Nachdem er im Jahr 2022 mit einer herausragenden Leistung in nur einem einzigen Rennen auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde Nyck de Vries im Jahr 2023 als Stammfahrer bei AlphaTauri engagiert. „Das war mein größter Fehler“, bemerkt Helmut Marko.
Die Geschichte von Nyck de Vries nahm im Jahr 2022 ihren Anfang. Nach dem Gewinn der F2-Meisterschaft (früher als GP2 bekannt) im Jahr 2019 und dem Titel in der Formel E im Jahr 2021 wurde der Niederländer für die Saison 2022 als Ersatzfahrer bei Mercedes eingestellt.
De Vries erhielt seine Möglichkeit beim Großen Preis von Monza in Italien, als Alexander Albon aufgrund einer Blinddarmentzündung passen musste. Als Mercedes-Ersatzfahrer übernahm er daher die Qualifikation und das Rennen im Williams.
Bei diesen beiden Gelegenheiten übertraf er seinen damaligen Teamkollegen Nicholas Latifi sowohl im Qualifying als auch im Rennen, wo er schließlich einen beeindruckenden 9. Platz erzielte. Damit sammelte er bereits in seinem ersten Formel-1-Rennen zwei Punkte.
Dank dieser bemerkenswerten Leistung zog er die Aufmerksamkeit mehrerer Teams auf sich, und schließlich gab er bei AlphaTauri, dem Junior-Team von Red Bull, sein offizielles Debüt als Formel-1-Fahrer.
„Das war mein größter Fehler“
Jedoch konnte Nyck de Vries die starke Leistung von Monza nicht wiederholen. Er schloss die folgenden Rennen nur auf einem bescheidenen 12. Platz ab und wurde nach nur 10 Rennen durch Daniel Ricciardo ersetzt.
Zu diesem Zeitpunkt gab Helmut Marko, Nachwuchsmanager von Red Bull, preis, dass Red Bulls Teamchef Christian Horner erhebliche Bedenken hinsichtlich De Vries geäußert hatte.
Kürzlich äußerte sich Marko in der italienischen Zeitschrift Autosprint und gestand, dass die Entscheidung, De Vries zu verpflichten, ohne Zweifel ein Fehler war. Er kritisierte die Leistungen, die unter den Erwartungen lagen: „Mein größter Fehler? Ohne Zweifel war es Nyck de Vries. Sein Debüt mit Williams in Monza war beeindruckend. Zudem hatte er einen außergewöhnlichen Lebenslauf. Er war Formel-2- und Formel-E-Champion. Doch für uns war klar, dass Nyck de Vries die falsche Wahl war.“
Der niederländische Fahrer ist mittlerweile in die Formel E zurückgekehrt und nimmt gleichzeitig an Langstreckenrennen teil, kurz bevor er seinen 30. Geburtstag feiert. Unterdessen hat Red Bull beschlossen, wieder auf junge Talente zu setzen, mit Liam Lawson und Isack Hadjar (21 bzw. 20 Jahre alt) als neuen Fahrern.

