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Dacia Sandero 3: Kaufempfehlung oder nicht?

Im Jahr 2026 wird der Dacia Sandero umfassend überarbeitet und in einer Hybridversion auf den Markt gebracht. Aber können wir bis dahin weiterhin unser Interesse für dieses erschwingliche, vielseitige Stadtfahrzeug aufrechterhalten?

Natürlich, der Sandero hat es wirklich in sich!

Es ist noch ganz frisch: Die ersten Exemplare gehen auf Anfang 2021 zurück. Seither hat der Sandero der dritten Generation seinen Status als Liebling der Autofahrer in Frankreich gefestigt. Jährlich bleibt er das meistverkaufte Modell im Privatbereich, weit vor dem 208 oder Clio, die mehr für Flotten und Fachleute geeignet sind.

Es wäre also vermessen zu behaupten, dass dieser vielseitige Stadtflitzer mit dem Dacia-Logo, der 2022 (Logo, Kühlergrill, Getriebe, Oberflächen etc.) und 2024 (Sicherheitsmerkmale, Journey-Oberfläche) einige Anpassungen erfahren hat, an Relevanz verloren hat.

Besonders hervorzuheben ist die Plattform des Renault Clio 5, die es dem Sandero ermöglicht, sowohl das Fahrverhalten als auch die Innenausstattung spürbar zu verbessern. Mit einer Länge von über 4,09 Metern bietet der rumänische City-Flitzer eine geschickte Ergonomie, einen anständigen Komfort und eine überdurchschnittliche Platzverhältnisse. Ganz zu schweigen vom Kofferraumvolumen, das sich mit 328 Litern im oberen Segment befindet.

Er erfüllt alle Ansprüche an ein gutes Auto: nicht unbedingt sexy, aber absolut pragmatisch. Um noch mehr Begeisterung zu wecken, steht zudem eine Stepway-Version (ab 16.150 Euro) zur Verfügung, die den Eindruck eines kleinen, sportlichen SUVs vermittelt. Mit einer Bodenfreiheit, die um 4 cm erhöht ist, und einem Original-Dachträger, der sich flexibel nutzen lässt, wird der Transport von längeren Gegenständen oder einer Dachbox zum Kinderspiel.

Darüber hinaus wird der Sandero mit einer respektablen Ausstattung angeboten, die verschiedene Optionen für maximalen Komfort umfasst. Ausstattungsmerkmale wie „schlüsselloser Zugang/Start“, ein Touchscreen mit integriertem GPS, beheizte Vordersitze, eine Totwinkelüberwachung, eine Rückfahrkamera und Parksensoren an Front und Heck sorgen dafür, dass es an nichts fehlt.

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Mit den Jahren hat sich Dacia zunehmend von seinem „Low-Cost“-Image gelöst, das einst der Aufstieg des Unternehmens war. Dennoch sind die wirtschaftlichen Grundsätze nie aus den Augen verloren worden. Die Motorenpalette des Sandero besteht ausschließlich aus 3-Zylindermotoren, darunter ein Benzin-/LPG-Antrieb (ab 14.450 Euro).

Dieser Eco-G-Antrieb verbraucht zwar zwischen 20 und 30 % mehr, wenn er mit Gas betrieben wird, sorgt jedoch dank des flüssigen Kraftstoffs für deutlich geringere Nutzungskosten, bei unter 1 €/Liter. Zudem verfügt er über zwei Tanks — einen mit 50 Litern für bleifreies Benzin und einen mit 40 Litern für Flüssiggas, was ihm eine bemerkenswerte Gesamtreichweite von theoretisch mehr als 1.300 km verleiht.

Im Sandero-Katalog findet sich auch ein SCe ohne Turbo mit 65 PS, der zwar günstig (12.990 €, nicht in der Stepway-Version erhältlich) und knieschonend ist, aber weniger empfohlen wird. Daneben gibt es einen TCe 90 (ab 15.950 €), der auch mit einem CVT-Automatikgetriebe (nur in der Hochausführung für 19.000 €) erhältlich ist. Und ganz wichtig: Ein TCe mit 110 PS, der stets in Verbindung mit der Stepway-Version angeboten wird, komplettiert das Angebot.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Dacia Sandero mit seinen verlockenden Preisen und generell soliden Leistungen ein verlässlicher Begleiter bleibt. Einen ähnlich gut ausgestatteten Mitbewerber zu finden, bedeutet oft, auf den Gebrauchtwagenmarkt auszuweichen, wo viele Modelle wahrscheinlich nicht von einer 3-Jahres- oder 100.000-km-Garantie profitieren werden …

Vielleicht ist es nicht mehr so einfach…

Zwar bleibt der Sandero zugänglich, aber die Inflation macht auch vor ihm nicht halt und die Preise steigen regelmäßig. Zudem bietet er keine Form der Hybridisierung an und wird mit dem immer strenger werdenden Besteuerungssystem konfrontiert: Erwarten Sie einen Aufpreis von 210 Euro für die SCe 65-Version und bis zu 1.386 Euro für den Sandero Stepway mit dem TCe 90 CVT-Motor.

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Auf der Fahrerseite leidet die Bedienung durch ein nur 5-Gang-Getriebe bei den meisten Sandero-Motoren. Lediglich die Stepway-Version bei Eco-G 100 und TCe 90 verfügt über sechs Gänge. Wer sich für den Dual-Fuel-Antrieb aus Benzin und LPG entscheidet, muss (optionale) Abstriche beim Reserverad machen, da dessen Platz vom Benzintank eingenommen wird.

Ein weiterer Kritikpunkt, der wiederkehrend lautet, ist die Schalldämmung: Auf Schnellstraßen werden aerodynamische und Rollgeräusche schnell zu laut. Auch die Präzision des Fahrwerks kann nicht mit dem Niveau des 208 oder Clio mithalten, während der Komfort, insbesondere bei der Stepway-Version, durch die eher sprunghafte Dämpfung beeinträchtigt wird.

Was wir lieben

  • Attraktiver Preis
  • Solide Ausstattung
  • Platzangebot
  • Geringe Kosten für die Nutzung von Flüssiggas

Weniger gefallen uns

  • Schalldämmung
  • Steuern
  • Unhandlichkeit

VERFÜGBARKEIT Dacia Sandero

  • Benziner: von 65 bis 90 PS, von 12.990 € bis 19.000 €
  • Benzin/LPG: 100 PS, von 14.450 € bis 16.950 €

VERFÜGBARKEIT Dacia Sandero Stepway

  • Benziner: von 90 bis 110 PS, von 16.150 € bis 20.500 €
  • Benzin/LPG: 100 PS, von 16.150 € bis 18.950 €

Technische Daten (Dacia Sandero)

  • Gewicht (kg): ab 1.087
  • LxBxH (m): 4,09×1,85×1,50 (Stepway 4,10×1,85×1,54)
  • Radstand (m): 2,60
  • Tank (l): 50 (50 + 40 im Eco-G)
  • Kofferraumvolumen bei fünf Sitzplätzen (l): 328

Potenzielle Konkurrenten

Citroën C3

  • LxBxH (m): 4,02×1,76×1,58
  • Kofferraum (l): 328
  • Von 100 bis 113 PS, ab 15.750 €

MG3

  • LxBxH (m): 4,11×1,80×1,50
  • Kofferraum (l): 293
  • 195 PS, ab 19.990 €

Seat Ibiza

  • LxBxH (m): 4,06×1,78×1,45
  • Kofferraum (l): 355
  • Von 80 bis 115 PS, ab 21.000 €
antoine Bouquet
antoine Bouquet
Antoine Bouquet ist Redakteur bei MotorNews, wo er seine Leidenschaft für Autos mit seinen soliden journalistischen Fähigkeiten verbindet, die er sich im Laufe seiner akademischen Laufbahn angeeignet hat. Er hat an der Universität Paris-Sorbonne einen Master in Journalismus und Kommunikation absolviert und sich an der Journalistenschule in Lille auf Automobiljournalismus spezialisiert, wodurch er in seinen Texten journalistische Genauigkeit und technisches Fachwissen vereinen kann. Mit seiner mehrjährigen Erfahrung in der Fachpresse ist Antoine für seine Fähigkeit bekannt, die neuesten Innovationen in der Automobilbranche gründlich zu analysieren und diese Informationen gleichzeitig für ein breites Publikum zugänglich und interessant zu machen. Seine Arbeit deckt ein breites Themenspektrum ab, das von Fahrzeugtests über neue Technologien bis hin zu Marktentwicklungen und Umweltfragen der Branche reicht. Für weitere Fragen oder eine Zusammenarbeit können Sie ihn per E-Mail kontaktieren : antoine.bouquet@motornews.fr
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