Ferrari macht ernsthaft Sorgen – und Charles Leclerc könnte im Stillen bereits an Plan B feilen.
Und was, wenn Charles Leclerc Ferrari eines Tages wirklich den Rücken kehrt? Der Monegasse ist der Scuderia verfallen – Herzensangelegenheit, erstes und einziges Zuhause in der Königsklasse. Doch während er dem ersten Fahrertitel nachläuft wie einem späten Bremspunkt im Nassen, zieht sich die Saison 2025 zäher als kalter Teer. Sieben Podestplätze hat er heuer schon zusammengekratzt, obwohl die SF-25 bockig ist, kantig, ein Auto, das zerrt und zögert statt zu fließen. Rundherum wird’s unruhig, die Geräusche aus der Box werden leiser, schärfer, und vorne weg tanzen Lando Norris, Oscar Piastri und Max Verstappen – ein Trio, das ihm auf der Geraden die Rücklichter zeigt und in den schnellen Kurven noch ein wenig Staub mitgibt.
Genau deshalb, sagt Ralf Schumacher, Ex-Formel-1-Pilot und heute Stimme mit Benzin im Blut bei Sky Sport Deutschland, sollte Leclerc ernsthaft über die nächsten Schritte nachdenken – und sich einen Ausweg zurechtlegen, bevor die Ampel wieder auf Grün springt.
Leclerc vor einem Abschied von Ferrari?
Sinngemäß meinte Schumacher bei Sky: An Leclercs Stelle würde er sich fragen, wohin das alles führen soll. Der Bursch mache einen herausragenden Job, hole aus sich und aus dem Team, was drin ist. Er passe zu Ferrari wie ein gut eingelaufener Lenkradkranz – beliebt, geerdet, ein Familienmensch, bald verheiratet. Aber Loyalität ist kein Vertrag auf Lebenszeit. Er, Ralf, habe immer einen Plan B in der Tasche gehabt, den Manager vorausgeschickt, um zu hören, was der Markt flüstert. Genau das würde er Leclerc heute raten: Optionen prüfen, die eigene Zukunft nicht aus der Hand geben – und sich nicht einlullen lassen von warmen Worten nach kühlen Sonntagen.
Der Kern seiner Skepsis ist klar: Ferrari kann dem Monegassen derzeit kein Projekt versprechen, das nach verlässlichen Siegen riecht. Im Gegenteil – die Scuderia steuert wohl auf ein Jahr ohne Triumph zu, und das schmerzt in Maranello wie ein schief eingestellter Frontflügel. Da liegt ein Paukenschlag in der Luft: Leclerc, seit 2019 das ruhige Zentrum im roten Sturm, spürt den Frust steigen. Sollte er gehen, würde Ferrari in den Gegenwind laufen – und nicht nur auf der Strecke. Es wäre mehr als ein Transfer. Es wäre ein tektonisches Zittern im Fahrerlager. Fortsetzung? Offen. Aber man hört schon, wie das Getriebe zum nächsten Gang ansetzt…
Kurz gefasst
Die Frage steht im Raum: Könnte Charles Leclerc Ferrari tatsächlich verlassen? Der Monegasse ist eng mit der Scuderia verwoben, seinem Herzens-Rennstall und bisher einzigen Team in der Formel 1. Doch während er weiter dem ersten WM-Titel nachjagt, erlebt er in Maranello eine sehr harte Saison 2025 – sieben Podien hin oder her, die SF-25 fährt widerspenstig, und die Spitze mit Norris, Piastri und Verstappen entfernt sich Kurve um Kurve.

