Xavier Chardon, der diesen Sommer das Ruder bei Citroën übernommen hat, hat in einem Interview angedeutet, dass im Dezember eine spannende Veranstaltung in Paris stattfinden wird, um die zukünftige stilistische Ausrichtung und Strategie der Marke für die kommenden Jahre zu präsentieren.
Nach einigen Jahren im Volkswagen-Konzern ist Xavier Chardon nun zurück bei Citroën. Die Herausforderungen, die vor ihm liegen, sind erheblich: Das durch zu geringe Zuverlässigkeit angekratzte Image wiederherzustellen, ein klares Konzept zwischen den verschiedenen Modellen und Segmenten zu entwickeln, um ein stimmigeres Angebot zu schaffen und Entscheidungen über konkrete Projekte zu treffen—wie etwa die Einführung eines kleinen, erschwinglichen elektrischen Kei-Cars, für das Europa aktuell eine neue Kategorie anstrebt …
Citroën braucht einen Neuanfang
Im Gespräch mit unseren britischen Kollegen von Autocar äußerte Chardon sich zu aktuellen Modellen sowie zur künftigen Ausrichtung von Citroën. Besonders erwähnte er eine für Dezember geplante Präsentation in Paris, bei der möglicherweise bedeutende strategische Details für die nächsten Jahre entfaltet werden. Er merkte an, dass der Hersteller in den letzten Jahren einen klaren Kurs verloren hat und die Verwirrung rund um die Positionierung in der Branche zugenommen hat—dazu kommt ein Angebot, das vor nicht allzu langer Zeit hinsichtlich seiner Aktualität ins Hintertreffen geraten ist. Probleme hinsichtlich Zuverlässigkeit und Sicherheit, wie die Takata-Airbagkrise und die Diskussion um Puretech-Motoren, haben das Ansehen von Citroën beschädigt; die Marke steht vor der Notwendigkeit, sich neu zu erfinden. Vielleicht wird Citroën gegen Ende des Jahres ein Konzeptfahrzeug vorstellen, das erste Anhaltspunkte für den zukünftigen Stil der Marke liefert.

In dem Interview betonte Chardon die Bedeutung des ikonischen 2CV, der „ein unverzichtbarer Teil der Geschichte der Marke und der französischen Kultur“ ist. Sein Bestreben war es, dieses zeitlose Automobil zu democratizieren, was möglicherweise ein modernes „Try Small Car“ in neuer Form zur Folge haben könnte. Dabei will er jedoch nicht in die Falle des Neo-Retro-Designs tappen. „Die DNA und der Geist des 2CV sollen in unsere zukünftigen Modelle einfließen“, erklärte er. Doch sie werden nicht einfach die Form des 2CV annehmen, der, wie der französische CEO betonte, „aus funktionalen Gründen entwickelt wurde, die heutzutage möglicherweise nicht mehr relevant sind“.
Eine neue Version des Oli?
Könnte ein zukünftiges Konzeptfahrzeug wie der Oli-Prototyp von 2023, der damals die stilistischen Veränderungen ankündigte, die später beim Citroën C3 und C3 Aircross zum Tragen kamen, die Basis für diesen Neuanfang bilden? Derzeit ist zwar noch nichts finalisiert, doch Citroën scheint durchaus bereit zu sein, während der Hersteller die Münchner Automobilausstellung im September hinter sich ließ und sich gleichzeitig um die Einführung des C5 Aircross kümmert.
Fotos: Motornews
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