Während er auf seinen künftigen Teamkollegen bei Cadillac wartet, findet Sergio Pérez warme Worte für Valtteri Bottas.
2026 rollt Cadillac erstmals in die Formel 1. Für diese Premiere vertraut der Rennstall auf zwei Routiniers, die schon viel gesehen haben: Sergio Pérez und Valtteri Bottas. Bis er mit dem Finnen tatsächlich Seite an Seite arbeitet, blickt der Mexikaner auf die kommende Partnerschaft – neugierig, gelassen, mit dem Ohr nah am Motorgeräusch dieser neuen Geschichte.
Ein Duo mit Zug für den Start
„Setzt man Valtteri [BOT] und mich in ein Team, dann haben wir gemeinsam fast die ganze Startaufstellung durchprobiert – unterschiedlichste Rennställe, andere Abläufe, neue Werkzeuge. Diese Vielfalt an Strukturen und Arbeitsweisen, die kennst dann irgendwann im Bauch“, meint Sergio Pérez. Mit Bottas verbinde ihn seit Jahren ein ruhiges Einvernehmen, ohne Theater. „Es ist stark, ihn an Bord zu haben; er kommt mit einer Erfahrungsdecke, die fast alles berührt hat, was dieser Sport zu bieten hat“, legt Pérez nach – knapp, ohne Trommelwirbel, aber mit Respekt.
Und ja, im Hintergrund wird gearbeitet, nicht fürs Schaufenster: Stunden im Simulator, Sitzungen mit den Ingenieurinnen und Ingenieuren, Protokolle, die nach Benzin riechen. Fast jede Woche eine große Runde, um Richtung und Ziele zu schärfen – nicht als Dogma, sondern als Linie, die man spürt, wenn die Lenkung sich spannt. „Das Team ist mit sehr erfahrenen Leuten besetzt, und genau das trägt“, sagt Pérez. Der Subtext: Man baut nicht schnell, man baut sauber.
Erste Runden sind eingetaktet
Ursprünglich hieß es, die ersten Testkilometer würden im November in einem Ferrari anstehen. Der Ex-Red‑Bull‑Pilot wird nun konkreter – die Uhr tickt. In knapp drei Wochen geht’s los: Imola, zwei Tage am Stück, echte Luft, echte Curbs, echte Fehler. „Ich hab’ ein paar Testfahrten mit dem Auto eingeplant – gut für den Kopf, gut für die Hände. In etwa drei Wochen, in Imola, zwei Tage. Danach heißt’s warten bis Jänner, dann greif’ ich wieder ins Lenkrad“, erklärt der Mexikaner. Ein Plan, der nicht laut ist, aber verlässlich klingt – wie ein Motor im Standgas, der weiß, dass gleich gearbeitet wird.
Kurz gefasst
Bis er Bottas im Cadillac-Outfit wiedertrifft, lobt Sergio Pérez den Finnen – nüchtern, anerkennend. Die gemeinsame Erfahrung soll die neue Truppe rasch an die scharfen Enden der Grands Prix bringen. Keine großen Versprechen, aber ein Gefühl von Richtung: zwei Profis, eine Aufgabe, ein Startschuss, der bald fällt.

