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F1: Lewis Hamiltons bewegende Hommage an Niki Lauda

Niki Lauda bleibt das Vorbild von Lewis Hamilton. Und jetzt, seit Saisonstart 2025 im roten Overall, rollt Hamilton auf einer Spur, die einst ein Wiener mit Brandnarben und unbeirrbarem Blick gezogen hat. Man hört fast das Pfeifen des Winds im Fahrerlager, riecht den Kerosinfilm in den Hangars—und mittendrin dieser Gedanke: Manche Linien auf einer Rennstrecke sind mehr als Ideallinien. Es sind Lebenswege.

Eine leise, ehrliche Verneigung

Lauda, 2019 von uns gegangen, hat die Formel 1 geprägt wie wenige—hart, klar, ohne Weichzeichner. Hamilton spricht darüber ohne Pathos, aber mit Wärme. Als er in die Königsklasse kam, sagt er, stand Lauda noch für eine Welt, die mit seiner Andersartigkeit ruckelte; da und dort fielen Sätze, die schrammten. Bewunderung war trotzdem da—dreifacher Weltmeister, echte Ikone. Dann das berühmte Telefonat: Lauda, direkt wie ein kalter Start am Morgen, erklärte ihm, warum Mercedes die richtige Adresse sei. Als sie sich endlich trafen, klickte es. Kein Hallenhall, nur ein gutes Gespräch. Lauda legte die Hand aufs Wesen: Du bist einer von uns, ein Fahrer durch und durch—kein Glamour, nur Kern. Ab da fielen Barrieren wie Pylonen nach dem Zielflaggen-Schwung. Sie reisten zusammen zu Rennen, er nahm ihn oft im Flieger mit—zack, die Welt wurde kleiner, das Vertrauen größer.

Hamilton meint, sie hätten einander etwas beigebracht. Lauda brachte die besten Geschichten, trocken serviert, mit diesem Wiener Schmunzeln. Es wurde viel gelacht—am Boxenfunk des Lebens, sozusagen. Und er war ein Kämpfer, bis zuletzt, zäh wie ein Rennreifen im letzten Stint. Video-Nachrichten hin und her; selbst am Ende kam von Lauda noch diese klare Ansage, dass er wieder auftauchen werde. Dieses Versprechen, dieses Sich-nicht-Ergeben—genau das hat Hamilton geliebt. Man hört es zwischen den Zeilen: Wenn der Motor wieder anspringt, ist Aufgeben keine Option. Nicht bei solchen Lehrmeistern.

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Kurz gefasst

Lewis Hamilton, seit 2025 bei Ferrari, verneigt sich vor seinem Vorbild Niki Lauda—dem Mann, der ihn einst mit einem direkten Anruf zu Mercedes gezogen hat. Aus anfänglicher Distanz wurde Nähe: Respekt, Austausch, gemeinsame Reisen. Lauda blieb bis zum letzten Moment ein Kämpfer, und genau diese Haltung trägt Hamilton weiter—Runde für Runde.

Lea Bertrand
Lea Bertrand
Léa Bertrand ist Redakteurin bei MotorNews, wo sie sich durch ihr Fachwissen über Autos und ihre redaktionellen Fähigkeiten auszeichnet. Sie absolvierte einen Master in Journalismus an der Universität Wien (Österreich) und ergänzte ihre Ausbildung mit einer Spezialisierung auf Autojournalismus am Salzburger Institut für Journalismus. Ihre akademische Laufbahn in Österreich ermöglichte es ihr, eine internationale Sicht auf die Automobilbranche zu erlangen und einen einzigartigen analytischen Ansatz zu entwickeln. Ihre Arbeit bei MotorNews umfasst Analysen zu technologischen Innovationen in der Automobilbranche, Fahrzeugtests und die Untersuchung von Marktentwicklungen, wobei sie auch eine ökologische und ökonomische Dimension einbezieht. Lea interessiert sich besonders für neue Mobilitätsformen und nachhaltige Lösungen, die die Zukunft der Branche prägen. Für weitere Fragen oder eine Zusammenarbeit können Sie sie per E-Mail kontaktieren : lea.bertrand@motornews.fr
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