Jeep präsentiert die dritte Generation des Kompass
Jeep hat nun die neueste Version seines kompakten SUV-Modells, den Kompass, vorgestellt. Der amerikanische Hersteller nutzt eine Plattform, die auch für den Peugeot 3008 und den Citroën C5 Aircross verwendet wird, und bringt bedeutende Neuerungen mit, einschließlich einer vollständig elektrischen Antriebsoption.
Nur wenige Tage nach dem Citroën C5 Aircross begeistert Jeep mit der Enthüllung seines kompakten SUV auf Basis des STLA Medium-Systems. Dieses Modell, das einen Verwandten des Peugeot 3008, 5008, des Opel Grandland sowie des DS 8 darstellt, erfährt für diese dritte Generation eine grundlegende Transformation. Es ist bemerkenswert, da der Jeep Compass seit seiner Einführung im Jahr 2006 über 2,5 Millionen Käufer weltweit gewonnen hat.
Die vorherige Generation, die 2016 eingeführt wurde, basierte noch auf der technischen Grundlage von Fiat, als Jeep Teil der FCA-Gruppe (Fiat-Chrysler) war. Fast ein Jahrzehnt nach ihrer Markteinführung wurde sie überholt, obwohl Jeep bis dahin Mikrohybrid- und Plug-in-Hybrid-Modelle anbieten konnte. Jetzt setzt der amerikanische Hersteller auf die neue STLA Medium-Plattform von Stellantis, die eine Vielzahl von Antriebsarten ermöglicht, um den Wünschen der Kunden gerecht zu werden: von E-Hybrid-Verbrennungsmotoren über Plug-in-Hybride bis hin zu einer erstmaligen 100 % elektrischen Version, die in einigen Varianten Allradantrieb bietet.
Treue zur Jeep-DNA
Das Design unter der Leitung von Daniele Calonaci, Chefdesigner von Jeep Europa, wurde in Italien entwickelt und bleibt dabei der charakteristischen DNA von Jeep treu. Überall sind markante Kanten und kräftige Linien zu erkennen, die an frühere Generationen erinnern, wie die charakteristische Linie, die an den ersten Compass von 2006 anknüpft. Die Frontpartie zeigt deutlich die sieben Kühlschlitze von Jeep, selbst wenn diese nun geschlossen sind und die Sensoren für Fahrhilfen integriert sind. Die Scheinwerfer sind verlängert und verfügen über eine innovative Lichtsignatur in Form von Häkeln. Der Stoßfänger ist mit aktiven Lufteinlässen für verbesserte Aerodynamik und einem schützenden Element an der Rumpfseite ausgestattet, während schwarze Kunststoffverkleidungen die kantigen Radkästen und markanten Seitenschweller umrahmen.

Die markante Silhouette hebt sich deutlich von den Stellantis-Konkurrenten ab, während die kurzen Überhänge zur Ausgewogenheit des Designs beitragen. Der neue Compass bietet eine bemerkenswerte Bodenfreiheit von 200 mm sowie bemerkenswerte Nutzwerte für An- und Abfahrwinkel von 20 ° vorne und 26 ° hinten, die perfekt zu dem Image der Marke passen. An der Rückseite finden sich eine helle Lichtsignatur in Form eines kanisterartigen Designs, ähnlich dem des Renegade, während das Jeep-Logo in der Mitte erstmals rot ist, vergleichbar mit dem Opel Grandland.
Mehr Raum im Innenbereich
Der Innenraum des Jeep Compass der dritten Generation lässt sich teilweise von den Modellen 3008 und Grandland inspirieren, weist jedoch auch viele Unterschiede auf. Die Bildschirme sind zwar ähnlich, mit einem zentralen 16-Zoll-Display und digitalen Instrumenten von 10,25 Zoll, jedoch legt das Designteam besonderen Wert auf Symmetrie. Zudem gibt es zahlreiche physische Tasten, die bei anderen Stellantis-Modellen rar sind, darunter Schnellzugriffe unterhalb des Bildschirms und „echte“ Bedienelemente am traditionell gestalteten Lenkrad. An der Mittelkonsole befindet sich der Schaltknopf in Form eines Dials anstelle eines Domino-Formats, während eine rote Steuerung die Selec-Terrain-Fahrmodi verwaltet. In allen Varianten ist der Jeep fähig, sich mühelos auf schwieriges Terrain wie Schlamm oder Schnee zu bewegen. Visuell ist das Gesamtdesign ansprechend, auch wenn die Kunststoffqualität durchschnittlich bleibt.

Die Einführung der neuen Plattform geht Hand in Hand mit überarbeiteten Abmessungen: Der Compass misst nun 4,55 m in der Länge (+ 14 cm), hat einen Radstand von 2,80 m (+ 16 cm), ist 1,90 m breit (+ 8 cm) und 1,68 m hoch (+ 4 cm). Diese Änderungen verbessern die Nutzererfahrungen, insbesondere in der zweiten Reihe, mit mehr Bein-, Schulter- und Kopffreiheit (+ 2 cm, + 2 cm und + 1 cm). Die Modularität wird durch die dreigeteilte Rückbank im Standardformat (40/20/40) unterstützt, obwohl sie sich nicht wie bei einigen Konkurrenten verschieben lässt. Die Marke hat auch den Stauraum überarbeitet, der nun 34 Liter für persönliche Gegenstände bietet, im Vergleich zu 14 Litern zuvor. Außerdem wurde das Kofferraumvolumen um 45 Liter auf insgesamt 550 Liter erhöht.
Multi-Energie Optionen
Dank der neuen technischen Grundlage hat der Compass in Bezug auf Antriebe die Konkurrenz von 3008 und Grandland übertroffen. Der Einstieg wird durch einen 1,2-Liter „E-Hybrid“-Benzinmotor (48 V-Mikro-Hybrid) mit 145 PS dargestellt. Eine Plug-in-Hybrid-Variante mit 195 PS und einer Reichweite von bis zu 80 km wird ebenfalls verfügbar sein. Momentan gibt es jedoch noch keine thermischen 4×4-Versionen oder Dieseloptionen. Erstmals bietet der Compass auch vollelektrische Varianten: Bei Markteinführung stehen drei unterschiedliche Versionen zur Verfügung, zwei mit einer Leistung von 213 PS oder 231 PS, die mit 73 kWh bzw. 98 kWh Batterien ausgestattet sind, sowie eine vollständige Version mit vollem Allradantrieb. Die Reichweite wird in den besten Fällen mit bis zu 650 km angegeben. Die elektrische Version bietet eine maximale Ladeleistung von 160 kW DC, sodass die Batterie von 20 % auf 80 % in nur 30 Minuten an einem entsprechenden Schnellladepunkt aufgeladen werden kann. Zudem ist die Standardausführung mit einem AC 22-kW-Ladegerät ausgestattet.

Ein elektrischer Allradantrieb, speziell für Jeep
Die elektrische Version, die sich durch einen 49-kW- und 232-Nm-Heckmotor unterscheidet, bietet der Jeep Compass damit eine exklusive Möglichkeit, die sich von anderen Stellantis-Modellen abhebt. Mit einer Gesamtleistung von 375 PS, verglichen mit 320 PS bei anderen Modellen, wird genügend Drehmoment von 3.100 Nm an die Hinterräder geleitet, um auch unter schwierigen Bedingungen durchzukommen. Diese Version, bekannt als 4XE, hebt sich zudem durch spezielle Designelemente hervor: verbesserte Stoßfänger für zusätzlichen Schutz, eine Motorhaube mit schwarzem Aufkleber, eine um 10 mm angehobene Aufhängung, ein Abschlepphaken hinten sowie spezifische Polsterungen und Zubehörteile sowie M+S 19-Zoll-Reifen.
Preise ab 40.000 €
Für den Vertrieb wird der Compass erstmals in einer überaus ausgestatteten 1. Version angeboten. Diese ist nur mit dem Mikrohybrid- oder 213 PS starken Elektroantrieb mit einer Reichweite von 500 km erhältlich und fällt insbesondere durch ihre 20-Zoll-Felgen, Matrix-LED-Scheinwerfer, das zentrale 16-Zoll-Display, den beleuchteten Kühlergrill, die handfreie elektrische Heckklappe und die beheizten Sitze auf. Die Preise starten bei etwa 40.000 € für den Mikrohybrid-Benzinmotor und den Elektroantrieb. Damit qualifiziert sich der Käufer für den ökologischen Bonus in Frankreich, da das Fahrzeug in der italienischen Fabrik in Melfi produziert wird. Die ersten Auslieferungen sind für Ende 2025 geplant.
Fotos: Dr.
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