Die neuen Porsche 911 Carrera GTS

Porsche baut die 911 Carrera-Baureihe mit vier GTS-Modellen weiter aus: 430 PS Leistung, Sport Chrono-Paket und das aktive Dämpfersystem PASM mit zehn Millimeter Tieferlegung sind einige der technischen Zutaten für noch mehr Fahrdynamik und Fahrspaß. Damit schließen sie die Lücke zwischen dem 911 Carrera S mit 400 PS Leistung (294 kW) und dem für die Rundstrecke optimierten Straßensportwagen 911 GT3 mit 475 PS (350 kW).

Zum sportlichen Plus kommt der wirtschaftliche Vorteil: Die erweiterte Serienausstattung macht die neuen Modelle auch preislich attraktiv. Eine Reihe von Optionen wie die Bi-Xenon-Scheinwerfer inklusive Porsche Dynamic Light System (PDLS) oder die Sportabgasanlage für den unverwechselbaren GTS-Sound sind serienmäßig an Bord. Die GTS-Modelle gibt es als als Coupé und Cabriolet, mit Heck- und Allradantrieb. Damit umfasst die 911-Baureihe jetzt insgesamt 19 Sportwagen in sechs Leistungsstufen.

Die neuen Elfer setzen sich technisch wie optisch von den übrigen 911 Carrera ab. Mit dem modifizierten, 430 PS-starken 3,8 Liter-Boxermotor (316 kW) bieten die GTS-Modelle nahe – zu die Leistung des 911 GT3 aus der Vorgänger-Generation (435 PS/320 kW). Für noch mehr Fahrdynamik sorgen besonders die Kombination von PASM und den dynamischen Motorlagern des Sport Chrono-Paketes: Bei Lastwechseln und in schnellen Kurven wird das Fahrverhalten merklich stabiler. Auf unebener Fahrbahn bleibt dagegen der Elfer-Fahrkomfort uneingeschränkt erhalten. Die neu abgestimmte Schaltung des serienmäßigen Siebengang-Handschaltgetriebes unterstützt dabei mit reduzierten Schaltkräften und präzisen Wählgassen.

Den GTS-typischen Anspruch zeigen die 911 Carrera GTS auch äußerlich: Alle Modelle verfügen über die 911 Carrera 4-Karosserie mit den weit ausgestellten Radhäusern an der Hinterachse und der um 36 Millimeter verbreiterten Spur der Allrad-Elfer. Serienmäßig sind außerdem die 20-Zoll-Räder mit Zentralverschluss, die bisher nur dem 911 Turbo S vorbehalten waren und exklusiv für den 911 Carrera GTS in seidig glänzendem Schwarz lackiert sind. Die Sport-Design-Bugverkleidung mit Öffnung für den zusätzlichen Mittenkühler, abgedunkelte Bi-Xenon-Scheinwerfer und Bugleuchten sowie die Sport-Design-Außenspiegel runden den GTS-Auftritt ab. Schwarz glänzende Akzente setzen weiterhin: die lackierten Leisten auf dem Lufteinlassgitter, die verchromten Endrohre sowie die 911 Carrera GTS-Schriftzüge auf Türen und Heckdeckel. Fahrer und Beifahrer sitzen zudem auf Sportsitzen in Lederausstattung, deren Mittelbahnen analog zu den anderen GTS-Modellen von Porsche aus Alcantara bestehen.

Mit den neuen Sportwagen bietet Porsche jetzt in vier Baureihen – 911, Boxster, Cayman und Panamera – GTS-Modelle an. GTS steht bei Porsche für Gran Turismo Sport und verheißt traditionell außergewöhnliche Porsche-Performance. Ein Porsche der GTS-Kategorie ist immer eindeutig erkennbar, charakteristisches Designelement ist die schwarze Kontrastfarbe. Dazu kommt eine erweiterte, sportlich orientierte Ausstattung.

Ihren Ursprung hat die Buchstabenkombination im 904 Carrera GTS, einem Rennwagen von 1963, der auch für die Straße zugelassen werden konnte. 924 GTS und 928 GTS kultivierten das Prinzip in den 1980er und 1990er Jahren. 2007 feierte es mit dem Cayenne GTS seine Wiedergeburt, das danach auch in der 911-Baureihe und im Panamera sowie in Boxster und Cayman umgesetzt wurde.

Bereits die erste Generation des 911 Carrera GTS stieß auf breites Interesse: Seit seiner Markteinführung 2010 entschied sich jeder vierte Käufer eines 911 Carrera Cabriolets für ein GTS-Modell, knapp 23 Prozent aller Carrera-Coupes trug die Buchstabenkombination GTS am Heck. Insgesamt gingen über 6.200 GTS-Modelle der vorherigen 911-Generation in Kundenhand.

Motor und Getriebe

Kraftwerk mit 430 PS

Der Motor der 911 Carrera GTS-Modelle ist eine Weiterentwicklung des 3,8 Liter-Sechszylinders im 911 Carrera S. 30 PS mehr Leistung ist das Ergebnis eines komplett überarbeiteten Ansaugtraktes. Wesentlich für Leistungssteigerung und Drehmomentverbesserung verantwortlich ist die speziell entwickelte variable Resonanzsauganlage. Bei ihr ist die zentrale Schaltklappe durch sechs weitere Resonanzklappen in jedem einzelnen Zylindersaugrohr ergänzt. Abhängig von Drehzahl und Gaspedalstellung werden sie simultan geöffnet oder geschlossen. Das Ergebnis: eine Schwingrohraufladung, die für eine noch bessere Brenn raumfüllung sorgt. So gelangt in jeder Fahrsituation die optimale Menge an Frischluft in die Brennräume und sorgt damit für einen stetigeren Drehmomentverlauf und mehr Leistung bei hohen Drehzahlen.

Passend dazu ist auch die innermotorische Luftführung optimiert. Das Ziel: Mehr Füllung bei hohen Drehzahlen und damit mehr Leistung. Dazu sind die Einlasskanäle der Zylinderköpfe geometrisch optimiert sowie in einem neuen Verfahren maschinell geläppt, also geglättet. Dadurch sinkt der Strömungswiderstand. Neue Einlass-Nockenwellen mit vergrößertem Ventilhub und angepasstem Ventilfederpaket ermöglichen, dass mehr Frischluft länger in die Brennräume gesaugt wird. In Verbindung mit der neuen Sauganlage und der überarbeiteten Motorsteuerung sorgt dies für eine optimale Brennraumfüllung. Der Fahrer kann beim Beschleunigen das volle Drehmoment und damit die Elastizität des 911 Carrera S- Motors abrufen und bei Volllast die höhere Leistung des GTS-Triebwerks. Damit bieten die 911 Carrera GTS ein sehr souveränes Fahren.

In Verbindung mit dem Porsche Doppelkupplungsgetriebe PDK erzielt der 911 Carrera GTS im Spurt von Null auf 100 km/h einen Bestwert von 4,0 Sekunden (Cabrio: 4,2 Sekunden) und ist damit eine Zehntelsekunde schneller als das S-Modell. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei jedem GTS-Modell jenseits der 300 km/h-Marke, Spitzenreiter ist mit 306 km/h das Coupé mit Schaltgetriebe und Hinterradantrieb. Die Mehrleistung ist das Ergebnis einer Effizienzsteigerung, die Gesamtverbrauchswerte bleiben gegenüber den S-Modellen unverändert.

Sportabgasanlage mit neuer Abstimmung

Für einen unverkennbaren GTS-Motorsound sorgt die serienmäßige Sportabgasanlage. Zusammen mit dem eigenständigen schwarzen Oberflächendesign der Endrohre in der Heckansicht sorgt sie für einen unverwechselbaren akustischen und optischen Charakter. Durch das speziell abgestimmte Zusammenspiel von Motor und Steuerung der Abgasklappen klingen die GTS-Modelle noch emotionaler bei Schaltvorgängen und im Last- und Schubbetrieb.

Schnell per Hand oder schneller per Doppelkupplung schalten

Die Kraftübertragung auf die Hinterachse übernimmt bei allen 911 Carrera GTS serienmäßig das klassische Elfer-Schaltgetriebe mit sieben Gängen. Dank der reduzierten Schaltkräfte und der weiter verbesserten Präzision der Schaltgassen fällt sportlich engagierten Fahrern ein schnellerer Gangwechsel noch leichter. Dabei schützt die sequentielle Schaltsperre vor Fehlschaltungen. Eine Schaltung in den siebten Gang ist nur möglich, wenn zuvor der fünfte oder sechste Gang eingelegt war.

Als Option steht das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) mit sieben Vorwärtsgängen zur Wahl. Das PDK vereint die Fahrdynamik und den sehr guten mechanischen Wirkungsgrad eines manuellen Schaltgetriebes mit dem hohen Schalt- und Fahrkomfort eines Automatikgetriebes. Die schnellen zugkraftunterbrechungsfreien Schaltungen, verbunden mit leichter Momentenüberhöhung in den Sportprogrammen, ermöglichen verbesserte Beschleunigungs- und Elastizitätswerte und in Summe schnellere Rundenzeiten. Gleichzeitig ermöglicht die optimale Spreizung und Schaltstrategie des PDK eine hohe Effizienz und vermindert dadurch Verbrauch und Emissionen deutlich.

Fahrwerk und Regelsysteme

Aktives Fahrwerk auch in Sportversion

Als sportliche Top-Modelle der 911 Carrera-Baureihe unterhalb von 911 Turbo und 911 GT3 verfügen die neuen GTS-Sportwagen über ein ausgesprochen dynamisches Fahrwerk. Fundament ist die breite Spur der Allrad-Elfer, die auch bei den heckgetriebenen Modellen an der Hinterachse auf 1.560 Millimeter vergrößert ist. Der Vorteil: Noch geringere Wankneigung, noch bessere Kurvenstabilität. Das Porsche Active Suspension Management (PASM) gehört zur Serienausstattung und sorgt unter allen fahrdynamischen Bedingungen für eine optimal angepasste Charakteristik jedes einzelnen aktiven Stoßdämpfers. Gegenüber den Elfern mit konventionellem passivem Fahrwerk liegt die Karosserie der GTS um zehn Millimeter tiefer. Damit sinkt der Schwerpunkt, ein weiterer Pluspunkt für die Kurvendynamik. Dank PASM kann der Fahrer auf eine sehr breitere Spreizung zwischen gesteigerter Agilität in schnell gefahrenen Kurven und entlastendem Komfort auf Langstrecken wählen.

Für erhöhte Traktion und Spurstabilität sowie verringerte Lastwechselreaktionen sorgt weiterhin das Porsche Torque Vectoring (PTV) in Verbindung mit der mechanischen Hinterachs-Quersperre bei Fahrzeugen mit Siebengang-Schaltgetriebe. Bei Fahrzeugen mit Doppelkupplungsgetriebe kommt das noch leistungsstärkere PTV Plus mit elektronisch geregelter, voll-variabler Hinterachs-Quersperre zum Einsatz. Zusätzlich verbessert PTV beziehungsweise PTV Plus durch gezielte Bremseneingriffe am kurveninneren Hinterrad Agilität und Lenkpräzision.

Die Reifen sind serienmäßig auf Porsche-Rädern mit ihrem einzigartigen Zentralverschluss aufgezogen. Die ursprünglich aus dem Rennsport stammende Technologie mit reduzierten Drehmassen wird bei allen Herstellern bis heute nur bei einzelnen exklusiven Sondermodellen und Supersportwagen eingesetzt. Die sonst nur im 911 Turbo S verfügbaren Räder mit Zentralverschluss sind aus Aluminium geschmiedet und zeichnen sich durch höchste Festigkeit bei minimalem Gewicht aus. Exklusiv für den GTS sind sie in schwarz seidenglanz lackiert.

Erweitertes PASM-Sportfahrwerk mit Abtrieb an der Hinterachse

Als Option bietet Porsche für die GTS-Coupés das PASM-Sportfahrwerk mit Aerodynamikpaket und Fahrzeugtieferlegung um 20 Millimeter an. Zum einen ist die im Paket enthaltene eigenständige Bugspoilerlippe aerodynamisch optimiert. Zum anderen fährt der Heckspoiler noch weiter aus als bei Modellen ohne Sportfahrwerk. Diese aerodynamische Anpassung bewirkt weniger Auftrieb an Vorderachse und Abtrieb an der Hinterachse. Dadurch vermittelt ein 911 Carrera GTS mit dem PASM-Sportfahrwerk einen besonders guten Straßenkontakt bei hohen Geschwindigkeiten und reagiert präzise und direkt auf Lenkbewegungen.

Intelligentes PDCC regelt Wankneigung aus

Mit dem Fahrwerkregelsystem Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) lässt sich das fahrdynamische Spektrum der neuen GTS-Modelle nochmals optional erweitern. PDCC ist ein System zur aktiven Wankkompensation, das die Seitenneigung des Fahrzeugs während der Kurvenfahrt schon im Ansatz registriert und diese nahezu vollständig ausgleicht. Dazu dienen vier aktiv verstellbare Hydraulikzylinder, die sich an jedem Federbein befinden. Das System ermöglicht eine gesteigerte Agilität in jedem Geschwindigkeitsbereich, ein verbessertes Einlenk- und ein ausgeglichenes Lastwechselverhalten.

Exterieur und Interieur

Breite Karosserie mit aerodynamischem Feinschliff

Als sportlichste 911 Carrera sind die neuen GTS-Sportwagen auf den ersten Blick zu erkennen. Jeder 911 Carrera GTS hat die Karosserie der Allrad-Modelle mit den verbreiterten Radhäusern über den Hinterrädern. Für die Modelle mit Hinterradantrieb bedeutet dies unter anderem, dass wahlweise ohne Aufpreis ein 90 Liter Tank erhältlich ist.

Analog zu den GTS-Modellen der anderen Porsche-Baureihen sind markante Bereiche im Exterieur schwarz lackiert oder eingefärbt, flankiert von aerodynamisch optimierten und damit formveränderten Bauteilen. Die Spoilerlippen der Bugschürze und die Schwellerverkleidungen optimieren die Luftströmung unter dem Fahrzeug und die seitliche Umströmung. Das gewährleistet auch bei sehr hohem Tempo ein stabiles und sicheres Fahrverhalten.

Die neue Bugverkleidung verleiht dem 911 Carrera GTS eine markante Frontansicht: Diagonale Streben im mittleren Lufteinlass sorgen optisch für gesteigerte Dynamik und differenzieren den GTS von den übrigen 911 Carrera Modellen. Die Bugspoilerlippe ist in Wagenfarbe lackiert und betont die Breitenwirkung. Auffallend sind weiterhin die abgedunkelten Frontscheinwerfer mit Porsche Dynamic Light System (PDLS). Es beinhaltet ein dynamisches Kurvenlicht sowie die geschwindigkeitsabhängige Fahrlichtsteuerung, die den Lichtkegel und die Lichtintensität für eine bessere Sicht anpasst.

Blickfänger in der Seitenansicht sind die 20-Zoll-Räder in schwarz seidenglanz mit Zentralverschluss, ebenfalls schwarze kleine Schriftzüge mit der Modellbezeichnung am unteren Türrand und Sport-Design-Außenspiegel auf den Türbrüstungen. Diese Außenspiegel in sportlicher Optik sind vor allem an ihrem V-förmigen Fuß zu erkennen und manuell anklappbar. Ein weiteres GTS-Detail sind die seitlichen LED-Begrenzungslichter in den Vorderkotflügeln.

An zwei Merkmalen lassen sich die einzelnen GTS-Modelle in der Heckansicht identifizieren:

Einerseits am schwarzen Schriftzug der Typbezeichnung auf der Heckverkleidung. Andererseits sind die GTS-Modelle mit Allradantrieb am charakteristischen Leuchtband zwischen den Heckleuchten erkennbar, die GTS mit Hinterradantrieb tragen an dieser Stelle eine schwarze Blende mit glänzenden Dekorleisten.

Sportlich und Edel

Die konsequente Sportlichkeit der 911 Carrera GTS bestimmt auch das Interieur. Vorne sorgen die vierfach verstellbaren Sportsitze plus mit schwarzem GTS-Schriftzug auf den Kopfstützen für erhöhten Seitenhalt und Langstreckenkomfort. Um das Leistungsgewicht weiter zu verbessern kann beim Coupé als Option die Rücksitzanlage entfallen. Dadurch wiegt der 911 Carrera GTS trotz der breiten Karosserie knapp sieben Kilogramm weniger als der 911 Carrera S. Der Fondbereich ist dann mit Teppich ausgekleidet, der den Schriftzug GTS trägt.

Dominierendes Material im Innenraum ist schwarzes Alcantara. Mit dem hochwertigen Stoff, der leichter als Leder ist, sind die Sitzmittelbahnen der Sportsitze, der Lenkradkranz, der Schalt- und Handbremshebel, die Türgriffe sowie der Deckel und die Verlängerung der Türablagefächer bezogen. Sportlich schwarz sind auch die Zifferblätter des Kombiinstruments mit GTS-Schriftzug, die eloxierten Aluminium-Zierleisten sowie der Dachhimmel. Die serienmäßigen Einstiegsblenden aus Aluminium tragen die Modellbezeichnung Carrera GTS in schwarz.

Als Sonderausstattung bietet Porsche das GTS-Interieur-Paket mit kompletter Lederausstattung in den beiden Kontrastfarben Karminrot und Rhodiumsilber an. Dabei sind alle Ziernähte und Stickereien bis hin zum Porsche-Schriftzug und den Nähten der Fußmatte in der jeweiligen Farbe ausgeführt. Das Zifferblatt des Drehzahlmessers ist ebenfalls passend in Karminrot oder Rhodiumsilber gehalten. Auch die Ränder der Sicherheitsgurte tragen den entsprechenden Farbton. Die Sportsitze sind dabei mit schwarzem Leder bezogen, die Mittelbahnen bestehen ebenso aus Alcantara wie die Türverkleidungen und die Unterteile der Schalttafel. Die Zierleisten sind aus Carbon.

Technischen Daten des Porsche 911 Carrera GTS Coupé

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Technischen Daten des Porsche 911 Carrera GTS Cabriolet

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Technischen Daten des Porsche 911 Carrera 4 GTS Coupé

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Technischen Daten des Porsche 911 Carrera 4 GTS Cabriolet

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© Porsche / Die neuen Porsche 911 Carrera GTS

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