Weltpremiere – das Sport Coupé Concept GTE: Viertüriges Coupé eröffnet für Volkswagen eine neue Design-Ära

Wolfsburg / Genf – Im Rahmen des Genfer Automobilsalons 2015 zeigt Volkswagen in einer Weltpremiere das Sport Coupé Concept GTE. Das Avantgardemodell avanciert dabei zum Protagonisten einer neuen, progressiven Volkswagen Design-Sprache.

Zehn wichtige Fakten zum Sport Coupé Concept GTE:

  1. Das Sport Coupé Concept GTE ist der Protagonist einer neuen, progressiven Volkswagen Design-Sprache.
  2. Studie verbindet exklusives Sportwagendesign mit viertürigem Karosseriekonzept und einer großen Heckklappe.
  3. Sport Coupé Concept GTE ist oberhalb des heutigen Volkswagen CC positioniert.
  4. Coupé ist 4.870 mm lang; Radstand erreicht üppige 2.841 mm – Folge: ein Maximum an Innenraumlänge.
  5. Active Info Display (digitales Hauptinstrument) bietet dreidimensionale Grafik in einer neuen Highend-Wertigkeit.
  6. Navigationssystem bindet auf Wunsch die biometrischen Daten des Fahrers in Berechnung der Routenvorschläge ein.
  7. Sport Coupé Concept GTE nutzt Plug-In-Hybridantrieb (TSI plus zwei E-Motoren) mit einer Systemleistung von 380 PS.
  8. 250 km/h schnelles Coupé fährt im „E-Mode“ über eine Distanz von mindestens 50 Kilometern rein elektrisch.
  9. Sport Coupé Concept GTE beschleunigt im „GTE-Mode“ in nur 5,0 Sekunden auf 100 km/h.
  10. Innovativer Allradantrieb über „Elektrische Kardanwelle“.

Im Sport Coupé Concept GTE verschmelzen Evolution und Revolution; auf der Basis einer sichtbar weiter geschärften Volkswagen Design-DNA zeigt diese Studie, wie faszinierend die volumenstärkste Marke unseres Konzerns die unmittelbare Zukunft gestalten wird,

so Walter de Silva, Chefdesigner der Volkswagen AG. Dr. Heinz-Jakob Neußer, Volkswagen Markenvorstand
für den Geschäftsbereich Entwicklung, erläutert dazu:

Die Studie ist ein atemberaubend dynamisches Coupé, wie es in dieser Klasse noch keines gab. Durch das Design im Stile eines exklusiven Sportwagens – bereichert um die zusätzliche Funktionalität der großen Heckklappe und das Platzangebot eines Viersitzers – sehen wir im Sport Coupé Concept GTE eine überzeugende Alternative zu den klassischen Limousinen des B- und C-Segments.

Und Klaus Bischoff, Chefdesigner der Marke Volkswagen, ergänzt:

Das Sport Coupé Concept GTE ist ein weiterer Meilenstein des expressiven Designs. Unverwechselbar, vom ersten bis zum letzten Strich neu gedacht. Ein stilistischer Kompass. Mit dieser Studie präsentiert Volkswagen nicht nur das neue Design eines neuen Modells, sondern den ersten Ausblick in eine neue Design-Ära.

Highend-Interface.

Ebenso wegweisend wie das Exterieur des Sport Coupé Concept GTE ist auch das Interieur. Das extrem klare Design, ergonomische Perfektion und neue interaktive Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine – unter anderem die Nutzung biometrischer Daten des Fahrers und ein neues Active Info Display mit 3D-Optik – erzeugen an Bord des Coupés eine avantgardistische Atmosphäre, die sich im vollkommenen Einklang mit dem expressiven  Exterieurdesign befindet.

GTE, der Plug-In-Hybrid von Volkswagen.

Doch nicht nur das Design, auch die Technik ist wegweisend. Schon die Abkürzung „GTE“ verspricht antriebstechnisch Revolutionäres. Die drei Buchstaben stehen bei Volkswagen seit dem Debüt des Golf GTE und dem in diesem Jahr folgenden Passat GTE für Modelle mit einem Plug-In-Hybridantrieb.

Diese Autos fahren zirka 50 Kilometer rein elektrisch und meistern gleichzeitig souverän die ganz großen Distanzen. Das alles geschieht mit höchster Dynamik; lautlose Gleiter, kraftvolle Cruiser. Denkbar sind GTE Versionen fortan in allen Klassen, wie eine erst im Januar auf der Auto Show im nordamerikanischen Detroit präsentierte SUV-Studie gezeigt hat. Mit dem in Genf enthüllten Sport Coupé Concept GTE bereichert Volkswagen die GTE-Philosophie nun um eine besonderes avantgardistische Facette. Das 279 kW / 380 PS starke GTE-Fastback bietet die Langstreckeneigenschaften eines Gran Turismo und ermöglicht gleichzeitig – dank zwei Elektromotoren und einer auch extern ladbaren Batterie – den emissionsfreien Betrieb. Der Durchschnittsverbrauch (kombiniert) der 250 km/h schnellen Studie liegt bei 2,0 l/100 km.

Eine eigene Klasse.

Volkswagen unterscheidet in der Mittel- und Oberklasse zwischen dem B-, C-, und D-Segment. Der neueste Passat setzt zum Beispiel die Maßstäbe in der Mittelklasse, also im Volumenbereich des B-Segmentes; der Volkswagen CC ist im gehobenen B-Bereich positioniert; der Phaeton als Oberklasse-Limousine ist ein typisches Modell des D-Segmentes. Die in Genf präsentierte Studie stößt nun aus dem gehobenen B-Bereich in das C-Segment vor.

Erneut Klaus Bischoff:

Das Sport Coupé Concept GTE ist ein Auto, das wir intern oberhalb des heutigen Volkswagen CC einordnen. Dieses Segment bereichern wir mit einem ebenso exklusiven wie dynamischen Premiumdesign, das den Begriff Avantgarde in ein neues Licht rückt.

Und der Chefdesigner ergänzt:

Wir hatten bei der Entwicklung ein Ziel vor Augen: Dieses Auto, dieser viertürige Sportwagen, sollte absolut begehrenswert sein und ein ‚Will-ich-haben-Gefühl’ auslösen.

Schnelle Proportionen.

Die konstruktive Basis für das charismatische Design des Sport Coupé Concept GTE liefert einmal mehr der Modulare Querbaukasten(MQB) von Volkswagen. Durch ihn lassen sich faszinierende Proportionen und ideale Packagemaße realisieren. Im Zentrum aller Werte steht dabei das Verhältnis von der Außenlänge zum Radstand. 4.870 mm ist die Studie lang; der Radstand erreicht üppige 2.841 mm. Folge: eine komfortable Innenraumlänge von 1.871 mm und knackigste Karosserieüberhänge. Vorn sind es 909 mm, hinten 1.120 mm – jeweils vom  Achsmittelpunkt aus gemessen. Gleichzeitig hat Volkswagen mit dieser Studie ein sehr flaches (1.407 mm) und  breites (1.865 mm) viertüriges Coupé auf die großen 21-Zoll-Räder gestellt. Dank des MQB ist die Raumausnutzung wie angedeutet exzellent: Trotz der dynamischen Dimensionen bietet das mit einem Panoramaschiebedach ausgestattete Sport Coupé Concept GTE zum Beispiel vorn und hinten eine souveräne Kopffreiheit. Unter der großen – von außen nicht als solche zu erkennenden – Heckklappe erschließt sich zudem ein 480 Liter großer Kofferraum.

Technische Daten

Technische Daten des Sport Coupé Concept GTE

Karosserie / Räder

  • Konzept:  4-türiges und 4-sitziges Coupé
  • Länge / Breite / Höhe:  4.870 mm / 1.865 mm / 1.407 mm
  • Radstand:  2.841 mm
  • Kofferraum: 480 Liter
  • Räder / Reifen:  9,5 J x 21, ET45 / 265/30 R21

Antrieb

  • Antriebssystem:  Plug-In-Hybrid
  • Antriebsübertragung:  Allrad mit „Elektrischer Kardanwelle“
  • Benzin-Motor:  3.0 V6 TSI (Turbo-Direkteinspritzer) 220 kW / 299 PS / 500 Nm
  • E-Motoren vorn und hinten:  40 kW / 220 Nm und 85 kW / 270 Nm
  • Systemleistung:  279 kW / 380 PS
  • Getriebe:  6-Gang-DSG (DQ400E)
  • Batterietyp:  Lithium-Ionen
  • Batteriekapazität:  10,7 kWh

Fahrleistungen / Verbrauch

  • V/max hybridisch:  250 km/h (abgeregelt)
  • 0-100 km/h:  5,0 s
  • Verbrauch (Ø NEFZ):  2,0 l/100 km
  • CO2-Emission (Ø NEFZ):  46 g/km
  • Reichweite elektrisch:  > 50 km
  • Reichweite gesamt:  > 1.200 km

Das Exterieurdesign

Charismatischer Volkswagen.

Das Sport Coupé Concept GTE wirbelt mit seinem avantgardistischen Auftritt die automobile Welt durcheinander. Der Viertürer würde – im Fall einer Serienfertigung – zu einem preislich attraktiven Sportwagen für Menschen avancieren, die ein Auto mit mehr als zwei Türen benötigen und Freude an vollendeten Formen haben. Ein Design-Statement wie das Sport Coupé Concept GTE als einen erschwinglichen Traum bis in die Serie zu tragen, ist ein anspruchsvolles Unterfangen. Doch Volkswagen hat mit der Entwicklung des Modularen Querbaukastens und einer höchst eigenständigen Design-DNA alle Voraussetzungen dafür geschaffen, aus diesem Meilenstein in der mittelfristigen Zukunft ein Serienauto werden zu lassen:

Unser ganzes Knowhow, ein Maximum an Kreativität, bündelt sich im expressiven Design des Sport Coupé Concept GTE,

so Klaus Bischoff. Der Chefdesigner weiter:

Ein viertüriges Coupé mit dem charismatischen Design eines Sportwagens – dieses Auto besetzt Neuland und zeigt, welchen Reichtum an Facetten unsere neue Design-Sprache ermöglicht.

Das Design des Sport Coupé Concept GTE im Detail:

Frontpartie – Kühlergrill und Scheinwerfer verschmelzen.

Mehr als je zuvor verschmelzen der Kühlergrill, die Scheinwerfer und das VW-Emblem im Sport Coupé Concept GTE zu einer völlig neuen Interpretation der Volkswagen Frontpartie.

Die Designer setzten dabei auf eine ausgeprägte Dreidimensionalität und erzeugen damit einen unvergleichlich eigenständigen und äußerst dynamisch anmutenden Aufbau. Nach außen hin wird die Kühlergrillmaske durch die tief in die Frontpartie integrierten LED-Doppelscheinwerfer begrenzt. Sie werden jeweils von einer aus Aluminium gefertigten Kühlergrillquerspange eingerahmt, deren Enden – wie die Flügelspitzen (Winglets) eines Learjets – nach oben auslaufen. Die Form dieser Winglets wird an verschiedenen Stellen des Ex- und Interieurs wieder aufgenommen und zieht sich so als stilistischer roter Faden durch das gesamte Fahrzeugdesign.

› Markantes Lichtdesign.

Im Fall des Kühlergrills rahmt die oberste Querspange mit ihren Winglets die innenliegenden LED-Module (Fernlicht + punktartiges Tagfahrlicht) ein; die zweite Querspange umspannt die außenliegenden LED Module (Abblendlicht + punktartiges Tagfahrlicht). Die Winglets fungieren dank eingearbeiteter LED-Bänder zudem als Tagfahrlicht; der entsprechende Bereich der oberen Spange übernimmt darüber hinaus durch einen Wechsel der LED-Farbe die Blinkfunktion. Vervollständigt wird die Tagfahrlichtsignatur des Sport Coupé Concept GTE durch die C-förmig rund um die unteren Lufteinlässe angeordneten LED-Module (ein Erkennungszeichen der Elektround Plug-In-Hybridmodelle von Volkswagen).

› Sechs Querspangen für den Kühlergrill.

Unterhalb der zwei oberen Kühlergrillquerspangen, die sich nahezu über die gesamte Breite der Frontpartie erstrecken, folgen vier weitere Aluminumspangen. Sie werden nach unten hin immer schmaler und bilden so ein breites „V“, das von einem im Wagenfarbe lackierten Bereich des Stoßfängers eingerahmt wird. Rechts und links davon fällt die markante  C-förmige Signatur des Tagfahrlichtes auf.

Silhouette.

Das Sport Coupé Concept GTE ist keine Limousine, sondern in der Tat ein Coupé mit vier Türen und einer Heckklappe. Aus diesem Ansatz heraus ergibt sich ein Design, das auf langgestreckte Linien, eine niedrige Gesamthöhe und einen athletischen Karosseriekörper setzt. Wie kompromisslos diese konzeptionelle Philosophie umgesetzt wurde, wird anhand der Silhouette deutlich: In einem flachen Bogen spannt sich das Dach von der weit nach hinten gerückten A-Säule (und der dadurch besonders langen Motorhaube) bis in das Heck hinein. Den Heckbereich der Silhouette dominiert die extrem flach gestellte C-Säule, die sich nahtlos aus dem Dachbogen entwickelt. Feine Details am Rande: In die vorderen Kotflügel und Türen (sowie analog in der Motorhaube) sind Luftaustrittsöffnungen integriert, deren eingearbeitete Chromelemente erneut das stilistische Thema der Winglets aufnehmen. Bei genauerer Betrachtung finden sich die auch in den 21 Zoll großen Fünfspeichenfelgen wieder.

› Seitenlinie und Motorhaube verschmelzen.

Wie präzise das Design der Studie gestaltet und ausgeführt wurde, zeigen im Bereich der Silhouette zwei Beispiele. Erstens: die Fensterbrüstung. Die wie mit dem Messer gezogene Linie wird als scharfe Kante bis in den Kotflügel fortgeführt, um dann eins zu werden mit dem Winglet der oberen Kühlergrillquerspange und der Begrenzung der vier unteren Chromspangen des Kühlergrills. Zweitens: die Charakterlinie.

Sie verläuft unterhalb der Fensterbrüstung und ist die wichtigste Linie des Fahrzeugs. Im Heckbereich ist sie als sogenannter Undercut ausgeführt.

Dabei wird die Charakterlinie leicht nach außen gezogen; die Designer betonen so die starke Schulterpartie und erzeugen eine Lichtkante. Nach vorn hin wird dieser Undercut langsam zurückgenommen. Hier erstreckt sich die Charakterlinie bis in den vorderen Radlauf. Gleichzeitig entwickelt sie sich zur Begrenzung der großen Motorhaube, die selbst die Kotflügel und den oberen Bereich der Radläufe mit einschließt. Wird die Motorhaube geöffnet, ergibt sich ein Bild, wie man es ähnlich aus dem Rennsport kennt; auch dort wird mit dem Öffnen vieler Sportwagen der nahezu komplette Motorbereich freigelegt. Schönes Detail: die komplett versenkt angeordneten Türgriffe.

Heckpartie.

Mit welcher Präzision und Liebe zum Detail das Sport Coupé Concept GTE konzipiert wurde, verdeutlicht ein Blick auf die seitliche Heckpartie: Dabei wird klar, dass die Dachlinie und damit auch der Verlauf der C-Säulen – imaginär durch die Abrisskante der Heckklappe geführt – direkt in die vertikale Fläche der Heckpartie übergeht. Ein Stilmerkmal klassischer Sportwagen. Die Abrisskante respektive der Heckspoiler verlängert den Wagen indes optisch; seitlich geht die untere Kante des Heckspoilers oberhalb der Rückleuchten direkt in die Charakterlinie und damit auch in die Schulterpartie über. Es ist die expressive Anmutung eines klassischen Sportwagens, die hier einem Viertürer ein einzigartiges Charisma verleiht: Die Dachpartie verjüngt sich von vorn nach hinten und schafft durch diesen Einzug den Raum für eine muskulöse Schulterpartie, die wiederum unter dem Undercut der Charakterlinie in die kraftvoll ausgestellten und homogen in die Flächen integrierten Radhäuser übergeht. Genau so muss ein Sportwagen aussehen.

› Rückleuchten.

Die trapezförmigen LED-Rückleuchten sind analog zu den Scheinwerfern in einer 3D-Optik ausgeführt; ihre Lichtsignatur nimmt erneut das Thema der Winglets auf. Den Grundköper bilden pro Fahrzeugseite zwei hochglänzend schwarze Elemente, in denen die LED des Bremslichtes sowie Reflektoren und LED-Glaseinleger (für das Rücklicht und die Blinker) integriert wurden.

In einem dreidimensionalen Design gestaltet wurden die roten Abdeckscheiben der Rückleuchten. Bei Nacht sind die schwarz hinterlegten Flächen des Grundköpers nicht sichtbar. Die beleuchteten  LED-Elemente scheinen deshalb in der Heckpartie zu schweben; dabei formen sie eine unverwechselbare Lichtsignatur.

Das Interieurkonzept

Active Info Display mit 3D-Visualität.

Eine Augenweide und funktionell ein Hightech-Genuss sind die neuen Interface-Module des Sport Coupé Concept GTE. Als Kombiinstrument kommt der Prototyp eines neu konzipierten Active Info
Displays mit einer 3D-Visualität zum Einsatz.

Das Display hat eine Diagonale von 12,3 Zoll und wurde so konzipiert, dass der virtuelle Raum im Außenbereich über ein patentiertes, dreidimensional anmutendes Ambientelicht mit der realen Begrenzung des Kombiinstruments verschmilzt. Es ist also kein sichtbar begrenztes Blackpanel,
sondern eine Freiformfläche, die via Lichtgestaltung den dreidimensionalen Raum interaktiv und ohne wahrnehmbare Grenzen strukturiert. Damit entsteht eine bislang unerreicht hohe Wertigkeit. Das Digitalinstrument stellt in der Grundkonfiguration zwei Rundinstrumente dar; links befindet sich das Powermeter, rechts der Tacho und in der Mitte ein mit unterschiedlichsten Informationen bespielbares Feld. Durch die neue Freiformfläche scheinen die Rundinstrumente im virtuellen Raum zu schweben.
Die Grafik der Anzeigen ändert sich analog zum Antriebsmodus („E-Mode“ oder „GTE“).

Vier Displays.

Der Touchscreen des zentralen Infotainmentsystem ist 10,1 Zoll groß; seitlich vom Display ist der Bereich zudem mit sensitiven Schiebereglern (Slider) für die Klimasteuerung ausgestattet. Als Media-Control-Modul kommt auch im Fond ein zwischen den Einzelsitzen integriertes Touchdisplay (12,3 Zoll) zum Einsatz, über das Funktionen wie die Mediathek, das Telefon oder die Navigation bedient werden können. Darüber hinaus steuern die Gäste im Fond über diese Media-Control-Einheit die zwei in den Lehnen der Vordersitze verankerten Screens (jeweils 10,1 Zoll). Zudem kann über die seitlich neben dem 12,3-Zoll-Display integrierten Slider die Klimaautomatik (Vier-Zonen-Klimaanlage) geregelt werden.

Navigation erkennt biometrische Daten.

Erstmals verbindet Volkswagen die Elektronik des Autos direkt mit dem Fahrer. Über eine Smartwatch oder ein Armband zur Messung der Vitalfunktionen registriert das Sport Coupé Concept GTE, ob eine Route aufgrund der biometrischen Daten des Fahrers eher über eine ambitionierte und kurvenreiche Landstraße oder aber über eine ruhige Strecke zum Ziel führen sollte. Die Abfrage der biometrischen Daten beginnt, sobald der Fahrer das Ziel via Sprachsteuerung oder Touchscreen eingibt – natürlich nur dann, wenn er die im Device gespeicherten biometrischen Daten einfließen lassen will.

Nebensächlich sind bei der Auswahl der Strecke in diesem Fall der Zeitfaktor und die Distanz – in diesem individuell auf den Fahrer zugeschnittenen Navigationsmodus geht es allein darum, ein Maximum an Fahrfreude zu erleben. Die Navigation empfiehlt dabei Strecken. Angezeigt werden die Vorschläge in Listen oder per Coverflow; in diesem Fall werden über Apps wie etwa Instagram  Zusatzinformationen und Bilder in die Cover der einzelnen Strecken eingeblendet. Im Infotainmentsystem kann sich der Fahrer vor dem Start die ausgewählte Strecke anschauen; gleichzeitig erhält er detaillierte Informationen zur Routenart und zu den Verkehrs-, Witterungs- und Streckenbedingungen.

Um möglichst genaue Echtzeitinfos zu bekommen, wertet das System die anonymisierten Daten (Car-to-Car) anderer Autos aus, die bereits auf der Strecke vor dem Sport Coupé Concept GTE  unterwegs sind. Parallel gleicht das System die Streckenbedingungen mit dem Fahrzeugzustand und dessen Ausstattung ab. Das Sport Coupé Concept GTE checkt also vor dem Start die Vitalität des Fahrers, die Routen-Bedingungen und sich selbst.

Kokon-Feeling.

Ungewöhnlich ist die Art und Weise, wie die als eine visuelle Einheit aufgebaute Linie aus Schalttafel und Türbrüstungen die vier Passagiere wie ein Kokon umgibt: Die mit horizontalen Elementen gestaltete und oben lederbezogene Schalttafel geht dabei seitlich homogen in die vorderen Türverkleidungen über; die wiederum finden ihre Fortsetzung stilistisch und in der Materialauswahl in den hinteren Türen. Von dort aus erstreckt sich dieses den ganzen Innenraum umhüllende Kokon-Element bis in die Verkleidung unterhalb der Heckscheibe.

Ikonenhaft klar gegliederte Schalttafel. Die Schalttafel ist geradlinig, klar und ikonenhaft reduziert aufgebaut. Drei dünne, edle Aluminiumschlitze fungieren im oberen Bereich als Lüftungsöffnungen.

Darunter erschließt sich eine ebenfalls dünne, klarvierlackschwarze Dekorleiste. Es folgt ein weiterer aus Aluminium gefertigter Belüftungsschlitz, der sich – nur vom Hauptinstrument, dem Active Info Display unterbrochen – über die komplette Breite der Schalttafel erstreckt.

Ebenfalls über die gesamte Breite verläuft abschließend eine Aluminiumleiste. Sie wird stilistisch bis in die Türtafeln fortgeführt; dort verwandelt sie sich als „Wing“ geformt“ zum Türöffner. Eine weitere markante Linie bildet das Ambientelicht. Die präzise, dünne, und farblich variierbare Lichtlinie umspannt die Schalttafel (bis in die vorderen Türtafeln hinein), das zentrale Infotainmentsystem sowie die bis in den Fond durchgängige Mittelkonsole und betont dabei die Umrisse dieser Bereiche.

Sportwagen-Mittelkonsole. Die Mittelkonsole steigt zur Schalttafel hin ähnlich wie bei einem Sportwagen an und trifft vorn auf das Infotainmentsystem; auch hier dominieren ein edles Glanzschwarz und hauchdünne Aluminiumeinfassungen.

Einen Kontrast dazu bildet unterhalb der „schwebend“ ausgelegten Mittelkonsole eine Ebene in einem optisch naturbelassenen Holz; das gleiche Material findet sich in den Türtafeln und im Lenkrad wieder. Praktische Details am Rande: Rechts neben dem DSG-Schaltknauf befinden sich die Cupholder; hier eingesetzte Becher können warmgehalten oder gekühlt werden. Der Wählhebel für das 6-Gang-DSG ist mit einer shift by wire gesteuerten Schaltlogik ausgestattet: Er befindet sich, wie ein Joystick, permanent in einer zentralen Mittelposition; per kurzem Kick werden die Stufen „R“, „N“ und „D“ aktiviert; in die Stellung „P“ schaltet man mit einem separaten Taster, der in den Wählhebel integriert ist.

Das Antriebssystem

Plug-In-Hybridantrieb.

Das Sport Coupé Concept GTE wird von einem ebenso sparsamen wie sportlichen Plug-In-Hybridsystem angetrieben.

Als Verbrennungsmotor setzt Volkswagen in der Studie einen aufgeladenen 3,0-Liter-Sechszylinder-Direkteinspritzer (TSI) mit einer Leistung von 220 kW / 299 PS und 500 Nm maximalem Drehmoment ein. Die Elektrokomponenten bestehen aus der Lithium-Ionen-Batterie (im Mitteltunnel) sowie zwei Elektromotoren; der vordere E-Motor ist in das Gehäuse des 6-Gang-DSG
(DQ400E) integriert und leistet 40 kW, der hintere E-Motor entwickelt 85 kW.

Als Systemleistung stehen 279 kW / 380 PS zur Verfügung. Dank des hinteren Elektromotors und einer „Elektrischen Kardanwelle“ kann die Antriebskraft des Systems bei Bedarf auf alle vier Räder verteilt werden. Das 250 km/h schnelle Coupé beschleunigt im sportlichen „GTE-Mode“ in nur 5,0 Sekunden auf 100 km/h. Trotz dieser Dynamik ist die Studie wegweisend sparsam: Auf 100 Kilometern ergibt sich ein Durchschnittsverbrauch (kombiniert) von lediglich 2,0 l/100 km. Darüber hinaus kann das Sport Coupé Concept GTE im „E-Mode“ über eine Distanz von mindestens 50 km rein elektrisch und damit emissionsfrei gefahren werden. Die Gesamtreichweite der Studie liegt bei mehr
als 1.200 km.

„Hybrid“.

Standardmäßig startet die Studie im Modus „Hybrid“. Das Sport Coupé Concept GTE ist dabei ein klassischer Vollhybrid, der beim Verzögern via Rekuperation die Batterie lädt und je nach Antriebssituation automatisch den TSI und / oder die E-Maschinen nutzt. Sobald der Fahrer vom „Gas“ geht und die Batterie ausreichend geladen ist, werden alle Motoren abgeschaltet und vom Antriebsstrang entkoppelt. In diesem Fall ist vom „Segeln“ die Rede.

Hierbei werden ebenfalls keine Emissionen erzeugt. Geht der Fahrer vom Gas respektivebremst, ohne dass die Batterie ausreichend geladen ist, arbeiten beide Elektromotoren als Generatoren und speisen die beim Bremsen gewonnene Energie in die Lithium-Ionen-Batterie ein. Der TSI ist auch in diesem Fall abgeschaltet und abgekoppelt. Sorgt allein der V6-Motor für Vortrieb, ist die Studie ein reiner Fronttriebler. Dabei gilt: Dank der effizienten Technologie des TSI ist das Sport Coupé Concept GTE auch jetzt noch sehr sparsam.

„E-Mode“.

Im „E-Mode“, der via Tastendruck vom Fahrer aktiviert wird, sorgt allein der 85 kW starke E-Motor der Hinterachse für Vortrieb. Beim rein elektrischen Fahren wird der V6 TSI durch das Öffnen der Kupplung vom Antriebsstrang getrennt und abgeschaltet. Sobald der Sechszylinder aufgrund des Ladezustands der Batterie oder anderer Parameter wieder eingebunden werden soll, koppelt er sich ruckfrei und binnen Sekundenbruchteilen erneut in den Antriebsstrang ein. Für die Energieversorgung der Elektromotoren ist die Lithium-Ionen-Batterie mit einem Energiegehalt von 10,7 kWh zuständig.

Eine im vorderen Motorraum integrierte Leistungselektronik managt den Hochvoltenergiefluss von und zur Batterie beziehungsweise zu den Elektromotoren. Das Bordnetz wird via DC/DC-Wandler mit einer Spannung von 12 Volt versorgt.

Aufgeladen wird die Batterie über externe Stromquellen oder während der Fahrt.

„GTE“.

Über die GTE-Taste wechselt der Fahrer in den „GTE-Modus“ und aktiviert damit die besonders dynamische Seite des Coupés. Gaspedal-, Getriebe- und Lenkungskennlinie sind nun noch sportlicher. Darüber hinaus arbeiten der TSI und die E-Maschinen im „GTE-Modus“ beim „Boosten“ zusammen, um die volle Systemleistung und das größte maximale Systemdrehmoment abzurufen.

„Battery Charge / Battery Hold“.

Der Doppelmodus „Battery Hold“ (Energiegehalt der Batterie bleibt konstant) respektive „Batterie Charge“ (Batterie wird während der Fahrt geladen) wird über ein  Untermenü im Infotainmentsystem aktiviert. Er dient dazu, zum Beispiel am Zielort in einer Stadt  bewusst rein elektrisch („E-Mode“) und damit ohne Emissionen unterwegs zu sein.

Allrad dank „Elektrischer Kardanwelle“.

Sobald es die Situation erfordert, wird das Sport Coupé Concept GTE über alle vier Räder angetrieben. In diesem Fall (und bei niedriger Batterieladung) fungiert der nun via V6 TSI mit Energie versorgte vordere Elektromotor allein als Generator und damit als Stromquelle für sein Pendant an der Hinterachse. Da die Energie zum Antrieb der Hinterachse by wire und nicht mechanisch fließt, ist von einer „Elektrischen Kardanwelle“ die Rede. Aufgrund der Tatsache, dass der TSI über den vorderen E-Motor den hinteren antreibt, funktioniert der Allradantrieb auch bei niedrigem Ladestand der Batterie.

© Volkswagen / Weltpremiere – das Sport Coupé Concept GTE: Viertüriges Coupé eröffnet für Volkswagen eine neue Design-Ära

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