PSA Peugeot Citroën – Ergebnisse des ersten Halbjahres 2014

Diese Zahlen verdeutlichen die ersten Auswirkungen der Strategie „Back in the Race“ in Sachen Pricing Power und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere durch die Herabsetzung der Gewinnschwelle des Konzerns. Auf internationaler Ebene konnte der Konzern sein Wachstum in China erfolgreich fortsetzen und seine Verluste in Lateinamerika und Russland verringern.

  • Die Strategie „Back in the Race“ von PSA Peugeot Citroën trägt ihre ersten Früchte
  • Bedeutende Herausforderungen im 2. Halbjahr
  • Umsatz des Konzerns mit 27,6 Milliarden Euro und Umsatz der Automobilsparte mit 18,6 Milliarden Euro stabil im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013
  • Deutlicher Anstieg des Betriebsergebnisses für den Konzern auf 477 Millionen Euro und für die Automobilsparte auf 7 Millionen Euro
  • Positiver Free Cash Flow beläuft sich auf 1.514 Millionen Euro. Ohne außergewöhnliche Posten (Immobilienverkäufe in Höhe von 130 Millionen Euro) und Restrukturierungsaufwendungen (- 283 Millionen Euro) ergibt sich ein operativer Free Cash Flow von 1.667 Millionen Euro

Im zweiten Halbjahr wird der Konzern dennoch mit Herausforderungen und Risiken konfrontiert sein.

Hierzu zählen insbesondere die Unsicherheiten im Bezug auf die Schwellenländer, der weiterhin ungünstige Wechselkurskontext, die schwache Erholung des französischen Markts, die Auswirkungen der Einführung der Norm Euro 6.2. auf die Profitabilität und die verschärften Beschaffungsrisiken unserer Produktionsstandorte.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns haben sich für die Strategie ‘Back in the Race’ eingesetzt. Dies hat es PSA Peugeot Citroën ermöglicht, die ersten Früchte des internen Wandels zu ernten. Wir arbeiten jedoch zielstrebig und konzentriert weiter an der Umsetzung unserer Strategie, bis die Erholung unseres Konzerns geschafft ist,

erklärte Carlos Tavares, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroën.

Im ersten Halbjahr 2014 belief sich der Konzernumsatz auf 27.616 Millionen Euro und blieb somit auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2013. Die Automobilsparte erzielte einen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 stabilen Umsatz von 18.610 Millionen Euro, wobei der positive Produktmix und der positive Preiseffekt die äußerst negativen Wechselkursschwankungen nicht ausgleichen konnten.

Das Betriebsergebnis des Konzerns betrug 477 Millionen Euro, gegenüber – 100 Millionen Euro 1 im ersten Halbjahr 2013. Die Automobilsparte erwirtschaftete ein Betriebsergebnis in Höhe von 7 Millionen Euro, gegenüber – 538 Millionen Euro 2 im Vergleichszeitraum 2013, und profitierte insbesondere von einem positiven Produktmix – und Preiseffekt, der den Erfolg der jüngsten Modelleinführungen der drei Marken Peugeot, Citroën und DS sowie der Preismachtsteigerungspolitik widerspiegelte. Ein weiterer wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang war die Fortführung der Politik der Fixkostensenkung.

1 Nach Anpassung gemäß IFRS 10, IFRS 11 und IFRIC 21, und im Vergleich zu 97 Millionen Euro ROC Konzern veröffentlicht im Rahmen der Ergebnisse 2013

2 Nach Anpassung gemäß IFRS 10, IFRS 11 und IFRIC 21, und im Vergleich zu – 510 Millionen Euro ROC Automobil veröffentlicht im Rahmen der Ergebnisse 2013.

Diese Effekte kompensierten die negative Wirkung der Wechselkurse in Höhe von – 251 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung ihres Anteils an den Pro-Forma-Ergebnissen der Joint Ventures DPCA und CAPSA im ersten Halbjahr hätte die Automobilsparte ein positives Betriebsergebnis in Höhe von 128 Millionen Euro erzielt.

Die betrieblichen Sondererträge und -aufwendungen beliefen sich hauptsächlich aufgrund der Restrukturierungskosten der Automobilsparte auf – 100 Millionen Euro.

Das Finanzergebnis betrug -344 Millionen Euro und war somit um 99 Millionen Euro niedriger als der Vergleichswert Ende Juni 2013. Diese Differenz erklärt sich im Wesentlichen aus einem außergewöhnlichen Ertrag, der im Jahr 2013 im Rahmen des Verkaufs der BNP -Anteile erzielt  wurde; die Finanzierungsaufwendungen bewegten sich jedoch auf einem ähnlichen Niveau wie im ersten Halbjahr 2013.

Das Nettoergebnis verbesserte sich auf -42 Millionen Euro, gegenüber -433 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013.

Das Betriebsergebnis von Banque PSA Financesank im Vergleich zum 30. Juni 2013 um 26 Millionen Euro auf 172 Millionen Euro, was der Entwicklung der Märkte und der Refinanzierungssituation der Bank geschuldet war. Die Risikokosten verbesserten sich auf 0,50 Prozent. Im Juli wurde ein Abkommen mit Blick auf eine strategische Partnerschaft mit Santander in Europa unterzeichnet, was ermöglichen wird, weniger auf die französische Staatsgarantie zurückzugreifen.

Das Unternehmen Faurecia erzielte vor dem Hintergrund des Wachstums weltweit und insbesondere in China ein Betriebsergebnis von 311 Millionen Euro und übertraf somit den Wert vom 30. Juni 2013 um 55 Millionen Euro.

Der Free Cash Flow der Industrie – und Handelsgesellschaften betrug 1.514 Millionen Euro. Von großer Bedeutung war hierbei die Verbesserung des Brutto-Cash-Flow und des Working-Capital-Bedarfs (+1.139 Millionen Euro im Berichtszeitraum), die insbesondere durch die Aktionspläne zur Lagerbestandsverringerung und die Optimierung der Supply Chain getragen war. Der Free Cash Flow ist von starken saisonalen Schwankungen aufgrund der Dividendeneinnahmen im ersten Halbjahr und der variierenden Geschäftstätigkeit, die sich zudem auf den Working-Capital-Bedarf auswirkt, geprägt.

Ohne Restrukturierungsaufwendungen (-283 Millionen Euro) und außergewöhnliche Posten in Höhe von 130 Millionen Euro (im Wesentlichen die Erträge der Immobilienverkäufe) war der operative Free Cash Flow des Konzerns positiv und belief sich auf 1.667 Millionen Euro.

Ende Juni 2014 belief sich der Gesamtlagerbestand auf 406.200 Fahrzeuge (inklusive des unabhängigen Händlernetzes) nach einem Rückgang um 30.400 Fahrzeuge im Vergleich zu Ende Juni 2013.

Am 30. Juni 2014 betrug die Netto-Finanzposition des Industrie- und Handelsbereichs +224 Millionen Euro gegenüber Nettoverbindlichkeiten in Höhe von -4.181 Millionen Euro am 31. Dezember 2013, unter Berücksichtigung von 2.916 Millionen Euro aus den im April und im Mai 2014 durchgeführten Kapitalerhöhungen.

Die flüssigen Mittel des Konzerns beliefen sich auf 15.024 Millionen Euro, hiervon 4.150 Millionen Euro an erneuerten syndizierten Kreditlinien, gegenüber 10.140 bzw. 3.550 Millionen Euro Ende Dezember 2013.

Ausblick

Der Konzern rechnet für 2014 mit einem Marktwachstum von 3 Prozent in Europa, von 10 Prozent in China, mit einem Rückgang von ungefähr 7 Prozent in Lateinamerika und einem Marktrückgang von ungefähr 10 Prozent in Russland 4.

Der Konzern verfolgt das Ziel eines positiven und nachhaltigen operativen Free Cash Flow auf Konzernebene bis spätestens 2016 und eines kumulierten operativen Free Cash Flow von 2 Milliarden Euro im Zeitraum 2016 bis 2018.

Des weiteren soll eine Umsatzrendite 5 von 2 Prozent in der Automobilsparte im Jahr 2018 erreicht werden, bei einem Zielwert von 5 Prozent im Rahmen der nächsten mittelfristigen Strategie (2019-2023).

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