TOYOTA i-ROAD

Keine zwei Jahre nach Vorstellung des i-ROAD Konzeptfahrzeugs präsentiert Toyota die zulassungsfähige Version des dreirädrigen Zweisitzers. Die Europa-Premiere findet auf dem diesjährigen Autosalon in Paris statt.

„Personal Mobility Vehicles“ (PMVs) heißen die Fahrzeuge einer neuen Gattung, die für mehr Flexibilität im Stadtverkehr sorgen. Dabei sind sie deutlich komfortabler, fahrstabiler und sicherer als Roller oder Motorräder und bieten zudem einen umfassenden Wetterschutz.
Der elektrisch angetriebene i-ROAD von Toyota ist *völlig emissionsfrei unterwegs und verursacht nur geringe Betriebskosten. Dank
seiner kompakten Abmessungen – er ist kaum breiter als ein Zweirad – wieselt der Stadtflitzer agil durch den Verkehr und bereitet auch bei der Parkplatzsuche keinerlei Probleme.

LEICHTE HANDHABUNG, WETTERFESTE KABINE

Gegenüber dem Konzeptfahrzeug wurde die aktuelle Version des Toyota i-ROAD gerade im Hinblick auf Übersicht, Wetterschutz,
Manövrierbarkeit und Bedienung noch einmal optimiert.

Die serienmäßig manuell schließbaren Seitenfenster in den Türen machen den i-ROAD nun endgültig wetterfest. Hier liegen die wesentlichen Vorteile im Vergleich zu konventionellen Zweirädern: Das neue Toyota PMV darf ohne Helm gefahren werden und erfordert keinerlei Schutzkleidung. Die geschlossene Kabine schützt Fahrer und Beifahrer auch zuverlässig vor Wind, Regen und Kälte.

Das überarbeitete Fahrzeugheck weist einen reduzierten Überhang, neu positionierte Rückleuchten und ein kleines Heckfenster auf, das die Übersicht etwa beim Rangieren verbessert. Der neue i-ROAD ist in fünf verschiedenen Farben erhältlich.
An Bord findet der Fahrer wie im Auto Gas- und Bremspedal sowie nun ein eher konventionell gestaltetes rundes Lenkrad
vor, mit dem sich der i-ROAD mühelos fahren lässt.

GESCHLOSSENE, WETTERFESTE KABINE – OHNE HELM UND SCHUTZKLEIDUNG ZU FAHREN

Mit einer Länge von 2.345 Millimetern, einer Höhe von 1.455 Millimetern, einer Breite von 870 Millimetern und einem Radstand von 1.695 Millimetern baut der überarbeitete Toyota i-ROAD 5 Millimeter kürzer, 10 Millimeter höher und 20 Millimeter breiter als das Konzeptfahrzeug. Im Ergebnis bleibt es also bei den überaus kompakten Dimensionen. Damit lässt sich das PMV spielend leicht manövrieren und souverän durch enge Gassen lenken. Auch das Parken bereitet keine Schwierigkeiten, denn auf einen einzigen Pkw-Parkplatz passen bis zu vier i-ROADs.

Der elektrische Antrieb des Toyota i-ROAD bleibt unverändert und besteht im Wesentlichen aus zwei 1,9 kW (2,6 PS) starken Radnaben-Elektromotoren in den Vorderrädern sowie einer Lithium-Ionen-Batterie. Die Kombination sichert eine zügige und nahezu lautlose Beschleunigung. Mit vollständig geladenem Energiespeicher beträgt der Aktionsradius bis zu 50 Kilometer (bei konstant 30 km/h). Danach lässt sich der Akku in nur drei Stunden an jeder haushaltsüblichen Steckdose wiederaufladen.

„ACTIVE LEAN“- Technologie und Hinterradlenkung

Den Schlüssel zum einzigartigen Fahrerlebnis, das gleichermaßen von Fahrstabilität, Sicherheit und Komfort geprägt ist, bildet die neue, intuitive „Active Lean“-Technologie des Toyota i-ROAD. Die „Active Lean“ Neigetechnik ist mit der Hinterradlenkung vernetzt, die der Fahrer über das konventionelle Lenkrad betätigt. Die Neigetechnik arbeitet mit einem Stellmotor oberhalb der vorderen Radaufhängung, der über einen Bügel mit den beiden Vorderrädern verbunden ist.

Ein elektronisches Steuergerät verarbeitet Informationen über Lenkeinschlag, Winkelbeschleunigung sowie Fahrgeschwindigkeit
und ermittelt so die erforderliche Neigung, um der Zentrifugalkraft bei Kurvenfahrt entgegenzuwirken. Die Schräglage wird eingeleitet, indem die beiden Vorderräder vom Stellmotor in gegensätzlicher Richtung nach oben und unten bewegt werden.

Das „Active Lean“-System ist auch bei Geradeausfahrt aktiv und gleicht nicht nur Fahrbahnunebenheiten aus, sondern hält den i-ROAD auch auf geneigten Fahrbahnen in der Senkrechten.

Mit der „Active Lean“-Technologie liefert der Toyota i-ROAD ein einzigartiges Fahrerlebnis, das ansonsten nur von Motorrädern bekannt ist. Dank des geringen Wendekreises von nur sechs Metern lässt sich das Elektrofahrzeug auch bei eingeschränkten Platzverhältnissen mühelos manövrieren. Anders als beim Zweirad muss der Fahrer den i-ROAD weder bei Schrittgeschwindigkeit
noch im Stand mit den Füßen stabilisieren. Aus diesem Grund war es den Entwicklern möglich, den Toyota i-ROAD mit einer geschlossenen und damit schützenden und wetterfesten Kabine auszustatten.

Für die Passagiere des neuen PMV liegen die Vorteile auf der Hand: Sie können die gleiche Kleidung wie in einem Pkw tragen
und profitieren von komfortablen Ausstattungsdetails. Dazu zählen eine Heizung, ein Audio-System und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung.

DREIJÄHRIGER PRAXISTEST IN GRENOBLE, FRANKREICH

Im Oktober 2014 beginnt in der französischen Stadt Grenoble die mobile Zukunft. In einer Kooperation zwischen der Stadt
Grenoble, Toyota, dem Energieunternehmen EDF und weiteren Partnern wie Grenoble-Alpes Métropole, Sodetrel und Citélib startet ein auf drei Jahre angelegtes Car-Sharing-Projekt. Ziel der Mobilitäts-Offensive ist es, die durch das Angebot an elektrischen PMVs sichergestellte individuelle Mobilität mit öffentlichen Verkehrssystemen Tram, Bus und Bahn zu verknüpfen.

Im Rahmen des Projekts haben Pendler in Grenoble die Möglichkeit, die ersten oder letzten Kilometer ihrer Fahrt im öffentlichen Personennahverkehr in einem PMV zurückzulegen. Auf diese Weise sparen die Pendler nicht nur Zeit und sind flexibler, die  verstärkte Nutzung von Bussen und Bahnen hilft Staus zu vermeiden und trägt zur Verbesserung der Luftqualität in der Innenstadt bei.

Das Mobilitätsprojekt ist in die IT-Infrastruktur des öffentlichen Verkehrssystems eingebunden und ergänzt das bereits bestehende Car-Sharing-Angebot in der Stadt. So können Nutzer ihr Elektrofahrzeug an einem Ort übernehmen und an einem anderen wieder abstellen. Die beteiligten Partner sehen das Projekt als einen zukunftsweisenden Schritt in Richtung einer durchdachten, alltagstauglichen und nachhaltigen Mobilität.

Toyota setzt in dem Projekt 70 ultrakompakte Elektrofahrzeuge ein, darunter 35 PMVs vom Typ i-ROAD. In und um Grenoble
stehen den Fahrzeugen mehr als 100 Ladestationen zur Verfügung, wobei rund 30 Stationen in der Nähe öffentlicher Nahverkehrshaltestellen neu errichtet wurden.

Zwei eigens entwickelte Smartphone-Apps erleichtern die Nutzung des neuen Angebots. Eine App bietet einen intelligenten Routenplaner, der die effizienteste Strecke und das am besten geeignete Verkehrsmittel vorschlägt. Dabei werden die aktuelle Verkehrssituation und die geltenden Fahrpläne berücksichtigt. Eine zweite App zeigt die verfügbaren Elektrofahrzeuge an und ermöglicht in wenigen Klicks die Reservierung vorhandener PMVs.

Anmerkung der Redaktion:

*) völlig emissionsfrei:

Diese Äußerung lassen wir von Toyota gerne nochmals erörtern, da aus unserer Sicht es mit heutigen Tag sich ein straßenzugelassenes Fahrzeug gibt, welches, im Totalen betrachtet, ohne Emissionen auskommt.

© Toyota / Toyota i-Road

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