Innovationen bei Volkswagen

Die Jagd nach jedem einzusparen-den Gramm CO2, nach jedem Tropfen Treibstoff, nach jedem Kilowatt Leistung, ist derzeit eine der wichtigsten Herausforderungen der Automobilindustrie. Es gilt, nachhaltiger denn je in die Zukunft zu steuern. Die Volkswagen AG hat sich dabei das Ziel gesetzt, bis 2018 der weltweit nachhaltigste Automobilhersteller zu werden. Ausgehend vom Jahr 2010, wird der Konzern den Energie- und Wasserverbrauch, das Abfallaufkommen und die Emissionen (inklusive CO2-Ausstoß) über alle Bereiche um 25 Prozent senken. Um dieses Plus an Nachhaltigkeit in den bis 2018 verbleibenden vier Jahren zu realisieren, zieht das Unter-nehmen alle Register des innovativen Automobilbaus.

Volkswagen setzt konsequent auf Nachhaltigkeit und Vernetzung

  • Antriebssysteme wie das erste 10-Gang-DSG senken Verbrauch und Emissionen
  • Neue Volkswagen Hard- und Software vernetzt das Auto mit der Online-Welt

Die neuesten Innovationen von Volkswagen:

1. Mildhybrid – TSI/TDI abschalten, wenn er nicht genutzt wird.

2. Start-Stopp 2.0 – unter 7 km/h schaltet der Motor ab.

3. 2.0 TDI mit 240 PS – Bi-Turbo-Passat verbraucht 5,3 l/100 km.

4. 2.0 TDI mit 272 PS – Bi-Turbo plus Electric Booster.

5. 10-Gang-DSG – neue Automatik für Motoren bis 550 Nm.

6. Leichtbau mit Leichtblech – Sandwich aus dem Motorsport.

7. Infrarotreflektierende Instrumententafel – Pigmente gegen Hitze.

8. Low-E-Glasdach – Oxidschicht sperrt Infrarotstrahlung aus.

9. Reichweitenmanager – maximale Reichweite per Auto-Modus.

10. Klimatisierung im E-Auto – bedarfsgerecht und höchst effizient.

11. Volkswagen Car-Net – bringt Onlinedienste in das Auto.

12. „Security & Service“ – stets über den Fahrzeugstatus informiert.

13. App Connect – welcome „Apple CarPlay“ und „Android Auto“.

14. Volkswagen Media Control – Tablet via App an Bord.

15. Prädikative Navigation – das erste „lernende“ Navi.

16. Personalisierung – jederzeit individuell eingestellt.

17. Easy Open – Sesam öffne Dich 2.0.

18. Easy Close – der Passat Variant schließt jetzt von selbst.

CO2-Reduktion. Volkswagen – die volumenstärkste Marke des Konzerns – setzt dabei produktseitig auf die Elektromobilität (Zero-Emission- und Plug-in-Hybrid-Modelle), auf immer sparsamere Verbrennungsmotoren und Getriebe, progressiven Leicht-bau, eine wegweisende Aerodynamik und Effizienz in jedem denkbaren Bereich. Die neuesten Technologien zur Reduzierung des Verbrauchs und der CO2-Emissionen – unter anderem das weltweit erste 10-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) – präsentiert Volkswagen den internationalen Medien nun im Rahmen eines Innovationsworkshops auf dem Testgelände Ehra-Lessien bei Wolfsburg.

Vernetzung. Parallel zu den Antriebssystemen verändern sich schneller denn je die automobilen Infotainmentsysteme, da Fahrzeug und Internet zusammenwachsen. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, spricht in diesem Zusammenhang von einer „Revolution im Auto“. Und in der Tat: Die aktuelle Hard- und Software ermöglicht viele Onlinedienste und bringt Schritt für Schritt die Apps der Smartphones an Bord. Aber auch das ist eine Herausforderung. Denn die neuen Möglichkeiten müssen sinnvoll und sicher in die Welt der Mobilität integriert werden. Europas größter Automobilhersteller realisiert genau das über neue Infotainmentsysteme und Softwarelösungen, die trotz aller Funktionsvielfalt selbsterklärend bleiben. Die neuesten Apps zur Vernetzung des Fahrzeugs mit der Onlinewelt und weitere interaktive Komfortsysteme – darunter das erste selbstlernende Navigationssystem – präsentiert Volkswagen ebenfalls in Ehra-Lessien.

CO2-Reduktion

Think Blue. Engineering. In den neuesten Innovationen, mit denen das Unternehmen die Verbrauchswerte und CO2-Emis-sionen weiter senken wird, spiegelt sich das große Potenzial der Volkswagen Nachhaltigkeitsstrategie „Think Blue. Engineering.“ wieder. Hintergrund: Die „Technische Entwicklung“ (TE) berücksichtigt den Nachhaltigkeitsgedanken bereits im Rahmen der Produktentwicklung. Mit dieser Strategie leistet die TE einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz, zur Ressourcenschonung und zum Gesundheitsschutz. So sollen der Energie- und Wasser-verbrauch, das Abfallaufkommen und die Emissionen inklusive CO2-Ausstoß (ausgehend vom Jahr 2010) bis 2018 um 25 Prozent gesenkt werden. Gemäß „Think Blue. Engineering.“ wird jedes neue Produkt zudem so entwickelt, dass es – über den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet – bessere Umwelteigen-schaften aufweist als sein Vorgänger.

Mildhybrid – Start-Stopp 2.0 und Freilauf-Motor-Aus. Das Start-Stopp-System 2.0 deaktiviert den Motor nicht erst, wenn der Wagen vor der roten Ampel steht, sondern schon bei Geschwindigkeiten von unter 7 km/h. Via Freilauf-Motor-Aus („Segelfunktion“) wird der Motor zudem auch bei höheren Geschwindigkeiten abgeschaltet, sobald der Fahrer das Gaspedal entlastet. Der Kraftstoffverbrauch lässt sich so durch eine vo-rausschauende Fahrweise signifikant reduzieren. Darüber hinaus ermöglichen die von Volkswagen entwickelten Mildhybridsysteme die Rekuperation in Bremsphasen; durch den gezielten Einsatz dieser Energie ergibt sich ein weiterer Verbrauchsvorteil. Der Wiederstart des Motors erfolgt in jedem Fall extrem komfortabel. Das Sparen wird so zum Spaß.

Hochleistungsmotoren. Freude am Sparen machen auch neue Hightechmotoren wie der 240-PS-Bi-Turbodiesel (176 kW) des soeben vorgestellten Passat. Er ist mit einer Literleistung von 120 PS der stärkste aller bislang in Serie gefertigten Vierzylinder-TDI. Verbrauch an Bord der 240 km/h schnellen Limousine: niedrige 5,3 l/100 km/h. Eine intelligente Weiterentwicklung dieses TDI könnte wie folgt aussehen: Über einen variablen Ventiltrieb, einen weiter optimierten Ladungswechsel und einen so-genannten Electric Booster ließe sich die Leistung des Zweilitermotors auf bis zu 200 kW / 272 PS erhöhen.

10-Gang-DSG: Seit der Einführung der ersten Volkswagen DSG – Doppelkupplungsgetriebe (2003) hat sich das DSG zu einem Welterfolg entwickelt. Die Gründe sind offensichtlich: Keine andere Automatik schaltet schneller, keine andere Automatik arbeitet sparsamer. Jetzt stellt Volkswagen für Motoren bis 550 Nm ein neu entwickeltes 10-Gang-DSG vor; die hocheffiziente Getriebeabstufung trägt dazu bei, die CO2-Emissionen weiter zu senken.

Progressive Detaillösungen. Darüber hinaus ist es die Summe der Fortschritte in allen Bereichen, die Volkswagen Punkt für Punkt den Zielen des Jahres 2018 näherbringt. Beispiel Leicht-bau: Hier adaptiert das Unternehmen gerade eine Sandwich-Bauweise – zwei Stahldecklagen und eine mittlere Kunststoff-Thermoplast-Schicht – aus der Kleinserie in die Großserie. „Technologie-Spender“ ist in diesem Fall die Straßenversion des Polo R WRC (mit der Rennsportversion hat Volkswagen 2014 zum zweiten Mal in Folge die Rallye-Weltmeisterschaft gewonnen). Neue Systeme wie das mit einer hauchdünnen Oxidschicht bedampfte und damit infrarotreflektierende Low-E-Glasdach und eine ebenfalls infrarotreflektierende Instrumententafel (beide Entwicklungen reduzieren den Kühlbedarf der Klimaanlage), ein Reichweitenmanager für E-Fahrzeuge (zur optimalen Nutzung der in der Batterie gespeicherten Energie) oder eine bedarfsgerechte und höchst effiziente Klimatisierung (ebenfalls für Zero-Emission-Modelle wie den e-up! und e-Golf) sorgen genauso da-für, dass der Verbrauch und die CO2-Emissionen weiter reduziert werden.

Vernetzung

Integration von Consumer Electronics. Parallel zum Thema Nachhaltigkeit forciert Volkswagen in allen Klassen die Integration einer maximalen Interaktivität und realisiert damit eine neue Komfortdimension. Das Auto vernetzt sich dabei immer stärker mit der Kommunikationswelt der Consumer Electronics. Hintergrund: Über den modularen Infotainmentbaukasten (MIB) und das Volkswagen Car-Net werden mehr Apps und Onlinedienste denn je nutzbar; die neue Hard- und Software wird den Alltag im Auto grundlegend verändern

Apps und Fahrzeug verschmelzen. Die Applikationen des Volkswagen Car-Net sorgen generell für ein Plus an Sicherheit respektive Komfort. Etwa die Funktionen von „Security & Service“, über die sich unter anderem die Fahrzeugdaten über das Internet einsehen lassen. Damit kann zum Beispiel vor dem Ausflug der Tankinhalt und der Wischwasserstand geprüft werden.

Apple und Android im Volkswagen. Nach dem Ersteinsatz von MirrorLink™ im Polo und Passat wird bei Volkswagen die Integration von Smartphones kontinuierlich weiterentwickelt. Die Anbindung der verschiedensten Betriebssysteme der Mobiltelefone und damit auch MirrorLink™ fasst Volkswagen dabei künftig unter „App Connect“ zusammen, da kurzfristig via „Apple CarPlay“ und „Android Auto“ nahezu alle Smartphones mit dem Infotainment verbunden werden können.

Media Control. Das mit dem neuen Passat eingeführte System „Media Control“ bindet erstmals Tablets aller Art in die Matrix der Infotainmentsysteme ein. Insbesondere die Gäste im Fond können so mit ihrem Tablet alle wichtigen Funktionen zur Unterhaltung (Radio und Media) komfortabel bedienen, im Internet surfen, Filme anschauen oder Adressbucheinträge als Navigationsziel an das Infotainmentsystem senden. Adressen lassen sich zudem komfortabel per Google-Suche finden und ebenfalls in die Zielführung integrieren. Wie die Zukunft der Vernetzung von Tablet und Auto aussehen kann, stellt Volkswagen in einem Konzeptfahrzeug dar: Videos können hier – unabhängig vom physischen Ursprung – auf allen Tablets im Fahrzeug parallel abgespielt werden; der Ton lässt sich dabei nicht nur per Kopfhörer, sondern lippensynchron auch über die Fahrzeuglautsprecher wiedergeben. Jedes in das WLAN-Netz des Volkswagen eingebundene Gerät kann wie skizziert als Quelle dienen, da bei der Auswahl der Speicherort der Medien keine Rolle mehr spielt.

Interaktive Systeme. Erstmals zeigt Volkswagen in Ehra-Lessien zudem den Prototypen eines prädikativen – sprich: sich selbst programmierenden Navigationssystems. Es „merkt sich“ – ohne dass das die Routenführung aktiv ist – vom Fahrer favorisierte Strecken. Typische Wege wie die Fahrt zur Arbeit, werden dann zum Beispiel automatisch auf Verkehrsstörungen gescannt, ohne dass hierfür die Zielführung gestartet sein muss. Darüber hinaus nutzt das System die Infos über die wahrscheinlich zu fahrende Route, um sie in die Betriebs- und Ladestrategie eines Plug-In-Hybridantriebs zu integrieren. Ein weiteres Beispiel für das „mitdenkende“ Auto ist die mit dem neuen Passat Variant vorgestellte Funktion „Easy Close“. Dabei schließt die Heck-klappe, sobald sich die Person mit dem Passat-Schlüssel von ihr entfernt; das Auto wird zudem automatisch verriegelt.

Automatisch perfekt eingestellt. Innovative Fortschritte gibt es auch auf dem Gebiet der Personalisierung: Künftig wird es möglich sein, die im Fahrzeug personalisierten Einstellungen noch weiter zu individualisieren. Die Einstellungen werden dabei in Benutzerkonten für die einzelnen Fahrer abgelegt; beim Öffnen des Autos werden sie individuell für jeden Fahrer automatisch aktiviert und auch deutlich sichtbar angezeigt. Dadurch entfällt zum Beispiel das wiederholte Einstellen von Sitz, Spiegel, Radiosender oder auch Fahrerassistenzsystemen. Langfristig sollen diese Einstellungen sogar in einen anderen Volkswagen übertragen werden können – Fortschritt zum Mitnehmen!

CO2-Reduktion – Jedem Gramm CO2 und Quäntchen Energie auf der Spur: Volkswagen will 2018 nachhaltigster Automobilhersteller werden

  • Progressive Antriebssysteme: Vierzylinder mit 272 PS und erstes 10-Gang-DSG
  • Perfektion im Detail: Leichtbau wie im Motorsport und Hightech-Innovationen

Die Volkswagen AG hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2018 der weltweit nachhaltigste Automobilhersteller zu werden. Ein Instrument auf dem Weg dorthin ist für Volkswagen als Marke die Umweltstrategie „Think Blue.“ Dahinter verbirgt sich die Entscheidung, die Nachhaltigkeitsoffensive des Unternehmens nachvollziehbar, transparent und erlebbar darzustellen. Der ganzheitliche Ansatz von „Think Blue.“ besteht aus drei Säulen: der Entwicklung effizienter Produkte und Technologien; der aktiven Einbeziehung der Menschen zur Stärkung des Umweltbewusstseins und der weltweiten Unterstützung umweltrelevanter Projekte und Initiativen.

Think Blue. Engineering.

Die Parameter zur Entwicklung effizienter Produkte und Technologien werden unter „Think Blue. Engineering“ festgeschrieben. Die „Technische Entwicklung“ (TE) von Volkswagen berücksichtigt den Nachhaltigkeitsgedanken bereits im Rahmen der Produktentwicklung. Als Ziel wurde dabei definiert, dass die Umweltverträglichkeit aller Volkswagen Produkte und Standorte kontinuierlich verbessert wird; in allen Bereichen der TE und im gesamten Produktlebenszyklus sollen umweltrelevante Aspekte Berücksichtigung finden. Mit dieser Strategie will die „Technische Entwicklung“ einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz, zur Ressourcenschonung und zum Gesundheitsschutz leisten. Und zwar sehr konkret: Der Energie- und Wasserverbrauch, das Abfallaufkommen und die Emissionen inklusive CO2-Ausstoß sollen – ausgehend vom Jahr 2010 – bis 2018 um
25 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus hat Volkswagen generell den Anspruch, in jedem Segment das umweltfreundlichste Automobil anzubieten. Gemäß „Think Blue. Engineering.“ soll deshalb jedes neue Produkt so entwickelt werden, dass es ganzheitlich – über den gesamten Produktlebenszyklus – bessere Umwelteigenschaften auf-weist als sein Vorgänger. Dazu setzt Volkswagen eine ganze Armada innovativer Technologien ein. Die neuesten Systeme im Detail:

Mildhybrid

Die Mildhybrid-Technologie von Volkswagen schaltet den Verbrennungsmotor in Freilaufphasen ab – etwa wenn der Fahrer bei voraus-schauender Fahrweise oder auf Passagen mit Gefälle vom Gas geht. Effizienz und Komfort bilden dabei eine Allianz. Hintergrund: Der Wiederstart des an ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG) gekoppelten Motors erfolgt besonders komfortabel über einen riemengetriebenen Startgenerator (RSG).

Beim Abschalten wird der Motor vom Triebstrang entkoppelt und damit das sogenannte „Segeln“ ermöglicht – der Wagen fährt nun komplett emissionsfrei. In der Multifunktionsanzeige erscheint in diesem Fall der Hinweis „Freilauf“ und das bekannte Symbol des aktiven „Start-Stopp-Systems“. Die Verfügbarkeit des „Start-Stopp-Systems“ wird durch diese „Freilauf-Motor-Aus-Funktion“ also auf alle beliebigen Geschwindigkeiten ausgeweitet. Wichtiger Unter-schied: Während der Motor bei den aktuellen Start-Stopp-Systemen zunächst zum Wiederstarten vollständig auslaufen muss, kann der Neustart des Motors beim Volkswagen Mildhybrid (ein Niedervolt-System) bei jeder beliebigen Drehzahl erfolgen („Change-of-Mind-Situation“). Damit sind auch solche Situationen komfortabel abgesichert, in denen der Fahrer vom Gas gegangen ist, dann aber spontan erneut Gas gibt, um etwa noch die Gelbphase einer Ampel zu nutzen. Eine elektrische Ölpumpe sorgt parallel im DSG dafür, dass das Getriebe auch bei deaktiviertem Verbrennungsmotor schalten kann, um nach dem Wiederstart sofort wieder die richtige Übersetzung zur Verfügung stellen zu können.

Darüber hinaus wird beim Mildhybrid die regenerative Nutzung der Bremsenergie via Rekuperation stark erhöht. Als Energiespeicher dient in diesem Fall eine Lithium-Ionen-Batterie. Die rekuperierte Energie wird beim Mildhybrid nicht nur zur Versorgung des Bordnetzes in Start-Stopp- und Segel-Phasen und für den Wiederstart des Motors genutzt, sondern auch für den sogenannten Mini-Boost. Er bewirkt eine Lastpunktverschiebung des Motors und damit eine zusätzliche Reduzierung der CO2-Emissionen.

Start-Stopp-System 2.0

Das Start-Stopp-System debütiert an Bord des neuen Passat in der Generation 2.0. Dabei erfolgt eine Ausweitung der Funktion auf Anhaltevorgänge im Geschwindigkeitsbereich von unter 7 km/h. Ein Motorstopp erfolgt somit nicht mehr allein beim Stillstand des Fahrzeugs, sondern bereits während des Heranfahrens an eine Stopp-Situation – ein konsequentes Weiterdenken der Effizienzmaßnahmen innerhalb der Volkswagen Antriebsstrategie. Das erste Start-Stopp-System hatte Volkswagen 2008 eingeführt; weiterentwickelt wurde die Technologie mit dem Debüt des aktuellen Golf (2012). Das wesentliche Kennzeichen der neuen Start-Stopp-Generation 2.0 ist eine zusätzliche Verbrauchs- und damit CO2-Reduzierung durch den beschriebenen Motorstopp schon während des Anhaltevorgangs. Je nach Motorisierung werden so im NEFZ bis zu 1,7g CO2 zusätzlich eingespart. Was hier als bescheidener Fortschritt anmutet, muss im Gesamten betrachtet werden. Und dabei geht es darum, wirklich in jedem Bereich das höchste Sparpotential des Antriebs zu nutzen.

Eine besondere technische Herausforderung beim Motorstopp während des Anhaltevorgangs: Das System muss erkennen, ob der Fahrer tatsächlich anhalten möchte oder, wie zum Beispiel im normalen Startverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten, nur kurzfristig sehr langsam fährt. Bei Fahrzeugen mit manuellem Getriebe liegt die Steuerung nach wie vor beim Fahrer. Sprich: Durch das Auskuppeln der jeweiligen Gangstufe und das Lösen der Kupplung wird unterhalb von 7 km/h der Motor abgeschaltet. Hier entscheidet der Fahrer somit selbst, in welchen Situationen ein Abschalten stattfinden soll. An Bord von Modellen mit automatisch schaltenden Doppelkupplungsgetrieben (DSG) ist das Erkennen eines „Anhaltewunsches“ deutlich komplexer, da letztendlich nur die Betätigung des Bremspedals als Feedback zur Verfügung steht. Doch auch das klappt: Über die Auswertung der Fahrzeuggeschwindigkeit und -verzögerung, des Lenkwinkels sowie des Bremsdruckverlaufs erkennt das innovative System, ob der Fahrer anhalten möchte und ob ein Motorstopp sinn-voll ist. Ist das der Fall, wird der Motor wie skizziert unterhalb einer Grenzgeschwindigkeit von 7 km/h abgestellt.

Generell gibt es zahlreiche „Change-of-Mind-Situationen“, bei denen der Fahrer spontan wieder Gas gibt, etwa weil die Ampel beim Her-anfahren gerade wieder auf Grün springt. Die zweite Generation des Start-Stopp-Systems wurde auch im Hinblick auf solche Situationen verbessert, da der Wiederstart des Motors sehr schnell und komfortabel erfolgt.

Hochleistungsdieselmotor 2.0 TDI (Bi-Turbo mit 240 PS)

Komplett neu entwickelt wurde der stärkste jemals von Volkswagen angebotene Vierzylinder-Turbodieseldirekteinspritzer: der 2.0 TDI mit 176 kW / 240 PS (bei 4.000 U/min) des neuen Passat. Um die hohe spezifische Leistung von 120 PS pro Liter Hubraum zu realisieren, wurde für den Motor ein kompaktes Bi-Turbomodul mit einem Hochdruck- und einem Niederdruck-Abgasturbolader entwickelt; das Modul ermöglicht Ladedrücke von bis zu 3,8 bar. Das Zylinderkurbelgehäuse, die Kurbelwelle, die Pleuel und die Kolben wurden an den hohen maximalen Verbrennungsdruck von 200 bar angepasst. Erstmals kommt zudem ein neuer Hochleistungs-Zylinderkopf zum Einsatz. Ein weiteres Novum ist das neu entwickelte Einspritzsystem mit Piezo-Injektoren. Dieses Einspritzsystem ermöglicht Einspritz-drücke von bis zu 2.500 bar. Die Einhaltung der zukünftigen Abgasnorm EU-6 wird mithilfe eines SCR-Systems sichergestellt. Um den Komfort bei niedrigen Drehzahlen weiter zu perfektionieren, setzt Volkswagen ein ebenfalls neu konzipiertes Fliehkraftpendel im Getriebe des 2.0 TDI ein. Es ermöglicht eine weitere Absenkung der Schaltpunkte und damit des Drehzahlniveaus und trägt so zu den exzellenten Verbrauchswerten des TDI bei.

Mit dem neuen 2.0 TDI erreicht die Limousine eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h; im Fall des Variant sind es 238 km/h. Aufgrund des hohen maximalen Drehmoments von 500 Nm (1.750 bis 2.500 U/min) wird der 240 PS starke Passat und Passat Variant serienmäßig mit 4MOTION-Allradantrieb und 7-Gang-DSG ausgestattet. Besonders beachtlich sind angesichts der hohen Leistung die niedrigen Verbrauchswerte: 5,3 l/100 (Limousine) und 5,4 l/100 km (Variant). Die CO2-Emissionen: 139 und 140 g/km.

Hochleistungsdieselmotor 2.0 TDI (Bi-Turbo mit 272 PS)

Der neue 240 PS starke 2.0 TDI des Passat erreicht mit seiner Literleistung von 120 PS einen Spitzenwert im Bereich der Selbstzünder. Das aber selbst hier künftig noch Luft nach oben sein könnte, zeigt Volkswagen mit einem Ausblick auf eine weitere denkbare Leistungsstufe mit 200 kW / 272 PS. Technisch möglich wird solch ein Hochleistungsmotor im modularen Dieselbaukasten (MDB) durch die Erweiterung der zweistufigen Aufladung um einen sogenannten „Electric Booster“ – einen dritten, aber in diesem Fall elektrisch angetriebenen Verdichter. Darüber hinaus hat Volkswagen bei diesem 272-PS-TDI-Prototyp den Ladedruck des Bi-Turbosystems und den Einspritzdruck des Common-Rail-System erhöht. Zu den weite-ren Modifikationen zählen ein variabler Ventiltrieb und Optimierungen im Ladungswechsel.

10-Gang-DSG

Ein Highlight unter den neuen Doppelkupplungsgetrieben ist das DQ511 – das erste Volkswagen DSG mit zehn Fahrstufen. Konstruktiv handelt es sich bei diesem 10-Gang-DSG um eine Weiterentwicklung des 7-Gang-DSG mit der internen Bezeichnung DQ500. Beide Getriebe sind auf maximale Drehmomente von bis zu 550 Nm ausgelegt. Trotz der zusätzlichen drei Gänge baut das 10-Gang-DSG genauso kompakt wie das Pendant mit sieben Gängen. Konzipiert wurde das neue DSG unter anderem für den Einsatz im modularen Querbaukasten (MQB), auf dessen technischem Layout aktuell bereits der Golf und Passat basieren.

Ohne zusätzliche Zahnradpaare wird mit Hilfe einer völlig neu entwickelten Schaltstrategie sowie durch das Hinzufügen von zwei Schaltelementen und einem Rücklaufrad die Umlenkung des Leistungsflusses innerhalb des Getriebes möglich. Dadurch können zehn progressiv gestufte Gänge realisiert werden. Dank der kurz ausgelegten ersten Gänge erreichen die Getriebe-Entwickler eine nochmals bessere Anfahrperformance. Beim Beschleunigen ermöglicht indes die feine Stufung der Gänge 3 bis 9 ein Plus an Effizienz. Der lang ausgelegte 10. Gang bewirkt eine deutliche Drehzahlabsenkung mit entsprechendem Potential zur CO2-Reduzierung. Über die zehn „last-schaltbaren“ Gänge hinaus bietet das DQ511 die Möglichkeit, weitere Fahrstufen zum Realisieren von Sonderfunktionen zu integrieren – etwa einen extrem kurzen „Kriechgang“ oder einen besonders langen „Super-Overdrive“. Der Systemwirkungsgrad des DQ511 konnte gegenüber dem DQ500 durch spezielle Beschichtungen der Zahnräder, reibungsreduzierte Lager und ein eigens entwickeltes Leichtlauföl nochmals verbessert werden. Wie alle DSG der neusten Generation, ermöglicht auch das DQ511 die „Freilauf-Motor-Aus-Funktion“; bei diesen Segelphasen wird der Motor vom Getriebe entkoppelt und abgeschaltet.

Leichtbau mit Leichtblech

Die passive Sicherheit und der Komfort wurden in den letzten Jahren signifikant erhöht. Lange Zeit waren die Fortschritte in diesen Bereichen kaum gewichtsneutral zu realisieren. Volkswagen hat genau das geändert: Als einer der weltweit ersten Hersteller konnte das Unternehmen die Gewichtsspirale auch in der preissensiblen Großserie durch innovativen Leichtbau durchbrechen. Ein Vorreiter war hier der aktuelle Golf; er ist im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 100 kg leichter und bietet dennoch ein Plus an Sicherheit und Komfort. Ähnliche Fortschritte erzielte Volkswagen mit dem vor wenigen Wochen eingeführten Passat der neuesten Generation, der bis zu 85 kg leichter wurde.

Jetzt transferiert Volkswagen eine Leichtbauinnovation aus der Kleinserie in die Großserie. Die Quelle: Die Straßenversion des Polo R WRC. Bei diesem Wagen kommt im Bereich der Motorhaube ein dreilagiges Sandwichblech zum Einsatz, das aus zwei Stahldecklagen und einer mittleren Kunststoff-Thermoplast-Schicht besteht. Dieser Werkstoffverbund ermöglicht – bei identischer Biege- und Beulsteifigkeit wie reines Stahlblech – eine Gewichtsreduktion von bis zu 30 Prozent. Das Sandwichblech ist ein typisches Beispiel für Innovationen, bei der zuerst Erfahrungen in exklusive Kleinserien gesammelt und dann auf die Großserie übertragen werden.

Infrarotreflektierende Instrumententafel

Dunkle Oberflächen heizen sich in der Sonne durch Licht- und damit Energieabsorption stärker auf als helle Flächen. Insbesondere im Bereich der Instrumententafel sind dunkle Oberflächen allerdings besser als helle geeignet, um Reflektionen in der Windschutzscheibe auf ein Minimum zu reduzieren – ein Teufelskreis, dem Volkswagen künftig mit einer neu entwickelten infrarotreflektierenden Instrumententafel begegnet. Hintergrund: Für das Aufheizen der Oberflächen ist hauptsächlich die im Sonnenlicht enthaltene Infrarotstrahlung verantwortlich. Zur Einfärbung der neu entwickelten Instrumentenoberfläche – der Slush-Haut – nutzt Volkswagen deshalb spezielle Pigmente anstatt der ansonsten üblichen Einfärbung mittels Ruß. Während Ruß das gesamte Sonnenlicht (UV + VIS + NIR) absorbiert, wird der nahe Infrarotanteil (NIR) durch die hier verwendete Metalloxid-Pigmentierung weitgehend reflektiert. Unter Beibehaltung des schwarzen Farbtons realisieren die Ingenieure so eine geringere Aufheizung der Oberflächen. Und das reduziert deutlich die Wärme im Fahrzeug. Die positiven Folgen sind vielfältig: Die reduzierte Strahlungswärme verbessert den Komfort an Bord und verkürzt das Erreichen komfortabler Temperaturen via Klimaanlage, da die Bauteile im Interieur weniger stark aufgeheizt sind. Durch den reduzierten Energieverbrauch der Klimaanlage werden wiederum die CO2-Emissionen gesenkt und die Reichweiten der Elektro- und Hybrid-Modelle (letztere im E-Modus) verbessert.

Low-E-Glasdach

„Low-E-Glas“ ist die Abkürzung für das sogenannte „Low-Emissivity-Glas“ (Deutsch: niedrige Wärmeabstrahlung). Es bezeichnet ein Glas, auf das eine hauchdünne Oxidschicht (Indiumoxid oder fluordotiertes Zinnoxid) in einer Stärke von etwa 400 nm aufgebracht wird. Diese Schicht dient als Sonnenschutz, da sie die kurz-wellige Strahlung und damit Licht durchlässt, langwellige Infrarotstrahlung indes reflektiert. In der Folge heizt sich der Innenraum der Fahrzeuge im Sommer weniger stark auf. Im Winter hingegen wird die Wärme besser im Innenraum gespeichert. Insbesondere bei klarer, kalter Witterung wird die Körperwärme der Insassen reflektiert und damit im Fahrzeug gehalten; und das führt vor allem im Kopfbereich zu einem deutliche erhöhtem Komfortempfinden.

Insgesamt lässt sich der Wärmeeintrag und Heizbedarf im Auto durch den Einsatz des Low-E-Glasdachs um bis zu 15 Prozent reduzieren. Folge: ein spürbar besserer Klimakomfort. Darüber hinaus wird durch die damit einhergehende Entlastung der Heiz- und Klimaanlage eine weitere Reduktion der CO2-Emissionen erzielt. Last but not least ermöglicht das Low-E-Glasdach den Entfall der Dachrollos und damit wiederum eine Gewichtsreduzierung.

Reichweitenmanager

Bei Elektrofahrzeugen spielt die Reichweite eine entscheidende Rolle. Volkswagen entwickelt deshalb Systeme, mit denen die maximale Reichweite optimiert werden kann. Wirksame Werkzeuge sind dabei der Reichweitenmanager und der Reichweitenmonitor. In Allianz ermöglichen sie – unter Berücksichtigung von Route, Verkehr, Umwelt und Fahrstil – eine besonders exakte Berechnung der Reichweite. Die zu einem bestimmten Zeitpunkt realisierbare Reichweite und zusätzliche Potenziale der Reichweitenoptimierung werden über-sichtlich auf dem Reichweitenmonitor angezeigt. Darüber hinaus kann der Fahrer mit den fahrzeugspezifischen Einstellungen die Reichweite beeinflussen; unterstützt wird er dabei vom Reichweitenmanager. Über ihn werden dem Fahrer Maßnahmen empfohlen, die die Reichweite vergrößern. So liefert das System Hinweise zur Optimierung des Fahrstils und der Route und rät, den Innenraum – in akzeptablen Grenzen – weniger stark herunterzukühlen. Liegt das Ziel immer noch außerhalb der berechneten Reichweite, hilft künftig das Aktivieren des „Auto-Modus“. In diesem Fall greift der Reichweitenmanager auf Parameter wie das Fahrprofil, die Motorleistung und die Routenführung zu, um die Reichweite zu optimieren.

Bedarfsgerechte Klimaanlage und Wärmepumpe

Effiziente Klimatisierung im MQB. Für die Kühlung im Fahrzeug wird je nach Antriebsart ein mechanischer beziehungsweise elektrischer Klimakompressor eingesetzt; dabei regelt die Climatronic automatisch die Innenraumtemperatur. In Abhängigkeit von den jeweiligen Umgebungsbedingungen wird die Luft im Innenraum nicht nur gekühlt, sondern auch entfeuchtet. Gleichwohl gibt es klimatische Wetterbedingungen, bei denen die in den Wagen einströmende Luft weder gekühlt noch entfeuchtet werden muss. Erkennt dies die Sensorik der Climatronic, schaltet sie – als Innovation im Serieneinsatz – den Klimakompressors temporär ab. Untersuchungen ergaben, dass dies in Deutschland für bis zu 40 Prozent der gesamten Fahrzeit der Fall sein kann. Die bedarfsgerechte Klimatisierung des via MQB realisierten Golf und Passat spart somit durch das automatische Ab-schalten des Klimakompressors Energie. Und zwar ohne jegliche Komforteinschränkungen.

Reichweitenerhöhung bei E-Fahrzeugen via Wärmepumpe. Die Anforderungen an die Klimatisierung von E-Fahrzeugen sind nicht nur beim Kühlen sondern auch im Heizmodus besonders hoch, da durch den hohen Wirkungsgrad des Antriebs nur wenig Abwärme entsteht. Wird die benötigte Energie zum Heizen aus der Lithium-Ionen-Batterie genutzt, hat dies einen direkten Einfluss auf die Reichweite des Autos. Daher ist hier ein gut abgestimmtes Thermomanagement zwingend notwendig. Volkswagen begegnet dieser Herausforderung mit einer eigens entwickelten Wärmepumpe für den e-Golf. Das Thermosystems ist äußerst innovativ: So erkennt das Klimasystem beispielsweise, welche Plätze im Fahrzeug unbesetzt sind; in der Folge kann die Heizleistung für diese unbesetzten Plätze reduziert werden. Generell gilt, dass der elektrische Heizleistungsbedarf durch die Wärmepumpe halbiert und die Reichweite so um zu 30 Prozent verbessert wird.

Technisch handelt es sich beim Wärmepumpenkonzept um eine speziell weiterentwickelte Klimaanlage: Das Kältemittel der Klimaanlage wird in der Wärmepumpe unter hohem Druck in einem Kompressor verdichtet. Dadurch kommt es zu einem Temperaturanstieg, der das Kältemittel verdampfen lässt. Das jetzt gasförmige Kältemittel gelangt nun in einen Kondensator, der mit kalter Luft durchströmt wird. In der Folge gibt das Kältemittel Energie in Form von Wärme ab und kondensiert wieder. Die erwärmte Umgebungsluft strömt anschließend als Heizluft weiter in den Innenraum des Fahrzeugs. Nach dem Kondensator fließt das flüssige Kältemittel zu einem Expansionsventil, wo der Druck des Kältemittels stark abgesenkt wird. Die Temperatur liegt dabei unterhalb der Umgebungstemperatur, wodurch wiederum Energie aus der Umgebung aufgenommen wird und das Kältemittel erneut verdampfen kann. Das gasförmige Kälte-mittel gelangt jetzt mit niedriger Temperatur und niedrigem Druck zurück in den Kompressor, wo der Kreislauf geschlossen wird. Zum Erwärmen der Heizluft nutzt das Wärmepumpenkonzept zusätzlich die Abwärme des Motors und der Leistungselektronik. Durch das Wärmepumpenkonzept wird die Reichweite des Fahrzeuges trotz optimalem Heizkomfort effektiv vergrößert.

Vernetzung

Vernetzung macht Automobile interaktiv: Programme und Systeme reagieren auf die Menschen im Auto

  • Apps starten durch: Smartphone und Tablet verschmelzen mit dem Wagen
  • Systeme interagieren: Lernfähige Navigation und weitreichende Personalisierung

Volkswagen setzt seit jeher auf Bedienungselemente und Informationen, die sich selbsterklärend erschließend. Nichts anderes gilt für die Zukunft dieser Interface-Systeme. Bereits vor mehr als zehn Jahren begann Volkswagen, ein völlig neues und ganzheitliches Bediensystem für seine Fahrzeuge zu entwickeln. Die Bedienung selbst hochkomplexer Infotainmentgeräte und deren Menüs sollte klar strukturiert und leicht verständlich bleiben und dabei auch noch extrem wertig anmuten. Um dieses Ziel zu erreichen, vereinte Volkswagen interdisziplinär Designer, Ergonomiespezialisten und Elektronikfachleuchte. Sie entwickelten – anders als viele Wettbewerber – Systeme mit direkter Interaktion. Sprich: Der Fahrer, Beifahrer und künftig auch die Passagiere im Fond betätigen direkt dort eine Funktion, wo sie auch stattfindet. Nicht zuletzt deshalb favorisiert Volkswagen zum Beispiel den Touchscreen; indirekte Bedienelemente wie etwa Multifunktionsschalter auf der Mit-telkonsole sind in einem Volkswagen indes nicht zu finden. Folge: Die Marke ist in Sachen Bedienbarkeit auch im Bereich der Infotainmentsysteme längst Benchmark.

Volkswagen Car-Net – die Dachmarke der Onlinedienste

Die technische Plattform für die neuesten Radio- und Radio-Navigationssysteme bildet der modulare Infotainmentbaukasten, kurz MIB genannt. Hier integriert werden nun mehr und mehr Onlinedienste und Apps – die Onlineplattform „Car-Net-Portal“ dient dem Kunden als Zugriff auf einzelne Infotainmentdienste. Die verschiedenen Onlinedienste und Applikationen des Volkswagen Car-Net sind in vier übergeordnete Cluster gegliedert: „Guide & Inform“, „e-Remote“, „Security & Service“ sowie „App Connect“. Angeboten werden die verschiedenen Dienste in Abhängigkeit des jeweiligen Fahrzeugs und seiner Ausstattung.

Volkswagen Car-Net – „Guide & Inform“

Hinter dem Cluster „Guide & Inform“ verbergen sich die klassischen mobilen Onlinedienste: Sie machen es möglich, zum Beispiel „Verkehrsinformationen Online“ in die dynamische Routenführung zu integrieren und online öffentliche und personalisierte „Points-of-Interest“ (POI) in die Navigation einzubinden. Darüber hinaus können im Infotainmentsystem „Discover Pro“ über „Google Street View“ 360-Grad-Panoramabilder aus der Straßenperspektive in die Darstellung des Displays aufgenommen werden; auf der Basis des Kartenservice „Google-Earth™“ lässt sich zudem eine fotorealistische Anzeige der Kartendarstellung abrufen (Google Maps).

Darüber hinaus stehen für das Topsystem „Discover Pro“ die Funktionen „Parkplatzinformation“ (Anzahl freier Plätze in Parkhäusern inkl. Location), „Tankstellenpreise“ (aktuelle Kraftstoffpreise inkl. Location), „Wetter“, „Nachrichten“ und „Fahrzeugzustandsbericht“ (z.B. Infos für die Wartung) zur Verfügung. Ebenfalls neu: „POI- und Zieleinspeisung“; ab dem „Discover Media“ können dabei Ziele und POIs via PC, Tablets und Smartphones ausgewählt und später in das System übertragen werden. Bemerkenswert: Die nun zweite Gerätegeneration des modularen Infotainmentbaukastens (MIB) hat die „Guide & Inform“-Dienste im Fall der Navigationssysteme in Europa bereits serienmäßig an Bord (in den ersten zwölf Monaten ist die Nutzung kostenfreie; Kosten für die Datenverbindung sind nicht enthalten).

Volkswagen Car-Net – e-Remote“

Ebenfalls bereits umgesetzt werden die Volkswagen Car-Net Lösungen im Cluster „e-Remote“. Dabei handelt es sich um eine App, die speziell für den Einsatz in Elektro- und Plug-In-Hybrid-Modellen entwickelt wurde. Eingeführt wurden sie deshalb bereits für den e-up! (kein MQB/MIB), den e-Golf und den Golf GTE. Über die App „e-Remote“ können viele Einstellungen und Abfragen via Smartphone vorgenommen werden. Im Detail beinhaltet die App folgende Funktionen (Beispiel e-Golf):

  • Programmierung der Abfahrtszeit – Funktionen wie die Standklimatisierung werden in Abhängigkeit von der Außentemperatur zeitlich so gestartet, dass zur programmierten Abfahrtszeit die gewünschte Innenraumtemperatur anliegt.
  • Klimatisierung – Start und Stopp der Standklimatisierung sowie Anzeige der Außentemperatur und Zieltemperatur für den Innenraum.
  • Batterieladen – Start und Stopp des Ladens, Anzeige Ladestecker, Ladezustand, Ladevorgang, Ladelevel, Ladezeit und Restreichweite.
  • Abfrage von Fahrzeugdaten – Anzeige zu einzelnen Fahrten (einzelne Trips oder Langzeit) wie gefahrene Kilometer, Fahrtzeit, Verbrauch Elektromotor und Komponenten wie Klimaanlage und Radio, Nutzung der Rekuperation.
  • Abfrage des Fahrzeugstatus – Verriegelung von Türen und Kofferraum, Licht (an / aus), Ladestecker gesteckt, letzte Parkposition (GPS-Position auf Karte).

Volkswagen Car-Net – Security & Service“

Mit den Diensten im Cluster „Security & Service“ optimieren Volkswagen Fahrer ihre persönliche Sicherheit; darüber hinaus können sie wichtige Informationen über ihr Auto abrufen. Aktuell sind die Funktionen des Clusters „Security & Service“ bereits in den USA und China verfügbar:

  • Virtueller Zaun – im Web Portal kann der Nutzer in einer Landkarte ein Gebiet mit einem virtuellen Zaun eingrenzen. Sobald der Volkswagen diese Gebietsgrenze überfährt, wird der Besitzer automatisch benachrichtigt.
  • Geschwindigkeitsalarm – via Web Portal oder über eine App kann der Nutzer hier eine Geschwindigkeitsgrenze festlegen. Sobald der Volkswagen dieses Tempo überschreitet, erfolgt automatisch eine Benachrichtigung.
  • Fahrzeugzustandsbericht – hier können aktuelle Daten zur Fahrzeugnutzung respektive zum Fahrzeugstatus via Web Portal abgerufen werden; etwa Hinweise zur nächsten Inspektion, im Kombiinstrument angezeigte Warnungen oder der Kilometerstand.
  • Terminvereinbarung Werkstatt – Service-Termine lassen sich einfach via Car-Net mit dem Volkswagen Händler vereinbaren.
  • Privater Notruf – sollte der Wagen in einen schweren Unfall verwickelt werden, ruft das System automatisch das Volkswagen Kundencenter an, um die Fahrzeugdaten und den Standort zu übertragen. Die Unterstützung vor Ort wird je nach Situation entweder automatisch oder vom Fahrer / Beifahrer selbst alarmiert. Erkannt wird der Crash über das Airbagsteuergerät oder den Überrollsensor.
  • Telemetrischer Pannenruf – in Fahrzeugen mit Telefonsystem kann die Pannenhilfe einfach per Knopfdruck auf das „Schraubenschlüssel-Symbol“ in der Dachkonsole angerufen werden. Alternativ ist das nun auch direkt über die entsprechende Car-Net App auf dem Smartphone möglich.
  • Fahrzeuglokalisierung – wird ein mit dem Car-Net ausgestatteter Volkswagen gestohlen, kann das Kundencenter den Wagen lokalisieren.
  • Hilfe bei der Zielsuche – via App, Web-Portal oder einen Mitarbeiter des Car-Net Kundendienstcenters können Locations jeder Art direkt in das Navigationssystem eingespeist werden.
  • Anzeige Fahrzeugstatus – hier können die Verriegelung von Türen, Kofferraum sowie Schiebe- und Cabrioletdach, der Status der Außenbeleuchtung (Licht an / aus) und die letzte Parkposition (GPS-Position auf Karte) mittels App abgefragt werden.
  • Hupen und Blinken – per App können die Warnblinkanlage und / oder die Hupe aktiviert werden, um den Wagen zum Beispiel auf großen Parkplätzen leichter zu finden.
  • Türen entriegeln – ebenfalls via App lassen sich die Türen öffnen; das Smartphone wird damit zur Fernbedienung.

Volkswagen Car-Net – App Connect“

Aus „MirrorLink™“ wird „App Connect“. Mit dem Launch des Polo hat Volkswagen in diesem Jahr erstmals „MirrorLink™“ eingeführt – die Spiegelung des Smartphones auf das Fahrzeugdisplay. Darüber hinaus werden durch die Erweiterung der Automotive-Plattformen von Apple und Google im kommenden Jahr nahezu alle Smartphones in einen Volkswagen integrierbar sein. Das Angebot von „Car Play“ (Apple), „Android Auto“ (Google) und dem bestehenden „MirrorLink™“ wird deshalb künftig unter „App Connect“ zusammengefasst. Auch die von Volkswagen entwickelten Apps wie „Think. Blue. Trainer.“ oder „Sound Journey“ werden dann unter „App Connect“ appliziert.

„Sound Journey“. Mit der App „Sound Journey“ wird das Auto zum Musikinstrument. Via MirrorLink™ tauscht sich das Smartphone dabei mit der Bordelektronik aus Hintergrund: MirrorLink™ macht es möglich, zahlreiche Apps und Funktionen von Android-Smartphones in das Infotainmentsystem einzubinden. Der Spaßfaktor entsteht im Fall der App „Sound Journey“ durch die Möglichkeit, einen eigenen Soundtrack generieren zu lassen. In Abhängigkeit von der Fahrweise werden dabei Songs gemixt. Dafür stehen dem Fahrer die Musikstationen „Rockin‘ Beats“, „Groove Tracks“ und „Chill-out“ zur Verfügung. Die generierten Soundtracks können auch gespeichert und über soziale Netzwerke wie „SoundCloud“ geteilt werden. Durch „Sound Journey“ ist es also erstmals möglich, Fahrerlebnisse musikalisch festzuhalten.

„Think Blue. Trainer.“ Die App „Think Blue. Trainer.“ unterstützt gezielt das effiziente und umweltschonende Fahren. Die App spornt den Fahrer spielerisch zum Kraftstoffsparen an. Im Display des Infotainmentsystems liefert der Wagen bereits heute über den „Onboard-Think Blue. Trainer“ anhand von Statistiken Infos zum Verbrauch und zur aktuellen Fahrweise; zudem gibt es Hinweise, wie man noch ökologischer unterwegs sein kann. Die neue App „Think Blue. Trainer.“ erweitert nun das Onboard-System. Via MirrorLink™ tauscht sich der „Think Blue. Trainer.“ unmittelbar mit der Bordelektronik aus. So werden während der Fahrt nützliche Informationen wie etwa der Verbrauch und die via „Segeln“ (ohne Verbrennungsmotor) zu-rückgelegten Distanzen angezeigt.

Einmal gestartet, durchläuft die App verschiedene Level. In jedem dieser Level sind drei Herausforderungen zu bewältigen. Für jedes bestandene Training erhält der Fahrer Auszeichnungen in Form von „Blue Score“-Punkten und Medaillen. Zum Verbessern der Ergebnis-se liefert die Multifunktionsanzeige Tipps zum frühen Hochschalten sowie zum vorausschauenden Beschleunigen und Bremsen. Das An-passen des Geschwindigkeitsverhaltens und die bewusste Nutzung der Rekuperation bringen ebenso Punkte. Außerhalb des Autos kann der Fahrer die Trainingsergebnisse detailliert auf seinem Smartphone einsehen und behält damit einen Überblick über den Trainingsstand. Die zuletzt gefahrenen Routen des Fahrers werden zudem in einem Logbuch hinterlegt und können so im Nachhinein ausführlich analysiert werden.

„Media Control“ – perfektes Rear-Seat-Entertainment

Bisher war allein dem Fahrer und Beifahrer die Steuerung der Infotainmentfunktionen vorbehalten. Mit „Media Control“ – einer neuen Infotainment-Erweiterung via App – können nun alle wichtigen Funktionen komfortabel über ein Tablet auch vom Fond aus gesteuert werden. „Media Control“ wird damit zum Rear-Seat-Entertainmentsystem“ der Zukunft. Man muss ab sofort keine kostspielige Hardware mehr kaufen, sondern vernetzt ein Tablet einfach per WLAN-Hotspot mit dem Infotainmentsystem. Zu den steuerbaren Funktionsumfängen gehören das Radio, sämtliche Media-Quellen (z.B. USB, CD oder DVD, Festplatte, Online-Songsuche) sowie die Navigation.

Angezeigt werden im Media-Menü u.a. Interpret, Album-Name und Cover. Beim Radio sind die Senderauswahl aus den Station-Icons und -Listen, der Sendersuchlauf und die Anzeige von RDS-Infos sowie die Frequenzen veränderbar. Im Navigationsmenü sind neben den Standard-Funktionen auch die Adressensuche per Google im Internet und das anschließende Senden als Zieleingabe möglich. Darüber hinaus erhalten die Gäste im Fond die Möglichkeit, Kalenderereignisse sowie Adressbucheinträge als Navigationsziele an das Infotainmentsystem zu senden. Die Lautstärkeregelung kann in je-dem Kontext angepasst werden. Zudem ist es möglich, die Balance- und Fader-Einstellungen zu steuern. Über das Tablet können die Auswahl verfügbarer Audioquellen, die Anzeige von Ordnern und Wiedergabelisten sowie grundsätzliche Bedienfunktionen wie „Start“, „Stopp“, „Pause“, „Vor“ und „Zurück“ geregelt werden. Um den Bedienkomfort zu optimieren respektive bequem Filme ansehen zu können, bietet Volkswagen als Zubehör eine gerätespezifische Tablet-Halterung an, über die das Gerät auch mit Strom versorgt werden kann.

Wie die Zukunft der Tablet-Integration aussehen könnte, zeigt Volkswagen in Ehra-Lessien in einem Konzeptfahrzeug. Videos können hier – unabhängig vom physischen Ursprung – auf allen Tablets im Fahrzeug parallel abgespielt werden; der Ton lässt sich dabei nicht nur per Kopfhörer, sondern lippensynchron auch über die Fahrzeuglautsprecher wiedergeben. Jedes in das WLAN-Netz des Volks-wagen eingebundene Gerät kann wie skizziert als Quelle dienen, da bei der Auswahl der Speicherort der Medien keine Rolle mehr spielt. Gleichzeitig wurde in das Fahrzeug eine neue Art von Halterung integriert, die sich schnell auf unterschiedlichste Tablets anpassen lässt.

Prädiktive Navigation

Navigationssysteme liefern detaillierte Informationen über die Verkehrslage, warnen den Fahrer so vor Staus und bieten alternative Routen an. Bei vielen täglichen Fahrten wird das Navigationssystem jedoch gar nicht verwendet, weil die Strecken bekannt sind, die Zieleingabe Zeit in Anspruch nimmt oder eine bestimmte Route gefahren werden soll, die bei der gewöhnlichen Zielführung nicht berücksichtigt werden kann. Typische Beispiele für solche Routen sind der tägliche Arbeitsweg, die Fahrt zum Supermarkt oder zum Kindergar-ten. Volkswagen erweitert die Navigationsfunktionen nun um die „prädiktive Navigation“. Das Navigationssystem merkt sich dabei die regelmäßig gefahrenen Routen und scannt sie auch ohne aktive Zielführung automatisch auf Verkehrsstörungen ab.

Vor dem Start werden die häufig gefahrenen Routen von der „prädiktiven Navigation“ auf Wunsch automatisch vorgeschlagen. Damit vereinfacht sich die Zieleingabe erheblich. Darüber hinaus wird der Fahrer von der „prädiktiven Navigation“ bereits gewarnt, wenn auf seinen bevorzugten Routen Verkehrsstörungen vorliegen, ohne dass er hierfür die Zielführung gestartet haben muss. Die „prädiktive Navigation“ ist zudem mit der übrigen Fahrzeugelektronik vernetzt. Der Wagen nutzt die Informationen über die voraussichtliche Route, um zum Beispiel den Dieselpartikelfilter im geeigneten Streckenabschnitt zu reinigen oder um Gefälle und Steigungen sowie die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgänge in die Betriebs- und Ladestrategie von Plug-In-Hybridmodellen zu integrieren.

Personalisierung

Die Menge der Komfort- und Assistenzsysteme und die damit verbundenen Einstellmöglichkeiten wachsen mit jeder neuen Fahrzeuggeneration. Viele dieser Systeme werden individuell eingestellt und von verschiedenen Fahrern eines Autos genutzt. Jeder Fahrer muss deshalb stets aufs Neue seine persönlichen Einstellungen aktivieren. Um das signifikant zu vereinfachen, hat Volkswagen eine neue Generation der Personalisierung konzipiert. Dabei werden die individuellen Einstellungen eines Fahrers zu einem Benutzerkonto zusammengefasst und entsprechend im Fahrzeug abgelegt. Über eine sogenannte Benutzerverwaltung kann jeder Fahrer nun blitzschnell sein individuelles Benutzerkonto aktivieren und damit seine individuellen Einstellungen abrufen.

Der erste Schritt zur Personalisierung ist das Erkennen des jeweiligen Fahrers – des Benutzers. Wie bei heutigen Personalisierungssystemen auch, wird hierfür der Fahrzeugschlüssel verwendet; und zwar der, mit dem das Öffnen des Autos erfolgt. Damit werden bereits erste Einstellungen, etwa die Sitzposition auf der Fahrerseite, vorgenommen. In dieser Phase kann es allerdings auch zu unpassenden Einstellungen kommen. Und zwar dann, wenn der Fahrer den falschen Schlüssel gegriffen hat oder die Einstellungen von einem an-deren Fahrer verändert wurden. Um dem Fahrer in diesen Fällen zu helfen, wird der anhand des Schlüssels erkannte Benutzer mit dem Einschalten der Zündung im Kombiinstrument angezeigt. Gleichzeitig hat der Fahrer nun die Möglichkeit, via Kombiinstrument sehr schnell das Benutzerkonto zu wechseln. Insgesamt bietet die Personalisierung vier Benutzerkonten, wovon eines als Gastkonto festgelegt ist. Dieses Konto ist für Fahrer gedacht, die das Auto nur temporär nutzen. Im Infotainmentsystem befindet sich die Benutzerverwaltung der Personalisierung. Diese Verwaltung bietet weitere nützliche Funktionen:

  • Umbenennen eines Benutzerkontos.
  • Kopieren eines Benutzerkontos.
  • Zurücksetzen eines Benutzerkontos.
  • Zurücksetzen aller Benutzerkonten.
  • Zuordnung eines Schlüssels zu einem Benutzerkonto.

Neben dem transparenten Benutzerkonzept ist der Umfang der personalisierbaren Einstellungen wichtig. Volkswagen verfolgt daher grundsätzlich die Strategie, alle sinnvoll individuell einstellbaren Parameter zu personalisieren. Neben Einstellungen für Licht und Sicht, Fahrzeugzugang und -verriegelung sowie Fahrassistenzsystemen werden daher auch das Kombiinstrument und das Infotainment-system (inklusive der Einstellungen für Navigation, Medien und Radio) personalisiert. Langfristig sieht Volkswagen die Personalisierung als wichtiges Instrument, seinen Kunden parallel zur Individualisierung des Autos auch eine einfache, fahrzeugübergreifende Konfiguration zu ermöglichen. Dabei soll zum Beispiel der Fahrzeugwechsel oder die Nutzung eines Mietwagens durch die Mitnahme beziehungsweise durch die Übertragung individueller Einstellungen vereinfacht werden.

Easy Open

Easy Open – wurde 2010 mit dem Passat Variant der Generation 7 eingeführt. Mit der neuen Generation wird auf die gezielte Kickbewegung unter dem Fahrzeug verzichtet. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bildet nun vielmehr ein Näherungssensor, der – sobald sich jemand mit dem Fahrzeugschlüssel dem Auto nähert – einen roten Punkt hinter das Auto projiziert. Wird dieser Punkt mit dem Fuß berührt, öffnet automatisch die Heckklappe.

 Easy Close

Easy Open – das Gegenteil von Easy Close – wurde 2010 mit dem Passat Variant der Generation 7 eingeführt: Ist der Wagen mit Keyless Access (automatisches Schließ- und Startsystem) ausgestattet, reicht eine gezielte Fußbewegung hinter dem Fahrzeug, und schon öffnet sich der Zugang zum Kofferraum. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bildet ein Näherungssensor im Bereich des Stoßfängers, der die virtuelle Kickbewegung erkennt. Beim neuen Passat Variant wird diese automatische Heckklappenöffnung um die Schließfunktion Easy Close erweitert. Und so funktioniert das System:

  •  Funktionserweiterung. Easy Close ist eine Funktionserweiterung von Easy Open. Dabei schließt die Heckklappe des Variant, sobald sich die Person mit dem Passat-Schlüssel von der Heck-klappe entfernt. Das Fahrzeug wird zudem automatisch verrie-gelt. Aktiviert wird das Schließen über einen Doppeltaster in der Heckklappe. Der Passat-Nutzer kann via Taste zwischen dem gewohnt direkten und dem neuen zeitversetzten Schließen der Heckklappe wählen.
  • Schlüssel als Schnittstelle. Beim zeitversetzten Schließen wird der Passat-Schlüssel von den Antennen im Heckbereich gesucht. Über eine in die Easy Close-Taste integrierte LED erhält die Person mit dem Schlüssel eine Statusrückmeldung zur Aktivierung der Funktion. Wird der Schlüssel lokalisiert, werden die Fahrzeugtüren verriegelt. Die Heckklappe bleibt indes weiterhin geöffnet, so dass man bequem mit beiden Händen Dinge wie Getränkekisten entladen kann. Entfernt sich die Person mit dem Passat-Schlüssel aus dem Nahbereich der Heckklappe, wird dies von den Antennen erkannt. Die Heckklappe wird automatisch ge-schlossen und verriegelt. Kehrt man mit dem Schlüssel während des Schließvorganges zurück, wird das Schließen abgebrochen und die Heckklappe wieder geöffnet. Bleibt man indes nach der Aktivierung von Easy Close länger als 20 Sekunden im Bereich der Heckklappe stehen, wird die Funktion abgebrochen; die Heckklappe wird in diesem Fall nicht geschlossen und der Ab-bruch über die im Taster integrierte LED angezeigt.

© Volkswagen / Innovationen bei Volkswagen

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