HomeAuto-TestDenza Z: Neuer chinesischer GT aus dem Shanghai-Salon

Denza Z: Neuer chinesischer GT aus dem Shanghai-Salon

BYD gehört zu den vielversprechendsten Unternehmen in China, wenn es um den Bau Ihrer Fahrzeugträume geht. Interessanterweise hat das Unternehmen seine Wurzeln im Batteriebau und war aktiv in diesem Bereich, bevor es in die Automobilproduktion eintrat. Im letzten Jahr konnte BYD erstmals Tesla in Bezug auf Verkaufszahlen übertreffen und hat beeindruckende 1.777.442 Fahrzeuge gefertigt. Damit hat das Unternehmen nicht nur fast 3.500 Einheiten mehr als die amerikanische Konkurrenz produziert, sondern sich auch als größter Elektroautohersteller weltweit etabliert. Zwar ist der Unterschied zum vorherigen Branchenführer gering, doch stellt dieser Erfolg einen bedeutenden Triumph für die chinesische Marke dar.

Text und Fotos: Clément Domas

Die Marke trat 2020 offiziell in Europa in Erscheinung und kam 2022 schließlich auch nach Frankreich. Das angebotene Fahrzeugportfolio reicht von Stadtfahrzeugen über Limousinen bis hin zu SUVs – ein vergleichsweise klassisches Sortiment. In China hingegen erkundet BYD bereits neue Segmente, die viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Von Hypercars bis hin zu Sportwagen

Ein Beispiel hierfür ist der Yangwang U9, ein hypermodernes Elektroauto mit einer Leistung von 1287 PS, das sogar über Hindernisse springen kann! Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 2,36 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 309 km/h macht der U9 in der Welt der Hypercars gehörig Furore. Dieses beeindruckende Fahrzeug debütierte im Februar 2023 auf dem chinesischen Markt zu einem Preis von etwas mehr als 200.000 Euro.

Da ein einziges Hypercar offensichtlich nicht genügt, präsentierte BYD auf der Shanghai Motorshow ein neues Coupé-GT mit Platz für vier Personen, genannt Denza Z. Das auffällige Modell kommt in einer markanten blauen Farbe und erinnert stark an den Lotus Evija, mit einer sehr betonten Frontlinie und einem tiefen Schwerpunkt. Ein großer Heckspoiler deutet auf beeindruckende Leistung hin, während die Passagiere das adaptive magnetische Fahrwerk namens Yunnian-M nutzen können, das ähnlich wie beim U9 innerhalb von weniger als 10 Millisekunden auf Veränderungen reagiert. Technische Details wurden bislang nicht veröffentlicht, man kann jedoch sicher sein, dass das Unternehmen mit diesem neuen Fahrzeugkonzept sehr ehrgeizige Ziele verfolgt, das bald in Serienproduktion gehen soll. Ziel ist es, mit dem Denza Z im Sportwagensektor, an dem Porsche 911 und Maserati Granturismo, Fuß zu fassen. Angesichts der Herausforderungen, mit denen europäische Marken derzeit in China konfrontiert sind, könnte dieses Modell den Sportwagen MV in Europa noch stärker unter Druck setzen.

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Der Markeneintritt in Europa

Denza ist die schicke und sportliche Abteilung innerhalb der BYD-Gruppe. Gegründet wurde dieser Hersteller 2010 in Shenzhen zunächst als Joint Venture zwischen BYD und Daimler. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und der Entwicklung mehrerer Modelle, die nie den erhofften Erfolg brachten, hat BYD 2022 vollständig die Kontrolle über Denza übernommen. Der Name bedeutet auf Chinesisch, dass die Macht steigt und symbolisiert das Engagement des Unternehmens für die Zukunft.

In China umfasst das Angebot von Denza zahlreiche Modelle, darunter den SUV N9, den Van N7 sowie den Z9 GT, der als Konkurrent für den Porsche Taycan und das AMG-GT-Coupé positioniert wird. Diese sportliche Limousine hat eine Leistung von 952 PS und konnte bereits über 10.000 Einheiten im chinesischen Markt verkaufen. Wie viele andere Elektrofahrzeuge aus China bietet auch der Z9 GT futuristische Funktionen: Dank seines großartigen Wendekreises und der Antriebstechnik mit einem hinteren Motor kann er sich nahezu auf der Stelle drehen. Es bleibt abzuwarten, ob das neue Z-Modell ähnliche Features bieten wird.

Anfang April gab BYD bekannt, dass Denza in Europa mit dem Z9 GT Fuß fassen wird. Das Z-Modell könnte folgen, auch wenn der Preis bisher noch unbekannt ist, da die neuen Zölle der Europäischen Union auf importierte Fahrzeuge aus China die Marktbedingungen erheblich beeinflussen könnten.

Yangwang U9

Otto
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Otto ist Chefredakteur von MotorNews, wo er seine umfassende Erfahrung im Automobiljournalismus einbringt. Mit seiner Leidenschaft für die Welt der Autos und neuen Technologien leitet Konrad seit über 15 Jahren Redaktionsteams bei Fachpublikationen. Seine Fachkenntnisse reichen von Fahrzeugtests über Markttrends und technische Innovationen bis hin zu den ökologischen Herausforderungen der Automobilbranche. Mit einem scharfen Sinn für Analyse und einem präzisen Schreibstil sorgt er dafür, dass die Gemeinschaft der Autofans mit qualitativ hochwertigen Inhalten versorgt wird, während er die Herausforderungen der Zukunft der Mobilität erforscht. Konrad beaufsichtigt den redaktionellen Prozess und sorgt für eine umfassende und fesselnde Berichterstattung über das aktuelle Geschehen in der Automobilbranche. Für Fragen oder eine Zusammenarbeit können Sie ihn per E-Mail kontaktieren : otto@motornews.fr
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