Der neunte Hilux von Toyota kommt nicht nur als Stromer, sondern auch als 48‑Volt‑Mildhybrid – und irgendwo am Horizont blinzelt bereits eine Wasserstoff-Variante. Nicht morgen. Aber sie kommt.
Der legendäre Toyota Hilux schlägt ein neues Kapitel auf. Nach 57 Jahren im Dienst steckt er das erste Mal den Stecker rein – mit einer Lithium‑Ionen‑Batterie zu 59,2 kWh, die Vorder- und Hinterachse versorgt und so permanenten Allrad liefert. Vorn stehen 205 Nm an, hinten 268,6 Nm. Spürbar asynchron, angenehm kontrollierbar – wie zwei kräftige Hände, die denselben Schlitten ziehen. Noch läuft die Homologation, doch die Eckdaten sind gesetzt: eine Nutzlast in der Gegend von 715 kg, bis zu etwa 1.600 kg Anhängelast und eine WLTP‑Reichweite von rund 240 km. Keine Prahlerei, eher ein ehrlicher Handschlag.

Schon von der China-Konkurrenz abgehängt?
240 Kilometer – das klingt nach Städtependeln und Baustellen im Nahbereich, weniger nach Sahara und Seidenstraße. Toyota will das mit flottem Laden kontern, mit Boxenstopps, die eher an einen schnellen Kaffee erinnern als an ein Mittagessen. Ziel: die Pause kürzer als der Anruf beim Polier. Und ja, der Maßstab ist gesetzt: Der chinesische Maxus T90 EV braucht etwa 45 Minuten von 10 auf 80 % und verspricht im WLTP‑Mix 330 km. Das ist eine Ansage – und sie klingt im Prospekt lauter als am Kiesplatz. Für Vielfahrer keine Panik: Der Hilux bleibt, wie er ist – mit dem 2,8‑Liter‑Diesel, jetzt als 48‑Volt‑Mildhybrid. Er brummt, wie ein alter Freund grüßt: knapp, ehrlich, immer einsatzbereit.

Schärferer Auftritt, klarere Kante
Neue Technik, neuer Blick. Die Front trägt jetzt schmale, präzise gezeichnete Leuchten, verbunden durch eine mittige Spange, die selbstbewusst „TOYOTA“ buchstabiert – kein Logo, keine Ausflüchte. Die Elektrovariante verzichtet auf den klassischen Kühlergrill; weniger Löcher in der Luft, mehr Ruhe im Fahrtwind. Dazu eigene Leichtmetallfelgen, die nicht posen, sondern funktionieren. Praktisch? Auch. Heckklappen‑Tritt neu, Seiten‑Trittbretter überarbeitet – rauf, runter, Werkzeug raus – zack, fertig. So muss ein Arbeitsgerät aussehen, das am Abend dennoch sauber genug für den Heurigen ist.

Ein Cockpit, das zupackt
Ab 2026 macht der Hilux’s die Karosserieauswahl einfach: nur mehr Doppelkabine. Drinnen wirkt es, als hätten die Designer beim neuen Land Cruiser abgeschaut – und das ist ein Kompliment. Zwei 12,3‑Zoll‑Displays, eines davon mit Touch, stehen wie stabile Monitore in einer Werkstatt: robust, aufgeräumt, nicht zimperlich. Die Tasten für Allrad und Offroad‑Modi sind in der Mitte gebündelt – dort, wo die Hand ohnehin landet, wenn’s rutschig wird. In der Elektroversion regelt ein einzelner Fahrstufenwähler den Vortrieb: vor, zurück, los. Keine Denkpausen. Dazu kommen induktives Laden fürs Handy und frische USB‑Anschlüsse hinten. Kleinigkeiten, die den Alltag runder machen – wie ein guter Handschuh, der plötzlich perfekt passt.
Marktstart Toyota Hilux
Der neue Hilux rollt im Frühjahr an den Start. Wann die hundertprozentige Elektro‑Variante genau in die Schauräume kommt, lässt Toyota noch offen – der Vorlauf ist spürbar, die Botschaft klar. Und der Wasserstoff? Der lässt sich Zeit. Vor 2028 braucht man damit nicht rechnen. Gut Ding will Weile – und eine Tankstelle – haben.
Neuer Toyota Hilux: Premiere der ersten rein elektrischen Generation
Der neunte Hilux bringt erstmals eine Batterie‑Version und zusätzlich einen 48‑Volt‑Mildhybrid – mit einer Wasserstoff‑Ausführung als Langläufer‑Perspektive. Die Frage bleibt: Wie schlägt sich der Neue gegen die Konkurrenz, die schon mit großen Zahlen winkt?
