SEAT erzielt mit knapp 6,5 Mrd. Euro die höchsten Umsatzerlöse der Unternehmensgeschichte

Geschäftsjahr 2013: Wachstum bei Absatz und Produktion
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen setzt SEAT seine Weiterentwicklung fort: Aufgrund des signifikanten Wachstums bei Absatz und Produktion erzielte SEAT im Geschäftsjahr 2013 mit 6,473 Mrd. Euro die höchsten Umsatzerlöse der Unternehmensgeschichte und liegt damit um 6,3 Prozent über dem Resultat des Vorjahres.

2013 war ein schwieriges Jahr voller Herausforderungen, aber die Marke SEAT hat ihr Potenzial eindrucksvoll unter Beweis gestellt: SEAT gehört zu den am schnellsten wachsenden Marken in Europa und wir haben im Vergleich zu den letzten Jahren einen Verkaufs- und Produktionsrekord erreicht,

hob der Vorstandsvorsitzende der SEAT S.A., Jürgen Stackmann, bei der Vorstellung der Unternehmensergebnisse 2013 hervor.

  • Nachsteuerergebnis von -149 Mio. Euro
  • SEAT erwirtschaftet ein EBITDA von 221 Mio. und steigert den Cashflow laufendes Geschäft um 70 Prozent
  • Erstmals seit 2007 Investitionstätigkeit durch Cashflow laufendes Geschäft voll gedeckt
  • Über 2,6 Mrd. Euro für Sachinvestitionen sowie Forschung und Entwicklung während der vergangenen fünf Jahre
  • Werk Martorell mit dem höchsten Produktionsvolumen seit 2007

Der starke Wettbewerb in Westeuropa (größtes Absatzgebiet der Marke), getrieben von der Wirtschaftslage in dieser Region, führte zu einem Rückgang beim Ertrag pro Fahrzeug. Dies ist einer der Schlüsselfaktoren für das operative Ergebnis in Höhe von -217 Mio. Euro im Jahr 2013 – im Vorjahr betrug es -134 Mio. Euro*. Das operative Ergebnis wurde zudem von höheren Personal- und Umstrukturierungskosten sowie den aufgrund der Markteinführung neuer Modelle gestiegenen Abschreibungen beeinträchtigt.

Zur Zukunftssicherung hat SEAT während der vergangenen fünf Jahre enorme Aufwendungen geleistet: Sie belaufen sich in diesem Zeitraum auf über 2,6 Mrd. Euro für Investitionen sowie für Forschung und Entwicklung. Das Nachsteuerergebnis beträgt -149 Mio. Euro; das Vorjahresergebnis lag bei -30 Mio. Euro.

Das EBITDA des Unternehmens (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) verbesserte sich um 73 Prozent auf 221 Mio. Euro und der Cashflow laufendes Geschäft stieg um 70 Prozent auf 358 Mio. Euro. Erstmals seit 2007 waren die Investitionen durch den Cash-flow laufendes Geschäft voll gedeckt. Dazu Holger Kintscher, Vorstand Finanzen: „SEAT hat eine wichtige Bilanz-Optimierung zur Stärkung der Finanzkraft umgesetzt. Das Unternehmen hat sein Innenfinanzierungspotenzial erheblich gesteigert und zudem die Qualität des operativen Geschäfts verbessert.“

Qualität und Effizienz

Mit weltweit über 102.000 ausgelieferten Einheiten (+44,4%) kommt dem Leon eine Schlüsselrolle beim positiven Absatzergebnis 2013 zu – insgesamt hat SEAT 355.000 Fahrzeuge verkauft, 10,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die fünftürige Leon Version, die das gesamte Jahr auf dem Markt war, wurde in mehreren Ländern zum meistverkauften Modell der Marke (u.a. in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und der Türkei). SEAT nutzte die Wirtschaftskrise, um die Abhängigkeit vom Heimatmarkt zu reduzieren und international zu expandieren: Der Exportanteil stieg 2013 auf 83 Prozent – im Jahr 2009 lag er noch bei 75 Prozent.

Im Werk Martorell wurde mit den Leon-, Ibiza- und Altea-Baureihen sowie dem im zweiten vollständigen Jahr produzierten Audi Q3 das höchste Produktionsvolumen seit 2007 erzielt: Insgesamt 390.000 Fahrzeuge (+3,4%) rollten dort vom Band. Zum 20. Jahrestag der Einweihung wurde Martorell mit dem renommierten „Automotive Lean Production“ Award für die Effizienz der Produktionsprozesse ausgezeichnet.

Die Qualität der SEAT Prozesse und Produkte gewann umfassende internationale Bestätigung und führte zu einer weiteren Stärkung des Markenimage. Drei SEAT Modelle (Leon, Ibiza und Alhambra) wurden in vielen Ländern mehrfach ausgezeichnet. So wurde beispielsweise der Leon in Großbritannien sowie in Spanien zum „Auto des Jahres“ gekürt.

Personalwesen und Nachhaltigkeit

Das soziale Engagement sowie die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit standen für SEAT 2013 im Fokus. Das Unternehmen zählt nach wie vor zu den größten Industrie-Arbeitgebern in Spanien und im Gegensatz zu der Entwicklung des heimischen Arbeitsmarkts schuf SEAT während der schwierigsten Phase der Wirtschaftskrise 1.000 neue Arbeitsplätze. 11.458 Menschen waren im vergangenen Jahr bei SEAT beschäftigt; im Jahr 2009 waren es 10.369.

Das SEAT Engagement für Ausbildung – rund 13 Mio. Euro werden jährlich dafür verwendet – und insbesondere das duale Ausbildungssystem in der unternehmenseigenen Berufsschule stößt bei Tausenden junger Menschen auch weiterhin auf ein sehr großes Interesse: Sie sehen das Unternehmen als eine große Chance zur persönlichen und beruflichen Erfüllung.

Seit der Einweihung des größten Solarzellenparks der Autoindustrie steht „SEAT al Sol“ symbolisch für das Umweltengagement der Marke. Dies gilt genauso für die SEAT Produkte: Mit der Ecomotive Produktpalette emittieren 60 Prozent der weltweit verkauften SEAT Modelle weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer – in Spanien sind es sogar 80 Prozent. Zugleich arbeitet das Unternehmen an der Verbreitung des Antriebs mit Erdgas (CNG) im Automobilbereich – einem Kraftstoff, der sauberer, sicherer und zugleich kostengünstiger ist. SEAT bietet momentan zwei CNG-Modelle an, den Leon TGI sowie den Mii Ecofuel, das Auto mit den geringsten Verbrauchs- und Emissionswerten (79 g/km) in der Unternehmensgeschichte.

Die Zukunft

2014 wird sich das SEAT Fahrzeugangebot hauptsächlich rund um die Leon Familie erweitern. Nach der Weltpremiere des Leon CUPRA auf dem Genfer Automobilsalon, dem schnellsten und leistungsstärksten SEAT seit der Unternehmensgründung, folgt im Sommer der Leon ST 4Drive (mit permanentem Allrad-Antrieb). Zum Jahresende bringt SEAT dann den Leon X-Perience, ein Crossover für Familien.

Zur 30. Geburtstagsfeier des SEAT Bestsellers Ibiza – zugleich einer der Grundpfeiler des Unternehmens und in Spanien seit 2001 das meistverkaufte Auto – präsentiert das Unternehmen im kommenden Monat eine Sondervariante. Im Sommer kommt zudem der Mii by MANGO auf dem Markt. Das in Genf vorgestellte Stadtauto entstand im Rahmen einer Kooperation mit der Modemarke aus Barcelona.

SEAT startete mit erneutem Absatzzuwachs in das Jahr 2014, insbesondere beim Leon. In den Monaten Januar und Februar stiegen die Zulassungen des Leon um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; 18.700 Leon Fahrzeuge wurde weltweit verkauft. Zudem sind seit dem Produktionsbeginn des Leon ST im letzten Quartal 2013 über 20.000 Bestellungen für dieses Modell eingegangen. „Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in unserer Branche dauern an und wir haben vielfältigste Herausforderungen zu bewältigen, sowohl als Industriezweig wie auch als Unternehmen. Aber SEAT hat eine stärkere finanzielle Basis als früher und eine klare Strategie für die Zukunft. Sie baut auf die erfolgreiche Formel des neuen Leon, die die Basis für unsere Modelle sowie die Marke definiert“, fasste Stackmann zusammen.

*SEAT berichtet nach dem spanischen Kontenplan, ohne Einbeziehung der Tochtergesellschaften. Volkswagen verwendet die internationalen IAS/IFRS Normen und konsolidiert die Zahlen der Marke SEAT.

© Seat / Seat Geschäftsjahr 2013

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