Die Voraussetzungen für den französischen ökologischen Bonus haben sich geändert, und Leapmotor hat sich endgültig von seinem Modell T03 getrennt. Um sich im Wettbewerb zu behaupten, gewährt die Marke einen kleinen Preisnachlass.
In den letzten Tagen hat die französische Regierung die Bestimmungen für die Gewährung des ökologischen Bonus überarbeitet. Ein Dekret, das am 24. Januar im Amtsblatt veröffentlicht wurde, hat eine der Bedingungen geändert, wobei der zentrale Unterschied nun die „Fertigungsstelle“ anstelle der „Montagestelle“ ist. Dieser semantische Unterschied verdeckt in der Tat einen größeren Konflikt: Er zielt auf die Hersteller ab, die das System ausnutzen, indem sie Fahrzeuge in Europa zusammenbauen, um den Bonus in Anspruch nehmen zu können, obwohl die eigentliche Produktion weit außerhalb Europas erfolgt.
Ein Beispiel hierfür ist der Leapmotor T03, der dank einer Endmontage in Tychy (Polen) – einer ehemaligen Fiat-Fabrik – für mehrere Monate von dem ökologischen Bonus in Frankreich profitiert hat. Die aufstrebende chinesische Marke nutzt tatsächlich die SEMI Knocked Down (SKD)-Methode, bei der das Fahrzeug größtenteils in China gefertigt und anschließend für die Endmontage nach Europa geschickt wird. Dies sorgte dafür, dass die französische Regierung unzufrieden wurde, was zu dieser signifikanten Regeländerung führte, die mehr bewirken könnte, als es zunächst scheint.
Aufgrund dieser neuen Regel weiß Leapmotor, dass der T03 künftig nicht mehr für den Bonus infrage kommt. In der Folge hat die Marke alle Hinweise auf staatliche Unterstützung von ihrer Website entfernt und bietet nun einen kleinen Rabatt auf den Preis ihres Stadtautos an, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ende 2024 hatte die Marke bereits einen Preisnachlass von 4.000 € angeboten, was dem damaligen Bonus entsprach, in der Hoffnung, später wieder Anspruch darauf zu haben. Doch die Preise wurden anschließend angepasst.
Im Rennen zwischen Dacia und Citroën/Fiat
Aktuell offeriert Leapmotor einen Rabatt von 1.000 € auf den Preis seines elektrischen Stadtautos, sodass der Preis nun bei 17.900 € liegt. Zudem gibt es ein Mietangebot für 89 € monatlich, bei einer Laufzeit von 3 Jahren und maximal 30.000 km. Dies könnte genügen, um das chinesische Stadtauto konkurrenzfähig zu machen, auch wenn es teurer bleibt als ein direkter Mitbewerber, der Dacia Spring, der ebenfalls in China produziert wird und keinen Bonus erhält. Der rumänische Hersteller hat kürzlich den Preis auf 16.900 Euro gesenkt, wobei das Einstiegsmodell in Estaire Little nur mit einem 45-PS-Motor ausgestattet ist. Um die leistungsstärkere 65-PS-Variante samt umfangreicherer Ausstattung zu erhalten, sind 18.900 € erforderlich.
Im Vergleich dazu liegt der Leapmotor T03 preislich günstiger als die französisch-italienischen Modelle von Stellantis: der Citroën ë-C3 wird vor dem Bonus für 23.300 € angeboten, während der Fiat Grande Panda Electric bei 24.900 € beginnt. Allerdings bieten diese beiden Modelle mehr Vielseitigkeit, da sie mehr Platz an Bord, eine größere Reichweite (320 km gegenüber 265 km beim T03) und mehr Leistung (113 PS gegenüber 95 PS) bieten.
Foto: Dr.
Folgen Sie Motornews auf WhatsApp, um keine Neuigkeiten über Autos und Motorräder zu verpassen!
