BORGWARD – faszinierende Geschichte – begeisterndes neues Kapitel

In der Blütezeit von Borgward arbeiteten mehr als 23.000 Menschen in den Werkshallen, aus denen zwischen 1924 und 1961 mehr als eine Million Fahrzeuge rollten. Borgward motorisierte den deutschen Einzelhandel in den 1920er Jahren, war Wegbereiter für Technologien wie die Benzin-Direkteinspritzung und begründete das Segment der erschwinglichen sportlichen Limousine. Jetzt, nach über einem halben Jahrhundert, wird Borgward, eine der angesehensten Marken der deutschen Automobilindustrie, wieder zum Leben erweckt.

  • Der legendäre deutsche Automobilhersteller Borgward gibt seine Rückkehr in den Kreis der aktiven Automobilproduzenten bekannt.
  • Die vollkommen neu aufgestellte Organisation wird ihren Hauptsitz in Stuttgart beziehen.
  • Ein komplettes Portfolio an innovativen, neuen Borgward-Modellen wird in den kommenden Jahren sukzessive eingeführt. Das erste Fahrzeug wird bereits im Herbst 2015 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt zu sehen sein.
  • Borgward stand immer für technologische Innovationen – das Unternehmen wird daher besonderen Wert auf die Entwicklung fortschrittlicher Lösungen in den Bereichen E-Mobilität und Vernetzung („Multiple Interaction“) legen.

Das Comeback von Borgward ist in der Automobilgeschichte beispiellos – und das Ergebnis intensiver Vorbereitungen, die mit Beginn des neuen Jahrtausends starteten. Unter Leitung des international tätigen Industriemanagers Karlheinz L. Knöss und Christian Borgward, Enkel des legendären Firmengründers Carl Friedrich Wilhelm Borgward, arbeitete ein ständig wachsendes Team an Ingenieuren und Designern still und beharrlich am gemeinsamen Ziel, die in der deutschen Automobilgeschichte einzigartige Marke wiederzubeleben.

Das Ziel ist nun erreicht. Im März 2015 präsentiert sich Borgward als Marke erstmals seit 1960 wieder auf dem Genfer Automobil-Salon. Und die Wiedergeburt wird nicht nur durch die Ankündigung einer atemberaubenden Palette an zukunftsweisender Borgward-Fahrzeugen, sondern auch ein Geschäftsmodell, in dem Kundenbedürfnisse in all jenen Märkten, in denen Borgward vertreten sein wird, die Richtschnur der operativen Tätigkeit darstellen – um überall maßgeschneiderte Produkte anbieten zu können.

Als Borgward im Sommer 1961 den Handel einstellte, war dies das Ende einer Epoche von automobiler Kreativität, die ihresgleichen sucht. Zwischen 1919 und 1961 schuf der aus einfachen Verhältnissen stammende Carl F. W. Borgward – Sohn eines Kohlenhändlers und eines von 13 Geschwistern – ein Firmenimperium, das es mit den größten der Branche aufnehmen konnte. Tatsächlich war die Borgward-Gruppe Ende der 1950er Jahre der drittgrößte Pkw-Hersteller in Deutschland. Transporter sowie Klein- und Kompaktwagen der Marken Lloyd und Goliath rundeten das Angebot der Borgward-Gruppe ab. Vor allem zwischen 1949 und 1961 entstanden automobile Meilensteine wie der Hansa 1500, der P100 und die Isabella – ein Mittelklassewagen, der durch seine Ästhetik begeisterte und mit dynamischen Fahrleistungen den Aufschwung erschwinglicher Sportlimousinen um 30 Jahre vorwegnahm. Das Innovationsstreben war nicht auf die Straße beschränkt: Sogar ein Hubschrauber befand sich kurz vor der Serienreife.

Fahrzeuge von Borgward galten als innovativ, dynamisch und luxuriös. Sie überzeugten mit ihrer formalen Gestaltung ebenso wie mit ausgereiften und ausgesprochen zuverlässigen Konstruktionen. Genau dies sind die Werte, die einen Borgward im 21. Jahrhundert auszeichnen – auch in einem automobilen Umfeld, das sich dramatisch gewandelt hat. Wichtig ist für das neue Unternehmen deshalb nicht nur der Fokus auf neue Technologien, sondern auch, für die Bedürfnisse in aufstrebenden Märkten exakt das richtige Produkt anzubieten. Das Abenteuer kann beginnen.

Eine gewaltige Herausforderung gemeistert - Interview mit Karlheinz L. Knöss, Vizepräsident des Aufsichtsrats der Borgward AG

Als ich begann, mit Christian Borgward über diese Idee zu diskutieren, haben wir uns vor allem gefragt: Was wäre passiert, wenn Borgward weiter existiert hätte?

Karlheinz L. Knöss ist die Schaltzentrale bei allen Aktivitäten rund um die beispiellose Wiedergeburt der legendären Automobilmarke Borgward. Der international erfahrene Automobil-Experte hat schon viele etablierte Namen kommen und gehen sehen und kennt die wesentlichen Elemente, die eine erfolgreiche Automobilmarke ausmachen.

Einzigartige Unternehmen und Marken zeichnen sich durch Leidenschaft, Pioniergeist und langlebige Werte aus,

sagt Knöss.

Borgward hat diesen Charakter durch die starke, fokussierte Persönlichkeit Carl F. W. Borgwards, seine Ideen, seine Produkte und seine visionäre Unternehmensführung verkörpert. Steter Erfolg und zielgerichtete Arbeit sind nicht immer Garanten für ein freundliches Umfeld. Diese bittere Erfahrung musste auch Carl F. W. Borgward machen.

Sein Lebenswerk aber, eine deutsche Automobilmarke mit internationaler Bekanntheit und Anerkennung geschaffen zu haben, die auch in der Zukunft globale Erfolge feiern kann, war und ist meine stärkste Motivation. Selbstverständlich ist all dies nicht ausreichend für eine erfolgreiche Wiederkehr auf einen der wettbewerbsintensivsten, internationalen Marktplätze wie die Automobilindustrie. Dieser Herausforderung habe ich mich aber gerne gestellt.

Die Wiedergeburt der Marke Borgward mag ihren Ursprung in einem persönlichen Lebenstraum gehabt haben – für die Umsetzung aber sind massive Investitionen und Vorbereitungen erforderlich. Karlheinz L. Knöss ist sich sicher, dass alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind – auch dank der Unterstützung leistungsfähiger, global aufgestellter Partner.

„So ein einzigartiges Projekt kann man nicht übers Knie brechen. Es klingt vielleicht banal, aber bevor man auf Investorensuche geht, muss das gesamte Paket stimmen“,

sagt Knöss.

Besonders in einem solch wettbewerbsintensiven Umfeld überzeugen professionelle Konzepte, die sich von der Potenzialanalyse über die Abwägung von Chancen und Risiken, die Konzeption der Produkte, Definition der Märkte und Zielgruppen bis zu intelligenten Vertriebsformen und After-Sales-Lösungen spannen. Es klingt vielleicht abgehoben, aber man muss eine Vision haben,

räumt Knöss ein.

Wenn wenn Sie nicht über die Vorstellungskraft, die visionäre Energie verfügen, können Sie keine Träume verwirklichen. Wohin soll die Reise gehen? Alles beginnt mit einer umfangreichen Analyse der Ausgangssituation, der realistischen Zielsetzung und der Zusammenstellung eines schlagkräftigen Entwicklungsteams.

Das Unternehmen wird in Deutschland angesiedelt sein, aber eine globale Perspektive haben – geboren aus der Entwicklung innovativer Technologien und weltweiter Vernetzung – während den Schnittstellen zu den Märkten und deren individuellen Bedürfnissen besondere Sorgfalt gelten soll.

Borgward ist eine deutsche Premium-Marke. Diese deutsche Erbanlage, Werte wie Qualität, Zuverlässigkeit, Eleganz, Innovation, Intelligenz und diese einzigartige Tradition sind solide Eckpfeiler für eine erfolgreiche Zukunft,

so Knöss.

Carl F. W. Borgward als Designer, Konstrukteur und Unternehmer hat ein beeindruckendes Lebenswerk geschaffen. Borgward war einer von zwei Vollportfolio-Anbietern in Deutschland. Borgward schaute immer über den Tellerrand, war weltoffen und immer waren Internationalität und Innovation Treiber des Erfolgs. Die strategische Ausrichtung für Borgward in der Zukunft baut auf diesem Fundament auf.

Trotz der jahrzehntelangen Abwesenheit vom Markt gibt sich das Borgward-Team felsenfest davon überzeugt, nicht nur über ein überzeugendes Geschäftsmodell zu verfügen, sondern auch über eine Marke, die das Potenzial hat, große Emotionen zu wecken. Diese Begeisterung ist eines der Kernelemente der Borgward-Wiedergeburt.

Die positive Ausstrahlung der Marke und ihrer Geschichte war immer wieder unbeschreiblich,

erzählt Knöss.

Sowohl junge Ingenieure als auch erfahrene Fachleute waren und sind daran interessiert, mit Borgward in die Zukunft zu gehen. Begeisterung ist durchgehend die Reaktion auf Borgward. Nur so konnten wir nach und nach das Team von Designern und Ingenieuren aufbauen. Und alle wussten, dass wir für eine unbestimmte Zeit ‚unterm Radar fliegen mussten‘, da wir uns keine Fehler erlauben durften.

Das Ausmaß dieses ambitionierten Vorhabens wird wohl als eine der spektakulärsten Botschaften des Genfer Auto-Salons von 2015 in Erinnerung bleiben. In einer von Echtzeit-Kommunikation dominierten Welt war es eine der schwierigsten Herausforderungen, nichts an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Eine Herausforderung, die mit Bravour gemeistert wurde. Das sieht auch Knöss so:

Eine globale Organisation aufzubauen ist das eine. Dies in völliger Geheimhaltung zu tun, noch einmal etwas ganz anderes. Anfangs habe ich mich gefragt, ob sich überhaupt jemand an den Namen erinnern wird. Wir haben natürlich nicht mehr mit Borgward-Kunden gesprochen, aber mit deren Söhnen oder Enkeln – und die waren total begeistert. Die Marke besitzt nach wie vor einen hohen Wert. Unser Team in Deutschland ist hochmotiviert, und Teil dieses Projekts zu sein ist ungewöhnlich spannend. Natürlich setzen wir uns auch hohem Druck aus – aber wer zu zaghaft ist, sollte es lieber bleiben lassen. Das ist aber keine Option für uns. Wir haben gerade erst angefangen …

Eine großartige Tradition – ein Blick in die Borgward-Geschichte

Borgward – der Name stand neben deutschem Ingenieursgeist und technischer Innovation schon früh für eine internationale Orientierung. So lieferte die Bremer Kühlerfabrik Borgward und Co. GmbH bereits Ende der 1920er Jahre Transportdreiräder des Modells Goliath Standard an die polnische Post. Es handelte sich dabei um ein Nachfolgemodell des ersten von Carl Friedrich Wilhelm Borgward selbst konstruierten Fahrzeugs – dem „Blitzkarren” von 1924.

Insbesondere im Aufschwung der Wirtschaftswunderjahre entwickelte sich die hanseatische Firma zu einem global agierenden Konzern mit drei Marken unter einem Dach vereint und einem sehr breiten Produktangebot: „Lloyd“ (Kleinwagen), „Goliath“ (Pkw der unteren Mittelklasse, Lieferwagen) und „Borgward“ (Mittel- und Oberklasse-Pkw sowie Lkw).

Die Internationalisierung des Geschäfts schritt kontinuierlich voran: Gingen 1949 lediglich sechs Prozent der Produktion aus dem Werk in Bremen-Sebaldsbrück in den Export, waren es 1953 bereits ein Viertel und zwei Jahre später schon 50 Prozent. Bezogen auf die gesamte Borgward-Gruppe, wurde 1955 jedes dritte Fahrzeug ins Ausland geliefert. Ein großer Standortvorteil war dabei der Überseehafen in Bremerhaven. Von hier aus wurden Pkw, Lkw und große Transportkisten mit Fahrzeug-Bausätzen oder Ersatzteilen in alle Welt verschifft. Für den Service vor Ort sorgten Borgward-Vertragshändler und -werkstätten auf allen Kontinenten: von Andorra bis Zypern, von Südafrika bis Äthiopien, von Kanada bis Argentinien. Auch Hongkong gehörte zu den Standorten mit Borgward-Repräsentanz.

Bis Mitte der Fünfzigerjahre zählten die Benelux-Staaten, die Schweiz und vor allem Schweden zu den wichtigsten Borgward-Exportmärkten. Die Berufung des Firmenchefs Carl F. W. Borgwards zum mexikanischen Honorarkonsul im Jahr 1955 steht stellvertretend für das starke Engagement des Unternehmens in Südamerika. Die guten Absatzchancen für Borgward-Modelle führten 1954/1955 sogar zur Gründung von Zweigwerken in Argentinien und Indonesien. Nach Südafrika lieferte der Konzern jährlich zwischen 2.000 und 5.000 Fahrzeugen.

Ein Exportschlager war insbesondere die 1954 vorgestellte Borgward Isabella – ein Traumwagen der Wirtschaftswunderzeit in Deutschland und auch im Ausland heiß begehrt. Nach sechs Monaten rollte bereits die 10.000ste Isabella von den Fertigungsbändern im Werk Sebaldsbrück. Allein 2.000 Exemplare davon gingen bis Anfang 1955 nach Schweden, insgesamt mehr als 15.000 Isabella wurden bis 1961 in das skandinavische Land geliefert. Ende der 1950er Jahre war die Borgward Isabella das anteilsmäßig meistexportierte Automobil aus deutscher Produktion.

Einen immensen Anteil an der hohen Exportquote der Isabella hatte ab 1955 die Ausfuhr in die USA.

Die Vereinigten Staaten entwickelten sich zum nach Deutschland zweitwichtigsten Markt für dieses Borgward-Modell. Zwei neue Versionen – der Combi und die Isabella TS (Touren Sport) – waren geradezu für den US-Markt prädestiniert und belebten das Geschäft dort zusätzlich, genauso wie eine ausschließlich für den Export produzierte Pickup-Variante. Borgward zu fahren war insbesondere an der Westküste der USA angesagt, vor allem bei Künstlern, Intellektuellen und Technik-Fans. Zwischen 1955 und 1961 gingen fast 50.000 Isabella über den großen Teich.

Im Rekordjahr 1959, in dem der Konzern bei einer Produktion von über 104.000 Fahrzeugen mit 632 Millionen D-Mark den größten Umsatz seiner Firmengeschichte erzielte, wuchs der Exportanteil des Borgward-Konzerns über alle Pkw- und Lkw-Reihen hinweg auf insgesamt 63,5 Prozent. Allein 35,6 Prozent aller ausgeführten Pkw der Gruppe waren für die USA bestimmt.

Die Meilensteine der Borgward-Modellhistorie

1924 – Borgward Blitzkarren

Es war ein selbstbewusstes und ambitioniertes Vorhaben – gerade mal ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs. Aber eine Zulieferfirma für die Automobilindustrie zu übernehmen sollte für Carl F. W. Borgward trotzdem nur ein Zwischenschritt sein. Der 29-jährige Ingenieur verfolgte ein Ziel: Er wollte selbst irgendwann Fahrzeuge konstruieren und bauen. Sein legendärer Blitzkarren markierte 1924 den Anfang. Er erfüllte perfekt das Bedürfnis nach preiswerten Transportmöglichkeiten in den aufstrebenden Städten und bereitete den Weg für seine Nachfolgemodelle, die bis zum Ende des Jahrzehnts einen Anteil von 25 Prozent des leichten Nutzfahrzeugmarkts erringen sollten. Borgwards Partner Wilhelm Tecklenborg verkaufte den Blitzkarren an die Deutsche Reichspost, die das einfache Fahrzeug für die Briefkastenleerung nutzte. Als der Name für einen Nachfolger gesucht wurde, sprachen sich viele für „Lilliput“ aus. Aber Carl F. W. Borgward dachte größer: Goliath prangte fortan auf den Transportdreirädern. Sie wurden zum unverzichtbaren Transportvehikel für eine ganze Generation von Gemüsehändlern, Bäckern, Landwirten und Kleingewerbetreibenden.

1949 – Borgward Hansa 1500

Carl F. W. Borgward hätte es sich einfach machen können und den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg – wie alle anderen deutschen Hersteller – mit Vorkriegsfahrzeugen starten können. Aber der rastlose und visionäre Autobauer blickte Ende der Vierzigerjahre schon weit über den Tellerrand hinaus. Ponton-Karosserien waren populär in den USA. Warum also dieses Konzept nicht nach Europa importieren? So begann bei Borgward die Nachkriegszeit mit einem völlig neu konstruierten Fahrzeug, das Standards setzte, denen alle anderen Hersteller in den kommenden Jahren folgen sollten. Der Hansa 1500, der im Frühling 1949 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt wurde, war das erste europäische Fahrzeug, das über eine Ponton-Karosserie mit integrierten Kotflügeln verfügte. Und damit mehr Raum bei gleichen Abmessungen bot. Damit avancierte der Hansa 1500 zum Meilenstein in der Geschichte des Automobildesigns.

1952 – Goliath GP 700E

Carl F. W. Borgward war ein Pionier. Technologien oder Produkte als Erster auf den Markt zu bringen zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Firmenhistorie. Sein Elan, mit großer Kreativität ständig neue Möglichkeiten zu entwickeln, war kaum zu bremsen.

1952 wurde im Goliath GP 700E eine Technologie vorgestellt, die erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts ihren Weg in die Massenproduktion finden sollte. Aber schon fünfzig Jahre früher war Carl F. W. Borgward von den Möglichkeiten der Benzin-Direkteinspritzung begeistert. Vor allem bei den damals weit verbreiteten Zweitakt-Motoren ließ sich mit dieser Technologie der Benzinverbrauch dramatisch reduzieren – ebenso wie die Abgase. Als ersten Serien-Pkw mit Benzin-Direkteinspritzung verbrauchte der Goliath GP 700E 30 Prozent weniger Treibstoff als sein Pendant mit konventionellem Vergaser. Auch über eine Schubabschaltung verfügte die Einspritzung des 29 PS leistenden 700 cm3-Motors. 1952 war die Benzin-Direkteinspritzung eine Sensation und markierte einen echten Meilenstein in der Automobilgeschichte.

1953 – Borgward Hansa 2400

Für viele Autofahrer ist Schalten und Kuppeln, zwangsläufig mit einer manuellen Gangschaltung verbunden, nicht mit den Ansprüchen der Luxusklasse vereinbar. Heute mag dies kaum jemand in Frage stellen – aber in den frühen 1950er Jahren gab es nicht einen einzigen Oberklassewagen eines europäischen Herstellers mit Automatikgetriebe. Dem Borgward Hansa 2400 wurde 1953 die Ehre zuteil, als erster europäischer Luxuswagen ein optionales Automatikgetriebe anbieten zu können. Das innovative Dreiganggetriebe mit Drehmomentwandler war eine komplette Eigenentwicklung – und eine Pionierleistung ersten Grades.

1954 – Borgward Isabella

Wie kein anderes Modell repräsentiert die legendäre Isabella die Marke Borgward und ihre Werte. Sie vereint die typisch deutsche Leidenschaft für Präzision mit ästhetischem und funktionalem Design.

Vor sechzig Jahren hatten Familienautos vor allem Platz für fünf Personen und einen großen Kofferraum zu bieten. Ansonsten herrschte blanke Nüchternheit – mehr nicht. Aber für Carl F. W. Borgward war das nicht genug. Warum sollte ein Familienauto nicht auch Fahrspaß bieten? Mit der Isabella erfand Borgward ein neues Segment. Sie kombinierte Eigenschaften, die es so nur in Luxusfahrzeugen gab: viel Platz, sportliche Fahrleistungen, ein aufregendes Design und große Zuverlässigkeit. Mit einer Leistung von 60 PS war die Isabella 1954 um gut 50 Prozent stärker als ihre direkten Wettbewerber. Als erste Sportlimousine für Familien bot sie hervorragende Fahrleistungen, setzte neue Standards und begründete einen automobilen Trend, der bis heute anhält. Ihre noch sportlichere Schwester, die Isabella TS von 1955, leistete sogar 75 PS und bot erstklassige Fahrleistungen ohne Kompromisse bei Zuverlässigkeit oder Alltagstauglichkeit. Die Haltbarkeit des robusten 1,5-Liter-Motors hat noch heute einen legendären Ruf.

Die Isabella-Familie war das Ergebnis innovativer Ingenieursleistung und der Offenheit, Dinge anders zu tun. Warum nicht auch ein Isabella Coupé anbieten, das noch mehr Fahrvergnügen bietet? Oder ein Cabriolet? Und kann ein Kombi nicht auch von der Vielseitigkeit der Isabella-Konstruktion profitieren? Die verschiedenen Isabella-Modelle sind ein Beispiel für die Ausbaufähigkeit einer guten Idee und Borgwards ständiges Streben, eingefahrene Grenzen und Kompromisse zu überwinden. Sie sind ein Beleg für Vielfalt.

Die Isabella leistete als Traumwagen der Wirtschaftswunderzeit einen entscheidenden Beitrag, den hervorragenden Ruf der Borgward-Fahrzeuge weltweit zu etablieren. Carl F. W. Borgwards untrügliches Gespür für Marktnischen hatte den größten kommerziellen Erfolg der Borgward-Geschichte beschert: Mehr als 200.000 Isabellas wurden bis 1961 verkauft.

1959 – Borgward P 100

Carl F. W. Borgward war ein Macher. Zögerlichkeit war ihm fremd. Dieser Charakterzug bestimmte seine gesamte unternehmerische Laufbahn – von 1919 bis 1961. Der Stolz auf die eigene Leistung und die seiner Mannschaft war ebenfalls ein wesentliches Merkmal. Er war die Basis für den drittgrößten Automobilkonzern der späten Fünfzigerjahre, mit neuen Lösungen immer wieder neue Wege zu gehen.

Einfache Standardtechnologie anzubieten war dagegen nicht die Sache von Carl F. W. Borgward. Schon gar nicht, als die Entscheidung fiel, 1959 in der Oberklasse mit einem neuen Fahrzeug anzugreifen. Die neue Limousine mit dem 100 PS leistenden Sechszylinder-Motor sollte ihre Käufer nicht zu einer Entscheidung zwischen Fahrsicherheit und Komfort zwingen. Der Borgward P 100 sollte beides liefern.

Auch 55 Jahre nach seinem Erscheinen verblüffen die technischen Spezifikationen des Borgward P 100. Er war das erste europäische Fahrzeug, das eine Luftfederung mit automatischem Niveauausgleich besaß. Die Bodenfreiheit blieb stets konstant, unabhängig von Beladungszustand oder Fahrbedingungen. So vereinte der P 100 exzellenten Federungskomfort mit hoher Fahrsicherheit. Die fortschrittliche und robuste Konstruktion fasziniert in ihrer Wirkung noch heute.

Borgward im Motorsport – der ultimative Härtetest

Erfolge auf den Rennpisten der Welt sprechen für die Leistungsfähigkeit einer Konstruktion. Von der positiven Resonanz auf die Premiere des Hansa 1500 beflügelt, entscheidet Carl F. W. Borgward noch auf dem Messestand in Genf 1949, den neuen Pkw als Basis für einen Rennsportwagen zu nutzen.

Der Vater der legendären Auto Union-Rennwagens, August Momberger, versieht das Chassis des Hansa 1500 mit einer aerodynamischen Aluminium-Verkleidung. Motorenkonstrukteur Karl-Ludwig Brandt steigert die Leistung auf 66 PS: Im August 1950 erzielt der „INKA-Wagen“ im französischen Montlhéry zwölf internationale Rekorde.

Der Erfolg motiviert. Ein neues Fahrgestell wird entworfen und der 1,5-Liter-Motor für die Saison 1953 weiter modifiziert. Mit neuem Zylinderkopf samt Solex-Doppelvergaser erreicht er 110 PS – zehn PS mehr als die Porsche Spyder-Typen. Beim 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring triumphierten Karl-Günther Bechem und Theo Helfrich als Klassensieger und landen mit ihrem Borgward Hansa 1500 RS hinter einem 4,5-Liter-Ferrari und einem Jaguar auf dem dritten Platz im Gesamtklassement.

Das Coupé auf Basis des Hansa 1500 kommt nochmal zu Weltrekord-Ehren. Um die Leistungsfähigkeit des Dieselmotors im Hansa 1800 zu demonstrieren, baut die Motorsport-Abteilung den serienmäßigen 42-PS-Selbstzünder in die Sportkarosse ein. Auf Anhieb erreicht das erste Diesel-Coupé der Geschichte 155 km/h und verbucht im Mai 1953 zwei neue Weltrekorde für Dieselfahrzeuge – unter anderem die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit (140,72 km/h) über 2.000 Kilometer.

Ende der Saison 1953 starten zwei Borgward-Werkswagen mit Hans-Hugo Hartmann und Adolf Brudes bei der Carrera Panamericana und treffen dort auf die Porsche von Karl Kling, Hans Herrmann und Jaroslav Juhan. Im Rennen liefern sich Hartmann und Juhan ein dramatisches Duell, aus dem der Borgward-Fahrer als Sieger hervorzugehen scheint. Doch auf der letzten Etappe reißt ein Ventil ab. Hartmann kämpft weiter, gerät in einen Sandsturm, passiert trotzdem noch das Ziel und wäre Klassensieger – wenn er das dreistündige Zeitlimit für die Schlussetappe nicht um sieben Sekunden überschritten hätte. Darüber hinaus geht Borgward im selben Jahr mit zwei Fahrzeugen bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start.

Erfolgreich schlägt sich Borgward auch im Tourenwagensport. Nahezu serienmäßig erreicht die Isabella unter anderem bei der Carrera Panamericana 1954 den sechsten Platz in der Klasse europäischer Tourenwagen. In Bremen macht sich die Versuchsabteilung im selben Jahr daran, eine 1,5-Liter-Vierventil-Einspritzversion mit Doppelzündung auf Basis des Isabella-Motors zu entwickeln. Ab 1956 steht Borgward damit einsam an der Spitze zeitgenössischer Rennsporttechnologie. Das Aggregat leistet zunächst 150 PS und erreicht im Borgward RS zahlreiche Klassensiege.

1958 zieht sich Borgward aus dem Werks-Motorsport zurück. Aber das „State-of-the-art“-Triebwerk des Borgward RS ist für die neue 1,5-Liter-Formel 2 wie geschaffen. Stirling Moss-Manager Ken Gregory sichert sich das Renntriebwerk aus Bremen für die Saison 1959. Mit seinem Cooper-Borgward feiert der britische Nachwuchs-Star bei den ersten vier Starts vier Siege. Der Borgward-Vierventiler dreht locker und problemlos bis zu 8.000 Touren. Stirling Moss in seiner Biographie: „Die Formel 2 bedeutete damals nicht viel für mich – bis ich in dem Cooper mit Borgward-Motor saß.“

Der Borgward-Plan für die Zukunft – Schritt für Schritt zum Global Player

Das neue Borgward-Emblem steht stellvertretend für den Aufbruch der Traditionsmarke in eine neue Ära. Es wird zukünftig das Frontdesign aller neuen Borgward-Fahrzeuge prägen. Seine zeitgemäße, dreidimensionale Gestalt formuliert auf den ersten Blick den hohen Anspruch: Das neue Logo präsentiert Borgward als aufstrebende und dynamische Automobilmarke mit hochinnovativer Technologie, kreativem Design und deutschem Qualitätsbewusstsein. Seine Grundform greift das weltbekannte Borgward-Markenzeichen aus den 1960er-Jahren konsequent auf – den Rhombus. In edlem Silber verkörpert er damals wie heute die abstrakte Darstellung eines Diamanten und reflektiert damit den Premium-Anspruch der Marke. Der Rhombus wird von vier Dreiecken gebildet, wovon zwei in Rot ausgeführt sind – eine Referenz an die Flagge der Stadt Bremen, in der Carl Friedrich Wilhelm Borgward sein Unternehmen in den 1920er Jahren gründete. Den Counterpart der roten Dreiecke bilden zwei komplett ausgesparte Dreiecksflächen, die den Blick auf die jeweilige Lackfarbe der zukünftigen Borgward-Fahrzeuge freigeben werden und dem Emblem die besondere Tiefe verleihen.

Grundform und Farben des Logos haben die Designer unserer Zeit behutsam weiterentwickelt und damit ein optisches und haptisches Highlight kreiert. Die eleganten Kurven der abgerundeten Rautenform stehen in harmonischer Koexistenz zu den harten Kanten der Dreiecksformen im Innenfeld des Emblems. Verschiedene, präzise ausgearbeitete Tiefenebenen erzeugen die moderne dreidimensionale Struktur des neuen Logos. Auf den Oberflächen erwecken subtile Reflektionen und Schatten selbst in gedruckter Form auf Papier noch den Eindruck von Plastizität. Zusätzliche Textur bringt das dezente rautenförmige Muster auf den roten Dreiecksflächen ein, das aus der Nähe betrachtet ins Auge fällt. Der BORGWARD-Schriftzug ist selbstbewusst und prominent auf dem silbernen, breit ausgeführten Mittelsteg des Rhombus platziert. Der Schriftschnitt ist elegant und zeitlos schön in schwarzen Lettern tief ins Metall geprägt. So vereint die markante silberne Raute alle Elemente des Logos zu einem ausgewogenen Gesamtkunstwerk – eine unverwechselbare Ikone, die Borgward den Sehgewohnheiten unserer Zeit entsprechend feinfühlig neu interpretiert hat.

„Accessible Premium“ – entwickelt in Deutschland, maßgeschneidert für die Welt

Was definiert eine Marke mit einem Premium Anspruch? Und wie gelingt es dieser Marke, die nach 50 Jahren wieder in den Kreis der Automobilhersteller tritt, dem gerecht werden? Die Wiedergeburt von Borgward ist ein gewaltiges Unternehmen, das in der Automobilindustrie einzigartig ist. Die Übertragung historischer Markenwerte in eine zeitgemäße Positionierung und Technologie ist die Herausforderung, der sich Christian Borgward, Karlheinz L. Knöss und ihr Team gestellt haben. Alle Beteiligten waren zwar stolz auf die Borgward-Historie – haben aber von Anfang an ihre Konzentration auf die großen Herausforderungen der Zukunft gelegt.

Ein Anspruch lässt sich nicht nur mit Historie beantworten. Auch im 21. Jahrhundert wird automobiles Know-how aus Deutschland weltweit mit Begriffen wie Präzision, Fortschrittlichkeit und überragender Qualität assoziiert. Dieser „German Heritage“ fühlen sich die Borgward-Produkte des 21. Jahrhunderts verpflichtet. Fortschritt ist dabei nicht technologie-getrieben, sondern orientiert sich am Menschen, der im Zentrum aller technischen Lösungen steht.

Es geht es darum, echte Bedürfnisse von Autofahrern in einer Zeit dynamischer Veränderungen des Mobilitätsverhaltens zu erkennen – und ihnen die passende Lösung anzubieten. Dabei dürfen entscheidende und voranbringende Technologien nicht nur wenigen vorbehalten bleiben: Die Demokratisierung von bahnbrechender, effizienter Technologie ist ein zentrales Anliegen – und stand auch in der Geschichte Borgwards immer ganz weit vorne.

Dabei geht es – neben selbstverständlichen Anforderungen wie einem Five-Star-Rating beim European NCAP-Test – auch darum, dass dynamisches, funktionales und hochwertiges Design die Aufgabe hat, seinen Besitzer mit Stolz zu erfüllen. So, wie die Isabella in den Fünfzigerjahren ihren Fahrern das Gefühl gegeben hat, nicht nur ein schönes, sondern auch ein besonderes Auto zu besitzen. Heute zählen neben dem Design auch fortschrittliche Kommunikations- und Entertainment-Technologien zu den Elementen, die dauerhafte Freude am Auto erzeugen. Aspekte, denen sich die Borgward-Entwickler mit besonderer Kompetenz, Sorgfalt und Akribie angenommen haben. Ein modernes Management-System, das Innovation fördert statt sie zu lähmen, ist für Borgward selbstverständlich. Die Ingenieure im Team sind ständig dazu aufgefordert, alles in Frage zu stellen – bis die beste Lösung gefunden und umgesetzt ist.

Um die Anforderungen der internationalen Kunden in all ihrer Unterschiedlichkeit tatsächlich zu verstehen, hat Borgward bewusst entschieden, auf Diversität zu setzen und den maximalen Nutzen daraus zu schöpfen. So treibt ein multikulturelles Team mit bester Kenntnis der globalen Automobilmärkte die Entwicklung der Borgward-Modelle für das 21. Jahrhundert voran. Der multikulturelle Ansatz ergibt sich auch aus dem global angelegten Geschäftsmodell. Schon Carl F. W. Borgward hat weit über die Grenzen Europas hinaus gedacht – und gehandelt. Die Möglichkeiten, die sich 60 Jahre später dank internationaler Vernetzung eröffnen, hätten den innovativen Visionär begeistert.

Heute ist Borgward als deutscher Automobilhersteller bestrebt, aus aller Welt Kompetenzen und Talente zu akquirieren. Und bei der Definition von Ziel-Märkten spielen geographische Grenzen oder Traditionen keine Rolle. Für Borgward ist der Kunde der globale Markt – und die Marke wird dort mit Priorität präsent sein, wo die größten Potenziale zu finden sind.

Die Borgward-Philosophie

„Eine sinnvolle Integration aller Ressourcen, deutsche Fertigungstechnologie und maximale Vernetzung” – das ist die Strategie, die das Gerüst für die Borgward-Wiedergeburt darstellt. Die effiziente Nutzung von Synergien, neuen Kooperationen sowie ein innovatives Management-System leisten ihren Beitrag zu einem Geschäftsmodell, das den Anforderungen des 21. Jahrhunderts Rechnung trägt. Gemeinsam mit einer webbasierten Vertriebs-Organisation strebt Borgward nach nichts Geringerem als der Neuerfindung des automobilen Ökosystems.

Das methodische Vorgehen, stets nach absoluter Perfektion zu streben, das sich aus der soliden Verankerung der Marke in ihrer Vergangenheit ableitet, zahlt sich mehrfach aus. Als deutsche Marke setzt Borgward überall Standards, die denen deutscher Automobilproduktion entsprechen. „Präzision“ ist das Attribut, mit dem sich der Anspruch der Marke definiert.

Dazu zählt eine hochmoderne Fertigung ebenso wie eine modulare Plattformstrategie. Wo die Zusammenarbeit mit externen Partnern sinnvoll ist, wählt Borgward aus dem weltweiten Portfolio diejenigen, die am ehesten dem Qualitätsanspruch der Marke entsprechen. Zahlreiche Kooperationen sind bereits entstanden. So sind Prozesssicherheit und ein hohes Maß an Standardisierung garantiert, um zu angemessenen Preisen nicht nur hochwertige, sondern auch ausgereifte und zuverlässige Technologie anbieten zu können – „Accessible Premium“ eben.

Der globale Ansatz ermöglicht auch, State of the Art Technologie zu skalieren sowie regional unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen und Lösungen anzubieten. Borgward war schon in den 1950er Jahren bekannt für revolutionäre Antriebslösungen. Viele Pionierleistungen wurden von anderen Herstellern bald kopiert. Modernste Dieselmotoren oder der erste Einsatz der Benzin-Direkteinspritzung in der Großserie sind Beispiele hierfür. Dementsprechend stehen effiziente Antriebstechnologien und E-Mobilität bei der Entwicklung für die zukünftigen Borgward-Modelle ganz oben auf der Agenda. Im Übrigen auch ein Bereich, in dem sich Borgward schon früh betätigt hat – mit elektrischen Transportern für die städtische Briefzustellung. Ein weiteres großes Thema ist das innovative Borgward Telematik-Konzept Multiple Interaction. Es wird die Einstellung des Fahrers zu seinem Auto verändern, denn ein Borgward wird zum persönlichen Assistenten und zu einem Begleiter, der unterhält, informiert und und sich um seinen Fahrer kümmert – wo immer dieser unterwegs ist. Heute gilt mehr denn je: Vorausdenken ist für Borgward eine Kernkompetenz.

Intensive Vernetzung trägt auch dazu bei, die Zusammenarbeit der Technologiezentren in Deutschland und anderen Märkten harmonisch und reibungslos zu gestalten. Selbst das Kunden-Feedback wird direkt in den R&D-Prozess einbezogen werden. Der Ansatz, Anregungen und Ideen stets unvoreingenommen und offen gegenüberzustehen, stellt sicher, dass alle Bedürfnisse berücksichtigt werden: sowohl von Kunden als auch von Partnern.

Die richtige Haltung – ein Interview mit Einar J. Hareide, Chefdesigner Borgward AG

Was verbinden Sie mit dem Namen Borgward?

Das Erste, woran ich spontan denke, ist die Isabella. Deren Eleganz ist einfach etwas Besonderes und erinnert mich an eine Skulptur. Aber es gab auch andere großartige Fahrzeuge wie den Hansa 1500. Nach dem Krieg fuhren einige Borgward in Norwegen, und ich kann mich daran erinnern, dass mein Großvater einen Hansa 1500 von 1952 besaß. Borgward galt als zuverlässig, praktisch und formal sehr ausgewogen. Innovation war auch immer typisch für Borgward – und dass die Automobile ihren Nutzern in vielen Aspekten einen echten Mehrwert brachten – unabhängig von ihrem beruflichen oder persönlichen Hintergrund. Es gab nicht nur einen typischen Borgward. Carl F. W. Borgward bediente eine ungeheure Bandbreite von Kunden und deren unterschiedliche Bedürfnisse. Und er hat ständig neue Lösungen erdacht, um diese Bedürfnisse möglichst gut zu treffen.

Für was wird Borgward in Zukunft stehen?

Aufbauend auf der Tradition sehe ich vor allem drei Aspekte. Der erste Aspekt ist die Haltung. Autos von Borgward – das ganze Unternehmen – hatte einfach eine besondere Haltung, die auch heute noch eine starke Anziehungskraft hat. Ich würde das als eine Kombination von Stilsicherheit und Nähe oder Erschwinglichkeit bezeichnen, weniger als eine bestimmte Formensprache. Borgward hat neue Standards für das Segment der Mittelklasse gesetzt – und diesem Anspruch sehen wir uns verpflichtet, wenn wir heute von ,,Accessible Premium“ sprechen.

Der zweite Aspekt ist, den Kunden neue Möglichkeiten aufzuzeigen. Die Bedürfnisse und Trends in Märkten zu kennen ist wichtig, aber nicht ausreichend. Wir müssen unseren Kunden voraus sein und das kulturelle und gesellschaftliche Umfeld verstehen, in dem sich ein Fahrzeug behaupten soll. Wenn wir das schaffen, können wir Produkte konzipieren, die mit innovativen Lösungen einen echten Mehrwert bieten und damit möglicherweise jetzt schon Antworten auf Fragen liefern, die unsere Kunden sich erst in Zukunft stellen werden. Borgward war bekannt dafür, mit jedem Fahrzeug Innovationen einzuführen, und das ist auch für uns eine Leitlinie.

Der dritte – und aus meiner Sicht entscheidende – Aspekt ist Inspiration. Wir möchten Menschen mit unseren Produkten in der gleichen Art und Weise inspirieren, wie die klassischen Borgward-Fahrzeuge das heute immer noch tun. Aber wir stehen natürlich erst am Anfang und wissen, dass uns ein langer Weg bevorsteht, bis wir der Marke Borgward wieder die Relevanz verliehen haben, die sie früher einmal hatte.

Lassen Sie sich von der Isabella oder anderen historischen Borgward-Fahrzeugen inspirieren?

Auf jeden Fall, wenn auch nicht von spezifischen Design-Elementen. Es ist immerhin mehr als ein halbes Jahrhundert her, seit der letzte Borgward die Werkshallen verlassen hat. Und ein moderner Borgward kann heute alles sein, was wir uns vorstellen können. Für uns ist Borgward heute mehr eine Haltung oder Idee als die Vorgabe einer bestimmten Form. Wenn man sich zu sehr am Design klassischer Fahrzeuge orientiert, landet man unweigerlich in der Retro-Falle – und das ist etwas, was niemals im Sinne von Carl F. W. Borgward gewesen wäre. Ihm war immer wichtig, dass seine Autos für den Markt relevant waren, in dem sie sich behaupten mussten.

Es wäre relativ leicht, ein Retro-Konzept zu realisieren und eine modernisierte Isabella zu präsentieren. Aber: Dieses Auto hat seine Zeit gehabt, es passte in eine bestimmte Epoche mit spezifischen Bedürfnissen und Vorlieben, die sich von unseren heutigen stark unterscheiden. Wir sind natürlich tief in die Historie eingetaucht, um zu verstehen, was die Marke damals so besonders gemacht hat. Und das werden wir in die Zukunft übertragen. Es geht uns darum, Neues zu schaffen, und nicht darum, etwas zu wiederholen – weder Farben noch Formensprache.

Wie werden Sie vorgehen, um die neue Identität von Borgward herauszuarbeiten?

Das wird ein evolutionärer, langfristiger Prozess. Wenn es um die formalen Merkmale der Fahrzeuge geht, liegt unsere Priorität darauf, ein Design zu entwickeln, das Entwicklungsmöglichkeiten bietet – eine Grundlage, auf der man aufbauen kann. Es ist ebenso schwierig wie reizvoll, ein Fahrzeug zu gestalten, das man auf Anhieb – auch ohne Logo – erkennt. Wenn wir das schaffen, haben wir unser Ziel erreicht. Jetzt müssen wir definieren, was einen Borgward ausmacht – und das ist ein gewaltiges Stück Arbeit für die nächsten Jahre.

Ist es überhaupt möglich, heutzutage im Umfeld so vieler Wettbewerber und Modelle eine echte optische Differenzierung zu schaffen – gerade im Segment der Mittelklasse?

Aus der Historie von Borgward können wir durchaus Inspiration und Lösungen schöpfen. Auf der anderen Seite wollen wir etwas ganz Neues schaffen, was für Designer immer eine Herausforderung ist. Wenn Sie sich zu sehr an Kundenmeinungen orientieren und daran, wie der Markt heute aussieht, ist das, was sie gestalten, eher rückwärtsgewandt als zukunftsorientiert. Die Aufgabe für einen Designer ist, die Gesellschaft zu verstehen und Produkte zu gestalten, die besser als andere in diesen Kontext passen. Und das ist eine besonders interessante Aufgabe, wenn Sie an neue und wachsende Märkte wie China denken.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie ein neues Produkt entwerfen?

Es ist wichtig, das Umfeld des Produkts zu kennen. Wo wird es eingesetzt und welche Zielgruppe möchte man erreichen? Dann sind technische Vorgaben wie Sicherheitsbestimmungen zu berücksichtigen. Das Design eines Autos zu entwickeln ist ein kontinuierlicher Prozess im Austausch mit einem ganzen Team von Menschen, die unterschiedliche Bereiche repräsentieren: Fahrwerk, Antriebstechnik, Produktion, Sicherheit oder Marketing. Als Designer müssen sie eine Vielzahl von Wünschen und Vorgaben ausbalancieren, die sich manchmal widersprechen – aber letztlich alle ihre Berechtigung haben. Gleichzeitig haben Sie als Designer die Aufgabe, die anderen Bereiche zu inspirieren und zu begeistern. Wir haben ein hartes Stück Arbeit vor uns: Wir müssen eine Vision schaffen, die andere motiviert und als Initialzündung bei allen Beteiligten den Wunsch auslöst, dabei zu sein. Enthusiasmus ist für ein kreatives Umfeld absolut notwendig. Ohne Enthusiasmus wird man langsam und kraftlos.

Wie wurden Sie Teil der Borgward-Wiedergeburt?

Ich erinnere mich, dass Karlheinz Knöss mich angerufen und mir von dieser unglaublichen Idee erzählt hat. Vor zehn Jahren habe ich dann Christian Borgward im Wochenendhaus von Carl F. W. Borgward getroffen. Wir saßen zusammen und sprachen darüber, die Marke seines Großvaters wiederzubeleben, und er zeigte mir dessen original erhaltene Werkstatt – also den Ort, wo der Visionär seine Autos selbst gestaltet hatte. Es war absolut fantastisch – alles nahezu unberührt und exakt so erhalten, wie es früher gewesen sein muss: die alten Werkbänke, die Werkzeuge, alte Musterstücke aus Holz oder anderen Materialien. Ich beschloss spontan, eine Nacht in der Werkstatt zu verbringen, und Christian brachte mir eine Matratze aus dem Haus. Ich habe tatsächlich auf dem Fußboden der Werkstatt geschlafen und hoffte natürlich, dem Geist von Carl F. W. zu begegnen. Die einzige Begegnung in jener Nacht war aber die mit einer Spinne, die in meinen Schlafsack kroch. Vielleicht war es ja sein Geist – wer weiß das schon? Das war jedenfalls genau der Zeitpunkt, an dem ich beschloss, Teil dieses faszinierenden Projekts zu werden.

Eine stolze Vergangenheit als Inspiration für die Zukunft – ein Interview mit Christian Borgward

Herr Borgward, Sie tragen einen großen Namen. Welche Bedeutung hat Ihr Erbe für Sie als Jugendlicher gehabt?

Auf den Namen Borgward wird man natürlich immer angesprochen. Das war schon als Kind so, und das geht mir natürlich auch heute noch so. Aber ich habe mir nie etwas darauf eingebildet oder es als Belastung empfunden. Es ist schön, dass die Erinnerung an das Vermächtnis meines Großvaters über zwei Generationen weitergelebt hat, und ich habe mich immer gefreut, wenn mich Menschen auf die Geschichte meiner Familie angesprochen haben.

Ihr Großvater Carl F. W. Borgward hat vor beinahe 100 Jahren aus dem Nichts eines der erfolgreichsten deutschen Automobilunternehmen der Nachkriegszeit aufgebaut. Inwiefern hat Sie diese Geschichte beeinflusst?

Ich habe meinen Großvater leider nie persönlich kennengelernt. Als er starb, war ich noch nicht auf der Welt. Aber seine Leistung und sein Lebenswerk habe ich immer enorm bewundert. Die Firmengeschichte von Borgward hat mich tief beeindruckt, weil der Erfolg des Unternehmens das Ergebnis des Traumes eines einzigen Mannes war. Durch seinen Willen, seinen Mut und seine Schaffensfreude ist innerhalb von 40 Jahren ein Unternehmen entstanden, das weltweit über eine Million Fahrzeuge verkauft und 20.000 Menschen beschäftigt hat. Ich fand es immer erstaunlich, was ein einzelner Mensch leisten kann, wenn er einen Traum hat und diesen konsequent verfolgt.

Hat Sie dies dazu inspiriert, die Marke nun wieder aufleben zu lassen?

Auf jeden Fall. Mein Großvater kam aus einfachen Verhältnissen. Was uns verbindet, ist ein großer Traum, und genau wie er möchte ich den Mut haben, diesen Traum in die Tat umzusetzen, gegen alle Widerstände, Gegner und Zweifler. Mein Vater Claus Borgward war genauso. Er hat sein Leben lang hart gearbeitet und ist emporgestiegen bis zum Vorstand bei Volkswagen. Aber er ist immer ein bodenständiger, bescheidener Mann geblieben und nie abgehoben. Mein Vater hat mir beigebracht, dass menschliche Werte das Wichtigste sind, soziales Empfinden, Verantwortung, für seine Leute da zu sein. Etwas, was er bereits durch seinen Vater, Carl F. W. Borgward, gelernt hat. Trotz aller Zielstrebigkeit und Autorität hat mein Großvater immer für seine Angestellten gesorgt. Ich erinnere mich an ein Bild, das aufgenommen wurde, als die letzte Isabella 1961 vom Band lief. Da hatten die Mitarbeiter, die soeben ihre Jobs verloren hatten, ein Schild vor dem Wagen angebracht, auf dem stand: „Du warst zu gut für diese Welt!“ Dies sagt für mich viel mehr aus als all die Geschichten, die man später über meinen Großvater geschrieben hat.

Stimmen Sie diese Geschichten traurig?

Vieles an der Borgward-Geschichte ist mir nicht verständlich. Ich habe so viele Menschen kennengelernt, die sich besser mit der Historie auskennen als ich, die sich intensiv damit beschäftigt haben und jedes Detail kennen. Ich behaupte nicht, dass ich da mithalten kann, aber ich bin im Laufe der Jahre sehr vielen Menschen begegnet, die mich durch ihr Wissen und ihre Begeisterung für die Marke motiviert und in meiner Vision bestärkt haben. Und ich bin überzeugt davon, dass das Lebenswerk meines Großvaters es verdient hat, eine zweite Chance zu bekommen.

Wie kamen Sie auf die Idee, Borgward wieder zum Leben zu erwecken?

Nach dem Tod meines Vaters wurde ich der Ansprechpartner für die Borgward-Historie, und es haben sich weiterhin viele Fans, Journalisten und Autoren bei mir gemeldet, um mit mir über die Markengeschichte zu sprechen. Eines Tages kam jemand, der mich fragte: „Was wäre eigentlich, wenn Borgward überlebt hätte und heute noch existieren würde?“ Ich fand diese Frage unheimlich spannend, und seitdem ließ mich der Gedanke einfach nicht mehr los. Und als ich dann 2005 Karlheinz L. Knöss, einen international erfahrenen Industriemanager, traf und ihm von meiner Idee erzählte, war er sofort begeistert, und wir haben uns die nächsten zehn Jahre gegenseitig angetrieben, bis unsere Vision Wirklichkeit wurde.

Das ist ein sehr ambitioniertes Unterfangen. Wie haben Sie den Mut dazu aufgebracht?

Vielleicht beeinflusst durch die Geschichte meines Großvaters und das Vorbild meines Vaters glaube ich, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will. Man muss sich ein Ziel setzen, mit dem Herzen dabei sein, und wenn man wie ich einen großen Traum hat, dann kann man dafür kämpfen. Dann ist alles möglich. Sicher gibt es zwar keine Garantie für Erfolg. Von etwas zu träumen, dafür zu kämpfen, ist meiner Ansicht nach bereits der erste Schritt. Dann entsteht eine positive Energie, eine Eigendynamik, die einem hilft, entgegen allen Widerständen erfolgreich zu sein. Natürlich gehört auch Glück dazu, die richtigen Menschen zu treffen, die einem helfen, seine Ziele zu erreichen. Und ich bin dankbar dafür, dass ich dieses Glück hatte.

Fahren Sie selbst einen Borgward?

Mein erstes Auto war ein Lloyd Alexander, den ich von meinem Vater bekommen habe, dessen erstes Auto ebenfalls ein Alexander war. Als ich 16 war, sagte er zu mir: „Entweder, ich gebe dir das Geld für ein Mofa, oder ich gebe dir das Geld für ein altes Auto, das du restaurieren kannst, bis du 18 bist. Ich habe mich für Letzteres entschieden und mir einen Borgward ausgesucht. Seitdem durfte ich immer mal wieder verschiedene Borgward fahren. Vor kurzem habe ich mir dann einen Jugendtraum erfüllt und ein wunderschönes rotes Isabella Coupé Cabriolet gefunden, das gerade restauriert wird. Ich kann es kaum erwarten, es zu fahren.

Wird Ihre Isabella die Garage in Zukunft mit dem ersten neuen Borgward teilen?

Selbstverständlich. Die Geschichte von Borgward ist faszinierend, aber wichtig ist der Blick nach vorn, und daran haben wir in den vergangenen zehn Jahren hart gearbeitet. Wir bringen Borgward-Automobile auf die Straße, die den Namen verdienen, weil sie hochwertig, innovativ und mutig sind. Genau wie die Autos meines Großvaters.

Über Borgward

Der erfinderische Ingenieur Carl Friedrich Wilhelm Borgward gründete 1919 sein eigenes Unternehmen und produzierte in Bremen eine breite Palette von Fahrzeugen und Motoren unter den Marken Borgward, Hansa, Goliath und Lloyd. Zwischen 1919 und 1961 verließen mehr als eine Million Fahrzeuge die Fertigungsstätten und machten Borgward zeitweise zum drittgrößten Automobilhersteller Deutschlands. Bis zu 23.000 Mitarbeiter produzierten an den Bremer Fließbändern Fahrzeuge der Borgward-Gruppe, die in alle Welt verkauft wurden. Die bekanntesten Fahrzeuge der Geschichte sind der Borgward Hansa 1500, Borgward P 100 sowie die Borgward Isabella, von der weltweit mehr als 200.000 Exemplare verkauft wurden. 2005 entschlossen sich Christian Borgward, Enkel des Gründers Carl F. W. Borgward, und der international renommierte Industriemanager Karlheinz L. Knöss, Borgward wiederzubeleben. Zehn Jahre später ist es soweit: Die legendäre deutsche Automobilmarke präsentiert sich auf dem Genfer Auto-Salon – zum ersten Mal seit 1960.

Biografien

Christian Borgward, Präsident des Aufsichtsrats der Borgward AG

Christian Borgward wurde 1966 in Wolfsburg, Niedersachsen, geboren. Er ist der Enkel des Firmengründers Carl Friedrich Wilhelm Borgward. Sein Vater, Claus Borgward, war Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG und dort verantwortlich für das Qualitätsressort sowie treibende Kraft hinter zahlreichen Joint Venture-Projekten des Konzerns. Christian Borgward ist gelernter Einzelhandelskaufmann und leitet seit 1996 sein eigenes Unternehmen.

Karlheinz L. Knöss, Vizepräsident des Aufsichtsrats der Borgward AG

Karlheinz L. Knöss wurde 1962 in Rüsselsheim, Hessen, geboren. Er ist ein erfahrener Experte in Sachen Management, Restrukturierung, Strategie und bei technischen Fragestellungen. Knöss bekleidete zahlreiche Management-Positionen bei führenden Automobilherstellern. Seine Automobilkarriere begann 1992 bei Saab und später General Motors. 1998 wechselte er zu Daimler. Als Director of Global Corporate Communications für den Bereich Nutzfahrzeuge war er Vorstandsmitglied und vor allem in strategische Angelegenheiten und M&A-Projekte involviert. Knöss ist Gründer und Präsident der internationalen Strategie- und Management-Beratung VMAX AG. Knöss ist außerdem Co-Gründer und Vizepräsident des Aufsichtsrates der BORGWARD AG.

Einar J. Hareide, Chefdesigner, Borgward AG

Einar Hareide wurde in Hareid, Norwegen, geboren. Er ist ein international erfahrener Industriedesigner mit besonderem Schwerpunkt im Automobilbereich. Seine Karriere begann 1986 bei Saab. 1989 wechselte er zu Mercedes-Benz und war verantwortlich für das Design der 1994 erschienenen E-Klasse – dem ersten modernen Mercedes mit runden Scheinwerfern. 1991 kehrte Hareide zurück zu Saab wo er ab 1994 als Design Direktor fungierte. Seit 1999 leitet er erfolgreich seine eigene Firma Hareide Design, die in einer Vielzahl von Branchen aktiv ist – von Konsumgütern über maritime Produkte bis zum Automobil- oder Technologiebereich. Die Arbeit seines Studios erfuhr zahlreiche Würdigungen, unter anderem von Museen wie dem Museum of Modern Art (MoMA), dem Indianapolis Museum of Art (IMA) oder dem Museum of Arts And Crafts in Oslo.

 

© Borgward AG / BORGWARD – faszinierende Geschichte – begeisterndes neues Kapitel

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