HomeF1Brasilien-GP Sprint: Franco Colapinto enttäuscht nach Crash

Brasilien-GP Sprint: Franco Colapinto enttäuscht nach Crash

Ein Sprint, nasse Kanten, und ein junger Argentinier, der am Ende mehr seufzt als jubelt: Nach seinem Ausritt in Brasilien spricht Franco Colapinto offen über das Missgeschick. Die Geräusche sind noch im Ohr, der Geruch von feuchtem Asphalt hängt in der Nase — und trotzdem bleibt nur dieses schale Gefühl: Da war mehr drin.

Oscar Piastri lag auf Rang drei, als er sich am feuchten Randstein von Kurve 3 verhob — ein Tick zu viel Wasser, das Auto gleitet, die Mauer kommt wie ein harter Montag. Sekunden später geraten Nico Hülkenberg und Colapinto in denselben Strudel, als hätte die Strecke genau dort eine Falle gelegt. Der Alpine-Pilot steht danach da mit gesenkten Schultern: gute Ausgangslage, sauberes Tempo, und dann dieses eine Stück Farbe, das alles kippt. Ein Hauch zu schnell, ein Hauch zu weit, und die Lenkung wird leicht wie ein leeres Bierglas — das Heck hört auf zu beißen. Reue? Ja. Vor allem, weil der Rhythmus gepasst hat.

Schade – der Wagen war ein Gedicht

„Es tut weh, weil der Bock richtig gut war und wir im Sprint nach vorne marschiert sind“, sagt er, ohne Pathos, aber hörbar angefressen. „Ich hab den Eindruck, Lando hat als Erster die nasse Spur erwischt; dadurch hat’s bei Piastri noch mehr Gischt in die Luft geschaufelt — und von da an hat die Kettenreaktion ihren Lauf genommen.“ Dann der nächste Dominostein: „Hülkenberg klettert weit auf den Randstein, hebt eine ordentliche Wasserwand hoch, und ich komm direkt dahinter rein. Plötzlich liegt da eine glänzende Schicht — nicht viel, aber gerade genug.“ Der Rest passiert im Augenblick: „Sobald du die bemalte Fläche nur streifst — wirklich nur mit der Spitze —, schnellt dir die Fuhre weg: abrupt, hart, ohne Vorwarnung.“ Colapinto blinzelt in den Niesel, so, als könnte er die Szene zurückspulen. Kann er natürlich nicht.

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Kurz zusammengefasst

Beim Sprint in Brasilien rutscht Franco Colapinto von der Strecke und ärgert sich danach hörbar: Er fühlte sich in Schlagdistanz zur Spitze, bis die nasse Farbe in Kurve 3 ihre eigene Wahrheit diktierte. Er war überzeugt, die Favoriten kitzeln zu können — dann kam die Wasserfahne, und mit ihr das Aus. Eine kleine Berührung, ein großer Schnitt durch den Plan.

Lea Bertrand
Lea Bertrand
Léa Bertrand ist Redakteurin bei MotorNews, wo sie sich durch ihr Fachwissen über Autos und ihre redaktionellen Fähigkeiten auszeichnet. Sie absolvierte einen Master in Journalismus an der Universität Wien (Österreich) und ergänzte ihre Ausbildung mit einer Spezialisierung auf Autojournalismus am Salzburger Institut für Journalismus. Ihre akademische Laufbahn in Österreich ermöglichte es ihr, eine internationale Sicht auf die Automobilbranche zu erlangen und einen einzigartigen analytischen Ansatz zu entwickeln. Ihre Arbeit bei MotorNews umfasst Analysen zu technologischen Innovationen in der Automobilbranche, Fahrzeugtests und die Untersuchung von Marktentwicklungen, wobei sie auch eine ökologische und ökonomische Dimension einbezieht. Lea interessiert sich besonders für neue Mobilitätsformen und nachhaltige Lösungen, die die Zukunft der Branche prägen. Für weitere Fragen oder eine Zusammenarbeit können Sie sie per E-Mail kontaktieren : lea.bertrand@motornews.fr
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