Auch wenn’s in Mexiko zwischen den beiden Piloten kurz geknistert hat, gibt’s bei Mercedes kein böses Blut – nur Racing, Funkrauschen und zwei Fahrer, die einander verstehen, auch wenn’s im Eifer des Gefechts mal zwickt.
Beim Grand Prix von Mexiko kam die Order aus der Box: Kimi Antonelli soll George Russell ziehen lassen – frische Luft für eine Attacke auf Platz vier, vielleicht sogar Platz drei. Das Manöver war sauber, die Ansage klar. Später wurde die Reihenfolge wieder zurückgedreht. Gefallen hat’s dem Italiener trotzdem nicht, und er hat das ohne Umwege gesagt. Verständlich. Das Ganze war aber eher ein kurzer Rempler im Miteinander als ein echter Crash der Egos. Laut dem Briten passt die Stimmung im Team – im Helm ist’s heiß, daneben bleibt’s kühl.
Kimi Antonelli hat spürbar zugelegt
George Russell spricht über seinen Teamkollegen, wie man über einen Motor spricht, der plötzlich freier atmet: mehr Durchzug, mehr Ruhe, mehr Selbstverständnis. Mercedes hat bis 2026 verlängert, also werden die beiden auch in der kommenden Saison eng aneinander fahren – in der Garage wie auf der Strecke. Russell traut Antonelli zu, das Delta weiter zu verkleinern. Seine Worte klingen nicht nach PR, eher nach einem Schulterklopfen aus der Praxis: Kimi habe wiederholt gezeigt, wie viel Talent und Tempo in ihm stecken, und das trotz eines Einstiegs, der in einem Topteam selten weich gepolstert ist. 2026, sagt Russell, wird der Abstand noch kleiner sein – der Italiener rückt ran, Bremspunkt für Bremspunkt.
Kurz gesagt
Das kleine Missverständnis in Mexiko war kein Drama, eher eine Momentaufnahme aus dem Cockpit. Bei Mercedes funktioniert das Miteinander. Wenn George Russell über Kimi Antonelli spricht, dann mit Respekt und mit Blick nach vorne: Talent, Tempo, Zukunft – alles da, um groß zu werden.

