Standortsymposium: Volkswagen Sachsen so erfolgreich wie nie

Die drei Standorte der Volkswagen Sachsen GmbH ziehen eine positive Bilanz für 2014: Der Umbau der Fertigung auf den Modularen Querbaukasten ist erfolgreich abgeschlossen. Das Chemnitzer Motorenwerk steht für Innovationen und Expertise weltweit im Konzern. In Zwickau und Dresden haben die Vorbereitungen für den Phaeton Nachfolger begonnen. Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, informierte sich auf dem heutigen Standortsymposium in Chemnitz gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern und Betriebsräten über aktuelle Projekte, Planungsstände und Perspektiven bei Volkswagen in Sachsen.

  • 2014: Bestes Produktionsergebnis in Sachsen
  • Volkswagen investiert 1,3 Milliarden Euro bis 2019
  • Mensch-Roboter-Kooperation im Versuchseinsatz

Volkswagen Sachsen hat im vergangen Jahr die Produktion von Fahrzeugen und Motoren auf jeweils neue Bestmarken gelegt und ist im Bereich notwendiger Effizienzsteigerungen auf dem richtigen Weg,

sagte Thomas Ulbrich, Mitglied des Vorstands der Marke Volkswagen für den Bereich Produktion.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der drei sächsischen Standorte zu festigen, wird Volkswagen bis 2019 insgesamt 1,3 Milliarden Euro investieren, davon allein 400 Millionen Euro noch im laufenden Jahr,

so Ulbrich weiter.

Motorenbauer sind innovativ. Sie müssen als Lieferanten für den Fahrzeugbau technologisch und logistisch mit guten Ideen überzeugen und dabei gleichzeitig wettbewerbsfähig sein,

ergänzte Thomas Schmall, Mitglied des Volkswagen Markenvorstands für den Bereich Komponente.

Die Mitarbeiter in Chemnitz haben ihr Können eindrucksvoll bewiesen, indem sie die technologische Innovationen wie das Integrierte Ventiltriebmodul umsetzen und weltweit koordinieren.

Prof. Dr. Siegfried Fiebig, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer Technik und Logistik von Volkswagen Sachsen, erklärte:

Wir verfolgen ein klares Ziel und wollen im laufenden Jahr unsere Produktion weiter steigern.” Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von Volkswagen Sachsen soll auch in diesem Jahr ein weiteres Rekordergebnis in der Produktion erreicht werden. Zahlreiche Maßnahmen sorgen für die notwendigen Voraussetzungen. Im Zwickauer Presswerk wird die hydraulische Pressenstraße für die künftige Produktion von Außenhautteilen für den Golf Variant erweitert. Der Karosseriebau und die Lackiererei werden zur Vorbereitung auf den neuen Phaeton ausgebaut. Für die Gläserne Manufaktur in Dresden wird ein umfassendes Qualifizierungsprogramm für die Belegschaft umgesetzt und die Prozesse werde optimiert. Der Kunden- und Besucherbereich wird schrittweise erneuert: „Wir wollen weiterhin nah am Kunden sein und setzen auf die Wirkung multimedialer und interaktiver Erlebnisbereiche.

Volkswagen Sachsen ist so stark wie nie – und das gilt auch für die Belegschaft,

unterstrich Jens Rothe, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von Volkswagen Sachsen. Mit dem Unternehmen ist auch die Mitarbeiterzahl seit 2012 um rund 1.500 auf 10.250 angewachsen. Volkswagen beschäftigt damit mehr Mitarbeiter denn je in Sachsen. Neue Geschäftsfelder im Sonderfahrzeugbau und in der Gasrackfertigung am neuen Standort Sankt Egidien bieten rund 100 neue Arbeitsplätze außerhalb des Dreischicht-betriebes.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für uns gelebte soziale Verantwortung,

so Rothe. Der Betriebsrat hob die hohe fachliche Qualifikation der Kolleginnen und Kollegen hervor. Dies sei ein wertvoller Standortvorteil. Karosserieleichtbau und moderne Fahrzeugelektronik müssten bereits jetzt in offensive Qualifizierungskonzepte integriert werden.

Unser Symposium steht unter dem Motto: Mit Effizienz und Innovation in die Zukunft,

erklärt Heinrich Nottbohm, Standortleiter in Chemnitz. Anhand von Umsetzungsbeispielen zeigten die Chemnitzer Motorenbauer Beiträge zur Effizienz- und Performancesteigerung.  Hintergrund ist die weltweite Produkt- und Prozessverantwortung für die Ottomotorenbaureihe EA 211, zu denen auch Erdgasmotoren, Motoren mit Zylinderabschaltung und Hybridmotoren zählen.

Wie eine überwiegend trockene Bearbeitung von Zylinderköpfen aussieht, wurde während eines Fertigungsrundgangs durch die neuen Produktlinien gezeigt. Weiterentwicklungen bei der mechanischen Bearbeitung von Kurbelwellen, integrierten Ausgleichswellen oder bei der Ergonomie der  Montageprozesse belegen die Innovationskraft der Chemnitzer Ingenieure. Eine in Chemnitz entwickelte Onlineerkennung für die professionelle Instandhaltung von Anlagen hat überzeugt. Die Mitarbeiter erhalten exakte Informationen in Echtzeit per Mobil-Device. Damit lassen sich kürzeste Reaktions- und Kommunikationszeiten umsetzen.

Besonderes Interesse weckte ein Prototyp im Bereich der Mensch-Roboter-Kooperation. Ein Roboter mit sensorischer Haut entnimmt Ventile aus einem Behälter und positioniert diese passgenau in das Motorenmodul. Durch die Hand-in-Hand-Arbeit mit dem Roboter verringert sich die körperliche Belastung für die Mitarbeiter deutlich. Die Teilnehmer des Symposiums konnten sich davon überzeugen, wie lokale Standort- und Beschäftigungssicherung und globale Verantwortung in Einklang zu bringen sind.

© Volkswagen / Standortsymposium: Volkswagen Sachsen so erfolgreich wie nie

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