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Red Bull-Motor 2026 beeindruckt Verstappen

Max Verstappen stand mitten in der Werkhalle von Red Bull Powertrains, zwischen warmem Metall und kalter Präzision. Kein PR-Soundcheck, kein abgespecktes Demo — er bekam die künftige Kraftquelle von 2026 in ihrer echten, rauen Stimme zu hören. So nahe dran ist ein Fahrer selten. Er schaute zu, wie Bauteile zusammenfanden, roch das Öl, hörte das Summen der Prüfstände — und dann dieses erste Aufbrüllen. Kurz. Trocken. Ehrlich.

Eine wunderbare Entdeckung

Die Ingenieurinnen und Ingenieure legten nach: vollständige Simulationen, virtuelle Runden, der Motor eingespannt wie ein Athlet am Startblock. Auf dem Prüfstand läuft nichts davon, alles spricht Klartext — der Verbrenner knurrt, die E-Maschine setzt einen klaren Strich darunter, die Regelung hält das Ganze im Zaum, ohne die Kanten wegzuschleifen. Für Verstappen war es ein Erstkontakt mit Ansage: Er hörte zum ersten Mal genau jenes Timbre, das ab 2026 den Takt vorgeben soll. Ben Hodgkinson, Technikchef bei RBPT, wurde danach spürbar weicher in der Stimme. Er meinte sinngemäß: Das hat ihn wohl beeindruckt. Und man glaubt es ihm — der Blick verrät oft mehr als die Worte.

Diese Visite war mehr als eine höfliche Stippvisite. Sie zeigt, wie eng Pilot und Projekt inzwischen miteinander verdrahtet sind. Denn eine neue Ära scharrt mit den Hufen: ab 2026 mit deutlich größerem Elektroanteil und 100 Prozent nachhaltigem Treibstoff. Klingt nach Vorschrift, riecht aber nach Charakter — wenn’s richtig gemacht ist. Genau hier will Red Bull nicht nur mitreden, sondern den Ton setzen.

Während intern weiter getestet, vermessen, angepasst wird, wirkt Verstappens Reaktion wie ein Rückenwindstoß in die Werkstattluft. RBPT gibt sich nicht mit „läuft schon irgendwie“ zufrieden; die Mannschaft will, dass es auf Anhieb sitzt — auf der Geraden, im Anbremsen, am Kurvenausgang. Der Klang hat den Champion bereits abgeholt. In zwei Jahren zeigt die Stoppuhr, ob die Musik auch auf der Strecke trägt. Bis dahin: feilen, hören, feilen.

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In aller Kürze

Verstappen war bei Red Bull Powertrains zu Gast und erlebte die 2026er Antriebseinheit so nah wie selten ein Fahrer: Er sah die Komponenten, verfolgte die Abläufe am Prüfstand — und hörte den Motor zum ersten Mal in seiner echten Tonlage. Laut Technikchef Ben Hodgkinson hinterließ das spürbar Eindruck. Ein gutes Omen für eine neue Reglements-Ära mit mehr E-Anteil und komplett nachhaltigem Treibstoff. Jetzt fehlt nur noch die Bestätigung auf der Rennstrecke.

Lea Bertrand
Lea Bertrand
Léa Bertrand ist Redakteurin bei MotorNews, wo sie sich durch ihr Fachwissen über Autos und ihre redaktionellen Fähigkeiten auszeichnet. Sie absolvierte einen Master in Journalismus an der Universität Wien (Österreich) und ergänzte ihre Ausbildung mit einer Spezialisierung auf Autojournalismus am Salzburger Institut für Journalismus. Ihre akademische Laufbahn in Österreich ermöglichte es ihr, eine internationale Sicht auf die Automobilbranche zu erlangen und einen einzigartigen analytischen Ansatz zu entwickeln. Ihre Arbeit bei MotorNews umfasst Analysen zu technologischen Innovationen in der Automobilbranche, Fahrzeugtests und die Untersuchung von Marktentwicklungen, wobei sie auch eine ökologische und ökonomische Dimension einbezieht. Lea interessiert sich besonders für neue Mobilitätsformen und nachhaltige Lösungen, die die Zukunft der Branche prägen. Für weitere Fragen oder eine Zusammenarbeit können Sie sie per E-Mail kontaktieren : lea.bertrand@motornews.fr
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