PSA Peugeot Citroën: Konzern ist nettoschuldenfrei: 2,2 Milliarden Euro operativer Free Cash Flow im Jahr 2014

Unser Ergebnis 2014 beweist, dass der Wiederaufbau der wirtschaftlichen Grundlagen des Konzerns auf Kurs ist. Dank der Generierung eines operativen Free Cash Flows in Höhe von +2,2 Milliarden Euro2 und der Entschuldung des Konzerns sind wir unserem Wiederaufbauplan voraus. Ich möchte den Teams für die geleistete Arbeit in einem teilweise schwierigen Umfeld danken. Mehr denn je konzentrieren wir uns auf die vollständige Umsetzung unserer Ziele und die Erreichung einer Umsatzrendite für den Automobilbereich in Höhe von 2 Prozent,

erklärte Carlos Tavares, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroën.

  • Konzernumsatz in Höhe von 53,6 Milliarden Euro
  • Zunahme des Betriebsergebnisses vor Sondereffekten des Konzerns um 1,3 Milliarden Euro auf 905 Millionen Euro, gegenüber -364 Millionen Euro im Jahr 2013
  • Performance profitiert vom positiven Betriebsergebnis vor Sondereffekten der Automobilsparte: Anstieg um 1,1 Milliarden Euro auf +63 Millionen Euro, gegenüber -1.039 Millionen Euro im Jahr 2013

Der Konzernumsatz belief sich 2014 auf 53.607 Millionen Euro, was einen Zuwachs von 1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013 bedeutete. Der Umsatz der Automobilsparte belief sich auf 36.085 Millionen Euro, was einem Rückgang von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht; bedingt war diese Entwicklung trotz eines positiven Produktmixes und eines positiven Preiseffekts vor allem durch eine äußerst negative Wechselkursentwicklung.

Das Betriebsergebnis vor Sondereffekten des Konzerns legte um 1.269 Millionen Euro zu und betrug +905 Millionen Euro, gegenüber -364 Millionen Euro im Jahr 2013. Das Betriebsergebnis vor Sondereffekten der Automobilsparte stieg um 1.102 Millionen Euro an und belief sich auf +63 Millionen Euro, gegenüber -1.039 Millionen Euro im Vorjahr; hier kamen insbesondere positive Produktmix- und Preiseffekte zum Tragen, die den Erfolg der jüngsten Modelleinführungen der Marken und die Wirkung der Pricing-Power-Politik verdeutlichten. Die erzielten Erfolge basierten zudem auf der Fortführung der Fixkostenverringerung. Mit seinem Anteil an den Ergebnissen der Joint Ventures DPCA und CAPSA im Jahr 2014 hätte das operative Proforma-Ergebnis der Automobilsparte 366 Millionen Euro betragen, was einem Plus von 1.246 Millionen Euro entsprochen hätte.

Die betrieblichen Sondererträge und -aufwendungen beliefen sich 2014 hauptsächlich aufgrund der Restrukturierungskosten der Automobilsparte auf -682 Millionen Euro.

Das Finanzergebnis lag bei -763 Millionen Euro im Jahr 2014, gegenüber -664 Millionen Euro im Jahr 2013. Der Differenzbetrag entsprach jedoch im Wesentlichen einem außergewöhnlichen Ertrag, der im Jahr 2013 beim Verkauf der BNP-Paribas-Anteile erzielt wurde.

Das Nettoergebnis steigerte sich um 1.672 Millionen Euro und lag bei -555 Millionen Euro, was eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahreswert (-2.227 Millionen) darstellte.

Das Betriebsergebnis vor Sondereffekten von Banque PSA Finance betrug 337 Millionen Euro, was einen Rückgang um -32 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2013 bedeutete und der Entwicklung der Refinanzierungssituation der Bank geschuldet war.

Im Februar 2015 wurden zusammen mit Santander Consumer Finance zwei erste gemeinsame Unternehmen – eines in Frankreich, eines im Vereinigten Königreich – gegründet, was es möglich machen wird, den Kunden der Marken Peugeot, Citroën und DS attraktive Zinssätze zu bieten und die Profitabilität der Bank zu erhöhen. Dank des Anlaufs dieser Vorhaben konnte Banque PSA Finance zudem ankündigen, für künftige Anleihebegebungen nicht mehr auf die Garantie des französischen Staats zurückzugreifen.

Das Betriebsergebnis vor Sondereffekten von Faurecia lag bei 673 Millionen Euro, was einer Erhöhung um 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013 entsprach.

Der Free Cash Flow des Industrie- und Handelsbereichs betrug 1.792 Millionen Euro. Wichtige Faktoren waren hierbei die Verbesserung des Brutto-Cash-Flow und des Working-Capital-Bedarfs (+1.752 Millionen Euro im Berichtszeitraum), die insbesondere durch die Aktionspläne zur Lagerbestandsverringerung und die Optimierung der Supply Chain getragen war. Ohne Restructuring-Aufwendungen (-583 Millionen Euro) und außergewöhnliche Posten in Höhe von 193 Millionen Euro (im Wesentlichen die Erträge der Immobilienverkäufe) war der operative Free Cash Flow positiv und belief sich auf 2.182 Millionen Euro.

Ende Dezember 2014 belief sich der Gesamtlagerbestand nach einem Rückgang um 44.800 Fahrzeuge im Vergleich zu Ende Dezember 2013 auf 339.100 Fahrzeuge (inklusive des unabhängigen Händlernetzes).

Am 31. Dezember 2014 betrug die Netto-Finanzposition des Industrie- und Handelsbereichs +548 Millionen Euro gegenüber Nettoverbindlichkeiten in Höhe von 4.181 Millionen Euro am 31. Dezember 2013, unter Berücksichtigung von 2.995 Millionen Euro aus den im April und im Mai 2014 durchgeführten Kapitalerhöhungen und einer Verbesserung des Free Cash Flow.

Da der wirtschaftliche Wiederaufbau des Konzerns noch nicht abgeschlossen ist, wird keine Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2014 vorgeschlagen.

Ausblick

Der Konzern rechnet für 2015 mit einem sehr leichten Marktwachstum von 1 Prozent in Europa, von 7 Prozent in China, mit einem Rückgang von ungefähr 10 Prozent in Lateinamerika und einem Marktrückgang von ungefähr 30 Prozent in Russland.

Der Konzern verfolgt das Ziel, einen operativen Free Cash Flow auf Konzernebene in Höhe von 2 Milliarden Euro im Zeitraum 2015 bis 2017 zu generieren. Darüber hinaus soll eine Umsatzrendite3 von 2 Prozent in der Automobilsparte im Jahr 2018 erreicht werden, bei einem Zielwert von 5 Prozent im Rahmen der nächsten mittelfristigen Zeitachse (2019-2023).

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