Die F1 plant ab 2026 spürbare Eingriffe ins Wochenend-Format. Mindestens drei Stellschrauben werden nachgezogen — nicht nur Kosmetik, sondern ein echter Richtungswechsel.
Die Saison 2026 bekommt einen neuen Puls. Das Rennwochenende, bisher ein eingespielter Dreitakter, wird neu taktiert: Drei markante Neuerungen stehen am Zettel. Eine davon ist direkter Nachwuchs der elften Mannschaft im Feld. Cadillac steigt offiziell ein — zwei zusätzliche Autos, zwei weitere Schatten in der Boxengasse — und mit ihnen ein paar unvermeidliche Anpassungen am Ablauf. Mehr Verkehr, mehr Takt, mehr Notwendigkeit, das Timing fein zu sortieren.
Die Zeit im Visier
Erste Baustelle: Minuten, die bei roten Flaggen im Freien Training einfach verrinnen. Die Entscheider denken daran, am Ende der Sessions bis zu 15 Minuten draufzulegen, um das Stop-and-Go sauber zu kompensieren. Auch die Quali soll Luft holen: eine bis zwei Minuten extra in Q1 und/oder Q2, damit die schnelle Runde nicht im Gedrängel erstickt. Mit Cadillac im Grid wächst die Sorge um Staus in der Boxengasse — wenn die Wagen nacheinander rausgeschickt werden, wird der Flaschenhals mit zwei zusätzlichen Startnummern eben noch enger; wer dort schon gestanden ist, weiß eh, wie schnell die Uhr dagegen anschreibt. Und noch etwas reift zur Norm: die Renndauer vereinheitlichen, damit die Grands Prix ungefähr gleich lang sind und in einem ähnlichen Zeitfenster enden. Planbarer für Teams, Sender, Zuseher — weniger Hektik, mehr Rhythmus. So klingt die Idee, als würde man dem Wochenende einen klareren Beat verpassen.
Kurz gefasst
Ab 2026 peilt die F1 mehrere Anpassungen am Format an — mindestens drei an der Zahl. Der Einstieg von Cadillac als elftes Team ist ein Treiber dieser Bewegung: mehr Verkehr in der Boxengasse, feinere Taktung bei Trainings und Qualifying mit bis zu 15 Minuten Zusatzzeit und kleinen Puffer-Minuten in Q1/Q2 — plus der Plan, die Renndauer über alle Läufe hinweg zu vereinheitlichen.

