In der Welt der etablierten Automobilhersteller, die in den Elektromarkt eintreten, nimmt Mazda die Rolle des spät Starter ein. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Mit dem frisch in China präsentierten Crossover EZ-60 zeigt die japanische Marke, dass sie entschlossen ist, ihren Rückstand mit Klasse aufzuholen. Dieses Modell ergänzt die Ende 2023 vorgestellte Limousine EZ-6 und zielt direkt auf das segmentabdeckende Tesla Model Y. Schauen wir uns genauer an, was dieser Neuzugang zu bieten hat.
Ein Design, das die Grenzen des Konventionellen verschiebt
Der Mazda EZ-60 hebt sich sofort durch eine mutige Silhouette hervor, die von den üblichen Normen der Elektrik-SUVs abweicht. Sein größter Vorteil liegt in Designelementen, die man selten bei Serienfahrzeugen sieht, insbesondere in der Kategorie der Familien-Crossover.
Seine schmalen Scheinwerfer, die durch einen beleuchteten Kühlergrill verbunden sind, schaffen sofort ein unverwechselbares Lichtsignature. Was jedoch besonders auffällt, sind die raffinierten aerodynamischen Elemente wie:
- Aerodynamische Strebepfeiler (flying buttresses) am Motorhaube und der C-Säule
- Die Abwesenheit traditioneller Außenspiegel, ersetzt durch in die Karosserie integrierte Kameras
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Diese mutigen designtechnischen Entscheidungen heben den EZ-60 ästhetisch über das Model Y hinaus und verleihen ihm eine premiumhafte Präsenz im Vergleich zu vielen seiner direkten Konkurrenten.

Eine strategische chinesisch-japanische Zusammenarbeit
Ehrlich gesagt: Der Mazda EZ-60 ist kein 100% Mazda-Fahrzeug. Es handelt sich um eine umbenannte und redesignte Version des Deepal S07, produziert von Changan Automobile, einem staatlichen Automobilgiganten in China. Diese strategische Partnerschaft ermöglicht es Mazda, sein Eindringen in den Elektromarkt zu beschleunigen und gleichzeitig von den technologischen Fortschritten in China zu profitieren.
Der EZ-60 basiert auf der von Changan entwickelten Plattform EPA1, einer flexiblen Plattform, die verschiedene elektrifizierte Antriebe unterstützt. Auch wenn Mazda noch keine offiziellen Spezifikationen bekanntgegeben hat, kann man von ähnlichen Eigenschaften wie beim Deepal S07 ausgehen.
Diese Zusammenarbeit mit Deepal erweist sich als klug, da der S07 zu den technologisch fortschrittlichsten Elektrofahrzeugen in China gehört, mit Lösungen, die einige westliche Modelle alt aussehen lassen. Zu den potenziellen technischen Vorteilen des EZ-60 gehören das ADAS-System von Huawei, ein Qualcomm Snapdragon 8155-Prozessor für das digitale Cockpit und eine ultraschnelle Ladetechnologie, die es ermöglicht, die Batterie in nur 20 Minuten aufzuladen.

Leistungsdaten und Reichweite entsprechen den Erwartungen
Obwohl die offiziellen Spezifikationen des EZ-60 noch nicht bekannt sind, geben uns die Eigenschaften des Deepal S07 einen guten Anhaltspunkt dafür, was zu erwarten ist. Zwei Motorisierungsvarianten sind wahrscheinlich:
- Eine Version mit einem einzigen Motor von 215 PS im Heckantrieb
- Eine Version mit Doppelantrieb von 255 PS im Allradantrieb
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Was die Batterien betrifft, könnten zwei Optionen angeboten werden:
| Batterietyp | Kapazität | Reichweite (CLTC) |
|---|---|---|
| LFP (Lithium-Eisenphosphat) | 68,8 kWh | 520 Kilometer |
| NMC (Nickel-Mangan-Cobalt) | 80 kWh | 628 Kilometer |
Beachten Sie, dass diese Reichweiten nach dem chinesischen CLTC-Zyklus gemessen werden und tendenziell optimistischer sind als die europäischen WLTP-Standards. Eine realistische Umrechnung würde eine Reichweite zwischen 450 und 550 Kilometern je nach Version ergeben.
Eine potenziell aggressive Preispolitik
Ein besonders interessantes Merkmal dieser sino-japanischen Kooperation könnte der Preis sein. In China beginnt der Deepal S07 bei nur 169.000 Yuan, was derzeit etwa 22.000 Euro entspricht. Auch wenn der Mazda EZ-60 sicherlich in einer höheren Preisklasse angesiedelt sein wird, könnte er dennoch einen erheblichen Preisvorteil gegenüber seinen westlichen Konkurrenten bieten.
Diese aggressive Preisstrategie in Kombination mit einem ansprechenden Design und fortschrittlicher Technologie könnte Mazda den Schub geben, den die Marke braucht, um sich im europäischen Elektroautomarkt zu behaupten. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Modell irgendwann auch auf dem amerikanischen Markt erhältlich sein wird, angesichts der aktuellen Handels Spannungen zwischen Washington und Peking.
Umfassende Informationen zum Interieur und zur Ausstattung werden auf der kommenden Auto Shanghai Messe enthüllt. Dann können Sie sehen, ob das Innere des elektrischen Crossovers den äußeren Versprechungen gerecht wird, die das Bild von Mazda im Bereich der E-Autos umgestalten könnten.
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