Lando Norris äußerte sich zu dem, was er als das Leistungsniveau von Max Verstappen und dessen Red Bull-Team einschätzt. Für ihn ist die Differenz kleiner, als ursprünglich gedacht.
Norris verpasst Chancen in Japan
Lando Norris, der Spitzenreiter unter den Generalpiloten, konnte am vergangenen Sonntag in Japan nicht die Gelegenheit nutzen, um seine Vormachtstellung zu betonen. Zu Beginn des Wochenendes schien bei McLaren alles vielversprechend zu laufen, bis sein Saisonrivale Max Verstappen im dritten Qualifikationsdurchgang eine beeindruckende Zeit fuhr und sich somit die Pole-Position beim Suzuka Grand Prix sicherte. In einem Rennen, in dem es nahezu unmöglich erscheint, so deutlich übertroffen zu werden, reichte der Leistungsunterschied nicht aus, um Norris an die Spitze zu bringen und Verstappen in den Schatten zu stellen. Somit kehrt der Niederländer zurück in ein stark umkämpftes Pilotranking. „Unsere Schwäche liegt in den langsamen Kurven. In Suzuka gab es signifikant weniger schnelle Kurven, daher haben wir einige unserer Stärken eingebüßt und hatten mehr Schwächen“, erklärte Norris auf einer Pressekonferenz. Betrachtet man die Geschwindigkeit der beiden Fahrzeuge in langsamen Kurven, insbesondere in der letzten Schikane, so ist Verstappen deutlich schneller.
Red Bull besser als gedacht?
„Es ist offensichtlich, dass sie schnell sind“, so Norris. Er hat erwartet, dass McLaren im Qualifying im Vorteil ist, erkennt jedoch, dass im Rennen die Unterschiede eher neutralisiert werden. „Ich glaube, Oscar und ich haben im Qualifying das Maximum aus unseren Autos herausgeholt. Vielleicht war da noch ein kleiner Spielraum, aber unsere idealen theoretischen Rundenzeiten lagen nicht allzu viel höher.“ Dennoch glaubt er, dass Red Bull seit Beginn der Saison das Feld dominiert hat: „Max macht einen hervorragenden Job und Red Bull scheint an Boden gewonnen zu haben. Aber über die gesamte Saison hinweg waren sie nicht schlecht. Wenn man beispielsweise Australien betrachtet, hatte er Chancen auf den Sieg. In China war er ebenfalls nah dran. Dieses Wochenende lief es sehr gut für sie.“
Ein hitziger Wettkampf an der Spitze
Die Hauptperson im Wettkampf hingegen sieht die Situation ganz anders. Er ist der Meinung, dass das britische Team deutlich klarer im Vorteil ist als sie selbst. Er bemerkte sogar: „Wenn ich bei McLaren wäre, würde man mich nicht mehr sehen.“ Der Rest der Saison verspricht, ein heißer Wettstreit zwischen den beiden Spitzenfahrern zu werden. Zumal sie nur durch einen Punkt voneinander getrennt sind.

