Der neue VW Touran – die Weltpremiere

Der Touran ist ein multivariabler Begleiter durch das mobile Leben, der mit maximaler Raumausnutzung und konsequenter Detailperfektion punktet. Jetzt präsentiert Volkswagen eine komplett neu konzipierte Generation des in Europa, Asien und Afrika bislang rund 1,9 Millionen Mal verkauften Allrounders. Dr. Heinz-Jakob Neußer, Volkswagen Markenvorstand für den Bereich Entwicklung:

Der neue Touran ist der erste multivariable Van, der auf der Basis des von Volkswagen entwickelten Modularen Querbaukastens (MQB) entwickelt wurde. Damit verbunden sind zahlreiche konstruktive und konzeptionelle Vorteile. Zum Beispiel deutlich kraftvollere Exterieur-Proportionen mit einem auffallend langen Radstand, sehr kurzen Karosserieüberhängen und einer dadurch wegweisend guten Raumausnutzung.

Wie schon bei anderen MQB-Mo­dellen, konnte Volkswagen parallel auch das Gewicht des neuen Touran senken. „Und das”, so Dr. Neußer, „trotz einer um 130 mm gewachsenen Außenlänge sowie erhöhten Anforderungen an die Sicherheit und den Komfort. Bis zu 62 kg Gewicht wurden gegenüber dem Vorgänger eingespart.” Erreicht wurden die Fortschritte in Sachen Gewichtsreduzierung durch innovative Leichtbautechnologien im Bereich der Antriebssysteme und der Karosserie.

Bis zu 19 Prozent* weniger Verbrauch. Das reduzierte Gewicht senkt direkt den Verbrauch. Gleiches gilt für die gute Aerodynamik. Dr. Neußer:

Wir konnten den Cw-Wert auf 0,296 senken – ein außergewöhnlich gutes Ergebnis für einen Familien-Van.

Darüber hinaus sind es die neuen respektive weiterentwickelten und durchgängig stärkeren Turbomotoren, die den Touran des Jahres 2015 zu einem der nachhaltigsten und agilsten Vans auf dem Markt machen. Hintergrund: Die jeweils drei Benziner (81 kW / 110 PS, 110 kW / 150 PS, 132 kW / 180 PS) und Diesel (81 kW / 110 PS, 110 kW / 150 PS, 140 kW / 190 PS) sind um bis zu 19 Prozent* sparsamer. Das günstigste Dieselmodell – der Touran 1.6 TDI mit 110 PS und 7-Gang-DSG – verbraucht lediglich 4,1 l/100 km*.

Wenn ein siebensitziger Van wie der neue Touran 1.6 TDI mit 110 PS zum 4-Liter-Auto avanciert, darf das als Meilenstein im Bereich der Nachhaltigkeit angesehen werden,

so Dr. Heinz-Jakob Neußer.

Die sparsamste Version mit Benzinmotor ist mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,4 l/100 km* der 150 PS starke Touran 1.4 TSI; auch hier in Kombination mit einem optionalen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Stets serienmäßig an Bord: das Start-Stopp-System und der Rekuperationsmodus.

Kraftvolles Design. Bis in das kleinste Detail hinein neu entwickelt hat Volkswagen auch das Design. Dazu Klaus Bischoff, Chefdesigner der Marke:

Das neue, kraftvolle und präzise Design des Touran greift die reduzierte Klarheit des Vorgängers auf. Wir haben das Design-Konzept dabei weiterentwickelt, zum Teil neu erfunden und doch – ähnlich wie beim Multivan – auf dem Fundament einer hohen Kontinuität weiter geschärft. Ein Original, das mit seinen langen seitlichen Fensterflächen und präzisen Linien unübersehbar an Leichtigkeit und Sportlichkeit gewonnen hat

R-Line Pakete. Besonders sportlich fällt der Auftritt des Touran mit den neuen R-Line Ausstattungen von Volkswagen R aus. Das R-Line „Exterieur”-Paket beinhaltet unter anderem R-Line spezifische Stoßfänger. Im Innenraum setzt das R-Line „Interieur”-Paket z.B. durch eigene Sitzstoffe dynamische Akzente.

Interieur mit neuer Fold-Flat-Sitzanlage. Komplett neu gestaltet haben die Designer ebenfalls das sehr hochwertige Interieur. Konzeptionell gilt zudem, dass auch hier – dank einer neu entwickelten Fold-Flat-Sitzanlage – das Gewicht gesenkt wurde. Deutlich leichter wurden unter anderem die Sitze der zweiten Reihe; umgeklappt verschmelzen sie nun vollständig eben mit der Ladefläche. Dabei bietet der Touran auf einem Minimum an Verkehrsfläche ein Maximum an Raum: Selbst wenn fünf Personen an Bord sind, lassen sich in diesem Van bei dachhoher Beladung 1.040 Liter Gepäck verstauen. Die Reise zu fünft in die Ferien – hier funktioniert sie problemlos.

Hightech für mehr Sicherheit und Komfort. Der frontgetriebene Touran gehört zu den sichersten Vans der Welt. Erreicht wird das über eine mit hochfesten Stahlsorten gezielt crashoptimierte Karosserie (ca. 25 Prozent höhere statische Steifigkeit der Karosseriestruktur), bis zu neun Airbags, ein sehr neutrales Fahrwerk mit einzeln geführten Rädern und einem in dieser Klasse wegweisend großen Spektrum neuer Assistenzsysteme. „Die Innovationskraft dieser Systeme”, so Dr. Heinz-Jakob Neußer, „durchdringt die Klassengrenzen und bereichert das Segment der kompakten Vans um ein bislang unerreichtes Niveau der aktiven und passiven Sicherheit.” Zu den neu im Touran angebotenen Assistenzsystemen gehören die serienmäßige Multikollisionsbremse, die automatische Distanzregelung ACC und der Front Assist inklusive City-Notbrems­funktion, der Stauassistent, ein proaktives Insassenschutzsystem, der Side Assist mit Ausparkassistent und der erstmals in einem Van angebotene Trailer Assist (Anhängerrangierassistent). Weitere innovative Systeme perfektionieren den Komfort; neu im Touran sind hier zum Beispiel das elektrische Öffnen und Schließen der Heckklappe, die automatische Heckklappenöffnungsfunktion Easy Open (aktivierbar via Fußbewegung), die Fahrprofilauswahl und leistungsstarke LED-Scheinwerfer.

LED- statt Xenon-Licht. Die optionalen LED-Scheinwerfer lösen im neuen Touran die Xenon-Systeme ab. Im Angebot sind dabei gleich zwei Varianten. In der Grundversion werden das Abblend- und Fernlicht mit LED-Technik erzeugt; zudem können die Scheinwerfer um eine Fernlichtregulierung (Light Assist) erweitert werden. Die LED-Scheinwerfer der Topversion verfügen darüber hinaus über ein dynamisches Kurvenfahrlicht, LED-Tagfahrlicht und (optional) eine dynamische Fernlichtregulierung (Dynamic Light Assist).

Modularer Infotainmentbaukasten. Vollständig erneuert hat Volkswagen die Infotainmentsysteme an Bord. Die insgesamt fünf Radio- und Radio-Navigationssysteme gehören zur zweiten Generation des Modularen Infotainmentbaukastens (MIB); sie verfügen alle über einen Touchscreen (5,0 bis 8,0 Zoll). Das Spektrum der Geräte besteht aus den 5-Zoll-Systemen „Composition Touch” und „Composition Colour”, den 6,5-Zoll-Systemen „Composition Media” und „Discover Media” (inklusive Navigation) und dem 8,0-Zoll-Radio-Navi­gations­system „Discover Pro”. Für alle Systeme ist das digitale Radio DAB+ verfügbar. Die drei Topgeräte können zudem mit einem „Dynaudio”-Soundsystem geordert werden. Ebenfalls für dieses Trio wird Volkswagen als Novum „App Connect” und damit „CarPlay” (Apple) und „Android Auto” (Google) anbieten.

App Connect mit CarPlay und Android Auto. Mit dem Launch des neuen Touran ist der Van erstmals mit „MirrorLink” erhältlich. „MirrorLink” spiegelt verschiedenste Volkswagen Apps auf das Display des Infotainmentsystems. Entwickelt wurde „MirrorLink” in einem Industriekonsortium aus Automobil- und Smartphone-Herstellern (letztere u.a. Samsung, HTC, Sony und LG). „MirrorLink” ist ebenfalls für den Polo, Golf, Golf Sportsvan und Passat erhältlich. Darüber hinaus – und das ist ein Novum – wird Volkswagen das Spektrum der Smartphone-Plattformen an Bord des Touran jedoch direkt zur Markteinführung auch um CarPlay” und „Android Auto” erweitern. Analog zu „MirrorLink” dienen auch sie der Darstellung und Bedienung von Apps über den Touchscreen des Infotainmentsystems. Das Spektrum der Systeme von „CarPlay”, „Android Auto” und „MirrorLink” fasst Volkswagen unter „App Connect” zusammen. Der neue Touran bietet damit ein Höchstmaß an Konnektivität.

MirrorLink. Mit MirrorLink” ist es möglich, auf dem Smartphone (Android) angezeigte Inhalte und Funktionen via Touchscreen des Infotainmentsystems darzustellen und zu bedienen. Und zwar intuitiv: Man verbindet einfach das Smartphone mit dem Wagen und nutzt die App dann über den Bildschirm des Infotainmentsystems. „MirrorLink” bedient sich einem Industriestandard des „Car Connectivity Consortium” (CCC); dabei werden die Apps des Smartphones auf den Touchscreen des Wagen „gespiegelt” und deren Bedienung wie skizziert mit dem Infotainmentsystem vernetzt. Das Angebot für „MirrorLink” wird künftig nur um weitere Volkswagen Apps und die Programme von Kooperationspartnern ergänzt.

Apple CarPlay. Dank „CarPlay” von Apple können alle Besitzer eines iPhone 5, 5C, 5S, 6 und 6 Plus zahlreiche Apps ihres Smartphones über das Infotainmentsystem des neuen Touran nutzen. Auch hier werden die Programme des Smartphones „gespiegelt”. „CarPlay” speist die iPhone-Apps „Telefon”, „Nachrichten”, „Karten” und „Musik” per USB-Verbindung in das Infotainmentsystem. Gesteuert werden die Apps im Touran entweder über den Touchscreen oder via Sprachsteuerung mittels „Siri” (Apple).

Android Auto. Entwickelt wurde „Android Auto” von Google für Android-Smartphones. Genau wie beim Einsatz von „MirrorLink” und „CarPlay”, werden ausgewählte Apps des Telefons dabei im Touchscreen des Infotainmentsystems angezeigt. Als Schnittstelle dient die USB-Verbindung. Zu den zahlreichen Apps, die via „Android Auto” eingebunden werden können, gehören unter anderem „Google Maps”. „Google Play Music”, „WhatsApp” und „Spotify”. Viele Apps unter „Android Auto” können alternativ zur Bedienung mittels Touchscreen auch über die Sprachsteuerung „Google Voice” bedient werden (das Aktivieren der Sprachsteuerung erfolgt über das Multifunktionslenkrad).

Clever durchdachte Details. Doch nicht nur die Assistenz- und Infotainmentsysteme zeigen, dass dieses Auto besonders konsequent durchdacht wurde. Es sind Features wie die bis zu 47 im Interieur verteilten Ablagefächer; dazu gehört zum Beispiel ein herausnehmbarer großer Behälter in der Jumbo-Box unter der vorderen Mittelarmlehne. Oder eine Kofferraumbeleuchtung, die mit einem Klick entnommen und als Taschenlampe eingesetzt werden kann. Konsequent umgesetzt wurde auch das Thema der Klimatisierung. Hintergrund: Als Novum kommt optional eine Drei-Zonen-Klima­automatik – die Pure Air Climatronic – mit einer neuen Filtertechnologie zum Einsatz. Ein Luftgütesensor mit einem Aktiv-Biogen-Filter hält die Luftqualität dabei auf einem konstant hohen Niveau und verhindert das Eindringen von Schadstoffen; und zwar bis hin zu Pilzsporen und Allergenen. Eine bislang einzigartige Technologie.

Serienmäßig mehr Komfort. Angeboten wird der Van in den drei Ausstattungslinien „Trendline”, „Comfortline” und „Highline”. Zur Grundversion „Trendline” gehören – über Details wie die Klimaanlage, die Fold-Flat-Sitzanlage und bis zu neun Airbags hinaus – ab sofort unter anderem: ein stärkerer TSI-Motor (110 PS statt zuvor 105 PS), hochglanzschwarze B-Säulen-Verkleidungen, ISOFIX-Kindersitzauf­nahmen auf allen Rücksitzen, Anschnallerkennung auch für die zweite und dritte Sitzreihe, Chromzierringe um die Luftausströmer und das Kombiinstrument, eine Gepäckraumabdeckung mit Komfortöffnung (Rollo verstaubar), umfangreiche aktive Sicherheitssysteme (inklusive XDS und Multikollisionsbremse), das neue Radiosystem „Composition Touch” und die ebenfalls neue elektrische Parkbremse. Im Touran Comfortline sind nun zudem beispielweise der Front Assist inklusive City-Notbremsfunktion, das Radiosystem „Composition Colour” (mit Mediafach auf der Beifahrerseite) und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen Serie. Im Fall des Touran Highline addieren sich hierzu Details wie chromumrandete Seitenfenster, 17-Zoll-Leicht­metallfelgen, eine Am­bientebeleuchtung und eine neue 3-Zonen-Klimaauto­matik (inklusive Bedienteil in der zweiten Sitzreihe). Erstmals kann der Touran zudem mit LED-Scheinwerfern ausgestattet werden. Ein weiteres Plus an Sportlichkeit bringen die „R-Line” Exterieur- und Interieur-Pakete an Bord (ab „Comfortline”).

Markteinführung im September. Die Markteinführung startet in den ersten Ländern Europas ab September. Parallel wird die Produktionskurve im Werk Wolfsburg sehr schnell weiter hochgefahren, um den Touran noch 2015 auf allen weiteren Märkten an die ersten Kunden auszuliefern. Ziel ist es, den Marktanteil – analog zu Deutschland, wo der kompakte Volkswagen Van seit dem Debüt der ersten Generation die Nummer 1 seiner Klasse ist – international auszubauen.

Details zum neuen VW Touran:

Das neue Exterieur

Dimensionen. Volkswagen bietet eines der am breitesten gefächerten und attraktivsten Van-Programme der Welt an. Volkswagen Pkw hat dabei den Golf Sportsvan, Touran und Sharan im Programm, Volkswagen Nutzfahrzeuge den Caddy und Multivan. Alle fünf Baureihen ergänzen sich im Hinblick auf die Positionierung und decken so ein äußerst großes Einsatzspektrum ab. Der zwischen dem Caddy und Sharan positionierte Touran ist in der neuesten Version 4.527 mm lang und damit 130 mm länger geworden. Dennoch bleibt er einer der kompaktesten Vans seiner Klasse; gleichwohl bietet der neue Touran das größte Kofferraumvolumen. Diese maximale Nutzung einer minimalen Verkehrsfläche und all die damit verbundenen praktischen Vorteile beim Fahren und Rangieren gehen auf das Konto des innovativen Modularen Querbaukastens (MQB). Dank des im MQB guten Packages konnte der Zuwachs an Außenlänge zu einem ungewöhnlich großen Teil an den Radstand weitergegeben werden; der misst nun 2.791 mm und damit 113 mm mehr als im Fall des Vorgängers. Das Plus an Radstand wiederum verlängert unmittelbar den nutzbaren Innenraum. Die Karosserie des neuen Touran ist 1.814 mm breit (plus 41 mm; ohne Außenspiegel), in der Höhe sind es 1.628 mm (minus 6 mm; ohne Dachreling). Die Zuwächse an Länge und Breite und die abgesenkte Höhe führen zu einem deutlich dynamischeren Verhältnis der Proportionen – eine konzeptionelle Steilvorlage für die kreative Arbeit der Designer.

Karosseriedesign. Die dynamischeren Proportionen und die expressive Volkswagen Designsprache führen im Zusammenspiel dazu, dass mit dem neuen Touran ein sportlich, kraftvoll und modern anmutender Van entstanden ist. Durch die gewachsene Fahrzeuglänge und den größeren Radstand wirkt der Touran zudem deutlich gestreckter und erwachsener. Die Designer entwickelten dabei das monolithische Volumen des Vorgängermodells weiter, indem sie der Karosserie mit modernen, skulpturalen Flächen, spannungsreichen Lichtwechseln und präzise geführten horizontalen Linien eine kraftvollere Ausstrahlung verliehen. Trotz der geschärften Proportionen und Dynamik bleibt auch der neue Touran optisch ein Auto das dazu steht, was es ist: ein praktischer und hochwertiger Van mit sehr viel Raum zum Reisen.

Frontpartie. Das „Gesicht” des Touran – die Frontpartie – zeigt mit seinen markanten Details eine neue, unverwechselbare Souveränität. Zahlreiche horizontal angelegte Elemente gliedern die Frontpartie sehr detailliert und sorgen parallel für die visuelle Betonung der Breite. Alle Linien sind sehr logisch und harmonisch aufeinander abgestimmt. So erstrecken sich die Querstreben des Kühlergrills bis in die Scheinwerfer und bilden dabei ein schlüssiges, formal zusammengefasstes Element. Die Scheinwerfer selbst sind im Vergleich zum Vorgänger deutlich schlanker und dreidimensionaler gestaltet; darüber hinaus sorgen sie für eine integrative Verbindung von Front- und Seitenpartie. Der Touran ist zudem der erste Volkswagen Van, der optional mit LED-Scheinwerfern angeboten wird. Generell prägen den Touran feine und hochwertig ausgeführte Details. Vorn gehört zu diesen Elementen der schmale untere Lüftungsschlitz; er unterstreicht die Breite und den tiefen Schwerpunkt des Touran.

Silhouette. Kraftvolle Radläufe und horizontal gegliederte Designelemente setzen seitlich dynamische Akzente. Auffallend ist die im Vergleich zum Vorgänger prägnantere und flachere Fenstergrafik. Sie erstreckt sich von der A-Säule erneut bis weit nach hinten in die D-Säule. Die neuen Proportionen dieser Glasfläche, die markanteren Bereiche rund um die A- und D-Säulen und die nun hochglänzenden B- und schmaleren C-Säulen sorgen im Verbund für ein deutliches Plus an Exklusivität. Erstmals kann der Touran zudem mit einer Chromleiste rund um die Seitenfensterfläche veredelt werden (ab „Comfortline”; Serie bei „Highline”). Unterhalb der Seitenfenster verläuft die präzise konturierte Brüstungslinie; sie startet über dem vorderen Radlauf, erstreckt sich bis in die D-Säule und betont so ebenfalls die Länge des Touran. Ein weiterer Blickfang in der Silhouette ist die Charakterlinie mit den hier präzise eingearbeiteten Türgriffen. Von der Seite betrachtet entsteht so der Eindruck, dass Charakterlinie und Türgriffe in einem Streifen verschmelzen. Die Charakterlinie ist ein typisches Stilelement der Marke Volkswagen und wirkt flächengliedernd; im Fall des Touran greift sie auf Höhe der Ä-Säule das seitliche Profil der Scheinwerfer auf und findet erst in den neu gestalteten Rückleuchten ihren Abschluss. Als markenprägendes Designelement wurde darüber hinaus die D-Säule kräftiger und dynamischer als beim Vorgänger ausgeführt. Durch einen markanten Winkel in der Seitenfenstergrafik und die elegant abfallende Dachlinie wirkt sie deutlich flacher und damit sportlicher als bisher. Last but not least kennzeichnet den neuen Touran ein sehr prägnanter Seitenschweller, der optisch eine stabile Basis schafft und die kraftvolle Anmutung der Silhouette verstärkt.

Heckpartie. Die umlaufende Charakterlinie bindet das sehr prägnante Heck des Touran logisch in das Gesamtdesign ein. Auf Höhe des VW-Emblems verläuft eine weitere Linie, die sich in den Rückleuchten (optional LED) fortsetzt und eine aerodynamische Abrisskante bildet. Mit der nach unten hin trapezförmigen Nummernschildeinfassung und den weit in die Silhouette hineinreichenden Rückleuchten wird indes die Breitenwirkung und die sympathische Anmutung des Hecks betont. Für die schmalen Rückleuchten gilt, dass sie sich harmonisch in das Liniengerüst des Hecks einfügen. Ihre Lichtsignatur zeigt eine neu entwickelte segmentspezifische Grafik; durch tief und weit außen positionierte Reflektoren wird der optische Schwerpunkt dabei formal nach unten gesetzt. Optisch abgeschlossen wird die Heckpartie nach unten hin durch einen stilisierten, in Schwarz gehaltenen Diffusor.

Das neue Interieur

Multivariable Fold-Flat-Sitzanlage. Ein Van wird nur dann ein Erfolgsmodell, wenn das Interieur – der Raum zum Reisen – möglichst exakt mit den Ansprüchen des Fahrers und der bis zu sechs Gäste an Bord korrespondiert. Genau das ist seit jeher eines der Erfolgsgeheimnisse des Touran – es wurde für die neue Generation des Bestsellers weiter perfektioniert. Kein Element des Vorgängers blieb dabei unangetastet. Nochmals einen Sprung machten zudem die Qualität und Ergonomie. Eine Schlüsselfunktion übernimmt hier die neue Fold-Flat -Sitzanlage, bei der sich die bis zu fünf Einzelsitze der zweiten und dritten Reihe sowie die Lehne des Beifahrersitzes (ab „Comfortline”) in Sekunden zu einer durchgängigen Ladefläche umklappen lassen. Um die volle Gepäckraumgröße von bis zu 1.857 Litern zu nutzen (dachhoch beladen bis zu den Lehnen der Vordersitze des 7-Sitzers), werden die Lehnen der zweiten (3) und dritten (2) Reihe einfach per Lasche umgeklappt und die kompletten Sitze flach im Kofferraumboden versenkt. Sie bilden so zusammen eine durchgehende und ebene Ladefläche. Alle Sitze bleiben also permanent an Bord und werden – je nach Bedarf – platzsparend eingeklappt. Im Fall der zweiten Sitzreihe geschieht das bequem von der Seite aus; die dritte Sitzreihe kann vom Kofferraum aus ebenso einfach ein- oder ausgeklappt werden.

Spürbar längerer Innenraum. Ein wesentliches Merkmal des neuen Touran ist die um 63 mm auf 1.779 mm vergrößerte Länge des Innenraumes. An dieser Stelle kommen die konstruktiven Vorteile des Modularen Querbaukastens voll zum Tragen: Das im Vergleich zum Vorgänger realisierte Plus der Karosserielänge (um 130 mm) konnte über die Radstandvergrößerung (um 113 mm) wie skizziert zu einem sehr großen Teil an den Innenraum weitergegeben werden. Und das macht sich in allen drei Sitzreihen positiv bemerkbar. Der Innenraum im Detail.

  • Schalttafel, Instrumente, Bedienung. Die neu gestaltete Schalttafel des Touran wurde im Vergleich zum Vorgänger fahrerorientierter ausgelegt. Der obere Bereich der Schalttafel ist in einer weichen Slush-Technik ausgeführt; in dieser Fläche befindet sich ein schließbares Ablagefach. Mittig integriert wurden die chromumrandeten Luftausströmer (oberhalb der Mittelkonsole) und der Warnblinkschalter. Im Bereich darunter folgt eine Applikation; sie spannt sich wie ein Flügel quer über die gesamte Breite der Armaturen. Auf der Beifahrerseite ist in diese Applikation ein schließbares Fach integriert. Je nach Ausstattung dient es als zusätzliches Handschuh- oder als Mediafach (USB-Schnittstellen, Bluetooth-Telefonie etc.). In der Mitte der flügelartigen Applikation folgt das im hochglänzenden Schwarz eingerahmte Infotainmentsystem; darunter schließt sich die Steuerung der Klimaanlage und eine Tastenleiste (u.a. Start-Stopp-System, Fahrprofil-Mode, elektrische Heckklappe, Parklenkassistent und Park Assist) an. Ergonomisch wie optisch wird der Arbeitsplatz des Fahrers zudem durch die nach vorn hin ansteigende Mittelkonsole geprägt. Vorn vor der Schaltung befindet sich ein Staufach, in dem optional eine Koppelbox integriert ist, über die ein dort abgelegtes Smartphone mit der Außenantenne verbunden wird. Weitere Stau- und Ablagefächer gibt es unter anderem links neben den neuen Instrumenten (sportliche Tuben) und im Fußraum auf der Beifahrerseite (für Tablet-PCs). In der Ausstattungslinie „Highline” serienmäßig an Bord ist zudem eine Ambientebeleuchtung; erstmals wurde sie nicht nur in die Türen und in den Fußraum integriert, sondern auch in Lichtlinien im seitlichen Bereich des sehr großen (optionalen) Panoramaschiebedaches (1,34 m2 statt zuvor 1,15 m2); das geschlossene Sonnenschutzrollo wird so ebenfalls indirekt beleuchtet.
  • Sitzreihe 1 (Fahrer- und Beifahrersitz). Im neuen Touran sitzen der Fahrer und Beifahrer 625 mm über der Straße. Zum Vergleich: Beim Golf GTI sind es 496 mm. Typisch Volkswagen: Beide Modelle bieten trotz aller Unterschiede ein Höchstmaß an Ergonomie-Perfektion. Die optional nun auch elektrisch einstellbaren Vordersitze des neuen Touran ermöglichen eine entsprechend aufrechte Sitzposition. Im Vergleich zum Vorgänger steht die Lenksäule etwas flacher in der Schalttafel; das (jetzt auf Wunsch beheizbare) Lenkrad dadurch steiler und somit sportlicher in der Hand. Neben den Staufächern im Schalttafelbereich können Fahrer und Beifahrer in der Mittelkonsole zwei Cupholder, ein großes Staufach unter der Mittelarmlehne sowie große Fächer in den Türen und Schubladen unter den Vordersitzen nutzen. Ab der Ausstattung „Comfortline” ist der Touran zudem mit Klapptischen an den Rückseiten der Vordersitze ausgestattet.
  • Sitzreihe 2 (drei Einzelsitze). Der verlängerte Radstand des neuen Touran kommt auch den Gästen in der viel genutzten zweiten Sitzreihe zugute, die in den Genuss eines um 40 mm erweiterten Verstellbereiches der drei Einzelsitze kommen. Insgesamt lassen sich die Sitze der zweiten Reihe um 200 mm in der Länge verschieben. Ebenfalls variierbar ist die Lehnenneigung (drei Positionen). Werden die Sitze in der zweiten Reihe genutzt, erkennt der Fahrer via Gurtstatusanzeige, ob jeder Passagier in diesem Bereich angeschnallt ist. Erstmals im Touran gibt es zudem auch im Fond eine Sitzheizung sowie eine Drei-Zonen-Klimaauto­matik (optionale Pure Air Climatronic). Ebenfalls neu an Bord ist eine im mittleren Sitz integrierte Armauflage für die Außensitzenden. Vor zu großer Sonneneinstrahlung schützen als Sonderausstattung zwei in die Türen integrierte Seitenrollos – ein wichtiges Ausstattungsdetail, wenn kleine Kinder an Bord sind. Durch die neu konstruierte Fold-Flat-Sitzanlage verbesserte sich indes die Sitzergonomie und die Kopffreiheit (plus 6 mm). Breit ist der Touran innen auf Höhe der zweiten Sitzreihe im Ellenbogenbereich 1.518 mm. Dieser Wert garantiert, dass im Gegensatz zu zahlreichen anderen Vans drei Kindersitze nebeneinander untergebracht werden können. Alle drei Sitze der zweiten Reihe (sowie die zwei Sitze der dritten Reihe) sind dazu mit ISOFIX-Halterungen inklusive Top Tether-Ver­ankerungen ausgestattet.
  • Sitzreihe 3 (zwei Einzelsitze). Die dritte Sitzreihe bietet zwei weitere Einzelsitze. Auch hier verbesserte sich die Kniefreiheit (plus 54 mm). Das Ein- und Aussteigen wurde ebenfalls optimiert, da die zweite Sitzreihe nun mit einer Easy-Entry-Funktion ausgestattet ist, dank der die Sitze nach vorn gefahren werden können. Ebenfalls verbessert hat sich die Kopffreiheit (plus 13 mm).
  • Kofferraum. Alle Fondsitze sowie die Lehne des Beifahrersitzes (ab „Comfortline”) können umgeklappt werden; sie bilden so eine individuell gestaltbare, ebene Ladefläche. Wird der fünfsitzige Touran hinter der zweiten Sitzreihe dachhoch beladen, nimmt der Kofferraum ein Volumen von bis zu 1.040 Litern auf. In diesem Fall ist eine Netztrennwand hinter der zweiten Sitzreihe gespannt. Befindet sich diese Trennwand hinter den Lehnen des Fahrer- und Beifahrersitzes, steigt das Volumen auf 1.980 Liter. Die entsprechenden Werte für den siebensitzigen Touran betragen 917 und 1.857 Liter. Ab der Version „Comfortline” ist der fünfsitzige Touran serienmäßig mit einem doppelten Ladeboden ausgestattet. Optional steht zudem ein Gepäckraum-Managementsystem für den Fünf- und Siebensitzer zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein neues Schienensystem, in dem ein zwischen zwei Stäben gespanntes Netz variabel verschoben und als Tasche oder Ablage genutzt werden kann.
Die neuen Motoren und Getriebe

Drei TSI und drei TDI. Der neue Touran wird mit insgesamt sechs Motoren auf den Markt kommen: drei Benziner (TSI) und drei Diesel (TDI). Alle Motoren sind Vierzylinder-Direkteinspritzer mit Turboaufladung; sie erfüllen durchgängig die EU6-Ab­gas­norm. Serienmäßig ist ein Start-Stopp-System plus Rekuperationsmodus an Bord. Obwohl die neuen Motoren um bis zu 19 Prozent* sparsamer wurden, konnte die Leistung und damit die Agilität weiter verbessert werden: Die TSI entwickeln 81 kW / 110 PS, 110 kW / 150 PS und 132 kW / 180 PS. Die Diesel leisten ebenfalls 81 kW / 110 PS und 110 kW / 150 PS; die Topversion stellt 140 kW / 190 PS Leistung zur Verfügung. Bis auf die Grundmotorisierung (1.2 TSI mit 81 kW / 110 PS) können alle Motoren mit einem automatisch schaltenden Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombiniert werden. Im Falle des stärksten Benziners und Diesel gehört das DSG sogar zur Serienausstattung. Die Motoren im Detail:

1.2 TSI mit 81 kW / 110 PS. Die 81 kW / 110 PS starke Grundmotorisierung (1.2 TSI) des neuen Touran leistet fünf PS mehr als die entsprechende Antriebsversion des Vorgängers. Der Touran 1.2 TSI BlueMotion Technology wird generell mit manuellem 6-Gangge­triebe ausgeliefert.

1.4 TSI mit 110 kW / 150 PS. In der nächsten Leistungsstufe setzt Volkswagen im neuen Touran einen 1,4-Liter-TSI ein, der eine Leistung von 110 kW / 150 PS und damit 10 PS mehr als im Vorgänger entwickelt. Optional steht für den Touran 1.4 TSI BlueMotion Technology ein 7-Gang-Doppelkupplungs­getriebe zur Verfügung; in dieser Kombination verbraucht der neue Van nur 5,4 l/100 km*.

1.8 TSI mit 132 kW / 180 PS. Stärkster Benziner an Bord des neuen Touran ist ein 1,8-Liter-TSI mit 132 kW / 180 PS (plus 10 PS gegenüber dem Vorgänger). Serienmäßig wird diese Version mit einem automatisch schaltenden 7-Gang-DSG ausgeliefert.

1.6 TDI mit 81 kW / 110 PS. Wie bei den Benzinern, so leistet auch die Einstiegsmotorisierung der Diesel 81 kW / 110 PS. Optional kann der im Vergleich zum Vorgänger um 5 PS stärkere Touran 1.6 TDI BlueMotion Technology auch in dieser Leistungsstufe mit einem 7-Gang-DSG kombiniert werden. Der Durchschnittsverbrauch liegt in diesem Fall bei 4,1 l/100 km*.

2.0 TDI mit 110 kW / 150 PS. Der 110 kW / 150 PS starke 2,0-Liter-TDI des Touran 2.0 TDI BlueMotion Technology besitzt zwei Ausgleichswellen und ist damit besonders laufruhig. Das neue Modell kennzeichnet ein Leistungsplus von 10 PS. Alternativ zum Schaltgetriebe wird dieser Touran mit einem 6-Gang-DSG angeboten.

2.0 TDI mit 140 kW / 190 PS. Der stärkste Touran-Motor – ebenfalls mit zwei Ausgleichswellen ausgestattet – kommt ihn ähnlicher Form unter anderem im sportlichen Golf GTD zum Einsatz. In Verbindung mit dem Van entwickelt er 140 kW / 190 PS; serienmäßig ist er an ein 6-Gang-DSG gekoppelt.

Die neuen Assistenzsysteme

Hightech-Van. Zu den neu im Touran verfügbaren Assistenzsystemen gehören die serienmäßige Multikollisionsbremse, der Front Assist inklusive City-Notbremsfunktion, die automatische Distanzregelung (ACC), die Müdigkeitserkennung, der Park Assist, ein proaktives Insassenschutzsystem, der Side Assist mit Ausparkassistent und der erstmals in einem Van angebotene Anhängerrangierassistent (Trailer Assist). Die Systeme im Detail.

Trailer Assist. Volkswagen bringt den neuen Touran mit einem Assistenzsystem auf den Markt, mit dem das Rangieren im Hängerbetrieb so einfach wie nie zuvor wird: den Trailer Assist. Um ein Gespann von einer Straße rückwärts in eine Einfahrt zu rangieren, hält der Fahrer an einer geeigneten Stelle an und legt den Rückwärtsgang ein. Via Tastendruck wird das System aktiviert. Im Kombiinstrument werden nun der aktuelle und der mögliche Fahrwinkel visualisiert. Dies geschieht auf Basis von Bildverarbeitungsalgorithmen aus den Daten der Rückfahrkamera, die den Knickwinkel des Anhängers beobachtet und auswertet. Mit Hilfe des Spiegeleinstellschalters, der dabei als eine Art Joystick fungiert, kann der Fahrer die gewünschte Fahrtrichtung seines Gespanns stufenlos einstellen. Der Van übernimmt die vorgegebenen Lenkbefehle des Fahrers, der selbst wiederum lediglich Gaspedal und Bremse bedient. Die Ausrichtung des Touran erfolgt durch das automatische Ansteuern der elektromechanischen Servolenkung.

Side Assist mit Ausparkassistent. Der Side Assist kann dazu beitragen, schwere Unfälle zu verhindern. Und zwar besonders in folgenden zwei Situationen. Erstens: Auf der Autobahn, da er schnell überholende sowie langsame Fahrzeuge im toten Winkel erkennt, den Fahrer über eine LED-Anzeige im Außenspiegelgehäuse warnt und so das Überholen sicherer macht. Ist zusätzlich zum Side Assist der kamerabasierte Lane Assist an Bord, wird auch bei einer Lenkbewegung in Richtung Gefahrenseite die Warnstufe aktiviert (selbst ohne Blinkersetzung) und bei einem beginnenden Spurwechsel aktiv vom Fahrzeug gegengelenkt. Zweitens: Beim rückwärts Ausparken; der Ausparkassistent revolutioniert konkret das Herausfahren aus Parklücken, die im rechten Winkel zur Fahrbahn liegen. Denn das radarbasierte Sensormodul erkennt Fahrzeuge, die sich von der Seite her nähern. Droht eine Kollision, gibt der Assistent zunächst eine optische, dann eine akustische Warnung ab. Falls die Situation durch den Fahrer nicht entschärft wird und die Gefahr einer direkten Kollision besteht, aktiviert das System automatisch einen Bremseingriff.

Front Assist mit City-Notbremsfunktion. Der Front Assist ist ein System zur Warnung und automatischen Bremsung bei einer drohenden Kollision. Ein Systembestandteil des Front Assist ist die City-Notbremsfunktion. Während der Front Assist bei höheren Geschwindigkeiten vor zu dichtem Auffahren und Kollisionen warnt und im Bedarfsfall automatisch das Fahrzeug verzögert, übernimmt das City-Notbremssystem diese Aufgabe im Stadtverkehr bei geringerem Tempo.

Automatische Distanzregelung ACC. Das System nutzt – wie der Front Assist mit City-Notbremsfunktion – einen in die Frontpartie integrierten Radarsensor. Der Fahrer kann die zu regelnde Geschwindigkeit im Bereich von 30 bis 160 km/h vorgeben. ACC arbeitet mit manuellem Getriebe und mit DSG (Doppelkupplungsgetriebe). Bei allen Touran mit DSG bremst ACC komfortabel hinter einem anhaltenden Fahrzeug bis zum Stillstand ab. Nach Freigabe durch den Fahrer fährt ACC in Verbindung mit DSG auch automatisch wieder an. ACC hält die vorgegebene Geschwindigkeit sowie einen vorgewählten Abstand und verzögert, beziehungsweise beschleunigt automatisch im fließenden Verkehr. Die Systemdynamik kann durch die Auswahl eines Fahrprogramms bzw. über die optionale Fahrprofilauswahl individuell variiert werden.

Multikollisionsbremse. Ein serienmäßiges Technologie-Highlight der Volkswagen MQB-Modelle ist die Multikollisionsbremse. Sie bremst das verunfallte Fahrzeug automatisch ab, um die noch vorhandene kinetische Energie zu reduzieren. Die Auslösung der Multikollisionsbremse basiert auf der Erkennung einer primären Kollision durch die Airbagsensorik. Die Multikollisionsbremse kann vom Fahrer jederzeit „übersteuert” werden; gibt er etwa erkennbar Gas, wird das System deaktiviert. Abgeschaltet wird die Multikollisionsbremse ebenfalls, wenn der Fahrer selbst eine Vollbremsung mit noch stärkerer Verzögerung einleitet. Grundsätzlich führt das Assistenzsystem eine Bremsung bis auf eine verbleibende Geschwindigkeit von 10 km/h aus; diese Restgeschwindigkeit ist geeignet, um nach dem Bremsvorgang einen sicheren Standort anzusteuern.

Proaktives Insassenschutzsystem. Erkennt das proaktive Insassenschutzsystem eine potenzielle Unfallsituation – etwa über das Einleiten einer Vollbremsung mittels aktiviertem Bremsassistenten –, werden automatisch die Sicherheitsgurte für Fahrer und Beifahrer vorgespannt, um so den bestmöglichen Schutz durch die Airbag- und Gurtsysteme zu erreichen. Liegt eine höchstkritische instabile Fahrsituation wie etwa starkes Über- oder Untersteuern mit ESC-Eingriff vor, werden zusätzlich die Seitenscheiben (bis auf einen Restspalt) und das Panoramaschiebedach geschlossen. Hintergrund: Bei nahezu geschlossenen Scheiben und Dächern können sich die Kopf- und Seitenairbags optimal abstützen und so ihre bestmögliche Wirkung entfalten.

Die neuen Komfortsysteme

Easy Open. Ist der Wagen mit Keyless Access (automatisches Schließ- und Startsystem) ausgestattet, reicht dank Easy Open eine gezielte Fußbewegung hinter dem Fahrzeug, und schon öffnet sich der Zugang zum Kofferraum. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bildet ein Näherungssensor im Bereich des Stoßfängers, der die virtuelle Kickbewegung erkennt.

Fahrprofilauswahl. Insgesamt vier und in Verbindung mit DCC fünf Programme stehen als Fahrprofile zur Verfügung: „Eco”, „Sport”, „Normal”, „Individual” und in Kombination mit DCC zusätzlich „Comfort”. Im Profil „Eco” werden die Motorsteuerung, die Klimaanlage und weitere Nebenaggregate verbrauchsoptimal gesteuert. Darüber hinaus kann bei DSG-Fahrzeugen im Eco-Modus eine Segelfunktion genutzt werden: Geht der Fahrer vom Gas – etwa bei Passagen mit Gefälle – kuppelt das DSG aus und der Motor läuft im Leerlauf. Auf diese Weise kann die kinetische Energie des Touran optimal genutzt werden. Im Modus „Sport” hingegen werden unter anderem die Dämpfung erhöht (und damit die Aufbaubewegungen reduziert) sowie das Ansprechverhalten des Motors und die Schaltpunkte des DSG dynamischer ausgelegt.

Elektrische Parkbremse. Anstatt des Handbremshebels, wie er noch im Vorgänger eingesetzt wurde, gibt es im neuen Touran einen Bedienschalter plus Auto Hold-Taster in der Mittelkonsole. Die elektrische Parkbremse hat zahlreiche Vorteile: Durch den Wegfall der konventionellen Handbremse wird Platz in der Mittekonsole gewonnen; zudem wird die Bremse beim Anfahren automatisch gelöst. Und das vereinfacht das Anfahren am Berg. Last but not least verhindert die Auto Hold-Funktion das ungewollte Rollen aus dem Stillstand.

Hinweise:

TDI, TSI, DSG und Elektrische Kardanwelle sind eingetragene Markenzeichen der Volkswagen AG oder anderer Unternehmen der Volkswagen Gruppe in Deutschland und weiteren Ländern.

* = Alle Verbrauchsangaben und Fahrleistungen sind Prognosewerte, Stand Februar 2015. Alle Ausstattungsangaben beziehen sich auf das in Deutschland angebotene Modellprogramm; für andere Länder können sich Abweichungen ergeben.

 

© Volkswagen / Der neue Volkswagen Touran – die Weltpremiere

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