Tourenwagen-Weltmeisterschaft: Heimspiel für José María López im Autódromo Termas de Río Hondo (01.-03.08.2014)

Für Citroën Racing werden die Rennen im Autódromo Termas de Río Hondo etwas ganz Besonderes sein. Im vergangenen Jahr machte die Tourenwagen-Weltmeisterschaft erstmals in Argentinien Station – ein ganz spezielles Ereignis für das weitläufige südamerikanische Land, in dem die Tourenwagen-Rennen sehr beliebt sind und das über drei professionelle Rennserien verfügt: Super TC2000, Turismo Carretera und Top Race.

  • Nachdem der erste Teil der Saison 2014 in Europa ausgetragen wurde, macht die Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf der anderen Seite des Atlantiks im Autódromo Termas de Río Hondo in Argentinien Station.
  • Nach den ersten sieben Rennwochenenden führt José María López die Fahrerwertung an und kann auf die Unterstützung seiner Landsleute bei seinem Heimspiel bauen.
  • Sébastien Loeb war acht Mal bei der Rallye Argentinien siegreich – er ist wahrscheinlich der einzige Fahrer, der mit der Popularität seines Teamkollegen mithalten kann.
  • Yvan Muller siegte im vergangenen Jahr auf dieser Rennstrecke. Der Franzose muss in Argentinien Punkte auf „Pechito“ López gutmachen, um wieder in den Titelkampf eingreifen zu können.

José María López galt unter den Motorsport-Fans bereits als Ikone, als er im vergangenen Jahr mit einem Fahrzeug, das als nicht wettbewerbsfähig galt, eine beeindruckende Leistung vollbrachte und sich den Sieg im zweiten Rennen sicherte. Nur kurze Zeit vorher war Yvan Muller mit dem Sieg im ersten Rennen seinem vierten Weltmeistertitel ein gutes Stück nähergekommen.

Wenige Wochen später nahm José María López unter größter Geheimhaltung an Testfahrten mit dem Citroën C-Elysée WTCC teil. Seine Begeisterung, seine Schnelligkeit und sein Technikverständnis überzeugten das Citroën Team, das dem Argentinier das Cockpit des dritten offiziellen Citroën C-Elysée WTCC für die Saison 2014 anvertraute.

Weniger als ein Jahr nach Beginn dieser Geschichte kehrt der Pilot mit der Startnummer 37 als Führender in der Fahrerwertung nach Termas de Río Hondo zurück – seit dem ersten Qualifying in Marrakesch am 12. April 2014 war „Pechito“ von der Spitzenposition nicht zu verdrängen. Mit fünf Siegen kann sich José María López berechtigte Hoffnungen machen, der erste argentinische Weltmeister im Motorsport seit Jean-Manuel Fangio zu werden – letzterer hatte 1957 seinen fünften Titel geholt.

Zurück nach der Sommerpause

Neben seiner symbolträchtigen Bedeutung beendet das Rennwochenende in Argentinien eine sechswöchige Sommerpause. Das Citroën Team hat die Zeit genutzt, bevor die Fahrzeuge in Antwerpen mit dem gesamten Equipment auf ein Schiff geladen wurden. Nach der erfolgreichen Atlantiküberquerung und der Ankunft in Buenos Aires werden die Container in Richtung des 1.200 Kilometer entfernten Santiago del Estero transportiert.

Nach sieben Rennwochenenden innerhalb von nur elf Wochen haben die Piloten von Citroën Racing die Sommerpause mit unterschiedlichen Programmen gefüllt. Sébastien Loeb machte beim „Festival of Speed de Goodwood“ sowie beim „Le Mans Classic“ Station, ehe es ihn für einige Tage Urlaub mit der Familie und Freunden ans Mittelmeer zog. Yvan Muller hat auf dem Fahrrad an seiner Kondition gearbeitet und als Höhepunkt den Mont Ventoux bewältigt. „Pechito“ López hat sich als Erster auf den Weg in seine Heimat Argentinien gemacht.

Die drei Citroën Piloten sind ausgeruht und motiviert und freuen sich auf weitere spannende Duelle. José María López führt das Gesamtklassement mit einem Vorsprung von 39 Punkten auf Yvan Muller an. Sébastien Loeb wiederum liegt 65 Punkte hinter dem Führenden. 275 Punkte sind noch zu vergeben – die Entscheidung über das Abschneiden der drei Citroën Piloten ist somit noch längst nicht entschieden.

Fahrerstimmen

José María López:

In den vergangenen Jahren, in denen ich in Argentinien Rennen gefahren bin, habe ich bis zu 44 Rennwochenenden pro Saison bestritten. Ich freue mich daher, endlich wieder im Citroën C-Elysée WTCC zu sitzen. Im Gegensatz zum Großteil der europäischen Rennstrecken kenne ich den Kurs von Termas sehr gut – hier habe ich immer gut abgeschnitten. Dennoch glaube ich, dass es zwischen Yvan, Seb und mir erneut eng zugehen wird. Wir werden uns wieder spannende und harte Duelle wie zu Saisonbeginn liefern.

Yvan Muller:

Das Autódromo Termas de Río Hondo ist eine sehr interessante Rennstrecke. Der Kurs ist schnell und es gibt keine Überholmöglichkeiten. Ich muss weitermachen und sehr gute Rennwochenenden wie in Spa-Francorchamps hinlegen, um den Abstand auf ‚Pechito‘ zu verkürzen. Man neigt dazu zu sagen, dass die Saison noch lang ist, doch sie wird dennoch immer kürzer.

Sébastien Loeb:

Es ist immer eine große Freude, nach Argentinien zu kommen. Der Empfang der Zuschauer ist unglaublich, es macht großen Spaß, so viele leidenschaftliche Motorsportfans zu sehen. Ich habe sehr gute Erinnerungen an acht WRC-Siege in Argentinien – ich hoffe, weitere Siege in der WTCC den WRC-Erfolgen hinzuzufügen. Ich muss mich weiter verbessern, insbesondere bei den Überholvorgängen zu Rennbeginn im Feld.

Programm

Mit der Tourenwagen-Weltmeisterschaft und den acht Rennen des Turismo Nacional wird das Programm des Rennwochenendes in Argentinien zu 100 Prozent von Tourenwagen bestimmt. Das freie Training für die WTCC-Piloten steht am Freitag um 12.00 Uhr (Ortszeit) und am Samstag um 8.45 Uhr und 11.00 Uhr auf dem Programm. Das Qualifying findet am Samstag um 15.00 Uhr statt. Die Rennen am Sonntag beginnen um 14.15 Uhr und 15.25 Uhr.

Aktuelle Zwischenstände und Ergebnisse finden Sie HIER.

© Citroen / Tourenwagen-Weltmeisterschaft: Heimspiel für José María López im Autódromo Termas de Río Hondo (01.-03.08.2014)

Schlagwörter aus dem Beitrag
Das könnte Sie auch interessieren:
Kommentare

Comments are closed.

Übersicht Automarken