Nach Wochen, in denen nur die kalte Logik des Simulators summte, kommt endlich wieder Benzin ins Spiel. Im November legt Sergio Pérez die Hände dorthin, wo sie hingehören: ans Lenkrad. Nicht auf dem Bildschirm, nicht im Labor – auf echtem Asphalt, mit echtem Grip und echtem Puls.
Anders als Valtteri Bottas, der bei Mercedes gebunden ist, hat Pérez seine Vorbereitung mit Cadillac aufgenommen – dem neuen Gesicht im Formel-1-Feld. Um ihn auf das Niveau der Zunft zu schärfen, stellt die Marke ganze Rennwochenenden virtuell nach: freie Trainings unter Zeitdruck, Quali mit kalten Reifen, Rennphasen mit Strategiekniffen – alles da, nur ohne den Geruch von warmen Bremsen. Der US-Rennstall hat ihn an Bord geholt, bis jetzt standen für den Mexikaner vor allem Simulatorläufe am Programm. Doch das Blatt wendet sich. Im November steigt er in ein echtes Auto: eine Ferrari SF-23 aus dem Jahr 2023. Das Surren weicht dem Grollen.
Testtage mit Tiefgang
„Im November fahren wir ein paar Tests – und die werden Gold wert sein“, lässt Pérez durchblicken, am Wochenende in Mexiko zu Gast bei einem Benefiz-Fußballspiel. Nicht nur Runden sammeln, sondern mit Mechanikern und Ingenieuren Hand in Hand arbeiten, Abläufe einspielen, Funkkürzel, Handgriffe, Blickkontakt – damit die ganze Truppe fürs Testprogramm im Jänner, gleich zu Jahresbeginn, auf hundert Prozent steht. Kleine Proben, große Wirkung.
Bis dahin heißt es für ihn: Simulator bis zum letzten Detail und körperlich anziehen, damit der Körper die Rückkehr auf die Strecke nicht nur packt, sondern verlangt. Und ja, 2026 mit Cadillac – das kitzelt. Eine Mannschaft, die zuhört, Rückhalt gibt und dich nicht bloß verwaltet, sondern ernst nimmt: Davon träumt jeder Pilot. Der ehemalige Red-Bull-Fahrer sagt’s ohne Pathos, aber mit diesem leisen Funkeln, das man nicht simulieren kann.
Kurz gesagt
Nach intensiven Sessions im Simulator wechselt Sergio Pérez nun in die Praxis. Im November feiert er seine Rückkehr ins echte Cockpit – am Steuer einer Ferrari SF-23 aus dem Jahr 2023.

