Der Franzose Olivier François, der an der Spitze des italienischen Automobilherstellers steht, äußerte sich über die potenzielle Rückkehr des Fiat Punto in einem Interview mit unseren britischen Kollegen.
Wir leben im Jahr 2025 nach Christus, und das Automobilsegment wird von SUVs dominiert … allerdings nicht von allen! Eine kleine, nicht reduzierbare Kategorie urbaner Fahrzeuge bleibt unberührt und sieht sich weiterhin dem „Invasor“ gegenüber. Während Modelle wie die Clio, 208, C3, Yaris oder Polo beachtliche Verkaufszahlen erzielen, haben einige Hersteller – wie Ford – kürzlich mit dem Fiesta-Modell die Notbremse gezogen, während Fiat 2018 überraschend den Punto aus dem Programm nahm. Diese Entscheidung wurde stark kritisiert und reiht sich in eine lange Liste strategischer Fehlentscheidungen ein, die von Sergio Marchionne, dem verstorbenen CEO, getroffen wurden. Möge er in Frieden ruhen.
Die Herausforderung des 500x
Sieben Jahre sind vergangen, seit der italienische Hersteller Teil der Stellantis-Gruppe geworden ist. Olivier François, der an der Spitze steht, zeigt keine Scheu, über die Möglichkeit zu sprechen, dass der Fiat Punto in den kommenden Jahren zurückkehren könnte. Bisher hat dieses Projekt jedoch kein offizielles grünes Licht erhalten. Bereits 2011, als François die Marke unter der Leitung von Marchionne führte, war es seine Verantwortung, die Entwicklung des Modells, das den Punto ersetzen sollte, abzubrechen. Die ersten Prototypen wurden als „scheinbar annehmbar, aber nicht besonders prägnant“ beschrieben, weshalb die Hoffnung auf ein globales Fahrzeug, das hohe Verkaufszahlen generieren kann, gehegt wurde. Stattdessen wurde der 500 in der Form eines Crossovers international zum Hauptdarsteller.
Die Bedeutung des Segments bei Stellantis
Aktuell stellt Olivier François diese Entscheidung in Frage. Dies könnte durch die positive Resonanz des neuen Fiat 600 angeregt worden sein, der erneut ein präsentiertes SUV-Design zeigt, während die rein städtischen Fahrzeuge der Gruppe (Peugeot 208 und Opel Corsa) in den Verkaufszahlen gut abschneiden. Zudem hat Lancia kürzlich das neue Ypsilon in dieses Segment eingeführt. Eine Reihe von Entwicklungen, die die Marke aus Turin dazu anregen könnte, eine Rückkehr des Fiat Punto zu erwägen – dem unbestrittenen Bestseller des Unternehmens von den 90er Jahren bis 2010, der möglicherweise mit neuem Leben erweckt werden kann.
