Sans pitié, le président de Ferrari n’a pas manqué de sortir la sulfateuse pour remettre Charles Leclerc et Lewis Hamilton à leur place.
Kein Pardon, kein Zuckerguss: Charles Leclerc und Lewis Hamilton bekamen in Interlagos einen verbalen Dämpfer serviert, so direkt wie ein kalter Morgenstart. Das zweite Doppel-Aus heuer – erst Zandvoort, jetzt Brasilien – hat die Scuderia durchgerüttelt wie ein Curb in Gelb-Grün. Hamilton musste früh die Segel streichen, nachdem er bei hohem Tempo mit der Alpine von Franco Colapinto aneinandergeriet; der Schaden sprach eine klare Sprache. Leclerc erwischte es ebenfalls: ein unglücklicher Kontakt zwischen Oscar Piastri und Kimi Antonelli schob ihn aus dem Rennen, als wäre die Ideallinie plötzlich eine Seifenbahn. Pech? Sicher. Aber John Elkann setzte trotzdem das lange Gesicht auf und stellte beide Fahrer in die Boxengasse der Realitäten – kurz, hart, ohne Weichzeichner.
Kein Pardon: Elkann zieht die Zügel an bei Leclerc und Hamilton
Nach diesem bitteren Wochenende in Interlagos steht Ferrari in der Konstrukteurswertung nur auf Platz vier. Das schmeckt John Elkann ungefähr so wie ein abgestandener Espresso. Der Präsident der Scuderia meldete sich im Anschluss an den Grand Prix zu Wort – laut AGI bei der Unterzeichnung der Partnerschaft zwischen dem Stellantis‑Konzern und den Winterspielen 2026 in Mailand‑Cortina – und ließ verbal den Drehzahlbegrenzer aufheulen. Ziel der Ansage: seine beiden Spitzenkräfte.
Sinngemäß machte Elkann klar: Weniger Funkgedöns, mehr Lenkradarbeit. Es stehen noch harte, wichtige Rennen an, die zweite Gesamtposition ist nicht außerhalb der Reichweite – sie verlangt nur, dass alle den gleichen Takt atmen. Die Lehre aus Bahrain, wo Ferrari im Langstrecken-Programm die Weltkrone holte, klinge nach: Wenn Maranello als Mannschaft funktioniert, gewinnt Maranello. Dafür brauche es Piloten, die nicht sich selbst als Zentrum des Universums sehen, sondern die rote Mannschaft – zuerst, zuletzt, immer. Deutlich, schnörkellos, fast mit Werkstattschliff.
Das mag den beiden nicht schmecken. Interlagos hat schon größeren Egos die Gräten verbogen, und die Strecke verzeiht selten – sie beißt, sie zerrt, sie fordert Demut. Doch Elkan ns Worte hallen nach in den Gängen von Maranello, zwischen Kohlefaser und Kaffeemaschine. Diese Ansage war kein Lufthauch, eher ein Dreh am Drehmoment: ein Erinnern daran, dass ein Ferrari erst dann wirklich schnell ist, wenn jeder im Cockpit die Marke atmen lässt – und das eigene Echo leiser dreht.
Kurz gesagt
Charles Leclerc und Lewis Hamilton wurden nach dem Doppel-Aus in Interlagos von John Elkann spürbar zurechtgestutzt. Trotz der unglücklichen Crash‑Kette – Hamiltons High‑Speed‑Kontakt mit Colapinto, Leclercs Aus nach der Berührung zwischen Piastri und Antonelli – fordert der Ferrari‑Präsident weniger Worte, mehr Fahrt und vor allem Team‑Denken: Die zweite Konstrukteursposition sei noch drin, wenn Ferrari wieder als eine Einheit auftritt.

