Zweiter im Sprint am Samstag in Brasilien: Kimi Antonelli kommt als Erster der Verfolger ins Ziel – und schüttelt gleich danach den Kopf über die zachen Bedingungen, die diese kurze Hatz zu einem Tanz auf dünnem Grip gemacht haben. Es war schnell, es war launisch, es war anstrengend… und ja, es hat trotzdem Spaß gemacht.
Nach der Sprint‑Fahrt beim Grand Prix von Brasilien holt Kimi Antonelli Platz zwei. Über weite Teile klebte er Lando Norris (McLaren) im Rückspiegel, stichelte am Rhythmus, suchte das Fenster – der letzte Biss fehlte. Der Mercedes‑Pilot beschreibt eine vergnüglich‑harte Jagd unter schwierigen Verhältnissen, bei der der Wind mitfuhr wie ein grantiger Beifahrer. Am Ende bleibt die klare Einsicht: Lando Norris war an diesem Tag nicht zu packen.
Norris außer Reichweite
„Das war eine Gaudi – aber eine, die beißt. Vor allem am Start war’s richtig knifflig. Wir haben versucht, Lando Druck zu machen, ihn zu einem Fehler zu zwingen, doch es hat ein bisserl gefehlt. Mit jeder Runde hat der Wind zugelegt; da wird das Auto unruhig, die Hände werden wachsam, und jede Kuppe fühlt sich plötzlich größer an. Mein Vertrauen ist hoch, eh klar, aber die Luft zwischen uns allen ist hauchdünn. Gestern war’s zäh, eine wirklich saubere Runde hinzubekommen – da sind mir ein paar kleine Patzer reingerutscht. Jetzt hoffe ich, dass wir das heute wieder so hinbekommen. Oder, wenn’s geht, noch ein Stückerl besser.“
Kurz zusammengefasst
Kimi Antonelli wird im brasilianischen Sprint Zweiter, hadert mit den tückischen Bedingungen und erzählt von einer kurzen, intensiven Fahrt, die trotzdem Freude gemacht hat. Lange blieb er Lando Norris auf den Fersen – am Schluss war der McLaren-Pilot jedoch außer Reichweite.

