Die FIA hat ihre Zahlenkolonne geschlossen, die Staubkappe vom Taschenrechner geblasen. Der Bericht zur Kostenobergrenze für den Meldezeitraum bis 31. Dezember 2024 ist fertig, akribisch wie ein Uhrmacher an einem Montagmorgen. Alle Teams haben fristgerecht geliefert. Alle haben bestanden. Bis auf Aston Martin, das aus der Reihe tanzt — nicht laut, aber hörbar.
Aston Martin im Visier
Neun Rennställe sind heuer sauber durch die Prüfung gerollt, mit dem trockenen Klacken einer korrekt eingelegten Fahrstufe. Nur Aston Martin hat sich einen Verfahrensfehler eingefangen. Wichtig: Kein Überschreiten der Kostenobergrenze, kein Griff in die falsche Kasse. Die Verwaltung der Kostenobergrenze (Cost Cap Administration, CCA) stellte eine sehr geringfügige Abweichung im Ablauf fest — ein formaler Hakerl, kein Ausreißer bei den Zahlen. Am 29. September 2025 wurde der Deckel draufgemacht: eine einvernehmliche Lösung, sachlich, leise, ohne Getöse.
Die CCA legte Aston Martin ein akzeptiertes Vergleichsabkommen vor — kein Drama, eher ein Handschlag mit Protokoll. Man erkannte außergewöhnliche, nicht vorhersehbare Umstände an. Und: Das Team spielte offen mit, von Anfang bis Ende, kooperativ, in gutem Glauben. So, wie ein Fahrer die Linie hält, auch wenn der Asphalt plötzlich glänzt. Ergebnis: keine finanzielle Strafe. Keine Schelte mit der groben Kelle, sondern ein Hinweis im Notizbuch der Ordnungshüter. Die Botschaft zwischen den Zeilen? Reglement ist Reglement — doch wer sauber fährt und transparent bleibt, muss nicht gleich an die Box für eine Stop‑and‑Go.
Kurz gesagt
Die FIA hat den Prüfzyklus zur Kostenobergrenze abgeschlossen: Alle Teams konform, einzig Aston Martin mit einem sehr kleinen Verfahrensverstoß. Kein Kostendeckel gerissen, außergewöhnliche Umstände anerkannt, Kooperation bescheinigt — und folgerichtig keine Geldstrafe.

