Der McLaren 12C Spider: Kein Dach, keine Kompromisse

Der neue McLaren 12C Spider, der am Pebble-Beach-Wochenende in Kalifornien vorgestellt wurde, ist das zweite Fahrzeug im wachsenden Angebot an Hochleistungssportwagen von McLaren Automotive. Dieser leichte, offene Mittelmotor-Sportwagen kombiniert die erstaunliche Leistung des 12C mit erhöhtem Fahrspaß bei offenem Dach. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spider- oder Cabrio-Modellen bietet der 12C Spider Leistung, Handling und Fahrgenuss, die der Coupé-Version mit festem Dach absolut ebenbürtig sind.

  • Neue Spider-Version des gefeierten 12C
  • MonoCell-Fahrgastzelle aus Kohlefaser sorgt für erstklassige Steifigkeit, Handling und Sicherheit
  • Gleiche mechanische Spezifikation wie das Modell 12C (Baujahr 2013) – mit überarbeitetem 625 PS starkem 3,8-Liter-V8-Biturbo-Motor – bietet hervorragende Leistung
  • Vollautomatisches zweiteiliges RHT-Hardtop, lässt sich in unter 17 Sekunden bei bis zu 30km/h öffnen bzw. schließen
  • Wurde neben dem 12C als „reiner McLaren“ für absoluten Sportwagen-Fahrspaß entwickelt

Der 12C Spider nutzt das gleiche branchenführende Carbon-MonoCell-Chassis wie der 12C, das keine zusätzliche Verstärkung benötigt, um die notwendige Steifigkeit und Festigkeit eines Fahrzeugs mit offenem Dach zu erzielen. Bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Stahl- oder Aluminium-Chassis ist eine zusätzliche Verstärkung – und die damit verbundene Gewichtszunahme – bei der Umstellung von Festdach-Coupé auf eine Cabrio-Version unumgänglich. Dies kann zu Kompromissen bei Leistung, Handling und Fahrspaß führen.

Die Gelassenheit eines Sportwagens, der Spaß eines Cabrios

Mit dem neuen 12C Spider erhalten Sie das Beste aus beiden Welten,

meint McLaren Automotive Managing Director Antony Sheriff.

Der 12C Spider nutzt das gesamte Formel-1-Wissen und Know-how von McLaren zum Bau eines leichten, auf den Fahrer zugeschnittenen Sportwagens. Genau wie der 12C ist der 12C Spider ein reiner McLaren – er wird ohne Kompromisse gebaut, um ein Maximum an Fahrspaß und Leistung zu bieten, aber mit dem zusätzlichen Reiz eines offenen Dachs. Kein anderer Sportwagen bietet diese aufregende Kombination.

Der neue 12C Spider ist mechanisch identisch mit dem 12C. Er verwendet den aktualisierten 625-PS-Motor, der zum Upgrade des 12C für das Baujahr 2013 gehört. Die Beschleunigung – von 0 auf 100 km/h in nur 3,1 Sekunden (mit Pirelli P Zero Corsa-Reifen) – entspricht dem gleichen Wert wie beim Coupé. Kraftstoffverbrauch und Emissionen sind ebenfalls unverändert: 11,7 l/100 km im kombinierten Zyklus und 279 g/km. Diese Werte sind viel besser als die der meisten Hochleistungs-Cabrio-Sportwagen und entsprechen dem Anspruch McLarens auf beste Kraftstoffeffizienz in dieser Klasse. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 329 km/h.

Das vollautomatische zweiteilige RHT-Hardtop, lässt sich in unter 17 Sekunden bei bis zu 30 km/h öffnen bzw. schließen. Im abgesenkten Zustand wird das Dach unter einer festen Haube (in Wagenfarbe) verstaut, die zwei Stützpfeiler enthält. Bei geschlossenem Dach kann der Bereich unterhalb der Haube als zusätzlicher Stauraum verwendet werden.

Der 12C Spider verfügt über eine beheizbare Heckscheibe aus Glas, die unabhängig vom Dach funktioniert. Bei geöffnetem Dach fährt die Heckscheibe automatisch auf „Aero”-Stellung, um Windturbulenzen zu minimieren. Zusätzlich kann das Fenster bei geöffnetem Dach abgesenkt werden, um den Klang des Twinturbo-3,8-Liter-V8-Motors zu genießen, der direkt hinter dem Fahrgastraum montiert ist.

Das Überrollschutzsystem umfasst eine Stahlkonstruktion innerhalb der beiden hinteren Stützpfeiler, um die Aufprallenergie zu absorbieren und die Insassen zu schützen. Auf ein „aktives“ Pop-up-System wurde verzichtet, da es das Gewicht erhöhen würde.

Die Änderungen im Detail des 12C Spider erstrecken sich auch auf das Audiosystem und die Klimaanlage. Die Audio-Lautstärke ändert sich, wenn das Dach geöffnet ist – und kompensiert damit die Außengeräusche – während die Klimaregelung sich ebenfalls entsprechend anpasst.

Der Spider gehörte von Anfang an in das 12C-Programm

Der 12C Spider ist keine konvertierte Version des 12C,

betont Sheriff.

Vielmehr wurden die beiden Modelle gleichzeitig und parallel erdacht und entwickelt. Das 12C-Programm umfasste von Anfang an ein Coupé und ein Cabrio. Das MonoCell-Carbon-Chassis und alle anderen mechanischen Komponenten wurden entwickelt, um maximale Leistung in beiden Konfigurationen zu erzielen.

Der 12C Spider hält sich uneingeschränkt an McLarens oberstes Prinzip, dass jede einzelne Komponente einen „reinen McLaren“ widerspiegeln sollte. Alle Bauteile wurden nach McLaren-Spezifikation konzipiert, gestaltet und produziert – nichts wird von anderen Herstellern übernommen. Das Ziel ist die Maximierung von Fahrspaß, Leistung und Effizienz. Genauso wichtig ist jedoch auch die fortwährende Innovation. Mit der Konstruktion des 12C Spider, einschließlich des gesamten Umfangs an Leistung, Handling und Fahreigenschaften des 12C, haben wir genau das erreicht.

DER 12C SPIDER IM DETAIL

Wie beim 12C wurden alle Komponenten für den 12C Spider mit Blick auf optimale Zweckerfüllung entwickelt. Es gibt keine unnötige Beigaben, kein Styling-Schnickschnack. Es ist ein reiner Sportwagen, der maximalen Fahrspaß und Leistung mit unerreichter Effizienz kombiniert.

Wie bei allen McLaren handelt es sich beim 12C Spider in erster Linie um einen Rennwagen,

erklärt Design Director Frank Stephenson.

Das gilt nicht für viele andere Hochleistungs-Cabriolets – falls überhaupt.

Er besitzt den gleichen zeitlos eleganten Stil des 12C, bietet aber die zusätzliche Romantik des Fahrens mit offenem Dach,

fügt Stephenson hinzu.

Wir haben uns bemüht, die gleiche Reinheit im Design zu bewahren. Mit geschlossenem Dach sieht er aus wie ein Coupé-Sportwagen, der in Le Mans eine ebenso gute Figur macht wie in London oder Los Angeles. Mit offenem Dach fühlt man sich sofort wie am Sunset Boulevard oder an der Côte d’Azur.

Zurückklappbares RHT-Hardtop

 

Das zurückklappbare RHT-Hardtop (Retractable Hard Top) wurde speziell für den 12C Spider entwickelt. Dabei war geringes Gewicht kombiniert mit hoher Festigkeit oberstes Prinzip – wie in allen Domänen des 12C.

Die beiden Dachelemente und die Dachhaube sind aus dem gleichen Verbund­werkstoff wie das Chassis des 12C hergestellt. Dieser ist leicht, stark und ermöglicht eine sehr hochwertige Lackierung. Eine beheizte Heckscheibe ergänzt die Dachkonstruktion.

Das vollautomatische zweiteilige Verdeck lässt sich in unter 17 Sekunden bei bis zu 30 km/h öffnen bzw. schließen Es wird durch einen Schalter mit zwei Stellungen von der Mittelkonsole im Fahrzeug aus gesteuert.

Am Ende der Dachabsenkung schließen sich die Fenster komplett und die Heckscheibe fährt auf „Aero“-Position, die gleichzeitig Windturbulenzen reduziert. Halten Sie die Schalter nach dem Öffnen des Dachs weiter gedrückt, so senken sich auch die Fenster und die Heckscheibe komplett.

Das RHT wird durch eine einzige Hydraulikpumpe betrieben. Sie wurde so niedrig wie möglich im Fahrzeug montiert, um den Schwerpunkt zu optimieren und das Handling zu verbessern.

Doppelt nutzbare Dachhaube

Im abgesenkten Zustand wird das Dach unter einer festen Haube in Wagenfarbe verstaut, die zwei Stützpfeiler enthält. Bei geschlossenem Dach bietet der Bereich unterhalb der Haube zusätzliche 52 Liter Stauraum in zwei speziellen Taschen, die zum Lieferumfang gehören. Dieses Platzangebot ist zusätzlich zum 144-Liter-Kofferraum unter der Motorhaube vorgesehen.

Die versenkbare Heckscheibe sorgt für gesteigerte akustische Eindrücke

Die Heckscheibe kann auch unabhängig vom Klappdach gesteuert werden. Bei geschlossenem Dach kann die Heckscheibe abgesenkt werden, um so das Motorgeräusch vermehrt in die Kabine zu lenken und ein halboffenes Fahrerlebnis auch bei schlechterem Wetter zu ermöglichen. Bei abgesenktem Verdeck wirkt die Scheibe als Windschott und minimiert Störungen im Fahrgastraum.

Überrollschutzsystem

Ein Überrollschutzsystem gewährleistet maximalen Insassenschutz. Jeder hintere Bügel enthält eine Stahlstruktur, die dafür ausgelegt ist, Aufprallenergie aufzunehmen und den Fahrer und Beifahrer zu schützen. Ein „aktives“ Pop-up-System wurde nicht eingebaut, da es das Gewicht erhöhen würde.

Für den Cabrio-Einsatz ideal geeignete Kohlefaser-MonoCell

Wie der mechanisch identische 12C, ist der 12C Spider ein heckgetriebener Mittelmotor-Zweisitzer, der als Sportwagen auf Höchstleistung getrimmt wurde. Im Gegensatz zur Konkurrenz kommt ein Kohlefaser-Monocoque-Chassis zum Einsatz (MonoCell). Daraus ergeben sich große Vorteile hinsichtlich Gewicht, Festigkeit und Torsionssteifigkeit mit verbessertem Handling, Fahrkomfort und Leistung.

Die MonoCell ist ein einzigartiges aus einem Stück geformtes Chassis, das lediglich 75 kg auf die Waage bringt. Es ist 25 Prozent steifer als ein vergleichbares Metall-Chassis und 25 Prozent leichter als ein vergleichbares Aluminium-Chassis (der Unterschied zu einem Stahl-Chassis ist natürlich noch größer). Die MonoCell ist zudem stärker und sicherer in einem Crash und fungiert wie in einem Formel-1-Wagen als Überlebenszelle.

Es ist die perfekte Kombination aus Fahrgastraum, struktureller Integrität und geringem Gewicht,

erklärt Chefingenieur Neil Patterson.

Es ist das ideale Chassis, um bahnbrechende Effizienz und Leistungsfähigkeit in den Sportwagen-Markt zu bringen.

Die MonoCell ist beim 12C und 12C Spider identisch, da sie von Anfang an für beide Anwendungen konstruiert wurde.

Das ist sehr ungewöhnlich,

erklärt Patterson.

Die meisten Cabrios erfordern ein verstärktes Chassis, um Verwindungen zu reduzieren, und bringen damit zusätzliches Gewicht auf die Waage, erreichen aber selbst dann nicht die strukturelle Integrität eines Coupés. Diese fehlende Verwindungssteife kann ein präzises Handling und den Fahrkomfort beeinträchtigen, während das zusätzliche Gewicht die Leistung reduziert.

Die Carbon-MonoCell bietet nicht nur Vorteile hinsichtlich Festigkeit und Gewicht, sondern verbessert auch das Erscheinungsbild. Das aus einem Stück geformte Design wurde geschaffen, um den perfekten Innenraum zu bieten – geräumig, aber kompakt.

Wir begannen mit dem Fahrer,

sagt Design Director Frank Stephenson.

Im 12C und 12C Spider sitzt der Fahrer nahe der Automitte und erfährt somit eine bessere Kontrolle und erhöhtes Fahrvergnügen. Die Pedale sind weiter innen positioniert, so dass auch der Radkasten weniger weit eindringt. Das Ergebnis ist die perfekte Fahrumgebung – einzigartig und kompromisslos.

Die Lenksäule ist auf den Fahrer zentriert und verläuft parallel zu seinem Sitz und den Schultern. Die Brems- und Gaspedale liegen beide direkt in einer Linie mit dem Fahrer – alle primären Bedienelemente befinden sich in Reichweite. Die gesamte Innenraumarchitektur ist sowohl elegant im Design, als auch übersichtlich und intuitiv zu bedienen.

Wie beim 12C bietet auch der 12C Spider hervorragende Rundumsicht.

Es wurde enormer Wert auf gute Sicht gelegt, sowohl für die Sicherheit als auch für die Fahrpräzision,

fügt Stephenson hinzu.

McLaren: Die Kohlefaser-Innovatoren

Die Carbon-MonoCell des 12C und 12C Spider ist das Ergebnis von mehr als drei Jahrzehnten Kohlefaser-Innovation bei McLaren. 1981 führte McLaren Racing das Carbon-Monocoque in der Formel 1 ein. Es bot eine unschlagbare Kombination aus Festigkeit und Gewichtsersparnis, die bald durch den ersten Sieg für einen F1-Wagen auf Kohlefaserbasis beim Großen Preis von Großbritannien mit John Watson als Fahrer belohnt wurde.

Der legendäre McLaren F1-Straßenwagen aus dem Jahr 1992 war das erste Straßenfahrzeug mit Carbon-Chassis und Aufbau. In der Tat hat McLaren seit 1981 nie wieder ein Auto ohne Carbon-Chassis gebaut.

Beim 12C und 12C Spider werden Aluminiumprofile und Gussteile in einer Aufspann­vorrichtung an den vorderen und hinteren Aufbauten verschweißt und dann direkt mit der MonoCell verschraubt. Zusammen mit der Carbon-MonoCell tragen sie die leichten Composite-Karosserieteile. Abgesehen vom Dach und der Motorhaube sind alle Karosserieteile identisch mit dem 12C. Eine neu gestaltete Motorabdeckung aus Glas bietet eine ungehinderte Sicht auf den schönen Biturbo-V8-Motor.

Die vorderen und hinteren Aluminium-Aufbauten sind leicht zu reparieren,

ergänzt Patterson.

Sie absorbieren Stöße und können leicht ausgetauscht werden. Autos mit Voll-Aluminium-Chassis nutzen ihre Struktur, um einen Aufprall zu absorbieren und verursachen zusätzlichen Schaden und Kosten, einschließlich der Fahrgastzelle.

Einzigartige Airbrake bietet aktive Aerodynamik

Wie beim 12C ist der 12C Spider mit der einzigartigen McLaren Airbrake ausgestattet: Ein „aktiver“ Heckflügel, der seinen Stellwinkel vergrößert, um mehr Abtrieb zu erzeugen, verbessert die Bremsleistung und Stabilität in Kurven.

Wie bei jedem anderen Aspekt des Autos haben wir auch hier auf Leichtigkeit geachtet,

erklärt McLaren Chef-Testfahrer, Chris Goodwin.

Unter starkem Bremsen über 95 km/h verstellt ein durch die Getriebehydraulik betriebener Kolben die Airbrake bis 32 Grad. Sobald dieser Flügelwinkel eingestellt, und die Airbrake der Luftströmung ausgesetzt ist, wird die Flügelunterseite durch den aerodynamischen Druck auf bis zu 69 Grad nach oben verstellt. Durch den Einsatz raffinierter Aerodynamik, anstelle eines größeren, schwereren Antriebs, wird der Flügel auf seinen maximalen Winkel gestellt. Diese gewichtsparende Idee hat das Gewicht des Mechanismus um 50 Prozent reduziert.

Die „aktive“ Aerodynamik der McLaren Airbrake ist eine weitere Innovation, die aus der Formel 1 stammt – obwohl sie dort mittlerweile verboten ist, da sie einen erheblichen Performance-Vorteil verleiht.

Das Gesamtgewicht des neuen 12C Spider beträgt 1474 kg – ein Zuwachs von gerade einmal 40 kg im Vergleich zum 12C, weniger als jedes andere Auto in dieser Klasse. Der Zuwachs ergibt sich aufgrund des zusätzlichen Gewichts des versenk­baren Hardtops und anderer kleine Veränderungen, einschließlich einer etwas schwereren Abgasanlage (2 kg Mehrgewicht). Insgesamt ist der 12C Spider wesentlich leichter als die meisten vergleichbaren Cabrios, sowie stabiler und steifer.

MOTOR UND GETRIEBE

Das Konzept eines geringen Gewichts hört bei Aufbau und Chassis des 12C Spider noch lange nicht auf. Ein leichter Aufbau ermöglicht es den Designern Gewicht im gesamten Design-Prozess zu sparen. Dazu gehört auch der einzigartige 3,8-Liter-Twinturbo-V8-Motor, der nur 199 kg wiegt.

Der von McLaren Automotive entworfene, britische M838T-Motor bietet Trocken­sumpfschmierung und eine Flatplane-Kurbelwelle, die beide dazu beigetragen, dass Ingenieure den Motor extrem tief im Chassis platzieren konnten. Dadurch senkt sich der Schwerpunkt, mit einhergehender Optimierung von Handling und Agilität.

Der Motor des 12C und 12C Spider bietet geringes Gewicht, gutmütiges Verhalten im niedrigen Drehzahlbereich, viel Kraft im mittleren Leistungsbereich und Potential für hohe Drehzahlen,

sagt Richard Farquhar als Verantwortlicher für den Antriebsstrang.

Er bietet zudem ein Maß an Raffinesse und Effizienz, das Sie normalerweise nicht von einem V8 erwarten.

Leistungssteigerung für 2013

Der 12C Spider, zusammen mit dem 12C für das Modelljahr 2013, erhält die neuere und stärkere 625-PS-Version des Motors, die eine noch intensivere Beschleunigung ohne Verlust an Effizienz ermöglicht. Der Kraftstoffverbrauch hat hierbei nicht gelitten: Er liegt immer noch bei 11,7 l/100 km (kombiniert) mit Emissionen von nur 279 g/km – hervorragende Werte für ein derart leistungsfähiges Fahrzeug.

Auch der innovative Intake Sound Generator (ISG) wurde überarbeitet. Dieses System überträgt die Ansauggeräusche des Motors je nach ausgewähltem Fahrmodus mit unterschiedlichem Lautstärkepegel in den Innenraum. Beim Schalten durch die Antriebs- und Handlingmodi (Normal, Sport, Track) lässt sich der Geräuschpegel und das Fahrerlebnis des 12C verändern, so dass der natürliche Klang des V8-Motors stärker in das Fahrzeuginnere eindringen kann. Dadurch kann der 12C Spider je nach Wunsch dramatisch und spannend auftreten, aber für Langstreckenfahrten auch leiser agieren. Mit der Spezifikation für 2013 des 12C und 12C Spider kann der Fahrer die Lautstärke der Motorgeräusche über ein elektronisches Menü im Steuerfeld nun selbst bestimmen.

Die Abgasanlage ist der einzige Teil des Motors, der für den Spider 12C geändert wurde. Um sicherzustellen, dass das akustische Erlebnis für das offene Fahren optimiert ist, wurde der Auspuff so entwickelt, dass er den akustischen Eigenschaften der Karosserieform des 12C Spider entspricht. Wahlweise ist eine Sportabgasanlage verfügbar, die leichter und lauter ist, als die Serienausstattung.

Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe „SSG“ im 12C Spider wurde unverändert aus dem 12C übernommen. Die Aktualisierung für das Modelljahr 2013 sorgt für ein besseres Ansprechverhalten des Gaspedals und ein besseres Kupplungsverhalten. Auch die Gangwechsel verlaufen jetzt schneller und weicher. Wie beim 12C lässt sich das Getriebe auf Normal, Sport und Track einstellen und bietet somit zunehmend schnellere Schaltvorgänge sowie unterschiedliche Schaltpunkte im Automatikbetrieb. Diese Modi werden über den Regler „Powertrain“ auf dem Active Dynamics Panel gewählt.

AUFHÄNGUNG

Ziel beim 12C und 12C Spider war es, hervorragenden Fahrkomfort und präzises, agiles Handling zu bieten. Eine solche Kombination von Eigenschaften gab es bislang bei High-Performance-Cabrios noch nie.

Cabrios – und insbesondere schnelle Cabrios – neigen zu Beeinträchtigungen im Fahrverhalten bzw. Handling und verwenden häufig eine unterschiedliche Fahrwerksabstimmung im Vergleich zu geschlossenen Fahrzeugen. Der 12C Spider ist hier eine Offenbarung. Die außergewöhnliche Festigkeit und Steifigkeit durch die Kohlefaser-MonoCell bedeutet, dass der 12C Spider in der Lage ist, genau dieselben Fahrwerkskomponenten und Einstellmöglichkeiten beizubehalten, wie der wegweisende 12C.

ProActive Chassis Control macht Querstabilisatoren überflüssig

Der 12C Spider nutzt die gleiche ProActive Chassis Control, die sich als so wirksam beim 12C erwiesen hat. Die Aufhängung basiert auf Doppelquerlenkern mit Schraubenfedern, wie in einem Formel 1-Wagen. Innovative adaptive Dämpfer, die hydraulisch miteinander gekoppelt und mit einem gasgefüllten Druckspeicher verbunden sind, bieten proaktives Ansprechverhalten je nach Straßenzustand und Präferenz des Fahrers. Es stehen die Einstellungen Normal, Sport und Track zur Verfügung, die unabhängig von den Getriebeeinstellungen arbeiten.

Einer der Vorteile der ProActive Chassis Control besteht darin, dass sie herkömmliche Metallstabilisatoren überflüssig macht.

Paul Burnham, McLaren Automotive Vehicle Dynamics Manager, erklärt:

Ein Querstabilisator ist eine beliebte und einfache Lösung zur Reduzierung der Seitenneigung eines Fahrzeugs. Das Problem ist jedoch, dass die so erzeugte Steifigkeit fortwährend vorhanden ist, wodurch der Fahrkomfort leidet. Das ProActive Chassis Control-System mit seinen gekoppelten adaptiven Dämpfern, kümmert sich um die Rollneigung der Karosserie ohne die Notwendigkeit, separate Metall-Stabilisatoren zu verwenden. Es trägt entscheidend dazu bei, bestes Hochleistungs-Sportwagen-Handling zu bieten und doch auch höchsten Fahrkomfort.

Elektronische Sensoren überwachen die Bewegung von Karosserie und Rädern, und erhöhen je nach Umstand die Dämpfung.

Brake Steer ist eine weitere wichtige Technologie, die zur Agilitätssteigerung des 12C Spider beiträgt. Auch hier handelt es sich um eine Formel 1-Technologie, die McLaren für den 12C verwendet. Allerdings ist, im Gegensatz zu vielen dieser Technologien, Brake Steer jetzt in der Formel 1 verboten, weil sie einen klaren Performance-Vorteil verschafft. Dies wurde mit der erfolgreichen Umsetzung beim McLaren Formel 1-Wagen für das Rennjahr 1997 demonstriert.

Das Brake Steer-System bietet die gleichen Vorteile wie ein „Torque Vectoring“-Differential, ist jedoch bis zu 20 kg leichter – auch hier wurde das Konzept eines möglichst geringen Gewichts konsequent umgesetzt. Das System nutzt die Hardware der bestehenden Electronic Stability Control (ESC) im 12C, um Bremskräfte auf das innere Hinterrad zu leiten. Dadurch verbessern sich das Einlenkverhalten in Kurven, Kurvengeschwindigkeit, Agilität und Fahrervertrauen.

Standardbremsen: Belüftete und gelochte Gusseisen-Bremsscheiben mit geschmiedeten Aluminium-Naben sind auf Gewicht optimiert und sparen rund 8 kg im Vergleich zu Standard-Gusseisen. Mit den wahlweise erhältlichen Bremsscheiben aus Ceramic Composite Matrix (CCM) lassen sich weitere 3,7 kg einsparen.

INNENAUSSTATTUNG

Das Innenraumdesign des 12C Spider ist identisch mit dem 12C und bietet eine Reihe von Material- und Farboptionen, mit denen der Kunde ein hohes Maß an Freiheit erhält, sein Auto individuell auszustatten. Dazu gehört auch das für das Modelljahr 2013 neu eingeführte Semi-Anilin-Leder Sport-Interieur, das über eine natürlich strukturierte Oberfläche verfügt. Das Innere der RHT-Dachelemente wird entweder in Carbon Black Fabric oder optional in Carbon Black Alcantara ausgekleidet.

Auf den 12C Spider zugeschnittene Audio- und Klimasysteme

Typisch für McLarens Liebe zum Detail ist die komplette Neukalibrierung der Klima- und Audiosysteme, um sich dem Fahren „oben ohne“ anzupassen.

Das speziell für den 12C Spider vom britischen Hifi-Spezialisten Meridian entwickelte Audio-System optimiert die Musikleistung je nachdem, ob das Fahrzeug mit offenem oder geschlossenem Dach unterwegs ist. Meridian wurde in die Entwicklung des Audiosystems von Anfang an einbezogen, um die Audioqualität zu optimieren.

Die Automatic Volume Control (AVC) und Automatic Tone Control (ATC) wurden beide für den 12C Spider neu kalibriert. Individuelle Lautsprecher werden automatisch geregelt, um sich an erhöhte Außengeräusche anzupassen.

Auch die Klimaanlage wurde angepasst, um sich automatisch einzustellen, wenn das Dach abgesenkt wird. Die Luftströmung zur Windschutzscheibe wird reduziert und stattdessen zu den unteren Innenraumdüsen umgeleitet. Die Lüfterdrehzahl reagiert ebenfalls auf die Fahrzeuggeschwindigkeit, um die gewünschte Temperatur aufrechtzuerhalten.

Wenn das Dach oben ist, werden die Klimaeinstellungen aus dem 12C angewendet. Doch selbst wenn die hintere Scheibe gesenkt wird – dies kann unabhängig vom Dach erfolgen – passt sich die Klimaanlage automatisch an, um eine konstante Innenraumtemperatur und maximalen Komfort für die Insassen zu gewährleisten.

HERSTELLUNG

Der 12C Spider wird im neuen 50 Mio. Euro teuren McLaren Production Centre (MPC) gleich neben dem McLaren Technology Centre (MTC) in Woking, Surrey, gebaut. Die Produktionsstätte wurde im November 2011 vom britischen Premierminister David Cameron und dem Vorstandsvorsitzenden der McLaren Group Ron Dennis eröffnet.

Bis zur Mitte dieses Jahrzehnts wird McLaren Automotive dort eine Reihe von äußerst effizienten Hochleistungssportwagen mit Kohlefaserchassis produzieren.

P ZERO-TECHNOLOGIE LIEFERT LEISTUNG UND KONTROLLE

Als einziger Reifenlieferant und technischer Partner für McLaren hat Pirelli maßgeschneiderte Versionen des P Zero und P Zero Corsa für den neuen 12C Spider für den Einsatz auf Straße und Rennstrecke entwickelt.

Die P Zero-Reifen für McLaren sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Forschungsabteilung bei Pirelli und den McLaren-Ingenieuren in Woking. Dabei geht es darum, die gesamte Leistung des neuen Autos auf die Straße zu bringen, aber gleichzeitig höchstmögliche Kontrolle über das Fahrzeug zu bieten. Kernstück des Projekts ist die vollständige Integration des Reifen-Designs mit der Konstruktionsarchitektur des 12C und der ausgefeilten Elektronik, um damit die P Zero-Reifen zu einem wesentlichen Bestandteil des Autos zu machen.

Die perfekte Harmonie zwischen Auto und Reifen garantiert Fahrspaß und Präzision, eine sofortige Rückmeldung hinsichtlich einer Vielzahl von unterschiedlichen Kräften und unmittelbare Reaktion auf Veränderungen im aerodynamischen Bereich und Setup, unabhängig von den Fahrbedingungen.

Dank der Erfahrungen von Pirelli in der Formel 1 sowie in anderen hochkarätigen Motorsport-Meisterschaften, entwickelten Pirelli-Ingenieure Reifen in Rekordzeit, die in der Lage sind, den Anforderungen durch drei charakteristische Merkmale des 12C und 12C Spider zu genügen:

  • Eine hohe Leistung, die vom Twin-Turbo-Motor erzeugt wird und die einen Reifen erfordert, der das Drehmoment auf progressive und konsistente Weise auf die Straße übertragen kann.
  • Ein High-Performance-Fahrwerk, das parallel zu exakt diesen Reifen entwickelt wurde. Einmal mehr war die Erfahrung in der Formel 1 wichtig, da in Grand-Prix-Wagen die Reifen einen wichtigen Teil der Federung bilden. Auch die Fahrwerksabstimmung des 12C und 12C Spider wurde genau an die Eigenschaften des P Zero und P Zero Corsa angepasst.
  • Ein hohes Leistungsgewicht sowie unterschiedliche aerodynamische Abtriebsbedingungen erfordern einen Reifen, der unter allen Umständen maximale Haftung und Traktion erzeugen kann.

Die Pirelli-Entwicklungsarbeit mit den maßgeschneiderten McLaren-Reifen konzentrierte sich sowohl auf den Reifenaufbau, als auch auf die Reifenmischung. Ziel des Reifenaufbaus war es, Flexibilität und Haftung zu gewährleisten, gleichzeitig aber ausreichende Steifigkeit zu bieten, um mit hohen aerodynamischen Belastungen fertig zu werden. Um eine solche Vielseitigkeit zu erreichen, wurde der Aufbau der vorderen und hinteren Reifen individuell gestaltet, da sie unterschiedlichen Anforderungen ausgesetzt sind. Aus diesem Grund haben die vorderen Reifen ein abgerundetes Profil, während die hinteren rechteckiger sind.

Der Reifenaufbau hat natürlich einen wichtigen Einfluss auf die Reifenmischung, die auf schnelle Erwärmung und zügige Reaktion auf Richtungswechsel des gesamten Reifens bei gleichbleibend hoher Haftung ausgelegt wurde.

Die von Pirelli bei der Gestaltung dieser Reifen verwendete Nanotechnologie führte zur Entwicklung „intelligenter Mischungen“, die sofort reagieren, um sich an die unterschiedlichen Kräfte, die auf das Auto zu einem bestimmten Zeitpunkt einwirken, anzupassen.

Diese Mischungen machen während ihrer Herstellung vollen Gebrauch von modernster Pirelli-Technologie, um absolute Präzision der Reifenmischung zu gewährleisten.

Pirelli-Ingenieure machten bei der Entwicklung des P Zero und P Zero Corsa für McLaren auch Gebrauch von innovativen virtuellen Modellierungstechniken, um Daten zu sammeln und so die verschiedenen Nutzungs- und Lastbedingungen zu simulieren, denen die Reifen unter verschiedenen Umständen ausgesetzt sind.

DIE PIRELLI P ZERO-REIHE

Die speziell für den 12C und 12C Spider entwickelt P Zero- und P Zero Corsa-Reifen basieren auf den Standard P Zero und P Zero Corsa-Modellen: Pirellis Topmodell für Ultra-High-Performance-Reifen.

Der erstmalig 2007 vorgestellte P Zero ist Pirellis legendärer Ultra-High-Performance-Reifen. Hohe Sicherheitsstandards und reduzierte Bremswege, zusammen mit einer verbesserten Straßenlage und perfektem Komfort, sind die definierenden Merkmale dieses Reifens. Spezielle Nano-Verbundwerkstoffe in der Reifenmischung und Reifenwulst sorgen für höchsten Fahrkomfort und hohe sportliche Fahrleistungen. Die drei breiten Längsrillen auf der Lauffläche garantieren ein Maximum an Grip bei Nässe und einen geringen Geräuschpegel. Der Reifenaufbau schützt gegen eine Verformung des Reifens bei Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h.

P Zero Corsa System ist der sportlichste Reifen von Pirelli und sowohl für den Einsatz auf der Straße, als auch auf der Rennstrecke geeignet. Dank seiner Präzision und Fahrstabilität in Kurven bietet er maximale Leistung und perfekte Sicherheit bei Nässe und Trockenheit. Die ursprüngliche Entwicklung des Reifens begann im Jahr 2003. Sieben Jahre später stellte Pirelli den P Zero Corsa System vor, der den asymmetrischen Reifen P Zero Corsa mit einer Evolution des vorher­gehenden laufrichtungsgebunden Reifens kombiniert. Die beiden unterschiedlichen Laufflächenprofile – vorne richtungsgebunden und hinten asymmetrisch – tragen dazu bei, das Auftreten von Aquaplaning auch unter extremen Bedingungen zu verzögern.

TECHNISCHE DATEN

Antrieb Heckantrieb, längs eingebauter Mittelmotor Spur, V/H (mm) 1.656 / 1.583
Motorkonfiguration V8 Twin-Turbo / 3.799 cm3 Länge (mm) 4.509
Motormaterial Motorblock und Zylinderköpfe aus Aluminium Breite (mm) 2.093
PS / Drehzahl 625 / 7.500 Höhe (mm) 1.203
Drehmoment Nm / Upm 600 / 3.000 – 7.000 Leergewicht (kg) 1.376
Getriebe 7-Gang SSG Aktive Aerodynamik McLaren Airbrake
Chassis McLaren Kohlefaser-MonoCell mit Alu-Strukturen Front und Heck Fahrwerk ProActive Chassis Control
Radstand (mm) 2.670 Einstellungen ProActive Chassis Control Winter / Normal / Sport / Track
Reifen (V/H) Pirelli PZero
235/35 R19 – 305/30 R20
Einstellungen Fahrdynamik Winter / Normal / Sport / Track
Felgengröße (V/H) 19″ x 8.5″J / 20″ x 11″ J Bremsen gusseiserne Stahl-Brems­scheiben, geschmiedete Aluminium-Naben, Durchmesser 370 mm vorne, 350 mm hinten

McLAREN 12C Spider LEISTUNGSDATEN

Effizienz CO2 279 g/km
Kraftstoffverbrauch (kombiniert) 11,7 L/100 Km
Leistungs-/Gewichtsverhältnis (mit Leichtbauoptionen) 459 PS/Tonne
CO2/Leistung 0,45 g/km pro PS
Geschwin­digkeit Höchstgeschwindigkeit 329 km/h
Beschleu­nigung 0–100 km/h 3,1 s *
0–200 km/h 9,0 s *
0–400 m 10,8 s bei 216 km/h *
Bremsen Abbremsen 200–0 km/h      124 m
100–0 km/h       30,7 m

*mit Corsa-Bereifung

Alle Angaben gelten für die europäische Spezifikation des 12C Spider

© Copyright McLaren Automotive Limited / Der McLaren 12C Spider: Kein Dach, keine Kompromisse

 

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