuren und Fachkräften zurückzuführen, um die zunehmende Fahrzeugnachfrage bedienen und Innovationen und Zukunftstechnologien vorantreiben zu können.

Die BMW Group hat ihre Ausbildungsaktivitäten weltweit ausgeweitet. Im vergangenen Jahr haben rund 1.500 junge Menschen eine Berufsausbildung in dem Unternehmen begonnen, davon 1.200 in Deutschland. Insgesamt beschäftigte die BMW Group zum Stichtag 4.595 junge Menschen in Berufsausbildung und Nachwuchsförderprogrammen.

BMW Group strebt 2015 erneut Absatzzuwachs an

Die BMW Group geht angesichts der attraktiven Modellpalette und des Marktstarts von 15 neuen Modellen bzw. Modellüberarbeitungen in 2015 von einem Plus beim weltweiten Absatz aus.

Wir streben im laufenden Jahr erneut einen Absatzzuwachs und damit einen neuen Höchstwert bei den Auslieferungen an,

erklärte Reithofer.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 Herrn Prof. Henning Kagermann zur Wiederwahl sowie Frau Simone Menne, Mitglied des Vorstands der Deutsche Lufthansa AG, und Herrn Dr. Norbert Reithofer zur Wahl in den Aufsichtsrat vorschlagen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Joachim Milberg, sowie Herr Wolfgang Mayrhuber haben im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat jeweils ihr Mandat als Mitglieder des Gremiums mit dem Ende der Hauptversammlung 2015 niedergelegt.

Die BMW Group im Überblick 2014 2013* Veränderung
in %
Fahrzeug-Auslieferungen
Automobile Einheiten 2.117.965 1.963.798 7,9
Davon:
BMW Einheiten 1.811.719 1.655.138 9,5
MINI Einheiten 302.183 305.030 -0,9
Rolls-Royce Einheiten 4.063 3.630 11,9
Motorräder Einheiten 123.495 115.215 7,2
Mitarbeiter1 116.324 110.351 5,4
Umsatz Mio. € 80.401 76.059 5,7
Davon:
Automobile Mio. € 75.173 70.630 6,4
Motorräder Mio. € 1.679 1.504 11,6
Finanzdienstleistungen Mio. € 20.599 19.874 3,6
Sonstige Gesellschaften Mio. € 7 6 16,7
Konsolidierungen Mio. € -17.057 -15.955 6,9
Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) Mio. € 9.118 7.978 14,3
Davon:
Automobile Mio. € 7.244 6.649 8,9
Motorräder Mio. € 112 79 41,8
Finanzdienstleistungen Mio. € 1.756 1.643 6,9
Sonstige Gesellschaften Mio. € 71 44 61,4
Konsolidierungen Mio. € -65 -437 85,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 8.707 7.893 10,3
Davon:
Automobile Mio. € 6.886 6.561 5,0
Motorräder Mio. € 107 76 40,8
Finanzdienstleistungen Mio. € 1.723 1.619 6,4
Sonstige Gesellschaften Mio. € 154 164 -6,1
Konsolidierungen Mio. € -163 -527 69,1
Steuern auf das Ergebnis Mio. € -2.890 -2.564 -12,7
Überschuss Mio. € 5.817 5.329 9,2
Ergebnis pro Aktie2 8,83/8,85 8,08/8,10 9,3/9,3

*Vorjahreszahlen gemäß IAS 8 teilweise angepasst
1 Werte ohne ruhende Arbeitsverhältnisse, ohne Mitarbeiter in Altersteilzeit und Freizeitphase, ohne Geringverdiener
2 Ergebnis je Aktie für Stamm-/Vorzugsaktien

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