Der Himmel hängt schwer über São Paulo, die Strecke schimmert noch feucht — und die McLaren zuckt unter den Händen von Oscar Piastri. Ein Atemzug zu viel auf dem Gas, ein Randstein, der noch glänzt. Dann passiert’s. Ausgang Kurve 3. Der Wagen rutscht, widerspricht, gibt auf — und küsst die Mauer. Hart. Trocken. Ohne appel.
Vom dritten Startplatz in den Sprint gegangen, doch ins Ziel hat’s ihn nicht getragen. Piastri verliert am Ausgang von Kurve 3 die Balance, ein noch nasser Randstein hebt das Auto minimal an — gerade genug, um die Hinterachse zum Schmollen zu bringen. Der Australier fängt an zu korrigieren, aber die McLaren hat an diesem Punkt ihren eigenen Kopf. Sekunden später dasselbe Bild: Nico Hülkenberg und Franco Colapinto rutschen an exakt der gleichen Stelle über die Kante. Safety-Car draußen, die Szene spielt sich zwischen dem Ende der siebenten und dem Beginn der achten Runde ab — kurz, dicht, wie ein Schluck kalter Espresso.
PIASTRI IN DER MAUER! 🤯
Colapinto und Hülkenberg folgen Sekunden später… 😰
— CANAL+ F1®
War Norris der Auslöser?
Am Ende ziehen die Sportkommissare das einzig Logische: Rot. Strecke räumen, Nerven sortieren, Puls runter. Bitter für Piastri, der seit Austin und Singapur mehr Pech sammelt als Punkte — und zum zweiten Mal hintereinander einen Sprint nicht zu Ende fährt. Lando Norris? Holt wieder ein paar Zähler mehr, der Teamkollege klappt im Schatten die Kasse zu. Laut Antonelli soll Norris mitgenommen haben, was man besser meidet: den Randstein in Kurve 3. Ein kleiner Hüpfer, ein ordentlicher Spritzer — und die Linie wird zur Seife. Man spürt’s am Lenkrad, bevor man’s sieht. Diese Sorte Fehler ist kein Drama, aber sie ist gnadenlos ehrlich: Die Strecke entscheidet, und du folgst.
Kurz zusammengefasst
Nach den Rückschlägen in Austin und Singapur reißt Oscar Piastris Durststrecke nicht ab: Im Sprint am Samstag rutscht er am Ausgang von Kurve 3 ab und schlägt in die Mauer ein. Hülkenberg und Colapinto werden an derselben Stelle kurz darauf ebenfalls Opfer der rutschigen Kante. Safety-Car, dann Rot — und für Piastri bleibt nur wieder das, was niemand mag: ein DNF im Sprint.

