HomeF1Ferrari: Vasseurs Dualität bei der Scuderia – Franzose muss jonglieren

Ferrari: Vasseurs Dualität bei der Scuderia – Franzose muss jonglieren

Ferrari atmet anders. Das spürt Frédéric Vasseur jeden Tag – im Büro, an der Box, im Dröhnen einer Startaufstellung. Der Franzose, seit Jänner 2023 als Nachfolger von Mattia Binotto am Steuer der Scuderia, hat es im Bloomberg-Podcast Power Players offen ausgesprochen: Dieser Job lässt keine Luft zum Durchatmen. Ein Rennstall wie ein V12 – wunderschön, aber ständig unter Last. Und genau dort lebt er: in einer ständigen Zweiseitigkeit, die antreibt und zerrt zugleich.

Vasseurs doppelte Spur

Er beschreibt es so: Egal, welcher Kontinent, egal, welches Layout – sobald die Formel 1 auffährt, wirkt die Tribüne wie ein rotes Meer. Jede zweite Jacke, jede Fahne, jeder Blick: Ferrari. Und dann Monza, im Vorjahr – ein Taumel, fast wie ein Derbi-Abend im Fußball. Die Mechaniker kommen mitten in der Nacht zurück ins Werk nach Maranello, müde, ölverschmiert, zufrieden. Draußen warten die Fans immer noch, geduldig, laut, liebevoll. Für diesen Sport fast unwirklich, sagt er – und genau deshalb so elektrisierend.

Diese Leidenschaft trägt. Sie hebt dich – aber sie drückt auch. Vasseur will, dass der Druck zuerst bei ihm ankommt, nicht kaskadenförmig durchs Team. Er nennt es Verantwortung, nicht Bürde. Denn Ferrari ist anders: Man fährt mit der Geschichte im Rückspiegel – groß, schwer, unübersehbar – und muss gleichzeitig den Blick weit nach vorne heften, dorthin, wo die nächste Zehntel liegt. Stolz und Zukunft, Tradition und Entwicklung, Hymne und Stoppuhr. Diese Gleichzeitigkeit macht die Scuderia einzigartig. Sie gibt Kraft, sie kostet Kraft. Und doch ist genau diese Spannung der Motor, der nie abstirbt.

Kurz gefasst

Frédéric Vasseur lebt bei Ferrari eine permanente Zweiseitigkeit: Die bedingungslose Leidenschaft rund um die Scuderia treibt ihn und sein Team an – und erhöht zugleich den Druck. Im Podcast Power Players von Bloomberg spricht der französische Teamchef darüber, wie er seit Jänner 2023 in Maranello diese Doppelspur lenkt: stolz auf die Legende, fokussiert auf das Morgen. Monza im Vorjahr war dafür das offensichtlichste Bild – Volksfeststimmung bis tief in die Nacht, ein Fußball-Moment in der Formel 1. Genau diese Magie, sagt Vasseur, macht Ferrari anders als alle anderen.

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Lea Bertrand
Lea Bertrand
Léa Bertrand ist Redakteurin bei MotorNews, wo sie sich durch ihr Fachwissen über Autos und ihre redaktionellen Fähigkeiten auszeichnet. Sie absolvierte einen Master in Journalismus an der Universität Wien (Österreich) und ergänzte ihre Ausbildung mit einer Spezialisierung auf Autojournalismus am Salzburger Institut für Journalismus. Ihre akademische Laufbahn in Österreich ermöglichte es ihr, eine internationale Sicht auf die Automobilbranche zu erlangen und einen einzigartigen analytischen Ansatz zu entwickeln. Ihre Arbeit bei MotorNews umfasst Analysen zu technologischen Innovationen in der Automobilbranche, Fahrzeugtests und die Untersuchung von Marktentwicklungen, wobei sie auch eine ökologische und ökonomische Dimension einbezieht. Lea interessiert sich besonders für neue Mobilitätsformen und nachhaltige Lösungen, die die Zukunft der Branche prägen. Für weitere Fragen oder eine Zusammenarbeit können Sie sie per E-Mail kontaktieren : lea.bertrand@motornews.fr
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