Nissan und die NASA entwickeln autonome Fahrsysteme

Nissan und die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA (National Aeronautics and Space Administration) haben ein Programm zur gemeinsamen Forschung und Entwicklung autonomer Fahrzeugsysteme bekanntgegeben. Es hat eine Laufzeit von fünf Jahren und bündelt das Know-how des Nissan Forschungszentrums im Silicon Valley und des Ames Research Centers der NASA in Moffett Field (Kalifornien). Im Focus der Ingenieure stehen elektrisch angetriebene Fahrzeuge für den Einsatz auf der Erde und im Weltraum, neue Mensch-Maschine-Schnittstellen und hochentwickelte Steuerungssoftware.

  • Fünf-Jahres-Vertrag bündelt Know-how kalifornischer Think Tanks
  • Erste Testfahrten mit Zero-Emission-Modellen starten Ende des Jahres
  • Nissan will bis 2020 komplett selbständig fahrende Autos anbieten

Testfahrten mit ersten Robotermobilen sollen noch in diesem Jahr auf dem Areal des NASA Ames-Centers beginnen. Von der Partnerschaft profitieren beide Parteien: Die NASA gewinnt die bereits gesammelten Erfahrungen von Nissan bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge und erhält Zugang zu geeigneten Prototyp-Systemen sowie Prüfständen für Roboter-Software. Die Weltraumexperten versprechen sich von dem Projekt eine noch höhere Autonomie der zum Beispiel auf dem Mars eingesetzten Rover „Opportunity“ und „Curiosity“. Nissan als weltweit größter Anbieter von Elektrofahrzeugen zieht im Gegenzug Nutzen aus den weit fortgeschrittenen Software-Steuerungen der NASA.

Alle potenziellen Themen unserer Zusammenarbeit mit Nissan tangieren Bereiche, in denen Ames bei wichtigen NASA-Programmen bereits entscheidende Beiträge geliefert hat,

sagt der Leiter des Ames Research Centers, Simon P. Worden.

Ames hat bereits Steuersoftware für Mars Rover, für Roboter in der Internationalen Raumstation ISS und die nächste Generation von Luftverkehrskontrollsystemen entwickelt – um nur einige der wichtigsten Projekte zu nennen. Wir freuen uns, das durch die Partnerschaft mit Nissan erworbene Wissen für künftige Projekte im Bereich Aeronautik und Weltraumfahrt einsetzen zu können.

Auch wenn unsere Arbeiten auf die Erde und die der NASA-Kollegen auf den Orbit zielen, stehen wir vor ähnlichen Herausforderungen,

sagt Nissan CEO und Präsident Carlos Ghosn.

Die neue Kooperation wird es Nissan erlauben, die Entwicklung sicherer und zuverlässiger Systeme zu beschleunigen, die wir ab 2016 mit progressiv steigenden Autonomiefähigkeiten Kunden anbieten werden.

Als Zielpunkt für komplett autonom fahrende Automobile hat sich Nissan das Jahr 2020 gesetzt. Ab dann sollen sich die Fahrzeuge auch im dichten Stadtverkehr komplett autonom bewegen können.

Der Vertrag führt die geballte Kompetenz von Nissan und NASA zusammen und untermauert unsere Investitionen im Silicon Valley,

sagt Carlos Ghosn.

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